Marantz: Receiver, Vollverstärker, Vor- und Endstufen, Tuner und Quadro mit technischen Daten
81 Marantz-Geräte von 1957 bis 1984 mit technischen Daten, 252 Fotos, Varianten und Neupreisen in DM: die Röhrenzeit mit Model 7, 9 und 10B, die Receiver von Model 19 bis 2600, die Vollverstärker 1030 bis Pm-8, Quadro, Tuner und Endstufen. Dazu die Firmengeschichte von Saul B. Marantz bis zur Übernahme durch Philips und die Antwort, welche Baujahre sich für Sammler lohnen.
- Gegründet
- 1952, New York
- Gründer
- Saul B. Marantz
- Seit 1980
- Philips-Konzern
- Auf dieser Seite
- 81 Modelle
Firmengeschichte kompakt: von der Audio Consolette zur Philips-Übernahme
Saul Bernard Marantz (1911–1997) war Hobbyfotograf, Kunstsammler und Gitarrist, seine technischen Kenntnisse holte er sich während der Dienstzeit bei der Army. Danach experimentierte er mit Audioelektronik und Lautsprechern, die Bauteile kaufte er bei lokalen Händlern. 1945 baute er das Radio aus seinem Wagen aus, ein Modell von 1940, und veränderte die Elektronik komplett, damit es im Wohnzimmer lief. Die Teile dafür stammten aus dem Harvey Radio Store in Manhattan. Das Ergebnis war ein erster hochwertiger Mono-Vorverstärker; seine Frau übernahm dank ihrer Ausbildung die Berechnungen, die für den Bau von Audiokomponenten nötig waren.
Freunde, denen er den Vorverstärker vorführte, drängten ihn, das Gerät auch für andere zu bauen. Daraus wurde der Vorverstärker Model 1, die Audio Consolette. Gegen Ende der 1940er lernte er Sidney Smith (1923–2000) kennen, mit dem er 1952 in New York die Firma Marantz gründete. Marantz, Smith und ein paar Angestellte bauten die ersten Verstärker in Handarbeit. Die erste Endstufe war 1956 der Model 2, eine 40-W-Mono-Endstufe mit umschaltbarem Triodenbetrieb, gebaut bis 1959 (letzte Ausführung Model 2A). Fachleute von damals fanden den Klang nicht überzeugend, und genau das trieb die Firma zu den hochwertigen Komponenten, für die sie bis heute steht. Ab 1956/57 gab es auch elektronische Frequenzweichen, deren genaue Typenbezeichnung ich nicht kenne, und eine Stereo Control Unit mit Master-Lautstärkeregler, die zwei Mono-Vorverstärker mit Tape-Monitor-Ausgang zu einer Stereoeinheit zusammenschaltete, auch die anderer Hersteller.
Mit den ersten Stereo-LPs 1957/58 entwickelten Saul Marantz und Sidney Smith einen Stereo-Vorverstärker, den Model 7, verkauft ab 1959. Er wurde zum Durchbruch der Firma und in kurzer Zeit zu einem der meistverkauften High-End-Vorverstärker: rund 130.000 Stück in knapp zehn Jahren. Anfang 1959 kam die Mono-Röhrenendstufe Model 5, weniger Leistung als der Model 2, dafür günstiger. Die Konkurrenz Mitte der 1950er war groß, Pilot, H.H. Scott und Fisher verkauften ebenfalls hochwertige Komponenten, und Marantz behauptete sich. 1961 komplettierten die Stereo-Endstufe Model 8 und die Mono-Endstufe Model 9 das Programm. 1962 kam der Tuner 10B, entstanden mit dem Tuner-Spezialisten Dick Sequerra; in sehr gutem Zustand werden dafür heute bis zu 5.000 US-Dollar gezahlt. 1963 folgte der SLT, einer der ersten Stereo-Plattenspieler mit Tangentialtonarm, 1965 der Transistor-Vorverstärker Model 7T als Ablösung des Röhren-Model-7. Saul Marantz erkannte früh, dass sich der Transistor durchsetzen würde, und setzte als einer der Ersten voll darauf.
Gegen Ende der 1960er baute Marantz Receiver der Weltspitzenklasse, allen voran den Model 19. In den 1970ern entstanden Dutzende Stereo- und Quadro-Receiver, Vorverstärker und Endstufen, die bis heute nichts von ihrer Faszination verloren haben. 1980 übernahm Philips Marantz samt dem gesamten Auslandsgeschäft außerhalb der USA und Kanadas. Innerhalb des Philips-Konzerns behielt die Marke ihr eigenes Profil mit eigenständigen Vertriebsgesellschaften. Für eingefleischte Fans sind die einzig echten Marantz-Geräte die bis zur Übernahme gefertigten, und die frühen Modelle bis Ende der 1970er sind heute äußerst begehrte Sammlerstücke. Die Nachfrage ist größer als das Angebot, die Preise sind entsprechend: In einer Auktion stand ein Komplettsystem aus zwei Model-9-Endstufen, Model 7 und 10B für 45.000 US-Dollar, rund 33.000 Euro, und solche Summen werden gezahlt.
- 1952Gründung in New York durch Saul B. Marantz und Sidney Smith
- 1956Model 2, erste Serien-Endstufe: 40 W Mono, Triodenbetrieb schaltbar
- 1959Model 7, Stereo-Vorverstärker mit sechs ECC83, rund 130.000 Stück in zehn Jahren
- 1961Model 8 (Stereo) und Model 9 (Mono) vervollständigen das Röhrenprogramm
- 196210B, UKW-Röhrentuner mit Dick Sequerra
- 1963SLT, Plattenspieler mit Tangentialtonarm
- 1965Model 7T und Model 15: Wechsel zum Transistor
- 1970Model 19, der teuerste Receiver der Firmengeschichte (6.498 DM)
- 1972Receiver-Jahre: 2270, Quadro-Serie mit 4400 (1975)
- 1978Blaue Serie, Esotec-Linie Sc/Sm und Pm
- 1980Philips übernimmt Marantz und das Auslandsgeschäft
Welcher Marantz lohnt sich? Baujahr, Schrauben, B und blaue Serie
Alles, was bis Ende 1977 gebaut wurde, lohnt die Anschaffung; nach 1978 nur bedingt, denn diese Geräte sind für Marantz-Fans keine echten Marantz mehr. Wer einen Klassiker sucht, nimmt einen Receiver oder Verstärker vor 1977, besser noch bis 1975. Das Erkennungsmerkmal der ersten Generation sind die vier Schrauben in den Ecken der Frontplatte. Die Receiver von 1972 bis 1975 hatten in der ersten Serie gravierte Frontplatten; unter Konkurrenz- und Preisdruck ersetzte Marantz die Gravur später durch Siebdruck und führte die rot-blaue Beleuchtung mit hellem Skalenhintergrund ein, die blaue Serie. Bis 1980 ist die Qualität durchweg hoch, danach stieg die Ausgangsleistung, weil mehr Watt verkaufsfördernd waren, und gespart wurde bei der Bauteilqualität.
Das Kürzel B bezeichnet Geräte der zweiten Generation. Sie sind optisch leicht modifiziert und technisch fast gleich, aber in den meisten Fällen merkst du den Sparzwang, der Vergleich 2230 und 2230B zeigt es. Interessanter und wertvoller ist in jedem Fall ein Gerät der ersten Generation. Die Ausnahme nach 1975 ist die Pm-Serie (Pm-4 bis Pm-8) und die Esotec-Linie Sc/Sm, beides sehr gute Verstärker. Serienmäßig kamen Receiver und Verstärker in einem Metallgehäuse mit Kunstleder, das Holzgehäuse (WC-Reihe) gab es gegen Aufpreis.
Das einzig Ärgerliche an Marantz sind die Modellnummern. Anfangs hatte das System Sinn: 2245 heißt 2 für Stereo, 2 für zwei Geräte in einem, 45 für die Leistung. Irgendwann wurden die Ziffern beliebig vergeben, in zwanzig Jahren entstand eine riesige Zahl von Bezeichnungen, und kaum jemand hat bis heute den Überblick. Deshalb steht auf dieser Seite jedes Modell mit Baujahr, Leistung und Preis, filterbar in der Modellnavigation. Die Neupreise in DM findest du gesammelt auf der Seite HiFi-Klassiker Neupreise.
Stereo-Receiver 1968–1980 · 16 Modelle
Viele dieser Receiver laufen heute noch, und sie werden auch von Leuten gekauft, die sonst nichts sammeln: Die schwarzen AV-Receiver von heute wirken im Wohnzimmer nüchtern, ein Marantz mit blauer Skala ist ein Hingucker. In exzellentem Zustand übersteigen die Preise den damaligen Neupreis bei weitem. Die Gruppe reicht vom Model 19 über die 22xx-Serie bis zum 2600 von 1978; die Quadro-Receiver (4xxx) stehen in der Quadro-Gruppe.
Stereo-Receiver UKW mit Oszilloskop · 1970–1972
Marantz Model 19
Marantz Nineteen
-
Front, Detail: Volume und Bass, „Custom Calibrated“ -
Front -
Front mit beleuchteter Skala -
Front mit Oszilloskop -
Oszilloskop und Skala -
Oszilloskop im Betrieb -
Skala mit Stereo-Anzeige -
Front rechts, Detail -
Von oben: Lochblechdeckel -
Rückseite mit Anschlüssen -
Rückseite mit Typenschild -
Innen Foto: classicreceivers.com
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV |
|---|---|
| Spiegelfrequenzdämpfung | 85 dB |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Gleichwellenselektion | 2,5 dB |
| Nebenwellenselektion | 50 dB |
| Klirrfaktor | 0,15 % |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz ±0,5 dB |
| Pilottonunterdrückung | über 60 dB |
| Sinusleistung | 2 × 50 W (8 Ω) · 2 × 50 W (4 Ω) · 2 × 30 W (16 Ω), 20–20.000 Hz |
|---|---|
| Dynamikbereich | 98 dB |
| Klirrfaktor | 0,15 % (Vollast) |
| Dämpfungsfaktor | 80 (8 Ω) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–40.000 Hz |
| Geräuschspannungsabstand | 80 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1 mV / 47 kΩ · Tape, AUX 100 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB (20–20.000 Hz) |
| Kanaltrennung | 35 dB |
| Klangregelung | Bass ±15 dB / 50 Hz · Höhen ±15 dB / 12 kHz · Subsonic 12 dB/Okt. bei 70 Hz |
| Leistungsaufnahme | 260 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 464 × 156 × 406 mm |
| Gewicht | 21 kg |
| Zubehör | Holzzarge Marantz WC9 |
| Neupreis 1971 | 6.498 DM (USA 1.600 US$) |
Der Model 19 ist der teuerste Receiver, den Marantz je gebaut hat. 1970 in den USA vorgestellt, ab Anfang 1971 in Deutschland für 6.498 DM, dafür gab es damals einen VW 1302. In den USA kostete er 1.600 US-Dollar, nach dem Kurs von 1971 immer noch 5.520 DM. Er ist die Weiterentwicklung des Model 18 von 1968, und was beim Betrachten sofort ins Auge fällt, ist das Oszilloskop: Damit stellst du Ratiomitte und Feldstärke ein, siehst Mehrwegempfang und kannst niederfrequente Signale darstellen. Das Tunerteil beruht auf dem 10B, die restliche Ausstattung lässt keine Wünsche offen.
