Kenwood (Trio): Verstärker, Receiver, Tuner, Plattenspieler und Lautsprecher mit technischen Daten
42 Kenwood- und Trio-Geräte von 1961 bis 1995 mit technischen Daten, 200 Fotos und Neupreisen in DM. Dazu die Firmengeschichte von der Kasuga Radio Co. bis zur Umbenennung 1986 und eine Erklärung, warum die Receiver-Bezeichnungen so schwer zu sortieren sind.
- Gegründet
- Dezember 1946
- Erster Name
- Kasuga Radio Co.
- Marke
- Trio, ab 1986 Kenwood
- Auf dieser Seite
- 42 Modelle
Firmengeschichte kompakt: von Trio zu Kenwood
Im Dezember 1946 gründete sich in Komagane in der Präfektur Nagano die Kasuga Radio Co., Ltd. mit einem Kapital von 125.000 Yen und der eingetragenen Marke Trio. 1949 bekam die Firma, inzwischen Kasuga Musen Denki Shokai, von der NHK das erste Zertifikat für einen Hochfrequenztransformator und damit die Lizenz, Radios zu bauen. 1952 entstand der Sechsröhren-Empfänger 6R-4S, 1955 zog das Werk nach Tokio in den Bezirk Ota, wo die Serienfertigung von Funk-, Mess- und Audiogeräten begann. Im selben Jahr kam der Mittelwellen-Tuner HF-1 als erstes HiFi-Gerät der Marke, 1957 der UKW-Tuner FM-100, den Radio Shack in den USA verkaufte. 1960 wurde aus Kasuga die Trio Electronics Co. mit 100 Millionen Yen Kapital, 1961 folgte der Gang an die Börse, 1962 der Transistorverstärker TW-30.
Den Namen Kenwood trug zuerst die 1963 gegründete Niederlassung in Los Angeles; die Geräte verkaufte in den USA das Versandhaus Lafayette Radio Electronics, das damals für viele japanische Hersteller den Vertrieb übernahm und mit einem 400-seitigen Katalog arbeitete. 1966 stellte Trio die gesamte Audiofertigung auf Transistoren um, der kompakte Vollverstärker TW-61 wurde zum Bestseller. 1968 entstand mit Trio-Kenwood NV in Belgien der Europavertrieb für die Bundesrepublik, Frankreich, die Schweiz und Schweden. Die Spitzenmodelle der Siebziger heißen Model 600 (1976, DC-Vollverstärker mit getrennter Stromversorgung), L-07C und L-07M (1977), KT-917 und KD-750 (1978) sowie L-07D, LS-1200 und L-01A (1979). 1978 notierte die Aktie auch in Frankfurt, 1979 öffnete in Singapur das erste Werk für den Export, 1980 kam der KA-1000 mit Sigma-Drive und externem Netzteil. 1986 verschwand der Name Trio endgültig, seitdem heißt die Firma Kenwood. Die HiFi-Sparte war immer nur ein Teil des Konzerns, und an die eigene HiFi-Geschichte erinnert sich das Unternehmen heute kaum noch.
- 1946Kasuga Radio Co. in Komagane gegründet, Marke Trio
- 1955Umzug nach Tokio; HF-1, der erste HiFi-Tuner der Marke
- 1957FM-100, UKW-Tuner, Export in die USA über Radio Shack
- 1962TW-30, Trios erster Transistorverstärker
- 1963Niederlassung Kenwood in Los Angeles, Vertrieb über Lafayette
- 1968Trio-Kenwood NV, Belgien: Europavertrieb mit Deutschland
- 1976Model 600: DC-Vollverstärker mit getrennter Stromversorgung
- 1979L-07D, LS-1200, L-01A; Werk in Singapur
- 1986Trio wird endgültig zu Kenwood
Warum die Kenwood-Receiver so schwer zu sortieren sind
Bei kaum einem anderen Hersteller fällt die zeitliche Einordnung so schwer wie bei Kenwood-Receivern. Gemeinsam ist allen nur das Kürzel KR, danach laufen mehrere Serien parallel oder durcheinander: xx00, xx40, xx20, xx50, dazu Einzelgänger wie 4070, 3090 oder 9340. Der KR-4070 von 1977 stand gleichzeitig mit der Serie KR-2600 bis KR-9600 im Prospekt, hat mit ihr aber weder optisch noch technisch etwas gemeinsam und war der einzige Receiver dieser Jahre, den Kenwood noch mit klassischem Holzgehäuse anbot. Den KR-4200 gab es 1973 in einer zweiten Ausführung, die der ersten ähnlich sieht; wann die erste verkauft wurde, wissen wir nicht. Parallel dazu wurde der KR-4020 in einer moderneren Form nur noch mit Holzwangen gebaut, optisch nahe am KR-3600, der erst 1975/76 erschien.
Auch das Design wechselte oft. Anfangs sahen die Geräte amerikanischen Vorbildern ähnlich, der TK-140 etwa dem Fisher 450T. Danach fand Kenwood eine eigene Linie, zu sehen an KR-6340 und KR-8340 oder am Tuner KT-8005. Für den Sammler heißt das: gesucht sind heute die größten Modelle einer Serie und alle Röhrengeräte aus der Trio-Zeit. Die mittleren Receiver bekommst du dagegen für wenig Geld, obwohl sie technisch sehr gute Geräte sind. Wer einen Kenwood-Receiver kaufen will, orientiert sich deshalb an den Daten in den Abschnitten unten und nicht an der Modellnummer.
Röhrenreceiver 1961–1966 · 2 Modelle
Bis Mitte der Sechziger stand auf den Geräten Trio, Kenwood hieß zunächst nur der Exportname. Aus dieser Zeit stammen die Geräte, die Sammler heute am meisten suchen: der W-38 mit zwei getrennten Tunern und der WE-8S mit Langwelle. Vom TK-60E, KW-33L und KW-1100U aus derselben Epoche haben wir im Archiv nur Namen, keine Datenblätter.
Röhrenreceiver, UKW, 2 × MW, KW · 1961
Trio Stereophonic W-38
Stereo Tri-Tuner Amplifier
-
Von oben: Lüftungsschlitze über dem Röhrenchassis -
Front rechts: Tuning 2, Quellenwahl bis FM MPX, Mode Mono/Stereo/Reverse -
Front links: Tuning 1, Lautstärke, Loudness und Rumpelfilter -
Mitte: Skala in Kilocycle und Megacycle, Bass, Höhen, Balance, FM-AFC -
Rückseite oben: Anschlussschema, japanisch beschriftet, darunter die Klemmen -
Front links mit beleuchteter Skala -
Front von schräg -
Rückseite: Lautsprecherklemmen und Eingänge
| Typ | Stereo-Tri-Tuner-Verstärker: UKW, 2 × MW, KW |
|---|---|
| Frequenzbereiche | UKW 80–108 MHz MW 535–1.605 kHz (2 ×) KW 3,8–10 MHz |
| Empfindlichkeit S/N 20 dB | UKW 2,6 µV · MW 6 µV · KW 6 µV |
| Spiegelfrequenzdämpfung | UKW 30 dB · MW 46 dB |
| Eingänge | Phono MM 3 mV · Phono Kristall 36 mV · AUX 225 mV |
| Sinusleistung | 2 × 10 W bei 0,1 % Klirr 2 × 14 W max. (8 Ω, 20–20.000 Hz) |
| Klirrfaktor | 1 % (Vollast) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Klangregler | Bass 50 Hz +10,5/−8 dB · Höhen 10 kHz +8/−8,5 dB |
| Röhren | 19, darunter 4 × 6BM8, 2 × 6DA5 (magische Augen), 5AR4 (Gleichrichter) |
| Lautsprecher | 8 und 16 Ω |
| Netz | 100/117 V, Export 230 V · 150 VA |
| Maße (B × H × T) | 450 × 135 × 380 mm |
Der W-38 ist der Trio-Receiver, den du auf einer Börse sofort erkennst: zwei magische Augen in der Front, darunter zwei komplette Tuner, einer für UKW und Mittelwelle 1, der zweite für Mittelwelle 2 und Kurzwelle. Zwei Mittelwellenbereiche brauchte man 1961 für Stereo über zwei AM-Sender, ein Verfahren, das in den USA und Japan kurz üblich war und nie gut klang. Der MPX-Filter ist schon eingebaut, ein externes Gerät entfällt, und ein Center-Lautsprecher lässt sich zusätzlich anschließen.
Mit 2 × 10 Watt bei 0,1 Prozent Klirr reicht der W-38 für wirkungsgradstarke Boxen in einem normalen Wohnzimmer, mehr darfst du von einer 6BM8-Endstufe nicht verlangen. Ich würde beim Kauf alle 19 Röhren prüfen lassen und die Koppelkondensatoren gleich mit; die magischen Augen 6DA5 sind heute schwer zu bekommen. Gut erhaltene W-38 tauchen fast nie auf, einen festen Marktpreis gibt es deshalb nicht. Wer einen findet, zahlt viel und bekommt ein Gerät, das jedem Besucher sofort auffällt.
Röhrenreceiver UKW/MW/LW · 1966
Trio WE-8S
Kenwood WE-8S
| Empfindlichkeit UKW | 2,5 µV (75 Ω) |
|---|---|
| Eingänge | Phono MM 4 mV (50 dB) Phono Kristall 60 mV AUX, Tape 220 mV (60 dB) |
| Sinusleistung | 2 × 5 W (DIN) |
| Musikleistung | 2 × 7 W (DIN) |
| Frequenzgang | 20–17.000 Hz ±1 dB |
| Bestückung | 14 Röhren, 10 Dioden, 3 Transistoren |
| Lautsprecher | 8–16 Ω |
| Maße (B × H × T) | 452 × 127 × 280 mm |
| Gewicht | 10,5 kg |
Der WE-8S von 1966 ist das Übergangsgerät: 14 Röhren im Signalweg, drei Transistoren dort, wo sie schon besser waren, und zusätzlich ein Langwellenbereich. Mit 2 × 5 Watt Sinus ist er ein Küchen- oder Arbeitszimmer-Receiver, kein Partner für große Boxen. Für Mittelwelle und Langwelle brauchst du heute einen Sender in der Nähe, UKW läuft mit 2,5 µV Empfindlichkeit dagegen noch ordentlich. Gegenüber dem W-38 ist er leichter zu finden und deutlich günstiger, hat aber nur einen Tuner und keine magischen Augen.
