HiFi-KlassikerHerstellerDeutschland
Dual: CV-Verstärker, CS-Plattenspieler und CT-Tuner aus St. Georgen mit technischen Daten
12 Dual-Geräte von 1963 bis 1993 mit technischen Daten, 99 Fotos und Neupreisen in DM: die Verstärker CV 20 bis CV 1700, der Quadro-Verstärker CV 240, die Plattenspieler CS 1249, CS 130S und CS 505-2 und der Tuner CT 1440. Dazu zwei Anleitungen für Dual-Plattenspieler: den DIN-Anschluss auf Cinch umlöten und einen TKS-Tonabnehmer mit abgebrochener Haltenase befestigen.
- Gegründet
- 1907
- Sitz
- St. Georgen
- Bekannt für
- 1009, ULM-Tonarm
- Auf dieser Seite
- 12 Modelle
Firmengeschichte kompakt

Am 1. Februar 1907 gründeten die Brüder Christian und Josef Steidinger in St. Georgen im Schwarzwald die Gebrüder Steidinger, Fabrik für Feinmechanik. Zuerst fertigten sie Teile für Grammophone, bald ganze Grammophone mit Federantrieb. 1927 stellte Christian Steidinger einen Antrieb vor, der Federwerk und Elektromotor verband; er hieß Dual und gab der Firma später den Namen. In den Fünfzigern verdrängte die Vinyl-Langspielplatte die Schellackplatte mit 78 UpM, und Dual baute die Plattenspieler und Tonabnehmer, die dafür nötig waren. Anfang der Sechziger kam der 1009, der erste HiFi-taugliche Plattenwechsler aus deutscher Fertigung und ein weltweiter Erfolg. Mit ihm beschloss Dual, eigene Verstärker zu bauen: zuerst den Röhrenverstärker CV 1, kurz darauf CV 2 und CV 20 mit Transistoren.
Mitte der Sechziger schloss Dual einen Vertrag mit Grundig: Dual lieferte alle Plattenspieler für Grundig und verzichtete dafür auf eigene Tonbandgeräte in Deutschland. Grundig nahm verlässlich die halbe Produktion ab, 1977 arbeiteten 3.800 Menschen in neun Dual-Werken. Die Abhängigkeit rächte sich, als das Verhältnis zu Grundig zerbrach und Grundig den Abnahmevertrag über 300.000 Plattenspieler im Jahr kündigte; die Produktion brach ein. Am 26. November 1981 stellte Dual die Zahlungen ein, 1982 übernahm der französische Thomson-Konzern. Die Verstärker der Thomson-Jahre, CV 1260 und CV 1460, fertigte Denon in Japan. 1988 ging die Marke an die Schneider Rundfunkwerke, 1993 gab Schneider den Standort St. Georgen auf; die Plattenspielerfertigung übernahm die Alfred Fehrenbacher GmbH im selben Ort.
- 1907Gebrüder Steidinger in St. Georgen gegründet, Grammophone mit Federantrieb
- 1927Antrieb „Dual“: Federwerk und Elektromotor in einem Laufwerk
- 1963Plattenwechsler 1009 wird Welterfolg; erster Verstärker CV 1 mit Röhren, dann CV 2 und CV 20 mit Transistoren
- 1968CV 40: 2 × 18 W im Holzgehäuse, 494 DM
- 1973CV 240, Quadro-Verstärker mit SQ-Decoder, 1.850 DM
- 1975CS 1249 zum 75. Firmenjubiläum, Riemenantrieb statt Reibrad
- 1977International Line: CV 1700, CV 1600, CV 1500, CV 1400 mit Alufront und Cinch; 3.800 Mitarbeiter in neun Werken
- 1981Zahlungseinstellung am 26. November; 1982 übernimmt Thomson
- 1983CV 1260 und CV 1460 aus Denon-Fertigung, nur noch Cinch, Daten nach IHF
- 1988Schneider Rundfunkwerke übernehmen; 1989 bis 1993 der vergoldete Golden One
- 1993Standort St. Georgen aufgegeben; Alfred Fehrenbacher baut die Plattenspieler weiter
Verstärker 1963–1985 · 7 Modelle
Die CV-Reihe begann 1963 mit dem Röhrenverstärker CV 1 und wechselte mit CV 2 und CV 20 sofort auf Transistoren. Bis Mitte der Siebziger saßen die Verstärker in Holzgehäusen und hatten ausschließlich DIN-Buchsen. Mit der International Line ab 1977 (CV 1700, CV 1600, CV 1500, CV 1400) kamen Alufronten, Metallgehäuse, Cinch-Buchsen und Lautsprecherklemmen. Die letzte Generation von 1983, CV 1260 und CV 1460, ließ Dual bei Denon fertigen.
Stereo-Vollverstärker, Transistor · ab 1963
Dual CV 20
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Dual CV 20: Holzgehäuse mit Lochblechdeckel, 2 × 9 W, Duals zweiter Transistorverstärker. Foto: Chris Schulzki -
CV 20 von schräg vorn. Foto: Chris Schulzki -
Front links: Eingangswahl Magnet, Kristall, Tuner und Band, Lautstärke, Stereo-Schalter, Balance. Foto: Chris Schulzki -
Front rechts: Balance, Bässe, Höhen, Netzschalter mit Kontrolllampe. Foto: Chris Schulzki -
Innen: Netztrafo und Platinen, der Lochblechdeckel ist abgenommen. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite: DIN-Buchsen für Quellen und Lautsprecher, sonst nichts. Foto: Chris Schulzki
| Sinusleistung | 2 × 9 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Eingänge | Phono Kristall 340 mV / 470 kΩ Phono MM 3,4 mV / 47 kΩ Tape, Tuner |
| Phono-Entzerrung | CCIR |
| Klirrfaktor | 1 % bei Vollast |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1,5 dB |
| Übersprechdämpfung | 40 dB 1 kHz |
| Fremdspannungsabstand | Tuner, Tape 70 dB · Phono MM 50 dB |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Maße (B × H × T) | 420 × 108 × 280 mm |
| Gewicht | 5,0 kg |
| Leistungsaufnahme | 55 W |
| Bauzeit | ab 1963 |
Den Neupreis des CV 20 kennen wir nicht. Du hast eine Dual-Preisliste von 1963 oder 1964? Schreib uns.