Für mich ist der Model 19 eines der besten Geräte der Marantz-Geschichte. Wenn du jetzt einen suchst: viel Glück, er ist mehr als rar, fast eine Fata Morgana. Den deutschen Vertrieb hatte Anfang der 1970er die Firma Bolex. Die Einstellmöglichkeiten des Oszillographen teilen sich Model 19 und der Tuner Model 20.
Stereo-Receiver UKW · 1968–1972
Marantz Model 22
Marantz Twenty Two
| Empfindlichkeit UKW | 2,4 µV (IHF) |
|---|---|
| Sinusleistung | 2 × 40 W (8 Ω) · 2 × 40 W (4 Ω) · 2 × 20 W (16 Ω), IHF |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Gesamtklirrfaktor | 0,3 % |
| Maße (B × H × T) | 432 × 140 × 380 mm |
| Gewicht | 17 kg |
| Neupreis | 1.800 DM |
Die erste Receiver-Generation hieß Model 29, 26, 25, 22 und 19, und anders als später war die kleinste Nummer das größte Gerät: Leistung und Preis steigen in der Reihenfolge 29, 26, 22, 25, 19. Der Model 22 ist der solide Mittelweg dieser Reihe, mit derselben Formensprache wie der Model 19, aber ohne dessen Oszilloskop und mit 2 × 40 W an 8 Ω. Wer die frühe Marantz-Optik will und keine 6.000-DM-Rarität jagen möchte, ist hier richtig.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2015
| Gerätetyp | Stereo-Receiver, kleinstes Modell der Serie |
|---|---|
| Neupreis | 798 DM |
Der 2015 ist der kleinste Receiver der Serie und der günstigste Weg zur Marantz-Optik mit Schrauben in den Ecken. Einen Prospekt mit Daten habe ich nicht; wer einen besitzt, schickt ihn mir.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2220
| Empfindlichkeit UKW | 1,9 µV (DIN) |
|---|---|
| Klirrfaktor Tuner | 0,4 % |
| Sinusleistung | 2 × 20 W (IHF, 8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 10–50.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner, Tape 180 mV / 100 kΩ |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,9 % |
| Maße (B × H × T) | 441 × 137 × 350 mm |
| Gewicht | 15 kg |
| Neupreis (2220B) | 998 DM |
Mit 2 × 20 W ist der 2220 ein Receiver für Regalboxen und kleine Räume, aber mit dem vollen Marantz-Bedienkomfort und derselben Skala wie die großen. Der Neupreis in der Liste gilt für die zweite Generation 2220B; die erste Generation ohne B ist die gesuchtere.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2230 und 2230B
- 2230
- 2230B
-
2230B: die Unterschiede zur ersten Generation sind klar zu erkennen
| Empfindlichkeit UKW | 2,0 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor Tuner | Mono 0,2 % · Stereo 0,4 % |
| Sinusleistung | 2 × 30 W (IHF, 8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 15–50.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,5 % (Vollaussteuerung) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner, Tape 180 mV / 100 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 441 × 137 × 350 mm |
| Gewicht | 16 kg |
| Neupreis | 1.890 DM |
Der 2230 ist mein Beispiel für den Unterschied zwischen erster und zweiter Generation: Lege die beiden Fotos nebeneinander, dann siehst du beim 2230B die geänderte Front und die Sparmaßnahmen der blauen Serie. Technisch sind beide fast gleich, 2 × 30 W reichen für die meisten Wohnzimmer, aber der Sammlerwert liegt klar beim 2230 ohne B. Der 2230 ist außerdem die Basis des Quadro-Receivers 4230.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2245
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV (DIN) |
|---|---|
| Klirrfaktor Tuner | Mono 0,2 % · Stereo 0,4 % |
| Sinusleistung | 2 × 45 W (IHF) |
| Leistungsbandbreite | 7–70.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner, Tape 180 mV / 100 kΩ |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,3 % (Vollaussteuerung) |
| Gehäuse | serienmäßig Metall mit Kunstleder |
| Maße (B × H × T) | 441 × 137 × 350 mm |
| Gewicht | 17 kg |
| Neupreis | 2.298 DM |
Der 2245 ist das Modell, an dem das Nummernsystem noch Sinn ergibt, und für mich der Allrounder der Serie: 2 × 45 W treiben auch größere Standboxen, die Leistungsbandbreite reicht bis 70 kHz. Wer einen 2270 nicht bezahlen will, bekommt hier dieselbe Gehäuseklasse mit etwas weniger Leistung.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1972–1974
Marantz 2270
-
Rückseite im Holzgehäuse -
Rückseite, Anschlüsse -
Klangregler und Lautstärke -
Front links: Skala, Selector und Klangregler -
Front im Holzgehäuse, zweites Exemplar -
Front -
Innen -
Skala und Instrumente
| Empfindlichkeit UKW | 1,5 µV (DIN) · 2,3 µV (IHF) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 60 dB |
| Kanaltrennung | 40 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | Mono 0,2 % · Stereo 0,4 % |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Frequenzgang | 50–15.000 Hz ±1 dB |
| Trennschärfe | 75 dB (±300 kHz) |
| Mittelwelle | Empfindlichkeit 25 µV · Klirrfaktor 0,5 % |
| Sinusleistung | 2 × 70 W (IHF, 8 Ω) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 96 dB |
| Klirrfaktor | 0,3 % (Vollast) |
| Kanaltrennung | 35 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–50.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Dämpfungsfaktor | 45 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ · AUX 180 mV / 100 kΩ · Tape 150 mV / 100 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | 80 dB |
| Klangregelung | Bass ±14 dB / 50 Hz · Mitten ±6 dB / 800 Hz · Höhen ±12 dB / 15 kHz, je Kanal getrennt |
| Maße (B × H × T) | 430 × 126 × 350 mm |
| Gewicht | 18 kg |
| Neupreis 1974 | 2.898 DM (Metallgehäuse) |
Der 2270 ist der Marantz-Receiver schlechthin: 2 × 70 W, dreifache Klangregelung getrennt für links und rechts, die patentierte Endstufenschaltung, auftrennbare Vor- und Endstufe und eine Schutzschaltung für Lautsprecher und Endstufen. Die Senderwahl läuft über das große Schwungrad, Gyro Touch Tuning, das du einmal angestoßen hast und nie wieder vergisst. Serienmäßig kam er im Metallgehäuse mit Kunstleder, das Holzgehäuse gab es gegen Aufpreis.
Beim Kauf prüfe ich zuerst die Skalenbeleuchtung und die Klangregler auf Kratzen, dann die Gleichspannung an den Lautsprecherausgängen. Ein 2270 mit gravierter Front von 1972 bis 1974 ist die erste Generation; der 2275 folgte als nächste Nummer, der 2245 ist der günstigere Einstieg in dieselbe Gehäuseklasse.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2275
| Gerätetyp | Stereo-Receiver, Nachfolger des 2270 |
|---|---|
| Neupreis | 1.998 DM |
Der 2275 löste den 2270 ab und ist innen genauso massiv gebaut, das Foto zeigt den großen Netztrafo und die Kühlkörper. Der Prospekt fehlt mir noch.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2325
| Gerätetyp | Stereo-Receiver, Spitzenmodell der 23xx-Reihe |
|---|---|
| Neupreis | 2.998 DM |
Der 2325 steht preislich über dem 2270 und unter dem 4400, dem Quadro-Flaggschiff. Mehr als Foto und Neupreis habe ich nicht.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2252
| Empfindlichkeit UKW | 1,4 µV (DIN) |
|---|---|
| Sinusleistung | 2 × 52 W (IHF, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Fremdspannungsabstand | 82 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–60.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 137 × 365 mm |
| Gewicht | 15,5 kg |
Der 2252 gehört zur späteren 22xx-Generation mit dem 440 mm breiten Gehäuse. 2 × 52 W und der empfindliche Tuner mit 1,4 µV machen ihn zum Alltagsgerät, das sich hinter dem 2270 nicht verstecken muss, in der Sammlerszene aber günstiger gehandelt wird.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2226 und 2226B
- 2226
- 2226B
| Empfindlichkeit UKW | 1,8 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,15 % |
| Sinusleistung | 2 × 26 W (IHF) · 2 × 44 W (DIN, 8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 10–60.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 137 × 365 mm |
| Gewicht | 12,1 kg |
Der 2226 ist der kleine Receiver der späten Serie, und hier siehst du gut, warum du bei Leistungsangaben auf die Norm achten musst: 2 × 26 W nach IHF über die volle Bandbreite, 2 × 44 W nach DIN bei 1 kHz, dasselbe Gerät. Die Variante 2226B ist die zweite Generation.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2235B
| Empfindlichkeit UKW | 1,6 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,25 % |
| Sinusleistung | 2 × 55 W (DIN, 8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 7–70.000 Hz |
| Tuner | PLL-UKW-Demodulator |
| Endstufe | galvanisch gekoppelt, komplementär |
| Maße (B × H × T) | 440 × 137 × 365 mm |
| Gewicht | 12 kg |
Der 2235B ist zweite Generation mit moderner Technik: PLL-Demodulator im Tuner und galvanisch gekoppelte Komplementärendstufen. Als Hörgerät ist er dem 2230 technisch überlegen, als Sammlerstück steht er dahinter; wer einfach einen guten Marantz zum Musikhören will, fährt mit dem 2235B günstig.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1976–1977
Marantz 2238
- 2238
- 2238B
-
Rückseite -
Rückseite, Detail -
Front links -
Front rechts -
Skala -
Skala von schräg -
Skalendetail -
Front, Übersichtsfoto
| Empfindlichkeit UKW | Mono 1,7 µV (DIN) · Stereo 4,7 µV |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 60 dB |
| Kanaltrennung | 40 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | Mono 0,2 % · Stereo 0,4 % |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz |
| Trennschärfe | 75 dB (±300 kHz) |
| Fremdspannungsabstand | Mono 65 dB · Stereo 58 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Mono 68 dB · Stereo 62 dB |
| Mittelwelle | Empfindlichkeit 25 µV · Selektivität 20 dB · Klirrfaktor 0,5 % |
| Sinusleistung | 2 × 26 W (IHF, 20–20.000 Hz, 8 Ω) · 2 × 47 W (DIN, 1 kHz, 8 Ω) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 96 dB |
| Klirrfaktor | 0,08 % (Vollast) |
| Kanaltrennung | 35 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–80.000 Hz |
| Frequenzgang | 10–40.000 Hz ±1 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ · AUX 180 mV / 20 kΩ · Tape 150 mV / 100 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 76 dB |
| Fremdspannungsabstand | 82 dB |
| Klangregelung | Bass ±14 dB / 50 Hz · Mitten ±6 dB / 800 Hz · Höhen ±12 dB / 15 kHz, je Kanal getrennt |
| Maße (B × H × T) | 440 × 137 × 365 mm |
| Gewicht | 12,5 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse Marantz WC122 |
Der 2238 ist einer der letzten Receiver der klassischen Linie, gebaut 1976 und 1977. Ab 1978 gab es den 2238B, zweite Generation, blaue Serie, und bei ihm ist Ausstattung und Technik nicht mehr, was sie beim 2238 waren. Das Exemplar auf den Fotos trägt die schwarze Frontplatte, die es sehr selten gibt. Ausstattung wie beim großen Bruder: dreifache Klangregelung getrennt je Kanal, zwei Tape-Monitore, auftrennbare Vor- und Endstufe, Schutzschaltung und Gyro Touch Tuning.