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Vollverstärker 1966–1993 · 10 Modelle
Die KA-Serie von 1968 bis 1972 (KA-4000, KA-5002, KA-6000, KA-7002) erkennst du an der gravierten Beschriftung, die Kenwood danach aus Kostengründen durch Druck ersetzte. 1976 folgten Model 600 und Model 500, dann die Serie KA-6100 bis KA-9100 mit getrennten Netzteilen je Kanal, 1979 der KA-907 und 1993 als Schlusspunkt der L-A1. Vom Model 600 und vom KA-1200B haben wir im Archiv nur Namen und Preise.
Vollverstärker · 1966–1967
Kenwood TK-250
| Sinusleistung | 2 × 20 W (DIN) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–50.000 Hz ±1 dB |
| Leistungsbandbreite | 18–60.000 Hz −3 dB |
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2 mV AUX, Tuner, Tape: 150 mV |
| Geräuschspannungsabstand | Phono über 60 dB · Hochpegel über 70 dB |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω, Center-Ausgang |
| Maße (B × H × T) | 330 × 105 × 237 mm |
Der TK-250 ist einer der ersten reinen Transistor-Vollverstärker aus dem Jahr, in dem Trio die Röhre komplett aufgab. Zwei Phono-Eingänge, 2 × 20 Watt und ein Center-Ausgang für einen dritten Lautsprecher zeigen, woran man 1966 dachte: an Plattenspieler und an Raumklang mit Mono-Mitte. Für heutige Boxen mit 86 dB Wirkungsgrad ist er zu schwach, an einem Paar alter Breitbänder spielt er sauber. Beim Kauf gehören die frühen Transistoren und alle Elkos auf die Prüfliste, denn ein 60 Jahre alter Transistorverstärker läuft selten ohne Durchsicht.
Vollverstärker · 1968–1972
Kenwood KA-6000
-
Front mit Holzwangen -
Von schräg -
Front im Detail: Lautstärke/Balance, darunter die Eingangstasten bis Tape Head und Mic -
Gravur „Model KA-6000“, darunter die Filterschalter Low 40/80 Hz und High 8 kHz -
Bass, Höhen, Lautsprecherwahl A/B und Tone Mode -
KA-6000, Ansicht 3 -
KA-6000, Ansicht 4 -
Eingangswahl (Phono 1/2, Tuner, AUX, Tape HD, Mic) und Mode/Tape-Monitor -
Phono 1 umschaltbar: 2 mV, 0,5 mV und 0,05 mV für elektrodynamische Systeme -
Rückseite: Mono-Ausgang (rechts oben) für eine dritte Endstufe -
Innen -
Mit dem optisch passenden Tuner, ein seltener Anblick
| Sinusleistung IHF, 20–20.000 Hz | 2 × 58 W (8 Ω) 2 × 64 W (4 Ω) |
|---|---|
| Musikleistung IHF | 2 × 85 W (4 Ω) |
| Klirrfaktor | 0,5 % (Vollast, 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 10–50.000 Hz ±1 dB |
| Dämpfungsfaktor | 29 (8 Ω) · 58 (16 Ω) |
| Eingänge | Phono 1: 2 mV/50 kΩ, 0,5 mV/200 Ω, 0,05 mV/200 Ω Phono 2: 2 mV/50 kΩ Tape, AUX: 200 mV/100 kΩ Mic: 2 mV/100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB · AUX, Tape 77 dB |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω, zwei Gruppen |
| Netz | 120/220/240 V, umschaltbar (Rückseite) |
| Maße (B × H × T) | 410 × 134 × 300 mm |
| Gewicht | 11,1 kg |
Der KA-6000 ist das Gerät für Vinylhörer unter den frühen Kenwoods: Phono 1 lässt sich auf 0,5 und 0,05 Millivolt bei 200 Ohm umschalten, also auf elektrodynamische Tonabnehmer, die später MC hießen und 1968 außer dem Ortofon SL-15 kaum einer besaß. Dazu kommen ein zweiter Phono-Eingang, ein Mikrofoneingang, abschaltbare Klangregelung, auftrennbare Vor- und Endstufe und der Mono-Ausgang auf der Rückseite, mit dem du eine dritte Endstufe für die Raummitte ansteuerst. Diesen Center-Ausgang kannten Verstärker seit etwa 1950, Ende der Sechziger ließen ihn alle Hersteller wegen des Schaltungsaufwands fallen.
Mit 2 × 58 Watt an 8 Ohm und 0,5 Prozent Klirr liegt der KA-6000 leistungsmäßig knapp unter dem KA-7002, der zusätzlich einen zweiten AUX und drei Lautsprechergruppen bietet. Die gravierte Beschriftung ist das Erkennungszeichen dieser Serie; die Nachfolger ab 1973 sind nur noch bedruckt. Beim Kauf achte ich auf kratzende Schalter des Phono-Umschalters, denn Ersatz gibt es nicht.
Vollverstärker · 1970–1972
Kenwood KA-7002
-
KA-7002, Ansicht 2 -
KA-7002, Ansicht 3 -
KA-7002, Ansicht 4 -
KA-7002, Ansicht 5 -
KA-7002, Ansicht 6 -
KA-7002, Ansicht 7 -
KA-7002, Ansicht 8 -
KA-7002, Ansicht 9
| Sinusleistung IHF, 20–20.000 Hz | 2 × 70 W (8 Ω) 2 × 80 W (4 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,5 % (Vollast, 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 20–50.000 Hz ±1 dB |
| Dämpfungsfaktor | 45 (8 Ω) · 90 (16 Ω) |
| Eingänge | Phono 1: 2,5 mV, 30/50 kΩ Phono 2: 2,5 mV/50 kΩ oder 0,06 mV/200 Ω Tape, AUX: 200 mV/100 kΩ Mic: 2,5 mV/100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB · AUX, Tape 77 dB |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω, drei Gruppen |
| Netz | 120/220/240 V, umschaltbar (Rückseite) |
| Maße (B × H × T) | 410 × 134 × 300 mm |
| Gewicht | 11 kg |
Der KA-7002 war das Spitzenmodell der gravierten Serie und bietet, was ein Plattenhörer 1970 verlangen konnte: Phono 1 mit umschaltbarer Impedanz, Phono 2 wahlweise 2,5 mV für MM oder 0,06 mV für MC, Tape Monitor mit Play und Rec, zwei AUX, einen Vierkanal-Ein- und Ausgang, Kopfhöreranschluss vorn, Mono Out und drei Lautsprechergruppen. Gegenüber dem KA-6000 bringt er 2 × 70 statt 2 × 58 Watt und den besseren Dämpfungsfaktor von 45.
Der passende Tuner ist der KT-7000 im gleichen Gehäuse von 410 Millimetern Breite. Im Alltag reicht die Leistung für Boxen bis etwa 88 dB Wirkungsgrad in mittelgroßen Räumen; der Klirrwert von 0,5 Prozent bei Vollast ist eine Angabe der Zeit, bei Zimmerlautstärke liegt er weit darunter.
Vollverstärker · 1972
Kenwood KA-6004
-
Innen
| Sinusleistung | 2 × 40 W (IHF, 8 Ω) 2 × 70 W (DIN, 4 Ω) |
|---|---|
| Musikleistung IHF | 220 W (4 Ω) · 130 W (8 Ω) |
| Klirrfaktor | 0,3 % (8 Ω) · 0,05 % bei −3 dB |
| Leistungsbandbreite IHF | 10–50.000 Hz |
| Frequenzgang | Hochpegel 20–50.000 Hz ±1 dB Phono RIAA ±0,3 dB |
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2,5 mV/50 kΩ Tuner, AUX, Tape A/B: 200 mV/100 kΩ Mic: 3 mV/50 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 68 dB · Hochpegel 75 dB · Mic 70 dB · Endstufe 110 dB |
| Klangregelung | Bass 100 Hz ±10 dB · Höhen 10 kHz ±10 dB Filter Low 40/80 Hz 12 dB/Okt. · High 7 kHz 6 dB/Okt. |
| Pre Out | 1 V/100 Ω |
| Leistungsaufnahme | 105 W |
| Maße (B × H × T) | 435 × 153 × 300 mm |
| Gewicht | 11,5 kg |
| Neupreis | 1.308 DM |
Der KA-6004 von 1972 ist der Nachfolger der gravierten Serie im neuen, bedruckten Kleid und mit 2 × 40 Watt IHF an 8 Ohm nominell schwächer als der KA-6000, dafür mit zwei schaltbaren Tiefenfiltern bei 40 und 80 Hertz, einem Hochpassfilter bei 7 Kilohertz und Mikrofoneingang. Die Angabe 2 × 70 Watt nach DIN an 4 Ohm bei 1 Kilohertz beschreibt denselben Verstärker, nur anders gemessen; wie sich IHF- und DIN-Werte unterscheiden, erklärt unser Normen-Ratgeber. Der Neupreis lag bei 1.308 DM. Für den Gebrauchtkauf ist er ein ehrlicher Alltagsverstärker ohne Sammlerzuschlag.
Vollverstärker · ab 1976
Kenwood KA-8300
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KA-8300, Ansicht 2 -
KA-8300, Ansicht 3 -
KA-8300, Ansicht 4 -
KA-8300, Ansicht 5 -
KA-8300, Ansicht 6 -
KA-8300, Ansicht 7
| Sinusleistung | 2 × 80 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 100 W (DIN, 4 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,04 % (1 W, 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 5–40.000 Hz ±1 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω) |
| Eingänge | Phono: 2,5 mV/50 kΩ Tape, Tuner, AUX: 150 mV/50 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,3 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 72 dB · Hochpegel 90 dB |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω |
| Netz | 120/240 V, umschaltbar · max. 550 W |
| Maße (B × H × T) | 430 × 149 × 376 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 16 kg (ohne Holzgehäuse) |
| Neupreis | 1.600 DM |
Der KA-8300 stand 1976 im Kenwood-Programm hinter dem Model 600 und dem Model 500 an dritter Stelle, mit Darlington-Endstufen, 2 × 80 Watt und 16 Kilogramm. Das ist ein Verstärker, der auch mit 4-Ohm-Boxen und großen Räumen zurechtkommt; der Klirrwert von 0,04 Prozent bei einem Watt zeigt, dass Kenwood hier anders rechnete als bei der gravierten Serie. Der passende Tuner war der KT-8300, von dem wir nur den Namen haben. Mit 1.600 DM lag er in der Preisliste auf Augenhöhe mit dem Yamaha CA-1000. Als Gebrauchtgerät ist er die vernünftige Alternative zum KA-9100, wenn dir dessen zwei VU-Meter nicht wichtig sind.