Der CV 20 ist einer der ersten Dual-Verstärker und der zweite mit Transistoren. Nach dem Erfolg des Plattenspielers 1009 baute die Firma 1963 zuerst den Röhrenverstärker CV 1, dann folgten CV 2 und dieser CV 20. Mit 2 × 9 W an 4 Ω treibt er wirkungsgradstarke Regalboxen der Zeit; für mehr reicht es nicht. Die Phono-Stufe entzerrt nach CCIR, der Eingang für Kristallsysteme verrät, für welche Plattenspieler Dual ihn gedacht hat: die eigenen Wechsler mit Kristall- oder frühen Magnetsystemen.
Als Sammlerstück bewerte ich den CV 20 wie den CV 1: Er gehört in eine Dual-Sammlung, weil er der Anfang ist. Wer einen Verstärker zum Hören sucht, nimmt einen späteren Dual oder einen der Konkurrenten, die 1963 schon Spitzenklasse bauten. Vor dem ersten Einschalten nach Jahren im Schrank prüfst du die Elektrolytkondensatoren im Netzteil; das gilt für jeden Transistorverstärker der Sechziger.
Stereo-Vollverstärker, Transistor · 1968–1972
Dual CV 40
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Dual CV 40: gleiche Front wie der CV 20, innen 2 × 18 W. Foto: Chris Schulzki -
CV 40 von schräg vorn, Holzgehäuse mit Lochblechdeckel. Foto: Chris Schulzki -
Front links: Eingangswahl mit Mikrofon, Lautstärke, Stereo/Mono, Contour/Linear. Foto: Chris Schulzki -
Front rechts: Bässe, Höhen, Balance, Netzschalter. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite: DIN-Buchsen für Quellen und Lautsprecher, Typenschild. Foto: Chris Schulzki -
Von oben: der Lochblechdeckel über der Elektronik. Foto: Chris Schulzki -
Innen: Netztrafo, Siebelkos und Platinen; die Elkos sind das Erste, was du nach fünf Jahrzehnten prüfst. Foto: Chris Schulzki
| Sinusleistung | 2 × 18 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Eingänge | Phono Kristall 350 mV / 470 kΩ Phono MM 4,0 mV / 47 kΩ Tape, Tuner 350 mV / 470 kΩ |
| Phono-Entzerrung | CCIR |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollast |
| Leistungsbandbreite | 10–45.000 Hz |
| Frequenzgang | 15–40.000 Hz ±1,5 dB |
| Übersprechdämpfung | 45 dB |
| Fremdspannungsabstand | Tuner, Tape 70 dB · Phono MM 66 dB |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Maße (B × H × T) | 420 × 108 × 280 mm |
| Gewicht | 6,5 kg |
| Leistungsaufnahme | 80 W |
| Bauzeit | 1968–1972 |
| Neupreis 1968 | 494 DM |
1968 kam der CV 40 im Gehäuse des CV 20, innen mit doppelter Leistung: 2 × 18 W an 4 Ω. Dual füllte das Holzgehäuse mit mehr Elektronik und senkte den Klirrfaktor bei Vollast von 1 auf 0,3 Prozent. Für einen HiFi-Verstärker sind 18 W auch 1968 knapp bemessen; an einem Paar Regalboxen mit hohem Wirkungsgrad reicht es für Zimmerlautstärke.
Mit 494 DM war der CV 40 der Verstärker für die Dual-Anlage im Wohnzimmer, zusammen mit einem Dual-Wechsler dieser Jahre. Heute kaufst du ihn als passendes Stück zu diesen Plattenspielern, nicht als Verstärker für moderne Lautsprecher mit 86 dB Wirkungsgrad. Die Elkos im Netzteil sind nach fünf Jahrzehnten fällig; plane den Tausch vor dem ersten Dauerbetrieb ein.