Heute findest du den 2238 im Vergleich zum 2238B kaum noch, in schwarz fast gar nicht. Wenn dir einer begegnet, zählt der Zustand von Skala und Frontplatte mehr als jede Verhandlung über den Preis.
Stereo-Receiver UKW/MW · ab 1978
Marantz 2216
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,25 % |
| Sinusleistung | 2 × 16 W (IHF) · 2 × 27 W (DIN, 8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 7–60.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 137 × 292 mm |
| Gewicht | 12 kg |
Mit 2 × 16 W ist der 2216 der kleinste der späten Receiver und mit 292 mm Tiefe auch der kompakteste. Für ein Arbeitszimmer mit Regalboxen reicht er; wer die klassische Optik günstig will, bekommt sie hier mit blauer Skala.
Stereo-Receiver UKW/MW
Marantz 2330B
Stereo-Receiver UKW/MW mit Oszilloskop · 1978–1980
Marantz 2600 und 2500
- 2600
- 2500
-
Front links mit Oszilloskop -
Front rechts -
Front im Holzgehäuse -
Oszillographenröhre Toshiba 50TB31 -
Front mit Skala -
Front links im Holzgehäuse -
Im Holzgehäuse, zweites Exemplar -
2500 innen -
Marantz 2600, zweites Exemplar Foto: Marina Kölsch
| Empfindlichkeit UKW | 1,5 µV (DIN) · 1,9 µV (IHF) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 60 dB |
| ZF-Dämpfung | 120 dB |
| Kanaltrennung | 50 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | Mono 0,15 % · Stereo 0,3 % |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Frequenzgang | 30–15.000 Hz ±3 dB |
| Trennschärfe | 75 dB (±300 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | Mono 82 dB · Stereo 75 dB |
| Mittelwelle | Empfindlichkeit 10 µV · Geräuschspannungsabstand 55 dB · Klirrfaktor 0,4 % |
| Sinusleistung | 2600: 2 × 150 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) 2500: 2 × 125 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,05 % (Vollast) · 0,003 % bei 50 mW |
| Intermodulation | 0,1 % |
| Leistungsbandbreite | 5–35.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±2 dB |
| Dämpfungsfaktor | 40 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ (100 pF) · AUX 180 mV / 55 kΩ · Tape 150 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 80 dB (IHF-A) · AUX, Tape 95 dB · Main in 70 dB |
| Maße (B × H × T) | 490 × 177 × 438 mm |
| Gewicht | 2600: 32 kg · 2500: 27,4 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse WC-124, Dolby-Decoder |
| Neupreis | 2600 (1978): 3.198 DM · 2500 (1980): 2.998 DM |
Der 2600 kam 1978 und ist das Kraftpaket der späten Marantz-Jahre: 2 × 150 W, 32 kg, eine Oszillographenröhre Toshiba 50TB31 für Ratiomitte, Mehrwegempfang und Feldstärke, deren Position du vorn einstellst und deren Helligkeit und Kontrast hinten. Dazu UKW-Quarzabstimmung, zwei AUX-Eingänge, zwei Phono-Eingänge, Dolby-Rauschunterdrückung für UKW und zwei Lautsprechergruppen.
Der 2500 ab 1980 sieht genauso aus, hat dieselbe Ausstattung bis auf die Quarzabstimmung und mit 2 × 125 W etwas weniger Leistung, was in der Praxis keine Rolle spielt. Beide sind zweite Generation und damit nicht die Geräte, die Sammler für die einzig echten halten, aber als Hörgeräte mit Spitzentuner sind sie eine andere Liga als die kleinen 22xx.
Receiver neu kaufen? HiFi-Receiver im Test: Phono, Tuner und Streaming in einem Gerät ›
Vollverstärker 1971–1984 · 15 Modelle
Die Vollverstärker von 1971 bis 1977 sind für Marantz-Fans die einzig wahren, erkennbar an den vier Schrauben in den Ecken der Frontplatte und wahlweise im Holzgehäuse gegen Aufpreis. Die Modelle ab 1977 bis 1980 folgen darunter, dann die Pm-Serie ab 1979, die als Ausnahme der Regel „nichts nach 1977“ gilt. Alle Leistungsangaben: IHF = Sinus an 8 Ω von 20 bis 20.000 Hz, DIN = Sinus an 4 oder 8 Ω bei 1 kHz.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1200 und 1200B
- 1200
- 1200B
-
Marantz 1200, erste Generation -
Marantz 1200, Detail der Regler Foto: B. Hennicke
| Sinusleistung | 2 × 136 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,09 % (max., Nennleistung) |
| Dämpfungsfaktor | 100 |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner, Tape 100 mV / 50 kΩ |
| Leistungsbandbreite | 6–102.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 355 mm |
| Gewicht | 14 kg |
| Neupreis | 3.780 DM |
Der 1200 ist das Flaggschiff der klassischen Vollverstärker: 2 × 136 W nach DIN, ein Dämpfungsfaktor von 100 und eine Leistungsbandbreite bis über 100 kHz. Mit 3.780 DM Neupreis lag er über jedem Stereo-Receiver außer dem Model 19. Die Variante 1200B ist die zweite Generation; wie überall bei Marantz gilt: erste Generation vorziehen.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1250
| Sinusleistung | 2 × 125 W (IHF) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Klirrfaktor | 0,12 % (Nennleistung) · 0,03 % (1 W) |
| Intermodulation | 0,05 % |
| Dämpfungsfaktor | 55 |
| Phono | Dynamikbereich über 111 dB · Empfindlichkeit 1,8 mV / 47 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 355 mm |
| Gewicht | 14 kg |
| Neupreis | 2.598 DM |
Der 1250 bringt 2 × 125 W nach IHF, also über die volle Bandbreite, und die beste Phono-Dynamik der Reihe mit über 111 dB. Wer einen großen Marantz-Vollverstärker für MM-Systeme sucht, bekommt hier mehr Phono als beim 1200, bei kleinerem Dämpfungsfaktor.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1150 und 1150D
- 1150
- 1150D
-
1150D mit eingebautem Dolby-System -
1150 ohne Dolby, silberne Front
| Sinusleistung | 2 × 75 W (IHF) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Klirrfaktor | 0,12 % (Nennleistung) |
| Intermodulation | 0,02 % |
| Dämpfungsfaktor | 45 |
| Phono | Dynamikbereich über 100 dB · Empfindlichkeit 1,76 mV / 47 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 314 mm |
| Gewicht | 14,9 kg |
| Neupreis | 1150: 1.900 DM · 1150D: 2.270 DM |
1150 und 1150D sind technisch völlig identisch, der D hat zusätzlich das Dolby-Rauschunterdrückungssystem eingebaut, für Tonbandaufnahmen damals ein Verkaufsargument, heute ein nettes Detail. 2 × 75 W reichen für fast jede Box, und die Phono-Stufe spielt in derselben Liga wie beim 1250.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1120
| Sinusleistung | 2 × 60 W (IHF) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Leistungsbandbreite | 10–40.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,2 % (Nennleistung) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1,1 mV / 47 kΩ |
| Schutz | elektronische Schutzschaltung für Endstufen und Lautsprecher · Leistungsbegrenzung −20 dB schaltbar |
Der 1120 hat eine Besonderheit, die ich in dieser Klasse sonst selten sehe: eine schaltbare Leistungsbegrenzung um 20 dB. Mit kleinen Boxen oder spät abends schaltest du sie ein, und niemand dreht versehentlich die Hochtöner weg. Dazu kommt die elektronische Schutzschaltung für Endstufen und Lautsprecher.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1070
-
Zweites Exemplar
| Sinusleistung | 2 × 35 W (IHF) · 2 × 50 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,1 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–78.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,3 % (Nennleistung) |
| Intermodulation | 0,3 % |
| Dämpfungsfaktor | 45 |
| Phono | Dynamikbereich 96 dB · Empfindlichkeit 1,8 mV / 47 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 290 mm |
| Gewicht | 8,6 kg |
| Neupreis | 999 DM |
Stereo-Vollverstärker · Ende 1975–1977
Marantz 1060 und 1060B
- 1060
- 1060B
-
Front von schräg -
Innen -
Rückseite -
Front links -
Front rechts -
Front, Übersichtsfoto -
Drittes Exemplar -
Innen: elektronische Schutzschaltung -
1060B, blaue Serie -
1060B im Holzgehäuse -
1060B innen
| Sinusleistung | 2 × 30 W (IHF) · 2 × 45 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 96 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 1,8 mV / 47 kΩ · AUX 1 + 2, Tuner, Tape 100 mV / 25 kΩ |
| Klirrfaktor | 0,3 % (Vollast) · 0,02 % (1 W) |
| Leistungsbandbreite | 7–78.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Dämpfungsfaktor | 100 |
| Leistungsaufnahme | 220 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 290 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 8,6 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse Marantz WC-10 |
| Neupreis 1975 | 1.050 DM |
Der 1060 ist der Marantz, den Einsteiger in die Marke zuerst suchen: klein, 2 × 30 W nach IHF, elektronische Schutzschaltung, Dämpfungsfaktor 100 und die Front mit den vier Schrauben. Die Fotos zeigen die erste Generation von Ende 1975 bis 1977, und daneben den 1060B: Der gehört zur zweiten Generation, der blauen Serie, und Ausstattung wie Technik sind nicht mehr, was sie beim 1060 waren. Echte Marantz-Fans verzichten auf Geräte mit dem Zusatz B.
Mein Tipp beim Kauf: Blende, Lautstärkeregler und Drucktasten genau ansehen, denn Originalteile sind rar. Der 1070 ist der stärkere Bruder im gleichen Gehäuse, der 1040 der kleinere.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1040
| Sinusleistung | 2 × 20 W (IHF) · 2 × 36 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Leistungsbandbreite | 6–70.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,3 % (Nennleistung) |
| Phono | Dynamikbereich 93 dB · Empfindlichkeit 2 mV / 47 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 290 mm |
| Gewicht | 7,5 kg |
| Neupreis | 530 DM |
Der 1040 ist der Marantz für das Regal: 2 × 20 W, dieselbe Front wie der 1060, 530 DM Neupreis. An wirkungsgradstarken Boxen in einem kleinen Raum fehlt nichts, an Standboxen im Wohnzimmer schon.