Vollverstärker · 1977–1979
Kenwood KA-6150 und KA-6100
- KA-6150 (bronze)
- KA-6100 (silber)
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KA-6150, Ansicht 2 -
KA-6150, Ansicht 3 -
KA-6150, Ansicht 4 -
KA-6150, Ansicht 5 -
KA-6150, Ansicht 6 -
KA-6150, Ansicht 7 -
KA-6150, Ansicht 8 -
KA-6150, Ansicht 9 -
KA-6100: dieselbe Technik in Silber
| Sinusleistung | 2 × 50 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 70 W (DIN, 4 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,03 % (Vollast, 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 5–30.000 Hz ±1 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω) |
| Eingänge | Phono: 2,5 mV/50 kΩ Tape, Tuner, AUX: 150 mV/50 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,3 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 86 dB (2,5 mV), 92 dB (5 mV) · Hochpegel 106 dB |
| Lautsprecher | A oder B 4–16 Ω, A und B 8–16 Ω |
| Netz | 120/240 V, umschaltbar · max. 420 W |
| Maße (B × H × T) | 430 × 149 × 364 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 11,5 kg (ohne Holzgehäuse) |
KA-6150 und KA-6100 sind derselbe Verstärker in zwei Farben: bronze und silber. Beide haben zwei Netzteile, eines je Kanal, eine elektronische Schutzschaltung für Transistoren und Lautsprecher, zwei geeichte VU-Meter und eine Phonostufe mit FET-Eingang, deren 86 dB Geräuschspannungsabstand 1977 zu den besten Werten der Klasse gehörten. Die Ausstattung ist bewusst knapp gehalten: Phono, Tuner, AUX, zwei Tape-Eingänge, Subsonic-Filter, Loudness und Tone Defeat.
Für den Alltag heißt das: ein sauberer 50-Watt-Verstärker für eine Anlage mit Plattenspieler und zwei Boxenpaaren, die du einzeln oder zusammen betreiben kannst. Der passende Tuner ist der KT-6500, mit dem Kenwood den KA-6100 ab 1978 als Kombination verkaufte. Wer mehr Leistung braucht, greift zum KA-8300 oder KA-9100 aus derselben Zeit.
Vollverstärker · 1977–1979
Kenwood KA-9100
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Linke Fronthälfte: Leistungsanzeigen, Boxenwahl A/B, Messbereich und Loudness -
Rechte Fronthälfte: Lautstärke/Balance, Bass, Gain und Tone Defeat -
KA-9100, Ansicht 3 -
KA-9100, Ansicht 4 -
KA-9100, Ansicht 5 -
KA-9100, Ansicht 6 -
KA-9100, Ansicht 7
| Sinusleistung | 2 × 90 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 95 W (DIN, 8 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,03 % (Vollast) · 0,01 % (1 W, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 5–60.000 Hz +0/−1 dB |
| Leistungsbandbreite | 0–100.000 Hz |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω) |
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2,5 mV/50 kΩ (max. 250 mV) Tuner, AUX, Tape 1 + 2: 150 mV/50 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 83 dB · Hochpegel 100 dB · Endstufe 115 dB |
| Klangregelung | Bass ±7,5 dB/100 Hz · Höhen ±7,5 dB/10 kHz Loudness +10 dB/100 Hz · Subsonic 18 Hz · High 8 kHz (je 12 dB/Okt.) |
| Vorverstärkerausgang | 1 V/330 Ω |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Leistungsaufnahme | max. 590 W |
| Maße (B × H × T) | 430 × 149 × 384 mm |
| Gewicht | 16,7 kg |
Der KA-9100 war von 1977 bis 1979 Kenwoods größter Vollverstärker der KA-Reihe: getrennte Netzteile für links und rechts, durchgehend direkt gekoppelte Stufen, ein Vorverstärker mit Dual-Gate-MOSFET, dreistufiger Differenzverstärker und Darlington-Treiber. Die Phonostufe verträgt 250 Millivolt am Eingang, bevor sie bei 1 Kilohertz 0,03 Prozent Klirr erreicht, das ist Reserve für jedes MM-System. Mit 2 × 90 Watt und 16,7 Kilogramm treibt er auch schwierige Boxen an 4 Ohm. Gegenüber dem KA-8300 bekommst du den besseren Rauschabstand und den Subsonic-Filter bei 18 Hertz; der 1979 folgende KA-907 setzt dann mit 2 × 150 Watt eine andere Klasse.
Vollverstärker und UKW-Tuner · 1978–1981
Kenwood KA-907 und KT-917
Japan: Trio KA-9900 (ab 1978)
- KA-907 (Europa, ab Ende 1979)
- Trio KA-9900 (Japan, ab 1978)
- KT-917 (Tuner, 1978)
| Sinusleistung | 2 × 150 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,01 % (Vollast, 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 5–100.000 Hz |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω) |
| Anstiegszeit | 0,8 µs |
| Eingänge | Phono MM: 2,5 mV/47 kΩ Tape, Tuner, AUX: 150 mV/50 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,3 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 90 dB · Hochpegel 105 dB |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω |
| Netz | 120/240 V · max. 1.000 W |
| Maße (B × H × T) | 460 × 161 × 463 mm |
| Gewicht | 25,8 kg |
| Empfindlichkeit | Mono 0,75 µV (9,3 dBf, IHF) · Stereo 25 µV (50 dB) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 70 dB |
| ZF-Dämpfung | 125 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 125 dB |
| Trennschärfe | 80 dB (±300 kHz) |
| Kanaltrennung | 45 dB |
| Klirrfaktor | Wide: 0,1 % Mono, 0,02 % Stereo Narrow: 0,15 % Mono, 0,05 % Stereo |
| Geräuschspannungsabstand | 75 dB Mono · 70 dB Stereo |
| Frequenzgang | 10–16.000 Hz |
| Gleichwellenselektion | 0,7 dB (40 kHz Hub) |
| Maße (B × H × T) | 460 × 161 × 463 mm |
| Gewicht | 15 kg |
Der KA-907 kam Ende 1979 nach Europa, in Japan gab es ihn seit 1978 baugleich als Trio KA-9900, das Gehäuse lehnt sich an das Model 600 an. Kenwood spendierte zwei massive Transformatoren, vier Elkos mit je 18.000 µF und DC/FET-Treiberstufen in Class A, um Verzerrungen, dynamisches Übersprechen und den Dämpfungsfaktor in den Griff zu bekommen; die Anstiegszeit von 0,8 Mikrosekunden ist das Ergebnis. Bei Vollgas zieht er bis zu 1.000 Watt aus der Steckdose. Die MC-Vorstufe ist dreistufig symmetrisch aufgebaut, die MM-Stufe hat wie die Endstufe einen DC-FET-Eingang; das macht ihn zum Verstärker für Plattenhörer mit hohen Ansprüchen und schwer zu treibenden Boxen.
Der KT-917 von 1978 ist der zugehörige Tuner: 0,75 µV Empfindlichkeit, ein Pulse-Count-Detektor mit DDL-Schaltung gegen Verzerrungen und 125 dB ZF-Dämpfung, der höchste Wert aller Tuner auf dieser Seite; mit 15 Kilogramm wiegt er so viel wie mancher Verstärker. Beide Geräte sind 460 Millimeter breit und gehören optisch zusammen. Wenn du heute 25,8 Kilogramm KA-907 bewegst, nimm die serienmäßigen Griffe und prüfe vor dem Kauf, ob die Elkos schon getauscht wurden.
Vollverstärker · 1979
Kenwood L-01A
Der L-01A gehört zu den Spitzenmodellen des Jahres 1979, zusammen mit dem Laufwerk L-07D und der Box LS-1200. Kenwood lagerte das Netzteil in ein eigenes Gehäuse aus und verwendete nichtmagnetisches Material, um Verzerrungen durch Streufelder klein zu halten. Mehr Daten als dieses Foto und die Angaben aus der Firmenchronik haben wir nicht. Besitzt du einen L-01A mit Prospekt oder Anleitung? Dann schreib uns, wir ergänzen den Abschnitt mit Namensnennung.
Vollverstärker · ab 1993
Kenwood L-A1
-
Rückseite: XLR-Eingänge links, Lautsprecherklemmen, Netzausgang
| Sinusleistung | 2 × 100 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,005 % (20–20.000 Hz, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 3–100.000 Hz |
| Eingänge | Phono MM: 2,5 mV/47 kΩ · Phono MC: 0,2 mV/100 Ω Line 1–3: 200 mV/33 kΩ · XLR: 200 mV/30 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 92 dB · Phono MC 78 dB · Line 110 dB |
| Ausgang Tape Rec | 200 mV/430 Ω |
| Leistungsaufnahme | max. 400 W |
| Maße (B × H × T) | 476 × 163 × 469 mm |
| Gewicht | 27,6 kg |
| Neupreis 1993 | 5.598 DM |
Der L-A1 ist Kenwoods letzter großer Vollverstärker: ab 1993 für 5.598 DM, 27,6 Kilogramm schwer, mit symmetrischem XLR-Eingang, MM- und MC-Phonostufe und 0,005 Prozent Klirr über den ganzen Hörbereich. Entwicklung, Konstruktion und Design stammen von Jiro Kasuga, dem Mann hinter dem Accuphase P-300. Als Partner gab es im gleichen Gehäusestil den CD-Spieler L-D1. Der Preis sorgte dafür, dass wenige Exemplare verkauft wurden; wer heute einen L-A1 findet, zahlt Sammlerpreise und sollte auf vollständiges Originalzubehör achten. Gegenüber dem KA-907 hat er weniger Leistung, aber den um Klassen besseren Rauschabstand und den Line-Pegel-Aufbau der Neunziger.
Vollverstärker heute: Kaufberatung Class-D-Verstärker mit Phono-Eingang und aktuellen Modellen ›
Vor- und Endstufen 1976–1986 · 5 Modelle
Die 700-Serie mit Vorverstärker 700C, Endstufe 700M und Tuner 700T war in den Siebzigern Kenwoods Oberklasse, 1977 folgten L-07C und L-07M, von denen wir nur die Namen haben. Die Basic-Serie der Achtziger brachte Sigma Drive, eine Gegenkopplung bis an die Lautsprecherklemme, zuerst in der Endstufe M1, dann in den Paaren C1/M1A und C2/M2A.