Quadro-Verstärker, 4 Kanäle · 1973–1975
Dual CV 240
SQ- und Pseudoquadro-Decoder eingebaut, CD-4 mit Demodulator Dual CD 40
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Dual CV 240: vier Endstufen, SQ-Decoder, 1.850 DM im Jahr 1975. Foto: Gerolf Kebernik -
Von oben: Lochblechdeckel und Holzseiten. Foto: Gerolf Kebernik -
Innen: Modulplatinen, Kühlkörper und Kabelbaum der vier Endstufen. Foto: Gerolf Kebernik -
Innen, Detail: Platinen und Verkabelung. Foto: Gerolf Kebernik -
Front links: Lautstärke, vier Pegelregler für Front und Rear, Drucktasten für Phono, Tuner, Tape und AUX. Foto: Gerolf Kebernik -
Front Mitte: Quellen- und Betriebsarten-Tasten (Stereo, 2 × Stereo, 4 Channel, SQ, Multi), dazu Loudness, Monitor, Mono, Presence und Filter. Foto: Gerolf Kebernik -
Front rechts: Bass und Treble, Wahl von Lautsprechern und Kopfhörer. Foto: Gerolf Kebernik
| Sinusleistung | 4 × 42 W oder 2 × 45 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Endstufe | BTL-Betrieb, 8 Leistungstransistoren |
| Eingänge | Phono MM 2,6 mV / 47 kΩ AUX 1, 2, 3, Tuner, Tape 300 mV / 470 kΩ |
| Phono-Entzerrung | RIAA +1 / −2 dB 20–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | 1 % bei Vollast · 0,3 % bei 30 W, 1 kHz |
| Leistungsbandbreite | 5–45.000 Hz ±3 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz +2 / −0 dB |
| Übersprechdämpfung | 45 dB |
| Fremdspannungsabstand | AUX 1 70 dB · AUX 2, 3, Tuner, Tape 68 dB · Phono 60 dB |
| Dämpfungsfaktor | 30 40 Hz, 4 Ω |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, drei Paare anschließbar |
| Decoder | SQ und Pseudoquadro als Steckmodul · CD-4 über Demodulator CD 40 |
| Maße (B × H × T) | 420 × 108 × 385 mm |
| Gewicht | 12,6 kg |
| Leistungsaufnahme | 120 W |
| Bauzeit | 1973–1975 |
| Neupreis 1975 | 1.850 DM |
Der CV 240 ist Duals Beitrag zur Quadro-Zeit: vier Endstufen mit je 42 W, im Stereobetrieb 2 × 45 W, ein SQ-Decoder für Matrix-Quadroplatten und ein Pseudoquadro-Schaltkreis für normale Stereoplatten, beides als Steckmodul. Für CD-4-Platten brauchte man zusätzlich den Demodulator CD 40. Die Endstufen arbeiten im BTL-Betrieb: Zwei Verstärkerzweige treiben den Lautsprecher gegenphasig, der Ausgangskondensator entfällt. Vorn sitzen Drucktasten für die Programmwahl, vier Pegelregler für Front und Rear, Loudness, Monitorschalter und die bei Dual übliche Präsenzanhebung um 5 dB bei 4 kHz; hinten drei AUX-Eingänge und Klemmen für drei Lautsprecherpaare.
Innen stecken 64 Siliziumtransistoren, 8 Leistungstransistoren, 9 ICs, 6 Zenerdioden, 47 Dioden, 4 Gleichrichterbrücken und 2 Thermoschalter, zusammen 12,6 kg. Mit 1.850 DM war er 1975 der teuerste Dual-Verstärker. Heute nutzt du ihn als Stereo-Verstärker mit 2 × 45 W, oder du hängst zwei weitere Boxen an und hörst SQ-Platten so, wie sie gedacht waren. Wer den CV 240 kauft, prüft, ob die Steckmodule fest sitzen und der SQ-Decoder noch arbeitet; Ersatz dafür gibt es nicht.
Stereo-Vollverstärker, International Line · 1977–1983
Dual CV 1700
Spitzenmodell der Serie CV 1700, CV 1600, CV 1500, CV 1400
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Dual CV 1700 in Silber: 2 × 110 W, Aussteuerungsanzeige, zwei Phono-Eingänge. Foto: Chris Schulzki -
CV 1700 in Silber von schräg vorn. Foto: Chris Schulzki -
Front rechts: LED-Aussteuerungsanzeige, Lautsprecherwahl, Kopfhörer, Netzschalter. Foto: Chris Schulzki -
CV 1700 in Schwarz: Micro Blend, Lautstärke, Balance, Eingangswahl mit Phono 1 und Phono 2. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite: Klemmen für Lautsprecher, Cinch und DIN für Tape, Tuner, Phono 1 und Phono 2. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite der schwarzen Version. Foto: Chris Schulzki -
Innen: Kühlkörper der Endstufe, Netztrafo, steckbare Module. Foto: Chris Schulzki -
Schwarze Front mit Aussteuerungsanzeige. Foto: Chris Schulzki
| Sinusleistung | 2 × 110 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Endstufe | vollsymmetrisch |
| Eingänge | Phono 1 MM 1,5 / 3 / 6 mV, 47 kΩ Phono 2 MM 1,5 / 3 / 6 mV, 47 kΩ oder MC 0,2 / 0,4 / 0,6 mV, 20 Ω Tape 1, Tape 2, Tuner 150 / 300 / 600 mV, 470 kΩ |
| Phono-Entzerrung | RIAA ±0,5 dB 20–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,15 % bei Vollast · 0,1 % 40–16.000 Hz |
| Leistungsbandbreite | 5–60.000 Hz ±3 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Übersprechdämpfung | 50 dB |
| Fremdspannungsabstand | 90 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Tuner, Tape 100 dB · Phono MM 75 dB · Phono MC 72 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 4 Ω |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Maße (B × H × T) | 440 × 150 × 360 mm |
| Gewicht | 12,2 kg |
| Leistungsaufnahme | 660 W |
| Bauzeit | 1977–1983 |
Der Neupreis des CV 1700 fehlt uns. Du hast die Dual-Preisliste von 1977 oder 1978? Schreib uns.
Bis Mitte der Siebziger bauten Dual und die meisten deutschen Hersteller Verstärker, die aussahen wie Möbel, mit DIN-Buchsen für alles. 1977 brach Dual damit: Die International Line mit CV 1700, CV 1600, CV 1500 und CV 1400 bekam massive Alufronten, Metallgehäuse, Cinch-Buchsen und Schraubklemmen für die Lautsprecher, ganz verzichten wollte man auf DIN trotzdem nicht. Der CV 1700 ist das stärkste Gerät der Reihe: 2 × 110 W an 4 Ω aus einer vollsymmetrischen Endstufe, eine Aussteuerungsanzeige als erster Dual-Verstärker überhaupt und zwei Phono-Eingänge, von denen sich einer auf MC mit 20 Ω umschalten lässt. Die Eingangsempfindlichkeit ist dreistufig wählbar, das löst Pegelunterschiede zwischen Quellen ohne Zusatzgerät.
