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Das ist DIE Seite für den Freund von klassischen HiFi Geräten.
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Frequenzweichen, 2 Weg Frequenzweiche, 3 Weg Frequenzweiche
Jeder Lautsprecherhersteller konstruiert seine
eigenen Frequenzweichen. Es gibt mehrere Filtertypen unterschiedlicher
Konstruktion. Hier auf dieser Seite ein paar klassische Weichen für verschiedene
Modelle. Die Frequenzweiche teilt das zugeführte Signal in einzelne Bereiche und sorgt so dafür das jeder Lautsprecher nur den Teil der Spannung zugeführt bekommt den er einwandfrei in Schall umwandeln kann. Sie besteht aus Drosselspulen und Kondensatoren evtl. auch Wiederstände
(Spannungsteiler) um den Schalldruck des Mittel und Hochtonbereichs anzupassen. Gebräuchlich sind 2, 3 und 4 Weg Weichen. Die Qualität einer Weiche wird durch die Güte der Bauteile bestimmt. Standard Weichen haben meist Ferritkernspulen und lediglich MK Kondensatoren. Ferritkernspulen (ebenso GK Glockenkernspulen) werden mit dem Argument "platzsparend" verwendet. Das ist allerdings Nonsens. Diese Teile sind als billig zu bezeichnen. Auf Weichen höchster Güte findet man dagegen
Trafokernspulen oder Kupferdraht Luftspulen, Ø ab 2 mm (mindestens 1,4 mm Ø) wobei
reine Luftspulen zu bevorzugen sind, sowie MKP Kondensatoren mit niedrigsten Toleranzen. Die Qualität einer Frequenzweiche ist
maßgeblich für die Wiedergabequalität einer Lautsprecherbox verantwortlich.
Der Unterschied Trafokernspule zu reiner Luftspule: niedrigerer Innenwiederstand aber zunehmende Trägheit bei magnetischer Aufladung und Verzerrungen (Klirrfaktor).
Der Unterschied Luftspule zur Trafokernspule: keine Verzerrungen, höherer Innenwiederstand und dadurch ein minimaler Pegelverlust.
ACR Eckhorn Frequenzweiche, ACR FW 3-12
Es gibt offensichtlich ein Problem. Hier aus einem Forum eine Schilderung eines Users:
........ ich habe mir vor Jahren ein Paar ACR Eckhörner aufgebaut, HT: Fostex T825, MT: Fostex D450, Fostex HA21, Holzhorn Fostex H 220,
Bass: Fostex PA 38, Eckhorngehäuse und Weiche
.... Das Problem bei dieser Kombination ist der Frequenzbereich zwischen dem Mitteltonhorn und dem
Basshorn, hier fehlt irgendwie eine Oktave. Der sogenannte obere Bassbereich od. untere Mitteltonbereich ist schlicht nicht vorhanden. Wer weiß Rat?
Anmerkung von Hifi Klassiker:
Die Ursache dafür sind die falschen Werte der Spulen L1 und L2. Verbaut sind die Werte: L1 = 3,3 mH, L2 = 2,2 mH. Die richtigen Werte für eine Trennfrequenz von 400 Hz dagegen sind: L1 = 4,7 mH, L2 = 3,3 mH. (In diesem Fall
die Werte der vorhandenen Kondensatoren C1 und C3 gegeneinander austauschen)
Auf die vorhandene Impedanzentzerrung (PA38): R1, C2, sollte man verzichten da sie absolut überflüssig ist.
Ein weiteres Problem, die Kombi D450/ H220. Der D450 hat einen (unteren) Frequenzbereich ab
500 Hz (500 ~ 16.000 Hz, empfohlene Trennfrequenz 1000 Hz), das Horn H220 soll ab 250 Hz arbeiten. Die Kombination D450 mit H220 ist nicht in der Lage 400 Hz optimal wiederzugeben. (bei 12 dB/Okt. max. unterste Trennfrequenz 600 Hz)
Die Flankensteilheit der Weiche von 12 dB/Okt: Diese müsste in diesem Fall (PA38
/ D450) bei einer Übergangsfrequenz von 400 Hz mindestens 24 dB/Okt. betragen.
Davon einmal abgesehen hat der D450 unterhalb 500 Hz schon einen
Pegelabfall von rund 5 dB!