Stereo-Vorverstärker
Kenwood 700C
| Eingänge | Phono: 2,5 mV/50 kΩ AUX, Tuner, Tape: 150 mV/50 kΩ |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–100.000 Hz ±0,5 dB |
| Fremdspannungsabstand | 85 dB |
| Klirrfaktor | 0,04 % |
| Maße (B × H × T) | 440 × 150 × 300 mm |
| Gewicht | 9,5 kg |
| Neupreis | 2.529 DM |
Der 700C ist der Vorverstärker der 700-Serie und mit 9,5 Kilogramm für ein Gerät ohne Endstufe erstaunlich schwer. Die Daten sind nüchtern, 0,04 Prozent Klirr und 85 dB Fremdspannungsabstand, der Preis von 2.529 DM dagegen nicht: Dafür bekam man damals auch den Vollverstärker Model 600. Wer die Kombination aus 700C und 700M sucht, braucht Geduld und zwei kräftige Helfer, denn zusammen wiegen die beiden 36,5 Kilogramm.
Stereo-Endstufe
Kenwood 700M
| Sinusleistung IHF | 2 × 175 W (8 Ω) 2 × 220 W (4 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,1 % |
| Leistungsbandbreite | 5–30.000 Hz |
| Fremdspannungsabstand | 60 dB |
| Maße (B × H × T) | 440 × 200 × 360 mm |
| Gewicht | 27 kg |
| Neupreis | 3.524 DM |
Die 700M liefert 2 × 175 Watt an 8 Ohm und 2 × 220 Watt an 4 Ohm, bei 27 Kilogramm Gewicht und 3.524 DM Neupreis, mehr als jeder Kenwood-Vollverstärker in der Preisliste bis Ende der Achtziger. Der Fremdspannungsabstand von 60 dB ist für eine Endstufe dieser Klasse ein bescheidener Wert; an wirkungsgradstarken Boxen hörst du im Leerlauf ein leichtes Rauschen, an normalen Boxen nicht. Gegenüber der späteren Basic M1 ist die 700M die brachiale Lösung, die M1 die leise.
Stereo-Endstufe · 1983–1985
Kenwood Basic M1
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Basic M1, Ansicht 2 -
Basic M1, Ansicht 3 -
Basic M1, Ansicht 4 -
Basic M1, Ansicht 5 -
Basic M1, Ansicht 6 -
Katalogseite
| Sinusleistung | 2 × 105 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 110 W (DIN, 8 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,005 % (Vollast, 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 1–300.000 Hz −3 dB |
| Dämpfungsfaktor | über 100 (8 Ω, 100 Hz) |
| Anstiegszeit | 1,2 µs |
| Eingangsempfindlichkeit | 1 V/47 kΩ |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω, zwei Paare |
| Netz | 120/220/240 V je nach Ausführung |
| Maße (B × H × T) | 440 × 112 × 324 mm |
| Gewicht | 9,1 kg |
Die Basic M1 kam 1983 und ist die handliche Endstufe der Basic-Serie: 2 × 105 Watt an 8 Ohm, in einem Test der Zeitschrift Stereo wurden 2 × 140 Watt gemessen. Ihre Besonderheit ist Sigma Drive, eine Gegenkopplung, die über zusätzliche Leitungen direkt an den Lautsprecherklemmen abgreift und so den Kabeleinfluss ausregelt; dafür brauchst du die passenden Doppelkabel oder Brücken. Zwei Boxenpaare lassen sich einzeln oder gemeinsam betreiben, ein Kopfhöreranschluss sitzt vorn. 1985 löste die M1A sie ab, mit praktisch gleichen Daten und 0,1 Kilogramm weniger.
Vorverstärker und Endstufe · 1986
Kenwood Basic C1 und Basic M1A
| Eingänge | Phono MC: 0,25 mV/100 Ω Phono MM: 2,5 mV/47 kΩ AUX, Tuner, Tape: 150 mV/47 kΩ |
|---|---|
| Geräuschspannungsabstand | Phono MC 70 dB · Phono MM 87 dB · Hochpegel 108 dB |
| Klirrfaktor | 0,004 % |
| Leistungsbandbreite IHF | 1–250.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 78 × 326 mm |
| Gewicht | 4,2 kg |
| Sinusleistung IHF | 2 × 110 W |
|---|---|
| Eingangsempfindlichkeit | 1 V/47 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | 120 dB |
| Klirrfaktor | 0,004 % (Nennleistung) |
| Anstiegszeit | 1,6 µs |
| Leistungsbandbreite IHF | 1–300.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 133 × 318 mm |
| Gewicht | 9,0 kg |
C1 und M1A sind das kleine Basic-Paar von 1986: ein 78 Millimeter flacher Vorverstärker mit MM- und MC-Eingang und 108 dB Rauschabstand an den Hochpegeleingängen, dazu die Endstufe mit 2 × 110 Watt und 120 dB Geräuschspannungsabstand. Das sind Werte, mit denen die Kombination auch heute an empfindlichen Boxen still bleibt. Der MC-Eingang mit 100 Ohm passt zu den meisten niederohmigen Systemen; wer verschiedene Abschlusswiderstände braucht, nimmt den C2. Als Gebrauchtkauf ist das Paar günstig, weil die unauffälligen Gehäuse keinen Sammlerzuschlag bekommen.
Vorverstärker und Endstufe · 1986
Kenwood Basic C2 und Basic M2A
| Eingänge | Phono MC: 200 µV an 10/30/100 Ω Phono MM: 2,5 mV an 47/100 kΩ AUX, Tuner, Tape: 150 mV/47 kΩ |
|---|---|
| Geräuschspannungsabstand | Phono MC 70 dB · Phono MM 88 dB · Hochpegel 110 dB |
| Klirrfaktor | 0,001 % |
| Leistungsbandbreite IHF | 1–350.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 78 × 320 mm |
| Gewicht | 4,5 kg |
| Sinusleistung IHF | 2 × 230 W |
|---|---|
| Eingangsempfindlichkeit | 1 V/47 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | 120 dB |
| Klirrfaktor | 0,004 % (Nennleistung) |
| Anstiegszeit | 1,6 µs |
| Leistungsbandbreite IHF | 0–300.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 158 × 373 mm |
| Gewicht | 15 kg |
Das große Basic-Paar: Der C2 bietet am MC-Eingang drei Abschlusswiderstände von 10, 30 und 100 Ohm und am MM-Eingang 47 oder 100 Kiloohm, damit stimmst du praktisch jedes System ab. Die M2A leistet 2 × 230 Watt und wiegt 15 Kilogramm, bei denselben 120 dB Rauschabstand wie die M1A. Für große Standboxen in großen Räumen ist das die Kenwood-Kombination der Achtziger. Zwischen C1 und C2 entscheidet allein der Phono-Eingang; wer kein MC-System hat, spart mit dem C1 Geld und verliert nichts.
Getrennte Vor- und Endstufe heute: Class-D-Endstufen und Vollverstärker in unserer Kaufberatung ›
Receiver 1975–1980 · 6 Modelle
Kenwood baute Receiver in unübersichtlich vielen Serien; warum die Nummern so schwer zu sortieren sind, steht oben. Hier die Geräte mit Daten im Archiv: die 00-Serie von KR-5400 bis KR-9600, der Einzelgänger KR-4070 mit Holzgehäuse und der Super Eleven. Von KR-4200, KR-5200, KR-6200, KR-7200, KR-11000G (Eleven G) und TK-140X haben wir nur Fotos und Namen.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1975
Kenwood KR-5400
| Empfindlichkeit UKW | 1,9 µV (IHF) |
|---|---|
| Klirrfaktor Stereo | 0,5 % |
| Trennschärfe | 65 dB |
| ZF-Dämpfung | 90 dB |
| Sinusleistung IHF | 2 × 35 W |
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2,5 mV/50 kΩ AUX, Tuner, Tape: 150 mV/50 kΩ |
| Frequenzgang | 10–40.000 Hz |
| Fremdspannungsabstand | Phono 70 dB · Hochpegel 90 dB |
| Maße (B × H × T) | 480 × 151 × 344 mm |
| Gewicht | 11,5 kg |
| Neupreis | 1.554 DM |
Der KR-5400 ist der mittlere Receiver der 00-Serie von 1975 mit 2 × 35 Watt, zwei Phono-Eingängen und einem Tunerteil mit 1,9 µV Empfindlichkeit und 65 dB Trennschärfe. In der Preisliste stand er mit 1.554 DM zwischen KR-4400 (1.261 DM) und KR-6400 (1.926 DM). Für ein Wohnzimmer mit Boxen um 88 dB reicht die Leistung, und die Phonostufe ist mit 70 dB Fremdspannungsabstand brauchbar. Heute bekommst du ihn für wenig Geld, weil Sammler nur die großen Modelle wie den KR-9400 suchen; technisch gibt es daran nichts auszusetzen.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1976
Kenwood KR-6600
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV (IHF) · 0,8 µV (DIN, 26 dB S/N, 75 Ω) |
|---|---|
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2,5 mV/50 kΩ AUX, Tape: 150 mV/50 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | Phono 75 dB · AUX, Tape 90 dB |
| Sinusleistung IHF | 2 × 60 W |
| Leistungsbandbreite | 7–50.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 524 × 151 × 365 mm |
| Gewicht | 16,3 kg |
Der KR-6600 von 1976 gehört zur x600-Serie und bringt mit 2 × 60 Watt und 16,3 Kilogramm deutlich mehr Substanz als der KR-5400. Die Empfindlichkeit von 0,8 µV nach DIN bei 26 dB Rauschabstand ist ein guter Wert für Zimmerantennen in Stadtlage. Mit 524 Millimetern ist er breiter als ein Standardrack, miss also vor dem Kauf. Der Phono-Fremdspannungsabstand von 75 dB liegt über dem des KR-5400, der Receiver taugt also auch als Plattenspieler-Verstärker.
Stereo-Receiver UKW/MW
Kenwood KR-9400
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV (IHF) · 0,9 µV (DIN) |
|---|---|
| Klirrfaktor Stereo | 0,5 % |
| Trennschärfe | 80 dB |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Sinusleistung IHF | 2 × 120 W |
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2,5 mV/50 kΩ AUX, Tuner, Tape: 150 mV/50 kΩ Mic: 2,5 mV/50 kΩ |
| Phono RIAA DIN | 10–40.000 Hz ±1 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 70 dB · Hochpegel 90 dB |
| Leistungsbandbreite IHF | 5–40.000 Hz |
| Anschlüsse | Rundfunk-Quadro-Decoder, Vierkanaldecoder, Dolby-Adapter |
| Maße (B × H × T) | 557 × 166 × 395 mm |
| Gewicht | 20,6 kg |
| Neupreis | 2.918 DM |
Der KR-9400 ist das größte Modell der x400-Serie in unserer Preisliste: 2 × 120 Watt, 20,6 Kilogramm, 2.918 DM, mit Anschlüssen für Quadro-Decoder und Dolby-Adapter, die 1975 noch Zukunft versprachen. Das Tunerteil mit 80 dB Trennschärfe und 100 dB ZF-Dämpfung ist dem des KR-5400 klar überlegen, dazu kommt ein Mikrofoneingang. Mit 557 Millimetern Breite passt er in kein normales Regal. Das ist einer der Kenwood-Receiver, die Sammler zuerst suchen; ein KR-9400 im Originalzustand mit intakten Lampen ist entsprechend teuer.