Innen blieb Dual bei der Modulbauweise, die Platinen sitzen steckbar wie bei den Holzkisten davor. Der CV 1700 ist der Dual-Verstärker, den Sammler heute suchen, und die Nachfrage liegt über dem Angebot; für ein Gerät im Topzustand zahlst du deutlich mehr als für jeden anderen CV. Unter den Dual-Verstärkern auf dieser Seite ist er der, dem ich heutige Standboxen mit 4 Ω anvertraue: 660 W Leistungsaufnahme und 12,2 kg sprechen für ein Netzteil, das die 110 W auch liefert.
Stereo-Vollverstärker, International Line · 1979–1981
Dual CV 1200
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Dual CV 1200 in Schwarz: 2 × 40 W, der größere der beiden Einstiegsverstärker neben dem CV 1100. Foto: Chris Schulzki -
CV 1200 in Silber. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite: Lautsprecherklemmen, Cinch und DIN. Foto: Chris Schulzki -
Front links: Mikrofonpegel, Lautstärke, Mode-Tasten, Eingangswahl. Foto: Chris Schulzki -
Front rechts: Bässe, Höhen, Filter, Balance, Lautsprecherwahl. Foto: Chris Schulzki -
Innen: Netztrafo, Kühlkörper und Hauptplatine. Foto: Chris Schulzki -
CV 1200 in Silber, Gesamtansicht. Foto: Chris Schulzki
| Sinusleistung | 2 × 40 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Eingänge | Phono MM 1,5 mV / 47 kΩ Cinch und DIN Tape 1, Tape 2, Tuner 150 mV / 470 kΩ |
| Phono-Entzerrung | RIAA ±0,5 dB 30–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,2 % bei Vollast |
| Leistungsbandbreite | 10–40.000 Hz ±3 dB |
| Frequenzgang | 15–25.000 Hz ±1,5 dB |
| Übersprechdämpfung | 45 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 90 dB |
| Fremdspannungsabstand | Tuner, Tape 85 dB · Phono 65 dB |
| Dämpfungsfaktor | 30 40 Hz, 4 Ω |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, zwei Paare anschließbar |
| Maße (B × H × T) | 440 × 115 × 350 mm |
| Gewicht | 6,8 kg |
| Leistungsaufnahme | 120 W |
| Bauzeit | 1979–1981 |
| Neupreis 1981 | 598 DM |
Der CV 1200 war neben dem CV 1100 der kleine Einstieg in die International Line, mit etwas mehr Leistung und Ausstattung als der 1100er: 2 × 40 W an 4 Ω, Alufront, Metallgehäuse, Cinch-Buchsen für Tuner und Phono und Klemmen für zwei Lautsprecherpaare. Die Front ist aufgeräumt, Drucktasten wählen die Quelle, dazu Loudness, Mono/Stereo-Schalter, die Präsenzanhebung um 5 dB bei 4 kHz, ein Mikrofonpegelregler und zwei Tape-Anschlüsse.
Für 598 DM bekam man 1981 einen soliden Verstärker für Regalboxen und einen CS 505 oder CS 1249; der Phono-Eingang liegt doppelt vor, als Cinch und als DIN, du brauchst also keinen Adapter für ältere Dual-Spieler. Heute ist der CV 1200 der günstige Weg zu einem Dual-Verstärker im Metallkleid. Die Leistung reicht für Lautsprecher ab etwa 88 dB Wirkungsgrad, für große Standboxen greifst du zum CV 1400 oder CV 1700.
Stereo-Vollverstärker, International Line · 1979–1981
Dual CV 1400
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Dual CV 1400 in Silber: 2 × 50 W an 4 Ω, obere Mittelklasse der International Line. Foto: Chris Schulzki -
CV 1400 in Schwarz. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite: Klemmen für drei Lautsprecherpaare, Cinch und DIN. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite, Detail: Lautsprecherklemmen und DIN-Buchsen. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite der schwarzen Version mit Typenschild. Foto: Chris Schulzki -
Innen: Netztrafo, Siebelkos und Kühlkörper. Foto: Chris Schulzki -
Innen, Detail: Endstufenplatine mit Kühlkörper. Foto: Chris Schulzki -
Front links: Lautstärke, Mode-Tasten, Mikrofon, Eingangswahl. Foto: Chris Schulzki -
Front rechts: Höhen, Filter, Balance, Lautsprecherwahl, Netzschalter. Foto: Chris Schulzki
| Sinusleistung | 2 × 50 W an 4 Ω · 2 × 32 W an 8 Ω DIN, 1 kHz |
|---|---|
| Eingänge | Phono MM 1,5 mV / 47 kΩ Cinch und DIN Tape 1, Tape 2, Tuner 150 mV / 470 kΩ |
| Phono-Entzerrung | RIAA ±0,5 dB 30–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | unter 1 % bei Vollast |
| Leistungsbandbreite | 5–55.000 Hz ±3 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Übersprechdämpfung | 45 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 90 dB |
| Fremdspannungsabstand | Tuner, Tape 85 dB · Phono 65 dB |
| Dämpfungsfaktor | 30 40 Hz, 4 Ω |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, drei Paare anschließbar |
| Maße (B × H × T) | 440 × 150 × 360 mm |
| Gewicht | 12,7 kg |
| Leistungsaufnahme | 280 W |
| Bauzeit | 1979–1981 |
Zum Neupreis des CV 1400 liegen uns zwei verschiedene Angaben vor, deshalb steht hier keine. Du hast eine Dual-Preisliste von 1979 bis 1981? Schreib uns.