Stereo-Vollverstärker
Marantz 1030
-
Zweites Exemplar Foto: thetunerguy.com
| Sinusleistung | 2 × 15 W (IHF) · 2 × 24 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Leistungsbandbreite | 8–68.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,5 % (Nennleistung) |
| Phono | Dynamikbereich 93 dB · Empfindlichkeit 2,1 mV / 47 kΩ |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 290 mm |
| Gewicht | 7,5 kg |
| Neupreis | 450 DM |
Mit 2 × 15 W ist der 1030 der kleinste Marantz-Vollverstärker, und genau deshalb ist er heute für viele der Einstieg: günstig, kompakt, mit der echten Front.
Stereo-Vollverstärker · Ende 1977–1980
Marantz 1090
-
Im Holzgehäuse WC-110 -
Front von schräg -
Klangregler: Bass, Mitten, Höhen -
Front rechts: Selector und Lautstärke -
Front von schräg, zweites Exemplar -
Rückseite: Lautsprecherklemmen -
Rückseite: 2 × Tape, 2 × Phono -
Front, Übersichtsfoto
| Sinusleistung | 2 × 45 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) · 2 × 67 W (DIN, 8 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Dämpfungsfaktor | 45 (8 Ω) |
| Dynamikbereich | 107 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 + 2 1,8 mV / 47 kΩ (100 pF) · AUX, Tuner, Tape 200 mV / 25 kΩ |
| Klirrfaktor | 0,05 % (Vollast) · 0,02 % (min.) |
| Leistungsbandbreite | 7–78.000 Hz |
| Frequenzgang | 10–50.000 Hz ±0,3 dB |
| Klangregelung | Bass ±10 dB / 100 Hz · Mitten ±6 dB / 700 Hz · Höhen ±10 dB / 10 kHz |
| Leistungsaufnahme | 220 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 300 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 9,5 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse Marantz WC-110 |
Der 1090 wurde von Ende 1977 bis 1980 verkauft und war neben 1050 und 1072 der letzte Verstärker mit dem klassischen Aussehen, das man bis dahin von Marantz kannte; ab 1980 folgte die DC-Serie. Die Ausstattung lässt nichts offen: zwei Tape-Anschlüsse, AUX, Tuner, zwei Phono-Eingänge, zwei Lautsprechergruppen, Vor- und Endstufe auftrennbar, dazu die dreifache Klangregelung. Mit 2 × 45 W (IHF) und 107 dB Dynamik ist er ein ernsthafter Verstärker und für mich der beste Kompromiss aus klassischer Optik und späterer Technik.
Stereo-Vollverstärker (DC-Serie)
Marantz 1180DC und 1122DC
| Gerätetyp | Stereo-Vollverstärker der DC-Serie ab 1980 |
|---|
1180DC und 1122DC gehören zur DC-Serie, die 1980 die klassischen Verstärker ablöste. Sie tragen den Schriftzug, aber nicht mehr die Front mit den vier Schrauben. Die Technik der Serie beschreibe ich beim 1152DC.
Stereo-Vollverstärker (DC-Serie) · 1977
Marantz 1152DC
| Sinusleistung | 2 × 80 W (IHF) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,03 % (Nennleistung) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 + 2 1,8 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner, Tape 1 + 2 180 mV / 25 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz +0 / −0,2 dB |
| Klangregelung | Bass ±10 dB / 400 Hz · Mitten ±6 dB / 700 Hz · Höhen ±10 dB / 2.500 Hz |
| Filter | Bass 15 Hz · Hochton 9.000 Hz, je −18 dB/Okt. |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 316 mm |
| Gewicht | 14 kg |
Der 1152DC ist technisch ein Fortschritt gegenüber der klassischen Reihe: 0,03 % Klirrfaktor bei Nennleistung, steile Filter mit 18 dB pro Oktave und auftrennbare Vor- und Endstufe. Für Sammler zählt die Optik der ersten Generation mehr, für Hörer ist er ein unterschätzter Verstärker mit 2 × 80 W.
Stereo-Vollverstärker (Pm-Serie)
Marantz Pm-4 Esotec
| Gerätetyp | Stereo-Vollverstärker, kleinstes Modell der Pm-Serie |
|---|
Stereo-Vollverstärker Class A/B (Pm-Serie) · 1979
Marantz Pm-5
-
Zweites Exemplar Foto: M. Busch
| Sinusleistung | 2 × 20 W (Class A) · 2 × 80 W (Class B) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,015 % |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz −0,2 dB |
| Übertragungsbereich | 5–100.000 Hz −2 dB |
| Dämpfungsfaktor | 100 |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 2,5 mV / 47 kΩ · Phono MC 0,125 mV / 75 Ω · AUX, Tuner, Tape 1 + 2 150 mV / 40 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 86 dB · Phono MC 68 dB · AUX, Tuner, Tape 108 dB |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 332 mm |
| Gewicht | 13 kg |
Der Pm-5 von 1979 schaltet zwischen reinem Class-A-Betrieb mit 2 × 20 W und Class B mit 2 × 80 W um. In Class A wird er warm und klingt bei Zimmerlautstärke so, wie man es von einem Class-A-Gerät erwartet; für die Party legst du den Schalter um. Dazu ein MC-Eingang, den die klassische Reihe nicht hatte.
Stereo-Vollverstärker Class A/B (Pm-Serie) · 1979
Marantz Pm-6
-
Ausführung Pm-6a laut Frontschild
| Sinusleistung | 2 × 30 W (Class A) · 2 × 120 W (Class B) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,015 % |
| Übertragungsbereich | 5–100.000 Hz −2 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz −0,2 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM 2,5 mV / 27, 47 oder 100 kΩ · Phono 2 MM 2,5 mV / 47 kΩ · Phono MC 0,125 mV / 75 Ω · AUX, Tuner, Tape 1 + 2 150 mV / 40 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 86 dB · Phono MC 68 dB · AUX, Tuner, Tape 110 dB |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 332 mm |
| Gewicht | 15,5 kg |
Der Pm-6 ist der Pm-5 mit mehr von allem: 2 × 30 W in Class A, 2 × 120 W in Class B und drei Phono-Eingänge, davon einer mit umschaltbarer Abschlussimpedanz 27, 47 oder 100 kΩ. Wer zwei Plattenspieler und ein MC-System betreibt, findet in dieser Preisklasse kaum etwas Vergleichbares aus der Zeit.
Stereo-Vollverstärker (Pm-Serie, Exclusive Line) · 1980–1981
Marantz Pm-8
-
Holzgehäuse von oben -
Zweites Exemplar im Holzgehäuse -
Innen -
Innen, Detail -
Innen: Netzteil -
Rückseite -
Rückseite, Anschlüsse -
Front rechts -
Front links -
Phono-Wahl und Abschlussimpedanz (cartridge load) -
Klangregler je Kanal und Tape EQ
| Sinusleistung | 2 × 190 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) · 2 × 200 W (DIN, 8 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 96 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 + 2 MM 2 mV / 1, 10, 27, 47 oder 100 kΩ · Phono MC 0,1 mV / 10, 47, 100 oder 220 Ω · AUX 1 + 2, Tuner, Tape 150 mV / 40 kΩ |
| Klirrfaktor | 0,03 % (Vollast) · 0,02 % (min.) |
| Leistungsbandbreite | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Frequenzgang | 0–100.000 Hz |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω) |
| Leistungsaufnahme | 320 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 430 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 26 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse Marantz WC |
Die Pm-Serie ist die Exclusive Line von Marantz, verkauft von 1980 bis 1984 mit Pm-4, Pm-5, Pm-6 und Pm-8. Der Pm-8 ist das größte Modell und technisch die Kombination aus dem Vorverstärker Sc-7 und der Endstufe Sm-7, die Daten entsprechen den beiden Einzelgeräten. 2 × 190 W, ein MC-Eingang mit vier wählbaren Abschlusswiderständen und ein MM-Eingang mit fünf: Das ist Spitzenklasse, auch heute noch. Das Holzgehäuse war Zubehör, serienmäßig kam er ohne. Der passende Tuner ist der ST-8.
Die Fotos zeigen ein Exemplar mit Erlaubnis des Eigentümers. Wer einen Pm-8 kauft, trägt seine 26 kg besser zu zweit.
Verstärker neu kaufen? Class-D-Verstärker im Test: kühl, leise und kräftig genug für jede Box ›
Vor- und Endstufen 1957–1984 · 24 Modelle
Hier stehen die Geräte, mit denen der Ruf der Marke begann: die Röhren-Vorstufen Model 1 und Model 7, die Endstufen Model 5, 8B und 9, dann die Transistorgeneration ab Model 7T und 15, die Vorverstärker 3300 bis 3800 der 1970er und am Ende die Esotec-Linie Sc/Sm und Ma-5. Zuerst die Vorverstärker, ab dem Model 5 die Endstufen. Das Problem bei Kombinationen ist, Vor- und Endstufe im gleichen Erhaltungszustand zu bekommen; wer so ein Paar besitzt, gibt es nicht her.
Mono-Röhrenvorverstärker · 1950er
Marantz Model 1 Audio Consolette
| Frequenzbereich | 20–60.000 Hz ±1 dB |
|---|---|
| Eingänge | Phono MM (RIAA), Phono Kristall, Mikrofon, Tuner, Tape, AUX, Audio TV |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 70 dB |
| Röhrenbestückung | 3 × ECC83 (12AX7) |
| Neupreis 1957 | 168 US$ mit Holzgehäuse |
Die Audio Consolette ist der Vorverstärker, aus dem die Firma entstand: ein Mono-Gerät mit drei ECC83, einem Frequenzbereich bis 60 kHz und Eingängen für alles, was in den 1950ern spielte, bis zum Fernsehton. Für Stereo brauchtest du zwei davon und die Stereo Control Unit, die beide über den Tape-Monitor-Ausgang zusammenschaltete. Wer einen Model 1 findet, hat ein Stück Firmengeschichte in der Hand; gespielt wird er heute meist mit dem Model 5 oder Model 9.
Stereo-Röhrenvorverstärker · ab 1959
Marantz Model 7
-
Front -
Im Holzgehäuse -
Innen
| Frequenzbereich | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
|---|---|
| Eingänge | 2 × Phono RIAA, Mikrofon, 2 × Tuner, Tape, AUX, Audio TV |
| Röhrenbestückung | 6 × ECC83 |
| Gewicht | 5 kg |
| Neupreis 1959 | 264 US$ (1 US$ = 4,18 DM) · Deutschland 2.046 DM |
Der Model 7 ist der Vorverstärker, der Marantz groß machte: ab 1959 verkauft, in knapp zehn Jahren rund 130.000 Stück, einer der meistverkauften High-End-Vorverstärker überhaupt. Zwei Phono-Eingänge, zwei Tuner-Eingänge und sechs ECC83 in einem 5-kg-Gehäuse. Heute ist er das Herz jeder Marantz-Röhrenanlage, mit zwei Model 9 oder einem Model 8B.