Stereo-Receiver UKW/MW
Kenwood KR-9600
| Empfindlichkeit UKW | 1,5 µV (IHF) · 0,7 µV (DIN, 26 dB S/N, 75 Ω) |
|---|---|
| Sinusleistung IHF | 2 × 160 W |
| Eingänge | Phono 1: 2,5 mV/50 kΩ · Phono 2: 5 mV/50 kΩ AUX, Tuner, Tape: 200 mV/50 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 1 76 dB · Phono 2 80 dB |
| Klirrfaktor | 0,008 % (Nennleistung) |
| Leistungsbandbreite IHF | 5–50.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 520 × 169 × 420 mm |
| Gewicht | 24 kg |
Der KR-9600 ist das größte Modell der x600-Serie: 2 × 160 Watt, 0,008 Prozent Klirr bei Nennleistung und 24 Kilogramm. Das Tunerteil holt mit 0,7 µV nach DIN noch schwache Sender herein, und die zwei Phono-Eingänge sind unterschiedlich empfindlich ausgelegt, 2,5 und 5 Millivolt, damit ein lautes und ein leises System ohne Pegelsprung laufen. Zusammen mit dem KR-9400 und dem Super Eleven gehört er zu den Kenwood-Receivern, die Sammler zuerst suchen; die mittleren Modelle derselben Serien bekommst du für einen Bruchteil.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1977–1978
Kenwood KR-4070
KR-4070L mit Langwelle
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Innen: Tunerplatine links, Kühlkörper der Endstufe in der Mitte, Netztrafo rechts -
Innen, Detail -
Netzteil: Trafo und die zwei 7.500-µF-Elkos -
KR-4070 im serienmäßigen Metallgehäuse
| Empfindlichkeit UKW | Mono 0,7 µV · Stereo 25 µV (75 Ω) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 65 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 45 dB |
| Kanaltrennung | 43 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor Tuner | Mono 0,15 % · Stereo 0,25 % |
| ZF-Dämpfung | 95 dB |
| Trennschärfe | 60 dB |
| Geräuschspannungsabstand Tuner | Mono 72 dB · Stereo 67 dB |
| Mittelwelle | 16 µV · Selektivität 30 dB · 50 dB S/N · 0,15 % Klirr |
| Sinusleistung | 2 × 40 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 55 W (DIN, 4 Ω, 1 kHz) |
| Musikleistung | 2 × 95 W (4 Ω) |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,1 % max. · 0,05 % (1 W, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Dämpfungsfaktor | 40 (8 Ω) |
| Eingänge | Phono MM: 2,5 mV/50 kΩ Tape, AUX: 150 mV/45 kΩ · Tape DIN: 30 mV/80 kΩ |
| Phono RIAA | 20–20.000 Hz ±0,3 dB · 15–70.000 Hz +0/−1 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 73 dB · AUX, Tape 95 dB |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Netz | 120/220/240 V · max. 300 W |
| Maße (B × H × T) | 468 × 149 × 360 mm (ohne CB-7K) |
| Gewicht | 9,4 kg · 11 kg mit Holzgehäuse |
| Neupreis 1978 | 948 DM (ohne Holzgehäuse) |
Den KR-4070 übersehen die meisten, dabei ist er für UKW-Hörer die erste Wahl unter den Kenwood-Receivern: 0,7 µV Mono-Empfindlichkeit, eine FET-Kaskode im Eingang, ein frequenzlinearer Dreifach-Drehkondensator und ein PLL-Stereodecoder, Werte, die teurere Tuner der Zeit nicht alle erreichen. Die Phonostufe ist die zweite Überraschung: Ihre RIAA-Kurve hält von 15 bis 70.000 Hertz +0/−1 dB, im Hörbereich ±0,3 dB, und das bei 73 dB Rauschabstand. Alle Verstärkerstufen sind direkt gekoppelt, Differenzverstärker in allen NF-Stufen, eine ASO-Strombegrenzung schützt Endstufe und Boxen, das Netzteil hat zwei 7.500-µF-Elkos.
Verkauft wurde er ab 1977 für 948 DM im Metallgehäuse, das Holzgehäuse CB-7K kostete extra; die Variante KR-4070L hat Langwelle. Er lief parallel zur 00-Serie, teilt mit ihr aber weder Optik noch Technik, und die Stückzahlen blieben klein. Ein KR-4070 in gutem Zustand ist deshalb selten, mit Holzgehäuse noch seltener. Wenn du einen findest, prüfe die Lampen hinter der Skala und die Drehkondensatorlager; die Elektronik selbst gilt als haltbar.
Stereo-Receiver UKW/MW · Anfang der 1980er
Kenwood Super Eleven
USA: Kenwood KR-10000
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Super Eleven, Ansicht 2 -
Super Eleven, Ansicht 3 -
Super Eleven, Ansicht 4 -
Super Eleven, Ansicht 5 -
Super Eleven, Front
| Empfindlichkeit UKW | Mono 1,8 µV (9,3 dBf, IHF) · Stereo 40 µV (37,2 dBf) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 65 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 90 dB |
| Kanaltrennung | 50 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor Tuner | Mono 0,1 % · Stereo 0,15 % |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Trennschärfe | 90 dB |
| Geräuschspannungsabstand Tuner | Mono 78 dB · Stereo 73 dB |
| Mittelwelle | 15 µV · Selektivität 30 dB · 50 dB S/N · 0,15 % Klirr |
| Sinusleistung | 2 × 125 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 140 W (DIN, 4 Ω, 1 kHz) |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,02 % (20–20.000 Hz) · 0,008 % (1 W) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Leistungsbandbreite | 0–230.000 Hz −3 dB |
| Dämpfungsfaktor | 60 (8 Ω) |
| Eingänge | Phono 1 + 2: 2,5 mV/50 kΩ Tape, AUX: 200 mV/50 kΩ · Mic: 3 mV/50 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 80 dB (2,5 mV), 86 dB (5 mV) · Hochpegel 105 dB |
| Maße (B × H × T) | 624 × 206 × 460 mm |
| Gewicht | 24,5 kg |
Um 1980 bauten alle Großen Receiver im Übermaß: Sansui die G-Serie, Pioneer die großen SX, McIntosh den MAC 4100. Kenwoods Antwort war der Super Eleven, in den USA KR-10000, mit 624 Millimetern Breite, 2 × 125 Watt, zwei Phono-Eingängen, siebenbandigem Equalizer, Timer, Hallgerät, Tape-Dubbing, analoger und digitaler Senderanzeige, digitalen VU-Metern und drei Lautsprechergruppen. Durchgesetzt haben sich diese Geräte nie: zu teuer, und in kaum ein Wohnzimmer passte ein Receiver dieser Größe.
Das Exemplar auf den Fotos wechselte Ende 2009 in Zustand Note 1 für 680 Euro den Besitzer. Verwechsle ihn nicht mit dem Kenwood KR-10000 III, in Europa Eleven III: Das ist eine andere Konstruktion, die mit dem Super Eleven nichts gemeinsam hat. Wer die Ausstattung eines Receivers von 1980 ausreizen will, bekommt hier alles; wer nur Musik hören will, ist mit dem KR-9600 genauso gut bedient und braucht 10 Zentimeter weniger Regal.
Receiver mit UKW, DAB+ und Phono heute: HiFi-Receiver-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Tuner 1970–1979 · 3 Modelle
Kenwoods Tuner bekamen die Verstärker als Partner mit: der KT-7000 zum KA-7002, der KT-6500 zum KA-6100, der 700T zur 700-Serie. Der aufwendigste Kenwood-Tuner im Archiv, der KT-917 von 1978, steht beim KA-907. Vom KT-5000, KT-8005 (1.573 DM) und KT-8300 haben wir nur Namen und Fotos.
Tuner UKW/MW · 1970–1972
Kenwood KT-7000
Trio KT-7000
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KT-7000, Ansicht 2 Foto: Matthias Sowa -
KT-7000, Ansicht 3 Foto: Matthias Sowa -
KT-7000, Ansicht 4 Foto: Matthias Sowa -
KT-7000, Ansicht 5 Foto: Matthias Sowa -
Rückseite: Ausgänge, Tape Rec, Mono Out, Antenne 75 und 300 Ω Foto: Matthias Sowa -
KT-7000 und KA-7002 als Paar Foto: Matthias Sowa
| Empfindlichkeit UKW | Mono 1,5 µV (9,3 dBf, IHF) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 70 dB |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Kanaltrennung | über 35 dB |
| Klirrfaktor | unter 0,3 % Mono · unter 0,6 % Stereo |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 100 dB |
| Kreuzmodulation | 100 dB (±300 kHz) |
| Selektivität | 60 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 70 dB Mono |
| Pilottonunterdrückung | 65 dB |
| Nebenwellenunterdrückung | 110 dB |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz +0/−2 dB |
| Gleichwellenselektion | 1,3 dB (40 kHz Hub) |
| Mittelwelle | 15 µV · 50 dB S/N · 0,5 % Klirr |
| Antenne | 75 Ω, 300 Ω |
| Maße (B × H × T) | 410 × 134 × 300 mm |
| Gewicht | 9 kg |
Der KT-7000 war der Tuner zur gravierten KA-Serie, in erster Linie als Partner des KA-7002 gedacht, mit dem er Gehäusebreite und Frontgestaltung teilt. Die Ausstattung ist für 1970 vollständig: vier ICs, drei FETs, zwei Quarzfilter, automatische Stereo/Mono-Umschaltung, schaltbarer MPX-Filter, ein vorn regelbarer Ausgangspegel und hinten eine Buchse für ein Oszilloskop zur Abstimmung. Mit 1,5 µV Mono-Empfindlichkeit und 100 dB ZF-Dämpfung spielt er in der Oberklasse seiner Zeit; mit 9 Kilogramm ist er schwerer als mancher Vollverstärker. Wie der KA-7002 trägt er gravierte statt gedruckte Beschriftung.