Der CV 1400 ist die obere Mittelklasse der International Line: 2 × 50 W an 4 Ω oder 2 × 32 W an 8 Ω, dasselbe Gehäuse wie der CV 1700 mit 440 mm Breite und 150 mm Höhe, 12,7 kg schwer. Die Ausstattung entspricht dem CV 1200, dazu kommen Klemmen für drei statt zwei Lautsprecherpaare. Phono gibt es wieder als Cinch und DIN parallel, mit 1,5 mV Empfindlichkeit für jedes gängige MM-System.
Zwischen CV 1200 und CV 1700 ist der CV 1400 für mich der vernünftige Kauf: Er wiegt fast so viel wie der 1700er, kostet gebraucht einen Bruchteil und spielt mit 50 W an 4 Ω an den meisten Lautsprechern bis Standboxengröße. Die Aussteuerungsanzeige und den MC-Eingang des CV 1700 gibt es hier nicht; wer beides nicht braucht, verliert nichts.
Stereo-Vollverstärker, Fertigung Denon · 1983–1985
Dual CV 1460
Einsteigerserie 1983 mit CV 1260 und Tuner CT 1460
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Dual CV 1460: Leistungsanzeige von 0,001 bis 100 W, gefertigt von Denon. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Rechte Anzeige mit Balance, Subsonic-Filter, Loudness und Tape Copy. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Rückseite: nur Cinch-Buchsen und Lautsprecherklemmen, kein DIN mehr. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Rückseite, Detail: Phono mit MC/MM-Umschalter, Tuner, Tape 1. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Rückseite, Detail: Tape 2/Monitor, CD/AUX, Lautsprecherklemmen. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Eingangswahl mit LED-Anzeige: Phono, Tuner, Tape 1, CD/AUX. Foto: Archiv hifi-studio.de
| Sinusleistung | 2 × 80 W IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz |
|---|---|
| Endstufe | Class-A-Schaltung gegen Übernahmeverzerrungen |
| Eingänge | Phono MM 2,5 mV / 47 kΩ Phono MC 0,8 mV / 100 Ω Tape 1, Tape 2, Tuner, AUX 200 mV / 47 kΩ, nur Cinch |
| Phono-Entzerrung | RIAA ±1 dB 20–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,02 % bei Vollast |
| Leistungsbandbreite | 10–60.000 Hz ±3 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±1 dB |
| Übersprechdämpfung | 55 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Tape, Tuner, AUX 100 dB · Phono MM 80 dB · Phono MC 74 dB |
| Fremdspannungsabstand | Tuner, Tape, AUX 88 dB · Phono MM 65 dB · Phono MC 58 dB |
| Dämpfungsfaktor | 70 8 Ω |
| Lautsprecher | 8 Ω |
| Maße (B × H × T) | 440 × 110 × 350 mm |
| Leistungsaufnahme | 680 VA |
| Bauzeit | 1983–1985 |
Gewicht und Neupreis des CV 1460 fehlen uns. Du hast einen Prospekt der Serie von 1983? Schreib uns.
1982 übernahm der französische Thomson-Konzern den Dual-Namen, und auf der Funkausstellung 1983 stand eine neue Einsteigerserie, deren Verstärker CV 1260 und CV 1460 im Auftrag bei Denon entstanden. Mit ihnen wechselte die Fertigung der Dual-Verstärker nach Japan, und mit ihr die Daten: nur noch Cinch-Buchsen, Angaben nach IHF statt DIN, 8 Ω statt 4 Ω. Darum lässt sich der CV 1460 erst nach dem Umrechnen mit einem CV 1700 vergleichen, lies dazu den Unterschied zwischen DIN- und IHF-Norm.
Als Verstärker ist der CV 1460 gut: Die Phono-Vorstufe nimmt MM- und MC-Systeme mit 80 und 74 dB Geräuschspannungsabstand, die Endstufe arbeitet mit einer Class-A-Schaltung gegen Übernahmeverzerrungen, der Klirrfaktor liegt bei 0,02 Prozent. Der passende Tuner heißt CT 1460. Für die Dual-Sammlung zählt er wenig, als günstiger Verstärker mit MC-Eingang für einen CS 505 oder CS 130S zählt er viel; er ist Denon-Technik mit Dual-Schriftzug, und so solltest du ihn auch bezahlen.
Vollverstärker mit Phono-Eingang heute: Class-D-Verstärker im Test ›
Plattenspieler 1975–1993 · 4 Modelle
Dual hat Millionen Plattenspieler gebaut; hier stehen die vier, zu denen das Archiv Daten und Fotos hat. Drei davon tragen den ULM-Tonarm (Ultra Low Mass) mit weniger als 8 g effektiver Masse, der nur Tonabnehmer mit der Dual-eigenen TKS-Halterung aufnimmt. Was du tust, wenn die Haltenase abbricht oder der DIN-Stecker nicht an den Verstärker passt, steht weiter unten unter Praxis.