Beim Kauf zählen die Originalröhren weniger als der Zustand der Potis und der Koppelkondensatoren; ein überholter Model 7 ist mehr wert als ein unberührter mit tauben Elkos.
Stereo-Transistorvorverstärker · ab 1965
Marantz Model 7T
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 + 2 MM 3,3 mV / 47 kΩ · Tuner 1 + 2 80 mV / 200 kΩ · AUX, Tape 80 mV / 200 kΩ |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,05 % |
| Frequenzbereich | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Maße (B × H × T) | 375 × 250 × 216 mm |
| Gewicht | 4 kg |
| Neupreis | 2.380 DM |
1965 ersetzte der 7T den Röhren-Model-7. Saul Marantz hatte früh erkannt, dass der Transistor sich durchsetzen würde, und der 7T war die Konsequenz: dieselbe Front, dieselben Eingänge, innen Halbleiter, 0,05 % Klirrfaktor. Für Sammler ist der Röhren-7 der Begehrtere, als Vorstufe im Alltag ist der 7T der Unkompliziertere.
Stereo-Vorverstärker · Ende 1972–1975
Marantz 3300
-
Im Holzgehäuse, zweites Exemplar -
Rückseite im Holzgehäuse -
Innen -
Rückseite mit Lautsprecherumschaltung -
Im Metallgehäuse -
Bedienelemente -
Front, Übersichtsfoto
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 + 2 1 mV / 47 kΩ · AUX 1 + 2, Tuner, Tape 100 mV / 25 kΩ |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,005 % (min.) · 0,02 % (max. Ausgangsspannung) |
| Leistungsbandbreite | 10–60.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,25 dB |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 240 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 6,5 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse Marantz WC2 |
| Neupreis 1972 | 2.595 DM |
Der 3300 ist ein Vorverstärker der Spitzenklasse mit Anschlüssen, die keine Wünsche offenlassen: zwei Phono, zwei AUX, zwei Tape und ein Mikrofon. Zwei Lautsprecherpaare schaltest du über die Vorstufe um, dazu gibt es einen regelbaren Center-Speaker-Ausgang und eine umschaltbare Ausgangsspannung high/low, damit er mit jeder Endstufe passt. Die Klangregelung ist doppelt, also für links und rechts getrennt.
Als Partner passen die 250M und 240 aus denselben Jahren; der 3600 ist der direkte Nachfolger mit drei Tape-Anschlüssen.
Stereo-Vorverstärker
Marantz 3200
| Gerätetyp | Stereo-Vorverstärker, Einstiegsmodell |
|---|---|
| Neupreis | 855 DM |
Der 3200 ist der Einstieg in die Marantz-Vorstufen und passt optisch zu den kleinen Endstufen wie der 140. Von ihm habe ich Foto und Neupreis.
Stereo-Vorverstärker
Marantz 3250 und 3250B
- 3250
- 3250B
Stereo-Vorverstärker
Marantz 3600
| Klirrfaktor | 0,02 % |
|---|---|
| Dynamikbereich | über 100 dB |
| Eingänge | 2 × Phono (2,6 mV), 3 × Tape, Mikrofon |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 235 mm |
| Gewicht | 7,2 kg |
| Neupreis | 2.337 DM |
Der 3600 übernimmt die Anschlussvielfalt des 3300 und erweitert sie auf drei Tape-Geräte, für Tonbandfreunde ein Argument. Mit über 100 dB Dynamik und 0,02 % Klirr ist er ein moderner Vorverstärker im klassischen Kleid.
Stereo-Vorverstärker
Marantz 3600B und P3600
- 3600B
- P3600
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 + 2 1 mV / 47 kΩ · Tuner, AUX, Tape 100 mV / 25 kΩ · Mikrofon 1 mV / 47 kΩ |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,25 dB |
| Ausgangsspannung | max. 3 V / 47 kΩ |
| Klirrfaktor | 0,002 % |
| Klangregelung | Bass ±10 dB / 100 Hz · Mitten ±8,5 dB / 1.000 Hz · Höhen ±10 dB / 10 kHz |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 230 mm |
Der 3600B ist die zweite Generation des 3600 mit 0,002 % Klirrfaktor und bis zu 3 V Ausgangsspannung, also genug Pegel für jede Endstufe. Der P3600 ist technisch identisch, trägt aber eine 19-Zoll-Frontplatte für den Rackeinbau, ein seltener Anblick bei Marantz.
Stereo-Vorverstärker mit Dolby
Marantz 3800
-
Im Holzgehäuse
| Klirrfaktor | 0,02 % |
|---|---|
| Dynamikbereich | über 100 dB |
| Eingänge | 2 × Phono (2,6 mV), 3 × Tape, Mikrofon |
| Besonderheit | zweifacher Dolby-Prozessor |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,3 dB |
| Maße (B × H × T) | 390 × 145 × 235 mm |
| Gewicht | 7,3 kg |
| Neupreis | 2.792 DM |
Stereo-Vorverstärker (Esotec) · ab August 1978 / ab 1979
Marantz Sc-7 und Sc-6
- Sc-7
- Sc-6
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 2 mV / 1, 10, 27, 47 oder 100 kΩ · Phono MC 0,2 mV / 10, 47 oder 220 Ω · Tuner, AUX, Tape 150 mV / 40 kΩ |
|---|---|
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,1 dB |
| Ausgangsspannung | max. 1,5 V / 100 Ω |
| Klirrfaktor | 0,004 % |
| Klangregelung | Bass ±10 dB / 100 Hz · Mitten ±6 dB / 700 Hz · Höhen ±10 dB / 10 kHz |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 245 mm |
| Gewicht | 10 kg |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM 2,5 mV / 27, 47 oder 100 kΩ · Phono 2 MM 2,5 mV / 47 kΩ · Phono 2 MC 0,125 mV / 75 Ω · Tuner, AUX, Tape 150 mV / 40 kΩ |
|---|---|
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 86 dB · Phono MC 68 dB · Tuner, AUX, Tape 104 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Ausgangsspannung | max. 1,5 V / 100 Ω |
| Klirrfaktor | 0,004 % |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 245 mm |
| Gewicht | 6,5 kg |
Die Sc- und Sm-Serie, die Esotec-Linie, wurde 1978 vorgestellt. Der Sc-7 kam im August 1978, Sc-6 und Sc-9 folgten 1979. Der Sc-7 ist die größere Vorstufe mit MM-Eingang in fünf Abschlusswiderständen und MC-Eingang in dreien; genau diese Vorstufe steckt zusammen mit der Sm-7 im Pm-8. Der Sc-6 ist leichter, hat 86 dB Geräuschspannungsabstand an MM und ebenfalls einen MC-Eingang.
Mit dem Erscheinen des Sc-8 im September 1981 endete 1982 die Produktion von Sc-7 und Sc-9, dem bis dahin größten Modell.
Stereo-Vorverstärker (Esotec) · September 1981–1984
Marantz Sc-8 Esotec
-
Sc-8, Front -
Front, zweites Exemplar -
Bedienelemente -
Rückseite -
Rückseite, Detail -
Front, Übersichtsfoto Foto: M. Busch
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM 2,2 mV / 27, 47 oder 100 kΩ · Phono 2 MM 2,2 mV / 47 kΩ · Phono 1 MC 125 µV / 100 Ω · AUX, Tuner, Tape 150 mV / 25 kΩ |
|---|---|
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Klirrfaktor | 0,003 % (min.) · 0,02 % (max. Ausgangsspannung) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 86 dB · Phono MC 73 dB · AUX, Tuner, Tape 1 + 2 104 dB |
| Ausgangsspannung | max. 1,5 V / 30 kΩ |
| Leistungsbandbreite | 0–100.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,25 dB |
| Maße (B × H × T) | 470 × 172 × 266 mm (ohne Holzgehäuse) |
| Gewicht | 8,5 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse |
Der Sc-8 kam im September 1981 und ist mit einigen Änderungen weitgehend mit dem Sc-6 vergleichbar; seine Phono-Sektion ist exzellent, an MC mit 73 dB besser als die 68 dB des Sc-6. Die hier beschriebene Esotec-Serie lief von 1978 bis 1982, danach wurde sie mit völlig veränderten Modellen fortgesetzt. Die passende Endstufe ist die Sm-8, mit der er auf dem ersten Foto steht.
Mono-Röhrenendstufe · ab 1959
Marantz Model 5
-
Ein Paar Model 5 mit Röhren
| Leistung | 30 W Sinus (IHF) · 18 W im Triodenbetrieb |
|---|---|
| Frequenzbereich | 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Klirrfaktor | unter 0,1 % (30 W) |
| Geräuschspannungsabstand | über 90 dB (30 W) |
| Röhrenbestückung | 2 × EL34 (6CA7), 1 × GZ34, 1 × 6BH6, 1 × 6CG7 |
Anfang 1959 kam der Model 5 als günstigere Mono-Endstufe unter dem Model 2: 30 W aus zwei EL34, auf 18 W im Triodenbetrieb umschaltbar. Zwei davon mit einem Model 7 sind die bezahlbare Marantz-Röhrenanlage, wenn man bei diesen Preisen von bezahlbar sprechen kann; der Model 9 ist der große Bruder mit 70 W.
Stereo-Röhrenendstufe · ab 1961
Marantz Model 8B
-
Model 8B mit Röhrenbestückung
| Gerätetyp | Stereo-Röhrenendstufe, Nachfolger des Model 8 von 1961 |
|---|---|
| Neupreis | 2.046 DM |
1961 komplettierte der Model 8 als Stereo-Endstufe das Röhrenprogramm, der 8B ist die überarbeitete Fassung. Wer keine zwei Model 9 stellen will oder kann, nimmt den 8B zum Model 7: eine Endstufe, zwei Kanäle, dieselbe Handschrift. Belegt ist der deutsche Neupreis.
Mono-Röhrenendstufe · 1960–1968
Marantz Model 9
| Leistung | 70 W Sinus · 40 W im Triodenbetrieb |
|---|---|
| Klirrfaktor | unter 0,1 % |
| Übertragungsbereich | 20–20.000 Hz ±0,1 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 90 dB |
| Röhrenbestückung | 2 × ECC88, 1 × 6CG7, 4 × EL34 |
| Gewicht | 23 kg |
| Neupreis 1960 | 324 US$ je Stück (1 US$ = 4,20 DM) |
Der Model 9 ist die Mono-Endstufe, die den Marantz-Mythos trägt: 70 W Sinus aus vier EL34, auf 40 W im Triodenbetrieb umschaltbar, was klanglich dem Class-A-Betrieb eines Transistorverstärkers entspricht. Ein Paar wiegt 46 kg. Die Anlage aus zwei Model 9, Model 7 und 10B ist das, was in Auktionen 45.000 US-Dollar bringt, und das Foto in der Firmengeschichte zeigt genau so ein Set.