Tuner UKW/MW · ab 1978
Kenwood KT-6500
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KT-6500 und KA-6100, Ansicht 2 -
KT-6500 und KA-6100, Ansicht 3 -
KT-6500, Detail -
KT-6500 und KA-6100, Ansicht 4 -
KT-6500, Detail 2 -
KT-6500, Detail 3 -
KA-6100 und KT-6500
| Empfindlichkeit UKW | Mono 1,2 µV (9,3 dBf, IHF) · Stereo 48 µV (50 dB) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 65 dB |
| ZF-Dämpfung | 95 dB |
| Kanaltrennung | 40 dB |
| Klirrfaktor | Wide: 0,1 % Mono, 0,2 % Stereo Narrow: 0,15 % Mono, 0,4 % Stereo |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 50 dB |
| Trennschärfe | 80 dB (±300 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | 75 dB Mono · 70 dB Stereo |
| Frequenzgang | 30–15.000 Hz |
| Gleichwellenselektion | 1,0 dB (40 kHz Hub) |
| Mittelwelle | 14 µV · Spiegelfrequenz 60 dB |
| Maße (B × H × T) | 440 × 154 × 378 mm |
| Gewicht | 6,0 kg |
Den KT-6500 verkaufte Kenwood ab 1978 zusammen mit dem Verstärker KA-6100, und bei beiden wurde an der Ausstattung gespart, nicht an der Technik. Der Tuner hat eine FET-Vorstufe, einen Dreifach-Drehkondensator und 1,2 µV Empfindlichkeit, dazu eine umschaltbare Bandbreite: Wide für den sauberen Klang starker Sender, Narrow mit 80 dB Trennschärfe, wenn ein Nachbarsender stört. Mit 6 Kilogramm ist er leichter als der KT-7000 und in den Daten moderner. Die Fotos zeigen beide Geräte zusammen.
UKW-Tuner
Kenwood 700T
| Empfindlichkeit UKW | 1,8 µV (IHF) |
|---|---|
| Trennschärfe | 100 dB |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Klirrfaktor Stereo | 0,26 % |
| Maße (B × H × T) | 440 × 190 × 300 mm |
| Gewicht | 13,4 kg |
Der 700T steht in unserer Neupreis-Liste neben Sequerra FM1, Marantz 10B, Sansui TU-9900 und Yamaha CT-7000 unter den besten Tunern der Siebziger. 100 dB Trennschärfe heißt: Ein Sender direkt neben einem starken Ortssender bleibt sauber, so viel Aufwand steckt heute kaum ein Hersteller mehr in ein UKW-Frontend. 13,4 Kilogramm für einen Tuner erklären sich aus Gehäuse, Netzteil und Abschirmung. Zur Serie gehören der Vorverstärker 700C und die Endstufe 700M.
Plattenspieler 1977–1986 · 5 Modelle
Kenwoods Laufwerke der Siebziger und Achtziger sind fast alle schwere Quarz-PLL-Direkttriebler, viele mit den ARCB-Zargen aus Kalksteinpartikeln, Glaspulver und Harz. Hier stehen KD-600 und KD-650, KD-5070 und KD-5077, der L-07D, der KP-1100 und der KD-990. Weitere Modelle ohne Daten im Archiv: KD-2100, KP-8080, KP-7700, KP-7070, KP-7600, KP-5050, KP-F605 II, KP-F500, KP-7300, KP-R405 II, KP-F300, KP-M350 II, KP-R404, KP-R303, KP-U202.
Plattenspieler, Direktantrieb · 1970er
Kenwood KD-600 und KD-650
Japan: Trio KP-5050 (baugleich mit KD-650)
- KD-600 (Laufwerk ohne Arm)
- KD-650 (mit Tonarm)
- Trio KP-5050 (Japan)
-
KD-600, Ansicht 2 -
KD-600, Ansicht 3 -
KD-600, Ansicht 4 -
KD-600, Ansicht 5 -
KD-600, Ansicht 6 -
KD-600, Ansicht 7 -
KD-600 mit SME-Tonarm -
KD-600, Übersicht
| Antrieb | Direktantrieb, Quarz-PLL, 20-poliger bürstenloser DC-Servomotor |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min |
| Plattenteller | 33 cm, 2,6 kg |
| Gleichlaufschwankung | 0,025 % |
| Geräuschspannungsabstand | 75 dB (DIN B) |
| Rumpel-Fremdspannungsabstand | 55 dB (DIN) |
| Drehzahlabweichung | 0,00015 % (DIN) |
| Tonarm KD-650 | 245 mm effektiv · Überhang 15 mm · Spurfehlwinkel +1,8°/−1,0° |
| Maße (B × H × T) | 490 × 165 × 460 mm |
| Gewicht | 15,4 kg |
Der KD-600 ist das Laufwerk ohne Arm, der KD-650 dasselbe Gerät mit Kenwood-Tonarm (245 Millimeter, 15 Millimeter Überhang) ab Werk, in Japan als Trio KP-5050 verkauft. Alle Versionen stehen auf einem Kunststeinsockel, der Resonanzen schluckt, der Teller wiegt 2,6 Kilogramm, der Quarz-PLL-Antrieb hält die Drehzahl auf 0,00015 Prozent. Die beiden Exemplare auf den Fotos tragen einen SME 3009 MK II, die klassische Aufrüstung für den armlosen KD-600. Für Käufer heißt das: Der KD-600 ist die Basis für deinen Wunscharm, der KD-650 die fertige Lösung; prüfe beim Kauf den Zustand der Zarge an den Kanten, denn Kunststein lässt sich nicht nachlackieren.
Plattenspieler, Direktantrieb, Vollautomat · 1978
Kenwood KD-5070 und KD-5077
- KD-5070 (ARCB-Zarge)
- KD-5077 (Holzzarge)
-
KD-5077, Ansicht 2 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 3 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 4 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 5 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 6 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 7 Foto: Matthias Sowa -
Tonarm in J-Form mit SME-Headshell, daneben Drehzahlwahl 33/45 und Feinregler Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 9 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 10 Foto: Matthias Sowa -
KD-5077, Ansicht 11 Foto: Matthias Sowa -
KD-5070 / KD-5077, Übersicht
| Antrieb | Direktantrieb, 20-poliger bürstenloser DC-Servomotor |
|---|---|
| Plattenteller | 316 mm, Aluminiumlegierung, 1,5 kg |
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min, Feinregelung ±3 %, Stroboskop |
| Gleichlaufschwankung | 0,025 % |
| Geräuschspannungsabstand | 73 dB |
| Tonarm | J-Form, statisch ausbalanciert, Antiskating, Headshell nach SME-Norm |
| Effektive Länge | 225 mm · Überhang 15 mm |
| Auflagekraft | 0–3 g · mit Zusatzgewicht 3–10 g |
| Bedienung | manuell oder vollautomatisch, viskos gedämpfter Lift |
| Maße (B × H × T) | 480 × 156 × 367 mm |
| Gewicht | KD-5070 11,5 kg · KD-5077 9 kg |
KD-5070 und KD-5077 kamen 1978 und unterscheiden sich nur in der Zarge: Der 5070 steht in der massiven ARCB-Zarge aus Kalksteinpartikeln, Glaspulver und ungesättigtem Harz, der 5077 in furniertem Holz, deshalb die 2,5 Kilogramm Unterschied. Der 20-polige bürstenlose Servomotor hält die Drehzahl, das Stroboskop und die Feinregelung von ±3 Prozent erlauben die exakte Einstellung, und der Tonarm trägt eine SME-Headshell, sodass du Systeme ohne Werkzeug wechselst. Beide laufen manuell oder vollautomatisch, der Lift senkt viskos gedämpft ab.
Für den Alltag empfehle ich den KD-5070, weil die schwere Zarge Trittschall besser abhält; der KD-5077 sieht im Wohnzimmer wärmer aus und wiegt weniger. Prüfe beim Kauf die Automatik und das Antiskating, beides altert.
Plattenspieler, Masselaufwerk, Direktantrieb · ab 1979
Kenwood L-07D
-
L-07D, Ansicht 2 Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Ansicht 3 Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Ansicht 4 Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Ansicht 5 Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Ansicht 6 Foto: Svein Bruaset -
Armlager des TA-07 mit Gegengewicht und Auflagekraftskala; der Arm wiegt mit Basis 2,5 kg Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Gesamtansicht Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Ansicht 8 Foto: Svein Bruaset -
Tonarm von oben Foto: Svein Bruaset -
Hier mit Dynavector DV-501 Foto: Svein Bruaset -
Kontrolleinheit (Control Unit) mit Netzteil in eigenem Gehäuse, 4,3 kg Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Ansicht 12 Foto: Svein Bruaset -
Schnittzeichnung der Zarge aus dem Prospekt: ARCB (ca. 10 kg), Mahagoni (ca. 7 kg), Aluminiumrahmen (ca. 2 kg) Foto: Svein Bruaset -
L-07D, Übersicht
| Antrieb | Direktantrieb, Quarz-PLL, kern- und nutenloser Motor |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min, regelbar ±3 % |
| Plattenteller | 33 cm, Aluminiumlegierung, 5,5 kg |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,02 % |
| Rumpelgeräuschspannungsabstand | 94 dB (DIN 45544) |
| Hochlaufzeit | 1,8 s |
| Tonarm TA-07 | J-Form, Kohlefaser/Bor · Höhe 7 mm einstellbar Tonabnehmer 1–9 g, bis 22 g mit Zusatzgewicht · Auflagekraft 0–2 g |
| Effektive Länge | 245 mm · Überhang 15 mm · Spurfehlwinkel +2°/−1° |
| Headshell | Kohlenstoff/Bor, 12 g |
| Kontrolleinheit | 130 × 110 × 356 mm · 4,3 kg · 11 W |
| Zubehör | Plattengewichte DS-20, DS-21 · Armbasen TB-07A/B/C/E · Keramikauflage TS-10 |
| Maße (B × H × T) | 555 × 160 × 470 mm |
| Gewicht | 31 kg |
Der L-07D ist Kenwoods Masselaufwerk von 1979 und mit 31 Kilogramm ein Gerät, das du zu zweit trägst. Die Zarge kombiniert rund 10 Kilogramm steifen ARCB-Kunststoff, 7 Kilogramm Mahagoni und einen 2-Kilogramm-Aluminiumrahmen, der Teller wiegt 5,5 Kilogramm, der Motor arbeitet kern- und nutenlos mit Quarz-PLL, und das Netzteil sitzt in einer eigenen Kontrolleinheit, damit Streufelder vom Tonabnehmer fernbleiben. Der Tonarm TA-07 schichtet Aluminium, Bor und drei Lagen Kohlefaser mit unterschiedlichen Resonanzfrequenzen übereinander, die Basis besteht aus Messing, Kohlenstoff und Bor.