Plattenspieler, Riemenantrieb, Vollautomat mit Wechsler · 1975–1978
Dual CS 1249
auch Dual 1249, Nachfolger des Reibrad-Modells 1229
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Dual CS 1249: 1975 zum 75. Firmenjubiläum vorgestellt, 2,1 kg Plattenteller. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Tonarm mit Headshell über dem Teller. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Tonarmlager und Armstütze, daneben das Typenschild 1249. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Tonarmlager von oben mit Gegengewicht und Anti-Skating-Rad. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Drehzahlwahl 33/45 mit Feinregelung um ±3 %. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Headshell mit ½-Zoll-System über dem Start/Stop-Schieber. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Anti-Skating-Skala mit eigener Stellung für CD-4-Systeme. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Mit Platte: Holzzarge in Nussbaumdekor. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Start/Stop-Schieber und Typenschild. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Innenteller aus Aludruckguss: sichtbar erst ohne Teller, spätere Duals bekamen Kunststoff. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Unter dem Innenteller: die Automatik-Mechanik. Foto: Archiv hifi-studio.de
| Antrieb | Riemen, 8-Pol-Synchronmotor · manuell und Automatik, Wechsler |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 UpM, ±3 % regelbar, Stroboskop |
| Plattenteller | Alu-Legierung, 305 mm · mit Innenteller 2,1 kg |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,05 % |
| Geräuschspannungsabstand | 68 dB |
| Tonarm | Alu, gerade, höhenverstellbar · Eigenresonanz 5,5 Hz |
| Effektive Länge | 222 mm · Überhang 19 mm |
| Tonabnehmer | ½-Zoll-Halterung |
| Zarge | Holz: Schwarz, Weiß oder Nussbaumdekor |
| Maße (B × H × T) | 420 × 148 × 380 mm |
| Gewicht | 7,6 kg |
| Leistungsaufnahme | 10 W |
| Bauzeit | 1975–1978 |
| Neupreis 1978 | 598 DM mit Tonabnehmer |
Dual stellte den CS 1249 auf der Funkausstellung 1975 vor, zum 75. Firmenjubiläum und als Riemen-Nachfolger des 1229, der noch ein Reibrad hatte. Den Antrieb teilt er mit dem Dual 601, der Tonarm war neu und lässt sich in der Höhe verstellen. Stroboskop und Feinregelung um ±3 % gehören dazu, ebenso die Wechslerfunktion, die heute kaum noch jemand nutzt. Der Teller wiegt mit Innenteller 2,1 kg; der Innenteller ist Aludruckguss wie bei den besseren Thorens, spätere Duals bekamen hier Kunststoff. Du siehst das erst, wenn du den Teller abnimmst, und genau das solltest du beim Kauf tun.
Die HiFi-Stereophonie ordnete den CS 1249 damals in die Spitzenklasse ein, und unter Dual-Sammlern gilt er bis heute als einer der besten Plattenspieler der Firma. Entsprechend sind die Preise: Ein 1249 in gutem Zustand mit intakter Automatik kostet mehr als ein CS 505. Für mich ist er der Dual für Leute, die einen Vollautomaten mit Substanz wollen; wer lieber manuell auflegt, ist mit dem CS 505-2 besser und günstiger bedient.
Prüfpunkte vor dem Gebrauchtkauf Manuelle Alternative: CS 505-2
Plattenspieler, Riemenantrieb, Subchassis, Automatik · 1982–1985
Dual CS 130S
exklusiv für die Interfunk-Kette, Basis OEM-Modell ASP 130, ULM-Tonarm des CS 628
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Dual CS 130S: furnierte MDF-Zarge statt Kunststoff, 300 bis 400 DM im Jahr 1982. Foto: Archiv hifi-studio.de -
CS 130S von schräg vorn, dunkel furnierte MDF-Zarge. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Von oben: Teller mit Stroboskopmarken, ULM-Arm. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Stroboskopringe: je ein Ring für 33 und 45 UpM bei 50 und 60 Hz Netzfrequenz. Foto: Archiv hifi-studio.de -
CS 130S von vorn, hier auf einem Sony-Receiver. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Start/Stop und Drehzahlfeinregler. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Stroboskoplampe am Tellerrand. Foto: Archiv hifi-studio.de -
ULM-Arm mit Anti-Skating-Rad und Armlift. Foto: Archiv hifi-studio.de -
ULM-Arm mit TKS-System über der Platte. Foto: Archiv hifi-studio.de -
CS 130S beim Abspielen. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Chassis von unten: Laufwerk und Tonarm hängen federnd im Subchassis. Foto: Archiv hifi-studio.de -
CS 130S mit geschlossener Haube. Foto: Archiv hifi-studio.de
| Antrieb | Riemen, 16-Pol-Synchronmotor · manuell und Automatik |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 UpM, ±3 % regelbar |
| Plattenteller | Alu-Legierung, 304 mm |
| Gleichlaufschwankung | 0,04 % |
| Abweichung Sollgeschwindigkeit | 0,01 % |
| Geräuschspannungsabstand | 70 dB |
| Tonarm | ULM-Kardanarm, Alu, gerade · effektive Masse unter 8 g |
| Effektive Länge | 221 mm · Überhang 19 mm |
| Lagerreibung | 0,007 p |
| Tonabnehmer | TKS-Halterung · ½ Zoll nur mit Adapter · Nachgiebigkeit ab 25 × 10⁻⁶ cm/dyn |
| Zarge | hochverdichtetes MDF, furniert · Subchassis |
| Maße (B × H × T) | 420 × 148 × 380 mm |
| Gewicht | 7,6 kg |
| Leistungsaufnahme | 8 W |
| Bauzeit | 1982–1985 |
| Neupreis 1982 | 300–400 DM je nach Zarge, mit Tonabnehmer |
| Nadel | DN 149S, sphärisch |
|---|---|
| Auflagekraft | 1,25–1,75 g |
| Frequenzbereich | 10–25.000 Hz |
| Ausgangsspannung | 3,5 mV |
| Gewicht | 2,8 g |
Der CS 130S ist ein Sonderfall im Dual-Programm: Dual baute ihn exklusiv für die Interfunk-Handelskette auf Basis des OEM-Modells ASP 130, setzte aber den ULM-Tonarm des CS 628 ein und eine Zarge aus hochverdichtetem, furniertem MDF statt des Kunststoffs, der bei Dual in den Achtzigern üblich war. MDF dämpft innere Schwingungen besser als jede Kunststoffmischung, das hörst du bei Trittschall und Rückkopplung. Der Arm wiegt effektiv unter 8 g und verträgt deshalb Systeme mit hoher Nadelnachgiebigkeit ab 25 × 10⁻⁶ cm/dyn; mit dem TKS 49S von Ortofon kam ein System, das nur ein Drittel eines normalen Tonabnehmers wiegt. Für ½-Zoll-Systeme brauchst du einen Adapter.