Mono-Transistorendstufe
Marantz Model 14
| Leistung | 70 W Sinus (4 Ω, IHF) · 60 W (8 Ω) · 40 W (16 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,03 % (Nennleistung) |
| Fremdspannungsabstand | über 80 dB |
| Leistungsbandbreite | 10–60.000 Hz |
| Lautsprecher | 4, 8 und 16 Ω |
| Neupreis | 798 DM |
Der Model 14 ist eine Mono-Transistorendstufe mit Abgriffen für 4, 8 und 16 Ω und sehr gut für elektrostatische Lautsprecher geeignet, deren Impedanz über die Frequenz stark schwankt.
Stereo-Transistorendstufe, Doppelmono · 1965–1968
Marantz Model 15
-
Typenschild: model fifteen, Solid State Amplifier
| Aufbau | zwei Mono-Endstufen in einem Gehäuse |
|---|---|
| Neupreis | 2.580 DM |
Stereo-Transistorendstufe
Marantz Model 16 und 16B
Marantz Sixteen
- Model 16
- Model 16B
Stereo-Endstufe
Marantz 510M und 510
- 510M
- 510
| Gerätetyp | Stereo-Endstufe, Spitzenmodell ab 1975 |
|---|---|
| Neupreis | 510M: 4.056 DM · 510: 3.598 DM |
Die 510M ist die große Marantz-Endstufe ab 1975, die 510 ihr 458 DM günstigeres Schwestermodell. Mit über 4.000 DM lag die 510M über dem 1200, dem teuersten Vollverstärker in der Preisliste. Die nächstkleinere 250M ist mit allen Daten dokumentiert.
Stereo-Endstufe · 1971–1976
Marantz 250M und 250
- 250M
- 250
-
250, 1971–1976 -
250, zweites Exemplar -
250 innen
| Leistung | 2 × 126 W Sinus (IHF) · 2 × 180 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,081 % (Nennleistung) |
| Fremdspannungsabstand | über 83 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–81.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 263 mm |
| Gewicht | 12,7 kg |
| Neupreis | 250M: 2.246 DM · 250: 3.200 DM |
Stereo-Endstufe
Marantz 240
| Gerätetyp | Stereo-Endstufe, Baureihe der 250 |
|---|
Die 240 gehört zur Baureihe der 250 und teilt sich mit ihr Gehäuse und Optik. Einen eigenen Prospekt habe ich für sie nicht; wer einen hat, schickt ihn mir, dann bekommt sie ihren Steckbrief.
Stereo-Endstufe · ab 1975
Marantz 140
| Leistung | 2 × 75 W Sinus (IHF) · 2 × 98 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,078 % (Nennleistung) |
| Fremdspannungsabstand | über 80 dB |
| Leistungsbandbreite | 7–79.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 359 × 120 × 273 mm |
| Gewicht | 11,2 kg |
| Neupreis | 1.128 DM |
Die 140 ist die kleine Endstufe für die Vorstufen 3200 und 3300 im gleichen 360-mm-Format und mit 2 × 75 W alles andere als klein. Mit 1.128 DM war sie die günstigste Marantz-Endstufe der 1970er und ist heute der vernünftige Weg zu einer klassischen Vor-End-Kombination.
Mono-Endstufe Class A/AB (Esotec) · ab 1979
Marantz Ma-5
| Leistung Class AB | 120 W Sinus (8 Ω, IHF) · 150 W Sinus (4 Ω, IHF) |
|---|---|
| Leistung Class A | 30 W Sinus (8 Ω, IHF) |
| Klirrfaktor | 0,01 % (Nennleistung) |
| Eingangsspannung | max. 1,5 V / 30 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | 100 dB |
| Frequenzgang | 0–100.000 Hz +0 / −1 dB |
| Maße (B × H × T) | 208 × 146 × 334 mm |
| Gewicht | 10 kg |
Die Ma-5 ist die Mono-Endstufe der Esotec-Linie: 208 mm schmal, zwei davon stehen nebeneinander auf der Breite eines Vollverstärkers. Umschaltbar zwischen 30 W reinem Class A und 120 W Class AB an 8 Ω, mit 0,01 % Klirr und einem Frequenzgang bis 100 kHz. Zusammen mit einer Sc-8 ist das die kompakteste Marantz-Anlage der Spitzenklasse.
Stereo-Endstufe (Esotec) · ab 1978
Marantz Sm-7
| Leistung | 2 × 190 W Sinus (8 Ω, IHF) · 2 × 210 W Sinus (8 Ω, DIN) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,03 % (Nennleistung) |
| Fremdspannungsabstand | 125 dB |
| Frequenzgang | 0–100.000 Hz ±0,5 dB |
| Dämpfungsfaktor | 125 (8 Ω, 1 kHz) |
| Maße (B × H × T) | 416 × 146 × 332 mm |
| Gewicht | 22 kg |
Stereo-Endstufe Class A/B (Esotec) · 1982–1984
Marantz Sm-8 Esotec
-
Front, zweites Exemplar Foto: M. Busch -
Von schräg -
Von oben -
Leistungsanzeige, Detail -
Front, Anzeigen beleuchtet -
Im Holzgehäuse, Marantz-Katalog 1981 Foto: Marantz (Katalog 1981)
| Leistung | 2 × 120 W (8 Ω, IHF, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Intermodulation | 0,015 % |
| Klirrfaktor | 0,015 % (1 W) · 0,09 % (Nennleistung) |
| Leistungsbandbreite | 0–100.000 Hz |
| Frequenzgang | 10–30.000 Hz ±0,5 dB |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω, 1 kHz) |
| Fremdspannungsabstand | 90 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 118 dB |
| Dynamikbereich | 110 dB |
| Maße (B × H × T) | 470 × 146 × 437 mm |
| Gewicht | 16,5 kg |
| Zubehör | Holzgehäuse |
Die Sm-8 wurde zeitgleich mit dem Sc-8 vorgestellt und ist mit der Sm-6 vergleichbar; der Unterschied: Die Sm-8 läuft bis 30 W je Kanal in reinem Class A und schaltet darüber automatisch in Class B. Du bekommst also den Class-A-Klang bei Zimmerlautstärke und 2 × 120 W, wenn es laut wird, ohne einen Schalter umzulegen.
Tuner 1962–1980er · 10 Modelle
Marantz-Tuner von 1962 bis gegen Ende der 1980er: Röhren-10B und Model 20 mit Oszillographenröhre, die 1xx-Reihe der 1970er und der ST-8 zur Pm-Serie. Alle sind heute gesuchte Geräte. Die Empfindlichkeit gilt für UKW, der Geräuschspannungsabstand ist A-bewertet.
UKW-Röhrentuner · bis 1966
Marantz 10B
-
Zweites Exemplar
| Empfindlichkeit UKW | 2 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | unter 0,2 % |
| Gewicht | ca. 15 kg |
| Neupreis | 650 US$ |
Der 10B ist der Tuner, der mit Dick Sequerra entstand, und er galt in seiner Zeit als Maßstab unter den UKW-Tunern. Er ist der letzte Tuner der klassischen Marantz-Linie in Röhrenbauweise; sein Tunerteil lebte im Receiver Model 19 weiter, sein Nachfolger wurde 1969 der Model 20. In sehr gutem Zustand werden heute bis zu 5.000 US-Dollar gezahlt.
UKW-Tuner mit Oszillographenröhre · 1969–1973
Marantz Model 20
Marantz Twenty
-
Typenschild: solid state Stereophonic Tuner, model twenty -
Front mit Oszillographenröhre -
Front, zweites Exemplar -
Front -
Von oben: Abschirmbecher -
Von oben im Holzgehäuse -
Mode und Power -
Skala mit Stereo-Anzeige -
Rückseite
| Empfindlichkeit UKW | Mono 1,8 µV (IHF) · Stereo 5 µV |
|---|---|
| Pilottonunterdrückung | 65 dB (19 + 38 kHz) |
| AM-Unterdrückung | 60 dB |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Übersprechdämpfung | 45 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | Mono 0,15 % · Stereo 0,15 % (max. 0,2 %) |
| Gleichwellenselektion | 1,9 dB |
| Kanaltrennung | 45 dB (1 kHz) |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz ±1 dB |
| Trennschärfe | 90 dB (±300 kHz) |
| Fremdspannungsabstand | Mono 65 dB · Stereo 58 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Mono 70 dB · Stereo 68 dB |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 365 mm |
| Gewicht | 13 kg |
| Neupreis 1973 | 3.950 DM (ohne Gehäuse) |
Der Model 20 löste 1969/70 den 10B ab, und der Übergang von der Röhre zum Transistor ist am Gerät zu sehen: Das Chassis blieb und wurde nur leicht verändert. Die Oszillographenröhre dient als Anzeige für Mehrwegempfang, Feldstärke und Ratiomitte, in Eingangs- und Mischstufe arbeiten Dual-Gate-MOSFETs. Ein serienmäßiges Gehäuse gab es nicht, das Holzgehäuse kostete extra.
Der Preis war utopisch, 3.950 DM ohne Gehäuse, deshalb wurde er bis 1973 nur in kleinen Stückzahlen verkauft, und heute findest du ihn so gut wie gar nicht mehr: ein absolutes Sammlerobjekt. Die Einstellmöglichkeiten des Oszillographen teilt er mit dem Model 19.
UKW/MW-Tuner
Marantz 112
| Gerätetyp | Tuner der 1xx-Reihe, Einstiegsmodell |
|---|---|
| Neupreis | 798 DM |
UKW-Tuner mit PLL-Decoder
Marantz 104
| Empfindlichkeit UKW | 2,2 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | Mono 0,4 % · Stereo 0,7 % |
| AM-Unterdrückung | 45 dB |
| Selektivität | 48 dB |
| ZF-Dämpfung | 75 dB |
| Kanaltrennung | 40 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 50 dB |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz |
| Decoder | PLL |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 280 mm |
| Gewicht | 5,5 kg |
Der 104 ist der kleine Tuner mit PLL-Stereodecoder im 360-mm-Gehäuse, 5,5 kg leicht und mit 2,2 µV für den Stadtempfang gemacht. Für Fernempfang nimmst du den 125 mit 1,4 µV und 100 dB Spiegelfrequenzdämpfung.
UKW-Tuner mit Dolby
Marantz 105B
| Empfindlichkeit UKW | 2,2 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | Stereo 0,8 % |
| AM-Unterdrückung | 55 dB |
| Selektivität | 48 dB |
| ZF-Dämpfung | 75 dB |
| Kanaltrennung | 40 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 50 dB |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz |
| Besonderheit | FM-Dolby-System eingebaut |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 280 mm |
| Gewicht | 5,5 kg |
| Neupreis | 598 DM |
Der 105B ist der 104 mit eingebautem FM-Dolby-System, gedacht für Dolby-codierte UKW-Sendungen. Heute ist das Dolby eine Fußnote, der Tuner darunter derselbe gute 104 mit besserer AM-Unterdrückung.
UKW-Tuner
Marantz 115B
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Signal-Rauschabstand | Mono 70 dB · Stereo 60 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 70 dB |
| Trennschärfe | 60 dB |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 310 mm |
| Gewicht | 10 kg |
Der 115B ist der Tuner zu den großen Verstärkern im 390-mm-Format, 10 kg schwer und mit 1,7 µV empfindlicher als die kleinen 1xx. Der 120 darüber bringt die Oszillographenröhre und 80 dB Trennschärfe.