Der Rumpelabstand von 94 dB nach DIN 45544 ist der beste Wert aller Plattenspieler auf dieser Seite. Der Arm allein wird heute um 1.000 Euro gehandelt, ein kompletter L-07D mit Originalarm ab etwa 2.500 Euro; prüfe, ob Kontrolleinheit, Armbasis und Headshell original sind, denn Ersatz gibt es kaum. Mit 245 Millimetern effektiver Länge und 1 bis 9 Gramm Systemgewicht passt der TA-07 zu den meisten MC-Systemen; ob die Resonanz stimmt, rechnest du im Tonarm-Ratgeber nach.
L-07D im Vintage-Plattenspieler-Ratgeber Resonanzrechner für Arm und System
Plattenspieler, Direktantrieb · 1985
Kenwood KP-1100
| Antrieb | Direktantrieb, Quarz-PLL |
|---|---|
| Plattenteller | 330 mm, 1,9 kg |
| Gleichlaufschwankung | 0,005 % |
| Drehzahlabweichung | ±0,003 % |
| Tonarm | 245 mm effektiv · Überhang 15 mm · Spurfehlwinkel +1,8°/−1,0° · Tonabnehmer 2–12 g |
| Geräuschspannungsabstand | 90 dB (DIN) |
| Maße (B × H × T) | 490 × 182 × 410 mm |
| Gewicht | 14,5 kg |
Der KP-1100 von 1985 ist der späte Höhepunkt der KP-Reihe: 0,005 Prozent Gleichlaufschwankung ist der beste Wert aller Kenwood-Laufwerke auf dieser Seite, und die 90 dB Rumpelabstand nach DIN übertrifft nur der L-07D, der 31 statt 14,5 Kilogramm wiegt. Der Tonarm nimmt Systeme von 2 bis 12 Gramm, also fast alles außer sehr schweren MCs. Für mich ist er der vernünftigste Kenwood-Plattenspieler für den Alltag: schwer genug, präzise, ohne Sammleraufschlag des L-07D. Der KD-990 ein Jahr später ist die Halbautomatik-Variante mit Endabschaltung.
Plattenspieler, Direktantrieb, Halbautomat · 1986
Kenwood KD-990
| Antrieb | Direktantrieb, Quarz-PLL, Servo-Gleichstrommotor |
|---|---|
| Plattenteller | Aluminium-Druckguss, 330 mm |
| Tonarm | Höhe einstellbar · effektive Masse 17,5 g |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,025 % |
| Bedienung | Halbautomat: Endabschaltung mit elektronischer Motorbremse und Armlift |
| Aufbau | Subchassis-Konstruktion |
| Maße (B × H × T) | 490 × 182 × 410 mm |
| Gewicht | 13,7 kg |
| Neupreis 1986 | 900 DM |
Der KD-990 von 1986 steckt in demselben Gehäuseformat wie der KP-1100, bringt aber ein Subchassis und eine Halbautomatik mit: Am Plattenende bremst die Elektronik den Motor und hebt gleichzeitig den Arm. Mit 17,5 Gramm effektiver Armmasse ist er ein schwerer Arm, der zu niedriger nachgiebigen MC-Systemen passt, nicht zu weichen MM-Systemen. Für 900 DM war das 1986 viel Plattenspieler. Von den beiden ist er der bequemere: Wer abends über der Platte einschläft, ist für die Endabschaltung dankbar.
Alte Plattenspieler richtig prüfen: Prüfpunkte für den Gebrauchtkauf im Vintage-Ratgeber ›
Kassettendeck und CD-Recorder 1977–1995 · 3 Modelle
Zwei Enden der Aufnahmegeschichte: das Dreikopf-Kassettendeck KX-1030 von 1977, damals Kenwoods bestes Deck, und der DR-W1 von 1995, der erste in Serie gebaute CD-Recorder für zu Hause.
Kassettendeck, 3 Köpfe · 1977–1979
Kenwood KX-1030
Trio KX-1030
-
KX-1030, Ansicht 2 -
KX-1030, Ansicht 3 -
KX-1030, Ansicht 4 -
KX-1030, Ansicht 5 -
KX-1030, Ansicht 6 -
KX-1030 und KX-650 in der Übersicht
| Spursystem | 4 Spuren, 2 Kanäle Stereo |
|---|---|
| Bandgeschwindigkeit | 4,75 cm/s |
| Tonköpfe | 3 (Aufnahme, Wiedergabe, Löschkopf) im Ferrit-Kombikopf |
| Motor | 1 Servo-DC-Motor, zwei Riemen |
| Gleichlaufschwankungen | 0,06 % |
| Bandsorten | Normal, Chrom |
| Frequenzgang | Normal 25–17.000 Hz ±3 dB Chrom 25–20.000 Hz ±3 dB |
| Signalrauschabstand | Dolby B 67 dB · ohne Dolby 57 dB |
| Eingang Line | 77,5 mV/56 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 430 × 167 × 325 mm |
| Gewicht | 7,5 kg |
Das KX-1030 war von 1977 bis 1979 Kenwoods bestes Kassettendeck: Aufnahme-, Wiedergabe- und Löschkopf sitzen in einem Ferrit-Kombikopf, ein Servo-Gleichstrommotor treibt über zwei Riemen an, und der Bias lässt sich für jede Bandsorte kanalgetrennt einstellen, was damals nur Spitzendecks konnten. Mit 0,06 Prozent Gleichlaufschwankung und 67 dB Rauschabstand mit Dolby B liegt es im Mittelfeld der Dreikopfdecks seiner Zeit; Metallband kennt es noch nicht. Für den Kauf heute gilt, was für jedes Deck dieser Jahre gilt: Riemen, Andruckrolle und Köpfe prüfen, dann läuft es weitere Jahrzehnte. Die kleineren Geschwister KX-630 und KX-650 stehen im nächsten Abschnitt.
Kassettendeck · ab 1977
Kenwood KX-630, KX-650 und KX-603
- KX-630 (Europa, silber)
- KX-603 (graphitfarbene Front)
- KX-650 (nur USA)
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KX-650, Ansicht 2 -
KX-650, Ansicht 3 -
KX-650, Ansicht 4 -
KX-650, Ansicht 5 -
KX-650, Ansicht 6
1977 löste das KX-630 das KX-620 ab. KX-630 und KX-650 sind vollständig identisch, das KX-650 wurde nur in die USA exportiert; das KX-630 gab es außerdem mit graphitfarbener Front als KX-603. Technische Daten zu den drei Decks sind so gut wie keine überliefert, auch nicht in unserem Archiv. Wer eines besitzt und Prospekt oder Anleitung hat: Schreib uns, wir ergänzen den Steckbrief mit Namensnennung. Wer das bessere Deck sucht, nimmt das KX-1030 mit drei Köpfen.
CD-Recorder und CD-Player · 1995
Kenwood DR-W1
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DR-W1, Ansicht 2 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 3 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 4 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 5 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 6 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 7 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 8 Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Ansicht 9 Foto: Matthias Sowa -
Katalogseite Foto: Matthias Sowa -
DR-W1, Übersicht
| Aufnahme | CD-R und CD-RW, 16 Bit ohne Datenreduktion, max. 60 min |
|---|---|
| Digitaleingänge | optisch und koaxial (CD, DAT, Satellitenempfänger) |
| Analogeingänge | ja |
| Digitalausgänge | optisch und koaxial |
| Kopierschutz | SCMS |
| Gewicht | 22,5 kg |
| Neupreis 1995 | 8.800 DM |
Mit dem DR-W1 brachte Kenwood 1995 den ersten in Serie gefertigten CD-Recorder für den Heimgebrauch; vorher gab es solche Geräte nur in Studios. Er brennt auf CD-R und CD-RW im normalen 16-Bit-Format, also ohne Datenreduktion, und die Scheibe läuft danach in jedem CD-Player. Der Brennvorgang lässt sich beliebig unterbrechen und fortsetzen, am Ende nummeriert ein Tastendruck die Titel und schreibt das Inhaltsverzeichnis, Fehlaufnahmen lassen sich ausklammern. Maximal 60 Minuten passen auf eine Scheibe, der SCMS-Kopierschutz verhindert digitale Kopien von Kopien.
22,5 Kilogramm und 8.800 DM sagen, für wen das Gerät gedacht war. Heute ist er ein Sammlerstück mit Risiko: Laser und Rohlingserkennung altern, moderne CD-R-Rohlinge sind nicht immer kompatibel. Wer nur CDs hören will, ist mit jedem Player besser bedient; wer die Geschichte der CD-Aufnahme im Regal haben will, findet nichts Früheres.
Aufnehmen braucht heute niemand mehr, abspielen schon: Netzwerkplayer-Kaufberatung für Streaming an der alten Anlage ›
Lautsprecher 1980er · 6 Modelle
Kenwood baute Lautsprecher, die heute gesucht sind: LS-990 HG, LS-G5000, LS-M7, LS-11ES und LS-1200. Im Archiv haben wir Daten zur LS-1900, dem Spitzenmodell für Europa von 1980 bis 1982, und zu fünf weiteren Boxen von der Regalbox S-3 bis zur Hornbox LS-707. Von der LS-P9200 gibt es nur ein Foto.
Lautsprecher, 3 Wege, Bassreflex · Ende 1980 bis Anfang 1982
Kenwood LS-1900
-
LS-1900, Ansicht 2 Foto: Michael Bock -
LS-1900, Ansicht 3 Foto: Michael Bock -
LS-1900, Ansicht 4 Foto: Michael Bock -
LS-1900, Ansicht 5 Foto: Michael Bock -
LS-1900, Ansicht 6 Foto: Michael Bock -
LS-1900, Übersicht
| Prinzip | 3 Wege, Bassreflex |
|---|---|
| Tieftöner | 330 mm |
| Mitteltöner | 130 mm |
| Hochtöner | Ringradiator |
| Übergangsfrequenzen | 600 und 5.000 Hz |
| Schalldruck | 92 dB (1 W/1 m) |
| Frequenzgang | 30–21.000 Hz (−3 dB) |
| Impedanz | 8 Ω |
| Belastbarkeit | 100 W Sinus (IHF) · Verstärker ab 30 W |
| Maße (B × H × T) | 560 × 1.055 × 450 mm |
| Gewicht | 58 kg |
Die LS-1900 wurde von Ende 1980 bis Anfang 1982 vor allem für Europa gebaut und war in dieser Zeit Kenwoods bester Lautsprecher, mit Pegelreglern für Mittel- und Hochton und einer verstellbaren Mittel-Hochton-Einheit, die du auf den Hörplatz ausrichtest. 58 Kilogramm je Box kommen von einem massiv verstrebten Gehäuse, das Resonanzen klein hält; der 330-Millimeter-Tieftöner reicht bis 30 Hertz, der Ringradiator übernimmt ab 5 Kilohertz. Mit 92 dB Wirkungsgrad genügen 30 Watt, an einem KA-8300 spielt sie in jedem Wohnzimmer laut genug. Heute ist die LS-1900 selten; wer ein Paar findet, prüft Sicken, Pegelregler und die Mechanik der schwenkbaren Einheit.