Der ideale MT Treiber für das Horn H220 ist der Fostex D800 mit Fostex HA51
oder z.B. der Coral M-100.
In dem Fall ist aber eine Flankensteilheit von
18 dB/Okt unbedingt erforderlich.
Das faktisch Beste, eigene Erfahrung, ist für den
Tief / Mitteltonbereich die Verwendung eines 8" Konus Tieftöners mit
harter Einspannung (Sicke) z.B. Fane Studio 8M welcher ab 100 Hz fast 100 dB
linearen Schalldruck produziert. Die harte Einspannung verhindert, im Gegensatz
zu einer weichen Einspannung, eine Überhöhung des Bassbereichs. Die Flankensteilheit von 12 dB/Okt ist in dem Fall ideal. Zugegeben
macht das Horn optisch mehr her aber der Klanggewinn ist frapierent! Für den 8
Zöller reicht ein leicht bedämpftes kleines Gehäuse, ca. 9 ~ 10 Liter
Innenvolumen.
Eine optimale Frequenzweichenkonstruktion ist für eine Bass /
Horn Kombi die Weiche der EV Sentry 3. (weiter unten)
ACR FW 3-12, 400/5.000 Hz, 12 dB/Okt., 8 Ohm
| Spule + Kondensator |
Wert |
falsch |
| L1 |
4,7 mH |
3,3 mH |
| L2 |
3,3 mH |
2,2 mH |
| L3 |
0,22 mH |
/ |
| L4 |
0,15 mH |
/ |
| L5 |
0,22 mH |
/ |
| C1 |
33 µF |
22 µF |
| C2 |
15 µF |
(entfernen) |
| C3 |
22 µF |
33 µF |
| C4 |
4,7 µF |
/ |
| C5 |
2,2 µF |
/ |
| C6 |
6,8 µF |
/ |
| R1 |
8R2 (9 Watt) |
(entfernen) |
| R2 |
3R3 (9 Watt) |
/ |
Impedanzentzerrung:
Der Sinn ist das die Ausgangsimpedanz einer Weiche (am Ausgang) auch den Berechnungen 4 oder 8Ω entspricht. Naturgemäß verwendet man sowieso nur Bauteile höchster Güte mit engsten Toleranzen die selbst bei der Summierung der elektrischen Parameter eine Impedanzerhöhung unkritisch machen. Die Impedanz eines Lautsprechers steigt bei hohen Frequenzen zum Teil stark an. Durch die Verwendung eines Wiederstands
(R) und eines Kondensators (C) in Parallelschaltung kann dieser Anstieg verhindert werden. Allerdings wird die Übergangsfrequenz eines reinen Tieftöners meist unter 1 kHz gewählt und somit wird eine Erhöhung der Impedanz zu hohen Frequenzen ohnehin vermieden. Anders sieht es wiederum bei Hochtönern aus da sie auch sehr hohe Frequenzen übertragen müssen. Bei hochwertigsten Hochtönern ist der Impedanzanstieg unkritisch.
Lautsprecher modifizieren, Frequenzweiche
selber bauen, wie
bereits erwähnt wird bei der Produktion von Lautsprechern an irgend einer
Stelle gespart. Das ist notwendig da keine Firma Produkte aus reiner
Nächstenliebe herstellt sondern Geld verdienen möchte und muss. Wenn Sie
Lautsprecher guter Qualität besitzen aber das Gefühl haben es
"fehle" klanglich noch etwas kann es durchaus sein das die
Frequenzweiche quasi die Bremse darstellt. Nun gibt es die Möglichkeit eine
fertige Weiche zu kaufen, ist aber nicht billig wenn diese eine Topp Qualität
haben soll. Die Lösung ist, bauen Sie sich selber eine Weiche. Voraussetzung
ist das die Parameter der vorhandenen Weiche beibehalten werden, wie
Übergangsfrequenz/en, Flankensteilheit und natürlich die Impedanz (4 oder 8
Ohm). Zwei Weg Lautsprecher haben in den meisten Fällen eine Flankensteilheit
von 6 dB (Filter 1. Ordnung) was den Bau sehr vereinfacht da nur wenige Bauteile
erforderlich sind. Aber auch Filter 2. Ordnung (12 dB/Okt),
meist in 3 Weg Weichen, stellen kein großes Problem dar. Wenn ein Lötkolben vorhanden ist und der
Umgang mit diesem kein Problem ist kann es losgehen. Als Beispiel die 3
Weg Weiche auf dem Foto etwas tiefer zu sehen:

Tief
/ Mittelton Übergangsfrequenz
400 Hz

Mittel
/ Hochton Übergangsfrequenz
3000 Hz
(Tabelle unten auf der Seite)
Die
Platte auf der die Bauteile montiert werden besteht idealerweise aus MDF (10
oder 12 mm Stärke). Es ist darauf zu achten das die Lötstellen mit größter
Sorgfalt ausgeführt werden da sonst Verzerrungen nicht auszuschließen sind.

Klassische 3 Weg Frequenzweiche, 400/3.000 Hz, 12 dB/Okt. 8 Ohm

Hier Luftspulen mit 2 mm Kupferdraht für den
Tief/Mitteltonbereich und 1,4 mm Luftspulen für den Mittel/Hochtonbereich. Die zwei großen Spulen (2 mm) sorgen für einen extrem glatten Abfall der
Tiefpassflanke. Das Ergebnis ist eine präzise Tieftonwiedergabe.

Die verwendeten Intertechnik Luftspulen für den Tief / Mitteltonbereich haben den Durchmesser einer CD.
Bei den Kondensatoren handelt es sich um den Typ MKP 250 V axial von
Intertechnik. Der Aufbau dieser Weiche entspricht nicht "ästhetischen"
Gesichtspunkten. Man könnte sie auch optisch vom Aufbau her schöner gestalten.
Aber nur das Ergebnis zählt. :-) Auf Grund der Abmessungen B x H x T: 300 x 120 x 250 mm) ist
die Unterbringung innerhalb des Boxengehäuses nicht sinnvoll da das Nettovolumen
verringert wird und die Bauteile der Weiche evtl. Resonanzen verursachen können.
Frequenzweiche Yamaha FX-3
Frequenzweiche Yamaha NS1000
Frequenzweiche EV Interface A
Frequenzweiche EV Sentry 3, 600/3500 Hz,
12 dB/Okt. (18 dB Mitteltonhorn) 8 Ohm
Frequenzweiche Altec 604-8G
2 Weg Frequenzweichen
Butterworth Filter 1. Ordnung (Flankensteilheit
6 dB/Okt.)
Butterworth Filter 2. Ordnung (Flankensteilheit
12 dB/Okt.)
Butterworth Filter 3. Ordnung (Flankensteilheit
18 dB/Okt.)
Luftspulen und Kondensatoren:
(Diese Tabelle zum ausdrucken)
Für 4 Ω Weichen die L Werte halbieren und die C Werte verdoppeln
(L = Luftspule, C = MKP Kondensator)
Die Werte in der Tabelle sind rein rechnerische
Werte. Luftspulen und Kondensatoren die man im Handel kaufen kann haben etwas
andere Werte. Für die Weichen benötigte Luftspulen und Kondensatoren: die Werte
kaufen welche denen in der Tabelle am nächsten sind.
Wiederstände zur Lautstärkeabsenkung von Hoch und Mitteltönern
Spannungsteiler:
(Diese Tabelle zum ausdrucken)
|
Pegel - dB |
R1 Ω |
R2
Ω |
| 1 |
1 |
68 |
| 2 |
1,5 |
33 |
| 3 |
2,2 |
18 |
| 4 |
3,3 |
15 |
| 5 |
3,3 |
10 |
| 6 |
3,9 |
8,2 |
| 8 |
4,7 |
5,6 |
| 10 |
5,6 |
3,9 |
| 12 |
5,6 |
2,7 |
| 14 |
6,8 |
2,2 |
| 16 |
6,8 |
1,5 |
| 18 |
6,8 |
1,2 |
| 20 |
6,8 |
0,82 |
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Hochlast Drahtwiederstände sollten eine
möglichst geringe Toleranz besitzen. Man kann zur Pegelreduzierung auch
sogenannte L-Regler verwenden. Diese sind als stufenlose Regler (preiswert) oder
Traforegler (Transformatorregler, ca. um 200,- Euro, schaltbar in 1dB Schritten) erhältlich.
Belastbarkeit: stufenlose Regler um 20W, Traforegler 100 ~ 200W.
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