UKW-Tuner mit Oszillographenröhre
Marantz 120
-
Oszillographenröhre im Betrieb
| Empfindlichkeit UKW | 1,2 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Signal-Rauschabstand | Mono 70 dB · Stereo 60 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 93 dB |
| Trennschärfe | 80 dB |
| Anzeige | Oszillographenröhre |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 310 mm |
| Gewicht | 10 kg |
| Neupreis | 2.250 DM |
Der 120 ist der Tuner der 1xx-Reihe mit Oszillographenröhre: 1,2 µV Empfindlichkeit, 80 dB Trennschärfe und die Anzeige, die du vom Model 20 kennst, für 2.250 DM statt 3.950 DM. Wer einen 2270 oder 1200 betreibt, hat mit dem 120 den optisch und technisch passenden Tuner.
UKW-Tuner
Marantz 125
-
Zweites Exemplar
| Empfindlichkeit UKW | 1,4 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Kanaltrennung | 42 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 100 dB |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 280 mm |
| Gewicht | 7,0 kg |
| Neupreis | 998 DM |
Der 125 ist der 360-mm-Tuner mit den besseren Werten: 1,4 µV und 100 dB Spiegelfrequenzdämpfung, der 104 kommt auf 2,2 µV und 50 dB. Mit 998 DM kostete er 200 DM mehr als der 112 und ist für mich der Tuner, der zu 1060 und 1070 gehört.
UKW-Tuner mit Oszilloskop
Marantz 150
| Gerätetyp | UKW-Tuner, Spitzenmodell der Reihe |
|---|---|
| Neupreis | 1.798 DM |
Der 150 steht preislich über dem 120 und unter dem Model 20 und gehört zu den gesuchtesten Marantz-Tunern. Wer einen Prospekt hat, ergänzt damit den Steckbrief.
UKW/MW-Tuner (Esotec) · 1978–1980
Marantz ST-8 und 2130
- ST-8
- 2130
-
2130: technisch der ST-8 -
2130 ohne Holzgehäuse
| Gerätetyp | UKW/MW-Tuner der Esotec-Linie, Partner des Pm-8 |
|---|
Der ST-8 von 1978 bis 1980 ist der Tuner zum Pm-8 und zu den Sc/Sm-Kombinationen. Der 2130 ist dasselbe Gerät unter der Receiver-Nummer; wer einen 2130 findet, hat einen ST-8.
Quadro 1972–1977 · 14 Modelle
Die Quadro-Receiver mit der 4 am Anfang sind international gesucht, und zwar wegen des Designs, nicht wegen der Vierkanaltechnik: Sie laufen heute als Stereo-Receiver mit vier Endstufen. Die Serie endete 1977. Daneben die Quadro-Vollverstärker 4140, 4070 und 4060, der Adapterverstärker 2440, der Vorverstärker 4000 sowie der SQ-Decoder SQA-1 und der CD-4-Demodulator CD-400 als Zubehör.
Quadro-Receiver UKW/MW mit Oszilloskop · Ende 1975–1977
Marantz 4400
-
Im Holzgehäuse, Skala beleuchtet -
Im Holzgehäuse, ausgeschaltet -
Geöffnet, Innenaufbau von oben -
Front links: Dolby und Scope Display -
Gyro Touch Tuning und Filtertasten -
Rückseite: Lautsprecherklemmen -
Rückseite: Eingänge -
Rückseite -
Front -
Front, zweites Exemplar -
Weitere Ansicht -
Innen -
Von unten, geöffnet -
Skala -
Front von schräg -
Rückseite im Holzgehäuse -
Von oben -
Front, drittes Exemplar -
Front, Übersichtsfoto -
Übersichtsfoto, zweite Ansicht -
Oszilloskop im Betrieb
| Empfindlichkeit UKW | Mono 1,2 µV (DIN) · 1,6 µV (IHF) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 60 dB |
| Kanaltrennung | 42 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | Mono 0,15 % · Stereo 0,3 % |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Frequenzgang | 30–15.000 Hz ±3 dB |
| Trennschärfe | 75 dB (±300 kHz) |
| Demodulator | PLL · Dolby-Rauschunterdrückung für UKW |
| Quadro-System | SQ, Multimatrix (eingebaut) |
|---|---|
| Sinusleistung | Stereo 2 × 125 W (IHF, 8 Ω) · Quadro 4 × 50 W (IHF, 8 Ω) DIN/BTL: 2 × 180 W · 4 × 90 W (8 Ω) |
| Klirrfaktor | 0,5 % (Vollast) · 0,003 % bei 50 mW |
| Leistungsbandbreite | 10–70.000 Hz · 10–30.000 Hz bei 0,5 % Klirr |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 2 mV / 47 kΩ · AUX 180 mV / 100 kΩ · Tape 150 mV / 100 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | 84 dB |
| Lautsprecher | 2 × 4 anschließbar |
| Maße (B × H × T) | 490 × 146 × 386 mm |
| Gewicht | 24 kg |
| Zubehör | Fernbedienung RC-4 (39,95 US$) · CD-4-Adapter CD-400 (99,95 US$) · Holzgehäuse |
| Neupreis 1977 | 3.998 DM |
Der 4400 war ab 1975 das Flaggschiff unter den Marantz-Receivern, und hier wurde an nichts gespart: Klotzen statt Kleckern. Das Gewicht entspricht fast einem Zementsack, der Preis von rund 4.000 DM mehreren Monatsgehältern. Für viele Hardcore-Fans ist er das Nonplusultra der Marke. Weil er damals wegen des Preises wenig verkauft wurde, ist er heute selten und teuer. Nur ein paar Merkmale: PLL-Demodulator, Dolby für UKW, Oszillographenröhre, zweimal vier Lautsprecher anschließbar.
Das Oszilloskop zeigt wahlweise Stereo- und Quadro-Audiosignale, also Amplitude, Phasenlage und Kanaltrennung, und im UKW- und MW-Betrieb Mehrwegverzerrungen. Im BTL-Betrieb, bei dem je zwei Endstufen gebrückt werden, liefert er 2 × 180 W nach DIN und läuft damit als Stereo-Receiver auf dem Niveau des 2600. Das Holzgehäuse war Zubehör.
Quadro-Receiver UKW/MW
Marantz 4300
-
Zweites Exemplar
| Empfindlichkeit UKW | 1,7 µV |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,15 % |
| Sinusleistung | 4 × 64 W (DIN, 8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 10–70.000 Hz |
| Tuner | PLL-Demodulator · Dolby-Rauschunterdrückung |
| Lautsprecher | 2 × 4 anschließbar |
| Gehäuse | serienmäßig Metall mit Kunstleder |
| Maße (B × H × T) | 491 × 146 × 386 mm |
| Gewicht | 23,5 kg |
| Neupreis | 2.498 DM |
Der 4300 ist der 4400 ohne Oszilloskop, mit derselben Ausstattung wie der 4270 und 4 × 64 W nach DIN. Für 2.498 DM bekamst du fast das Flaggschiff, und heute ist er die realistischere Wahl, weil es ihn noch gibt.
Quadro-Receiver UKW/MW
Marantz 4270
| Gerätetyp | Quadro-Receiver, Ausstattung wie 4300 |
|---|---|
| Neupreis | 1.998 DM |
Der 4270 ist das Quadro-Gegenstück zum 2270 und teilt seine Ausstattung mit dem 4300. Belegt ist der Preis von 1.998 DM.
Quadro-Receiver UKW/MW
Marantz 4240
| Gerätetyp | Quadro-Receiver, baugleich mit 4230 |
|---|---|
| Neupreis | 1.798 DM |
Der 4240 ist baugleich mit dem 4230 und hat etwas mehr Ausgangsleistung. Wer die Daten sucht, findet sie beim 4230, abgesehen von der Leistung gelten sie für beide.
Quadro-Receiver UKW/MW · Ende 1975–1977
Marantz 4230
-
Front von schräg -
Front, zweites Exemplar -
Front, Übersichtsfoto
| Empfindlichkeit UKW | 0,8 µV (DIN) · 2,8 µV (IHF) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 45 dB |
| ZF-Dämpfung | 40 dB |
| Kanaltrennung | 32 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | Mono 0,6 % · Stereo 1 % |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Frequenzgang | 30–15.000 Hz ±2 dB |
| Trennschärfe | 75 dB (±300 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | 42 dB |
| Mittelwelle | Empfindlichkeit 20 µV · Selektivität 25 dB · Spiegelfrequenzdämpfung 45 dB · Klirrfaktor unter 1 % |
| Quadro-System | SQ, Vari-Matrix (eingebaut) |
|---|---|
| Sinusleistung | Stereo 2 × 30 W · Quadro 4 × 12 W (IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz) |
| Klirrfaktor | 0,5 % (Vollast) · 0,003 % bei 50 mW |
| Leistungsbandbreite | 10–50.000 Hz · 10–30.000 Hz bei 0,5 % Klirr |
| Dämpfungsfaktor | 40 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 2 mV / 47 kΩ · AUX 150 mV / 100 kΩ · Tape 150 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ±1 dB (30–15.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 68 dB (IHF-A) · AUX, Tape 90 dB |
| Fremdspannungsabstand | 84 dB |
| Maße (B × H × T) | 440 × 137 × 365 mm |
| Gewicht | 19,5 kg |
| Zubehör | SQ-Decoder-Modul SQA-1 |
| Neupreis 1977 | 1.498 DM |
Der 4230 gehört zu den zeitlos schönen Marantz-Receivern und ist baugleich mit dem 4240, nur mit etwas weniger Leistung. Seine Basis ist der Stereo-Receiver 2230, erweitert auf vier Endstufen mit 2 × 30 W im Stereo- und 4 × 12 W im Quadro-Betrieb, dazu Vari-Matrix für die Matrixverfahren und ein Steckplatz für den SQ-Decoder SQA-1. Zur Ausstattung gehört ein Dolby-Stretcher mit eingebautem 400-Hz-Messtongenerator.
Gut erhaltene Exemplare sind selten, und gerade die Quadro-Receiver bis 1975 sind international gesucht, weil das Design in jedes Wohnzimmer passt, während die schwarzen AV-Receiver von heute nüchtern wirken. Als Stereogerät mit 2 × 30 W ist er im Alltag ein 2230 mit Reserve.
Quadro-Receiver UKW/MW
Marantz 4415
| Sinusleistung | 4 × 15 W (DIN, 8 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | unter 1 % |
| Gehäuse | serienmäßig Metall mit Kunstleder |
Der 4415 ist der Einstieg in die Quadro-Receiver mit 4 × 15 W. Als Stereo-Receiver für ein Arbeitszimmer reicht er, als Sammlerstück ist er der günstige Weg zur Vierkanal-Optik.