Das Laufwerk mit federndem Subchassis läuft robust, die Automatik hätte Dual sich sparen können. 1982 kostete der CS 130S je nach Zarge 300 bis 400 DM, bei einem Brutto-Monatseinkommen einer Familie von damals rund 3.100 DM kein Pappenstiel. Dual-Fans übersehen ihn, dabei stehen seine Laufwerksdaten denen eines Direkttrieblers nicht nach. Wenn du einen sehr guten Plattenspieler ohne Plastikgehäuse suchst, ist der CS 130S mein Tipp in dieser Preisklasse. Den ULM-Arm findest du auch in CS 741Q, CS 728Q, CS 627Q, CS 617Q, CS 628, CS 607, CS 528, CS 508, CS 505-1 und CS 1254.
TKS-Haltenase abgebrochen: so befestigst du das System DIN auf Cinch umlöten Resonanzrechner für Arm und System
Plattenspieler, Riemenantrieb, manuell mit Endabschaltung · 505-2: 1985–1987 · Baureihe 1981–1998
Dual CS 505-2 und CS 505-2 De Luxe
- CS 505-1
- CS 505-2
- CS 505-2 De Luxe
- CS 505-3
- CS 505-4
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Dual CS 505-2 De Luxe: Holzzarge, ULM-Arm mit abnehmbarem ½-Zoll-Headshell. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Typenschild 505-2 Belt Drive. Foto: Archiv hifi-studio.de -
CS 505-2 De Luxe von schräg vorn. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Von oben mit aufgelegter Platte. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Holzzarge De Luxe, Detail der Ecke. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Tonarmlager: das Rädchen stellt die Auflagekraft per Feder ein, nicht das Gegengewicht. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Drehzahlwahl mit Feinregelung. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Headshell mit System über der Platte. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Headshell: abnehmbar, ½-Zoll-Befestigung für beliebige Systeme. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Mit geschlossener Haube, hier auf einem Verstärker. Foto: Archiv hifi-studio.de -
Bedienungsanleitung des CS 505-2. Foto: Archiv hifi-studio.de
| Antrieb | Riemen, 16-Pol-Synchronmotor · manuell, Endabschaltung mit Armanhebung |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 UpM, ±3 % regelbar |
| Plattenteller | Alu-Legierung, 304 mm |
| Gleichlaufschwankung | 0,05 % |
| Abweichung Sollgeschwindigkeit | 0,01 % |
| Geräuschspannungsabstand | 70 dB |
| Tonarm | ULM-Kardanarm, Alu, gerade · effektive Masse unter 8 g · Auflagekraft per Feder |
| Effektive Länge | 221 mm · Überhang 19 mm |
| Lagerreibung | 0,007 p |
| Tonabnehmer | abnehmbares ½-Zoll-Headshell |
| Zarge | De Luxe: Holz |
| Maße (B × H × T) | 440 × 140 × 380 mm |
| Gewicht | 7,6 kg |
| Leistungsaufnahme | 8 W |
| Bauzeit | 1985–1987 Baureihe CS 505: 1981–1998 |
Den Neupreis des CS 505-2 haben wir nicht. Du hast eine Dual-Preisliste von 1985 bis 1987? Schreib uns.
| Nadel | DN 149S, sphärisch |
|---|---|
| Auflagekraft | 1,25–1,75 g |
| Frequenzbereich | 10–25.000 Hz |
| Ausgangsspannung | 3,5 mV |
| Gewicht | 2,8 g |
Den CS 505 baute Dual von 1981 bis 1998 in vier Versionen, 505-1 bis 505-4. Die interessanteste ist der 505-2 De Luxe mit Holzzarge, den Dual Anfang der Achtziger neben dem CS 5000 verkaufte. Der ULM-Arm trägt hier ein abnehmbares Headshell mit ½-Zoll-Befestigung, du kannst also jedes hochwertige System montieren, solange seine Nadelnachgiebigkeit zur geringen Armmasse passt, also ab 25 × 10⁻⁶ cm/dyn. Der 505-2 läuft manuell mit Endabschaltung und Armanhebung, die Drehzahl ist regelbar, die Auflagekraft stellst du mit einer Feder über ein Rädchen ein, nicht über das Gegengewicht.
Mein Einsteigertipp unter den Duals, wenn du keinen Plastikkasten willst: Ein 505-2 De Luxe mit Holzzarge kostet gebraucht wenig, braucht meist nur Riemen und Öl und nimmt dank Headshell ein modernes System ohne Adapter. Achte darauf, dass das Headshell dabei ist; ohne stehst du vor demselben Problem wie alle ULM-Besitzer.