Regallautsprecher, 2 Wege
Kenwood S-3
| Prinzip | 2 Wege, 8 Ω |
|---|---|
| Übergangsfrequenz | 3.000 Hz |
| Frequenzgang | 55–20.000 Hz |
| Schalldruck | 88 dB/W/m |
| Belastbarkeit | 60 W Sinus |
| Maße (B × H × T) | 215 × 360 × 205 mm |
| Gewicht | 5 kg |
Die S-3 ist die kleine Regalbox im Kenwood-Programm: 36 Zentimeter hoch, 5 Kilogramm, 88 dB Wirkungsgrad. Bis 55 Hertz reicht sie, darunter brauchst du einen Subwoofer oder einfach einen kleinen Raum. An einem 30-Watt-Receiver im Arbeitszimmer ist sie richtig; wer mehr Bass will, nimmt die S-5.
Regallautsprecher, 2 Wege
Kenwood S-5
| Prinzip | 2 Wege, 8 Ω |
|---|---|
| Übergangsfrequenz | 2.000 Hz |
| Frequenzgang | 50–20.000 Hz |
| Schalldruck | 88 dB/W/m |
| Belastbarkeit | 80 W Sinus |
| Maße (B × H × T) | 230 × 410 × 216 mm |
| Gewicht | 6,5 kg |
Die S-5 ist die S-3 eine Nummer größer: 41 Zentimeter hoch, 6,5 Kilogramm, Trennfrequenz bei 2.000 statt 3.000 Hertz, 50 Hertz untere Grenze und 80 Watt Belastbarkeit. Der Wirkungsgrad bleibt bei 88 dB. Für ein Wohnzimmer bis 20 Quadratmeter an einem Receiver der 00-Serie ist das die passende Kenwood-Regalbox; die Standboxen LS-202 und LS-303 spielen tiefer und lauter.
Lautsprecher, 3 Wege
Kenwood LS-202
| Prinzip | 3 Wege, 8 Ω |
|---|---|
| Chassis | Tieftöner 250 mm · Mitteltöner 100 mm · Hochtöner 40 mm |
| Übergangsfrequenzen | 1 und 6 kHz |
| Frequenzgang | 35–20.000 Hz |
| Schalldruck | 90 dB/W/m |
| Belastbarkeit | 100 W Sinus |
| Maße (B × H × T) | 350 × 650 × 327 mm |
| Gewicht | 21,5 kg |
Die LS-202 ist die kompakte Dreiwegebox mit 250-Millimeter-Tieftöner, 100-Millimeter-Mitteltöner und 40-Millimeter-Hochtöner, getrennt bei 1 und 6 Kilohertz. 90 dB Wirkungsgrad und 100 Watt Belastbarkeit passen zu jedem Kenwood-Verstärker auf dieser Seite, 65 Zentimeter Höhe verlangen einen niedrigen Ständer oder ein stabiles Sideboard. Gegenüber der LS-303 fehlt der 330er-Bass, dafür ist sie 20 Zentimeter schmaler.
Lautsprecher, 3 Wege, Bassreflex
Kenwood LS-303
| Prinzip | 3 Wege, Bassreflex, 8 Ω |
|---|---|
| Chassis | Tieftöner 330 mm · Mitteltöner 120 mm · Hochtöner 45 mm |
| Übergangsfrequenzen | 1,3 und 5 kHz |
| Frequenzgang | 32–18.000 Hz |
| Schalldruck | 92 dB/W/m |
| Belastbarkeit | 90 W Sinus |
| Maße (B × H × T) | 380 × 653 × 331 mm |
| Gewicht | 22 kg |
Die LS-303 bringt den 330-Millimeter-Tieftöner der großen Kenwoods in ein 65 Zentimeter hohes Bassreflexgehäuse, getrennt bei 1,3 und 5 Kilohertz zu einem 120er-Mitteltöner und einer 45-Millimeter-Kalotte. 92 dB Wirkungsgrad heißen: Schon ein KR-5400 mit 2 × 35 Watt macht sie laut. Nach oben endet sie bei 18 Kilohertz, das hört in dem Alter, in dem man Kenwood sammelt, niemand mehr. Die LS-707 ist die Hornversion derselben Idee mit doppeltem Gewicht.
Lautsprecher, 3 Wege, Horn-Hochtöner
Kenwood LS-707
| Prinzip | 3 Wege, 8 Ω |
|---|---|
| Chassis | Tieftöner 330 mm · Mitteltöner 120 mm · Hochtöner Horn |
| Übergangsfrequenzen | 1,3 und 6,5 kHz |
| Frequenzgang | 25–20.000 Hz |
| Schalldruck | 93 dB/W/m |
| Belastbarkeit | 100 W Sinus |
| Maße (B × H × T) | 440 × 910 × 404 mm |
| Gewicht | 43 kg |
Die LS-707 ist die große Standbox mit Horn-Hochtöner: 91 Zentimeter hoch, 43 Kilogramm, 93 dB Wirkungsgrad und ein Frequenzgang ab 25 Hertz. Das Horn übernimmt ab 6,5 Kilohertz und strahlt gerichtet, deshalb stellst du die Box auf den Hörplatz ein und nicht parallel zur Wand. Mit diesem Wirkungsgrad reichen 20 Watt, ein KR-9600 mit 2 × 160 Watt ist Luxus. Unter den Kenwood-Boxen im Archiv ist nur die LS-1900 größer und schwerer.
Standboxen heute: Standlautsprecher-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Quadro und Zubehör 1970–1975 · 2 Modelle
Zwei Geräte für Anlagen, die mehr konnten als Stereo: der Quadro-Zusatzverstärker KSQ-400 für die hinteren Kanäle und der Umschalter AX-801 aus dem Studio, der drei Verstärker, drei Plattenspieler und fünf Boxenpaare miteinander verbindet.
Quadro-Decoder-Verstärker (SQ), 2 Kanäle · 1973–1975
Kenwood KSQ-400
-
KSQ-400, Ansicht 2 -
Front links: Bass, Höhen, Balance, Tape Monitor und Netzschalter -
Front rechts: Balance links/rechts und vorn/hinten, Funktionswahl 4CH AUX, SQ, Matrix, 2CH, Lautstärke -
Rückseite -
Rückseite: Eingänge 2CH und 4CH (Front/Rear), Ausgänge Front/Rear, Tape Play/Rec, DIN-Buchse -
Rückseite, Detail 2 -
Innen -
KSQ-400 in der Übersicht
| Sinusleistung | 2 × 15 W (8 Ω, 1 kHz) · 2 × 18 W (4 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Musikleistung | 2 × 20 W (4 Ω) |
| Klirrfaktor | 0,6 % max. (20–20.000 Hz) · 0,2 % (1 W, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB (vorn und hinten) |
| Leistungsbandbreite | 10–40.000 Hz −3 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω) |
| Eingänge | 2 Kanal: 200 mV/50 kΩ · 4 Kanal: 200 mV/50 kΩ · Rec Play: 200 mV/100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,3 dB (20–20.000 Hz) · +0/−1 dB (15–70.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | 100 dB (2 und 4 Kanal) |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Netz | 120/220/240 V, 50/60 Hz · max. 60 W |
| Maße (B × H × T) | 340 × 110 × 290 mm |
| Gewicht | 5,0 kg |
Der KSQ-400 ist der Baustein, mit dem du 1973 aus einer Stereoanlage eine SQ-Quadroanlage machtest: ein Decoder für die matrixcodierten Quadro-Platten plus eine eingebaute Endstufe mit 2 × 15 Watt für die hinteren Boxen, dazu Balanceregler für rechts/links und vorn/hinten. CD-4-Platten laufen mit einem zusätzlichen Demodulator. Zur gleichen Zeit gab es den Decoder KSQ-20 ohne eigene Endstufe. Heute ist der KSQ-400 ein Zeitdokument des gescheiterten Quadro-Formats; als kleine Zweitendstufe für ein zweites Boxenpaar funktioniert er aber bis heute, mit 100 dB Rauschabstand sogar leise.
System Selector (Umschaltpult) · ab 1970
Kenwood AX-801
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AX-801, Ansicht 2 -
AX-801, Ansicht 3 -
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AX-801, Ansicht 5 -
AX-801, Ansicht 6 -
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AX-801, Ansicht 8 -
AX-801, Ansicht 9 -
AX-801 in der Übersicht
| Anschlüsse | 3 Verstärker · 3 Plattenspieler · 3 Tapedecks · 5 Lautsprecherpaare · 1 Mikrofon |
|---|---|
| Anzeigen | VU-Meter-Anschluss L/R · Lautsprecheranzeige |
| DIN-Ausgang | 20 dB / 77,5 mV (100 kΩ, Eingang 0 dB) |
| Pilotklemme | max. 10 V AC/DC · 0,5 A |
| Leistungsaufnahme | 50 W (Dauerbetrieb, Leerlauf) |
| Maße (B × H × T) | 408 × 105 × 295 mm |
| Gewicht | 5,3 kg |
Der AX-801 war für Studios und Vorführräume gedacht: Drei Verstärker, drei Plattenspieler, drei Tapedecks, fünf Boxenpaare und ein Mikrofon hängen daran, und jedes Gerät lässt sich mit jedem verbinden, ohne Knacken beim Umschalten. Wer heute mehrere Verstärker vergleichen oder zwei Anlagen in einem Raum zusammenführen will, bekommt mit dem AX-801 die Lösung von 1970 in einem Gehäuse, das zu den gravierten Kenwoods passt. Prüfe beim Kauf alle Schaltkontakte, denn Kontaktspray hilft bei diesen Drehschaltern nur kurz.









































































































































































































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