Quadro-Receiver UKW/MW
Marantz 4430
| Sinusleistung | 4 × 30 W (8 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1,8 mV · AUX, Tape 180 mV |
| Dämpfungsfaktor | 45 |
| Lautsprecherimpedanz | 4–16 Ω |
| Gehäuse | serienmäßig Metall mit Kunstleder |
| Gewicht | 17,5 kg |
Der 4430 bringt 4 × 30 W und ist damit der Quadro-Receiver, der im Stereo-Betrieb auch größere Boxen versorgt. Mit 17,5 kg ist er fast so schwer wie ein 2270 und hat zwei Endstufen mehr.
Quadro-Vollverstärker
Marantz 4140 und 4100
- 4140
- 4100
-
4100 von 1972, identisch mit dem 4140 Foto: Uwe Schmidt
| Sinusleistung | Stereo 2 × 70 W (IHF) · Quadro 4 × 25 W (IHF) |
|---|---|
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 1,8 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner, Tape 180 mV / 100 kΩ |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Intermodulation | 0,3 % |
| Dämpfungsfaktor | 40 |
| Quadro-Verfahren | Vari-Matrix |
| Zubehör | SQ-Steckkarte SQA-2B · CD-4-Demodulator CD-400B |
| Maße (B × H × T) | 390 × 146 × 364 mm |
| Gewicht | 18,5 kg |
Der 4140 ist der große Quadro-Vollverstärker: im Stereobetrieb 2 × 70 W, im Quadrobetrieb 4 × 25 W, mit Vari-Matrix für die Matrixverfahren und Steckplätzen für die SQ-Karte SQA-2B und den CD-4-Demodulator CD-400B. Der 4100 von 1972 ist technisch und optisch identisch, nur der Name ist älter. Heute ist der 4140 ein 2 × 70-W-Verstärker mit vier Endstufen für zwei Boxenpaare.
Quadro-Vollverstärker
Marantz 4070
| Sinusleistung | Stereo 2 × 35 W (IHF) · Quadro 4 × 15 W (IHF) · 2 × 63 W (DIN, 4 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,5 % |
| Bandbreite | 10–60.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM 2,0 mV / 47 kΩ · AUX, Tuner 180 mV / 100 kΩ |
| Phono | Dynamikbereich 93 dB |
| Dämpfungsfaktor | 40 |
| Quadro-Verfahren | Vari-Matrix · SQ-Adapter und Fernbedienung RC-4 als Zubehör |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 285 mm |
| Gewicht | 13,5 kg |
Der 4070 ist der Quadro-Verstärker im kleinen 360-mm-Gehäuse, das Gegenstück zum 1070: 2 × 35 W stereo oder 4 × 15 W quadro, und an 4 Ω nach DIN 2 × 63 W. Die Fernbedienung RC-4 mit Kabel war Zubehör, ebenso der SQ-Adapter.
Quadro-Vollverstärker
Marantz 4060
| Sinusleistung | Stereo 2 × 30 W (IHF) · Quadro 4 × 15 W |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,5 % |
| Frequenzgang | 30–20.000 Hz ±2 dB |
| Maße (B × H × T) | 360 × 120 × 285 mm |
| Gewicht | 10 kg |
Der 4060 ist das Einstiegsmodell der Quadro-Verstärker mit 2 × 30 W stereo und 4 × 15 W quadro, 10 kg leicht. Der Frequenzgang mit ±2 dB zeigt, wo gespart wurde; der 4070 ist die bessere Wahl, wenn beide zur Auswahl stehen.
Quadro-Adapterverstärker
Marantz 2440
| Sinusleistung | 2 × 20 W |
|---|---|
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Zweck | Erweiterung einer Stereoanlage zur Quadroanlage |
Der 2440 ist ein Adapterverstärker: zwei zusätzliche Endstufen mit 2 × 20 W, um eine vorhandene Stereoanlage auf Quadro zu erweitern. Heute ist er vor allem für Sammler interessant, die ihre 22xx-Anlage mit zeitgenössischem Zubehör komplettieren.
Quadro-Vorverstärker
Marantz 4000
-
Innen -
Zweites Exemplar
| Hochpegeleingang | 180 mV / 100 Ω |
|---|---|
| Ausgangsspannung | 185 mV bis 2,1 V / 900 Ω |
| Klirrfaktor | 0,1 % |
| Übersprechdämpfung | über 30 dB |
| Quadro-Verfahren | Vari-Matrix · Einsteckfach für SQ-Decoder SQA-2B |
| Zubehör | Fernbedienung RC-4 (mit Kabel) |
Der 4000 ist der Quadro-Vorverstärker zur Erweiterung einer bestehenden Stereoanlage: Vari-Matrix, ein Einsteckfach für den SQ-Decoder SQA-2B und die Kabelfernbedienung RC-4 als Zubehör. Mit zwei Stereo-Endstufen wie der 250M dahinter entsteht die große Marantz-Quadroanlage.
SQ-Decoder (Quadro-Zubehör)
Marantz SQA-1
-
Typenschild des SQA-1
| Zweck | SQ-Decoder, passend für alle Marantz-Quadroverstärker und -Receiver |
|---|---|
| Nachfolger | SQA-2B als Steckkarte für 4140 und 4000 |
CD-4-Demodulator (Quadro-Zubehör)
Marantz CD-400
-
Rückseite
| Zweck | CD-4-Demodulator für vier diskrete Kanäle |
|---|---|
| Automatik | Geräuschreduktion ohne Frequenzgangeinfluss · 30-Hz-Trägerpegel passt sich dem Tonabnehmer an |
| Anzeige | Radar-Anzeige leuchtet bei erkanntem CD-4-Signal |
| Neupreis | 99,95 US$ |
Der CD-400 demoduliert die vier diskreten Kanäle einer CD-4-Schallplatte. Er hat eine automatische Geräuschreduktion, die den Frequenzgang nicht beeinflusst, und eine 30-Hz-Trägerpegelregelung, die sich automatisch auf den verwendeten Tonabnehmer einstellt. Auch normale Platten laufen über den CD-400, ohne dass ihre Qualität leidet: Steht der Modus-Schalter auf 4 CH, leuchtet bei einer Stereo-, SQ- oder QS-Platte die Radar-Anzeige, und das Signal wird automatisch in vier Kanäle demoduliert. Für den 4140 gab es ihn als Steckvariante CD-400B.
Lautsprecher und Plattenspieler 1963–1970er · 2 Modelle
Marantz ist eine Elektronikmarke, Boxen und Laufwerke waren Beiwerk. Zwei davon gehören trotzdem hierher: der Tangentialplattenspieler SLT von 1963 und der 7G, die größte Box der G-Serie. Die Laufwerke 6300 und TT-221 stehen mit Daten und Fotos bei den Vintage-Plattenspielern.
Plattenspieler mit Tangentialtonarm · ab 1963
Marantz SLT 12U
Marantz SLT
-
Zweites Exemplar
| Drehzahlen | 33 und 45 U/min |
|---|---|
| Gleichlaufschwankung | unter 0,04 % |
| Antrieb | Riemen, Hysteresis-Synchronmotor |
| Tonarm | Tangentialtonarm |
| Zubehör | Abdeckhaube (Sonderzubehör) |
| Neupreis 1963 | 295 bis 495 US$ (1 US$ = 3,98 DM) |
1963 entwickelte Marantz den SLT, einen der ersten Stereo-Plattenspieler mit Tangentialtonarm: Der Arm fährt gerade über die Platte, wie der Schneidstichel beim Schneiden des Masters, Spurfehlwinkel gibt es nicht. Riemenantrieb mit Hysteresis-Synchronmotor, unter 0,04 % Gleichlaufschwankung, die Haube kostete extra. Ein SLT ist heute ein Ausstellungsstück; wer einen alten Plattenspieler zum Hören sucht, findet bei den Vintage-Plattenspielern die Prüfpunkte.
3-Wege-Bassreflexbox
Marantz 7G
-
Mit Abdeckung -
Rückseite -
Chassis ohne Abdeckung -
Tieftöner und Hochtöner -
305-mm-Tieftöner
| Prinzip | passiv, 3 Wege, Bassreflex, 8 Ω |
|---|---|
| Tieftöner | 305 mm |
| Mitteltöner | 89 mm |
| Hochtöner | 44,5 mm Soft Dome |
| Übergangsfrequenzen | 500 / 5.000 Hz, 12 dB/Okt. |
| Frequenzgang | 40–20.000 Hz −3 dB |
| Resonanzfrequenz | 42 Hz |
| Belastbarkeit | max. 100 W Sinus (Peak) |
| Empfohlene Verstärkerleistung | ab 50 W |
| Schalldruck | 96 dB (1 W / 1 m) |
| Pegelsteller | 3-stufig für Mitten (2.000 Hz) und Höhen (7.000 Hz) |
| Maße (B × H × T) | 362 × 648 × 292 mm |
| Gewicht | 20,4 kg |
Der 7G war die größte Box der G-Serie: eine 3-Wege-Bassreflexkonstruktion mit 305-mm-Tieftöner, 89-mm-Mitteltöner und 44,5-mm-Softdome, Mitten und Höhen dreistufig regelbar. Mit 96 dB Wirkungsgrad spielt sie schon an einem 1060 laut, und die Pegelsteller gleichen aus, was ein Raum zu viel oder zu wenig hat. Wer heute eine Box dieser Größe neu sucht, findet die aktuellen Modelle in der Standlautsprecher-Kaufberatung.
Marantz heute: Ist Marantz eine gute Marke?
Ja, mit einer Einschränkung. Die Geräte bis zur Philips-Übernahme 1980 sind der Grund für den Ruf der Marke, und wer heute einen 2270, 1060 oder 10B kauft, bekommt genau das. Was heute unter dem Namen Marantz verkauft wird, ist solide Großserientechnik; die aktuellen Receiver und Streamer vergleichen wir in unserer HiFi-Receiver-Kaufberatung und in der Netzwerkplayer-Kaufberatung.
Wer nicht sammeln, sondern hören will, bekommt für einen Bruchteil der Sammlerpreise einen aktuellen Class-D-Verstärker, der leise und kühl bleibt und jede Box treibt. Und wer einen alten Marantz-Receiver besitzt und ihn ans Smartphone anschließen will, braucht keinen neuen Verstärker, sondern einen Bluetooth-Empfänger für die Anlage am AUX-Eingang.
-
Marantz Melody X: aktuelle Kompaktanlage -
Marantz PM6006: aktueller Vollverstärker -
Aktueller Vollverstärker mit USB-DAC

























































































































































































































































Kommentarbereich geschlossen.