Im Vintage-Ratgeber eingeordnet Mit MDF-Zarge und Subchassis: CS 130S
Plattenspieler, Riemenantrieb mit Quarzregelung, vergoldet · 1989–1993
Dual Golden One
| Antrieb | Riemen, DC-Motor, Quarz |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓, 45 und 78 UpM |
| Tonarm | gerade, Alu, Headshell ½ Zoll |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,013 % |
| Gewicht | 8,0 kg |
| Bauzeit | 1989–1993 |
Der Golden One ist Duals Schaustück aus den Schneider-Jahren: alle Metallteile 24 Karat vergoldet, Zarge in schwarzem Klavierlack, quarzgeregelter Riemenantrieb mit drei Drehzahlen bis 78 UpM für Schellackplatten. Er hat bei uns eine eigene Seite mit 17 Fotos, allen Daten, dem Neupreis und dem, was er heute gebraucht kostet.
Ein Dual braucht einen Verstärker mit Phono-Eingang: HiFi-Receiver mit Phono im Test ›
Tuner 1979–1981 · 1 Modell
Zu jeder Verstärkergeneration baute Dual passende CT-Tuner. Im Archiv hat nur der CT 1440 Daten und Fotos; er stammt aus denselben Jahren wie die Verstärker CV 1200 und CV 1400 und hat dieselbe Frontbreite und Höhe wie der CV 1400.
Stereo-Tuner UKW/MW, 7 Senderspeicher · 1979–1981
Dual CT 1440
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Dual CT 1440: sieben UKW-Speicher mit Sensortasten, AFC, LED-Anzeigen. Foto: Chris Schulzki -
CT 1440 von schräg vorn. Foto: Chris Schulzki -
Skala mit Signal- und Mittenanzeige, darunter die Sensortasten FM 1 bis FM 7. Foto: Chris Schulzki -
Skalenteil rechts: Tasten für Muting, Mono, AFC, FM, LW, MW, SW und Netz. Foto: Chris Schulzki -
Innen: Platinen und Netztrafo. Foto: Chris Schulzki -
Rückseite: Antennenanschlüsse und Typenschild. Foto: Chris Schulzki -
Gesamtansicht von links. Foto: Chris Schulzki -
Gesamtansicht von rechts. Foto: Chris Schulzki
| Empfindlichkeit UKW | 1,2 µV mono · 3 µV stereo |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 50 dB |
| ZF-Dämpfung | 100 dB |
| Kanaltrennung | 30 dB 1 kHz |
| Pilottonunterdrückung | 35 dB 19 kHz · 45 dB 38 kHz |
| Klirrfaktor UKW | 0,5 % |
| Spiegelfrequenzunterdrückung | 70 dB |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Frequenzgang | 40–12.500 Hz −3 dB |
| Trennschärfe | 60 dB ±300 kHz |
| Fremdspannungsabstand | über 60 dB mono · über 58 dB stereo |
| Geräuschspannungsabstand | über 60 dB mono · über 57 dB stereo |
| Mittelwelle | Empfindlichkeit 15 µV · ZF-Dämpfung 30 dB · Klirrfaktor unter 1 % |
| Antenne | 75 Ω |
| Bestückung | 7 ICs, 2 FET, 2 MOSFET, 13 Transistoren, 40 Dioden |
| Maße (B × H × T) | 440 × 150 × 380 mm |
| Bauzeit | 1979–1981 |
| Neupreis | 678 DM |
Der CT 1440 ist ein guter Tuner mit reichlich Ausstattung: sieben elektronische UKW-Speicher mit Sensortasten, eine AFC-Taste für die automatische Scharfabstimmung, LED-Anzeigen für alle Wellenbereiche und zwei Regler, mit denen du die Schwellen für Stereo-Umschaltung und Rauschunterdrückung selbst setzt. Das ist für die schwierigen Empfangslagen in Deutschland gedacht: Ein schwacher Sender bleibt in Mono hörbar, statt im Stereo-Rauschen zu ertrinken. Mit 1,2 µV Empfindlichkeit in Mono und 100 dB ZF-Dämpfung zieht er auch entfernte Sender sauber herein.
Heute ist UKW ein Auslaufmodell, der CT 1440 trotzdem ein brauchbares Gerät: An einer Dachantenne mit 75 Ω spielt er Lokalsender mit vollem Stereo, und optisch gehört er zu CV 1200 und CV 1400. Wer Internetradio und DAB+ hören will, braucht etwas anderes; dafür steht unten die Brücke zu aktuellen Receivern.
UKW, DAB+ und Phono in einem Gerät: HiFi-Receiver im Test ›
Praxis: Dual-Plattenspieler von DIN auf Cinch umlöten
Ältere Dual-Spieler enden in einem fünfpoligen DIN-Stecker, heutige Verstärker haben Cinch-Buchsen. Ein Adapter von DIN auf Cinch ist Glückssache: Oft stimmt die Belegung nicht, fast immer fehlt die getrennte Masseführung, dann brummt es, und die Buchse verändert die Kapazität der Leitung, die das System sieht. Umlöten ist in einer halben Stunde erledigt und dauerhaft. Die Adern im Dual sind so belegt: rot R rechter Kanal, grün RG rechter Kanal Masse, blau GL linker Kanal Masse, weiß L linker Kanal, schwarz GND, die Erde vom Tonarm.
Bei DIN sind GL, GR und GND an der Steckleiste zusammengelötet (Bild 1). Für Cinch trennst du die drei voneinander (Bild 2) und lötest jede Ader einzeln an die Steckleiste des Eingangs; ausgangsseitig steckst du die Kabel mit Kabelschuhen auf oder verlötest sie (Bild 3). Das schwarze Kabel vom Tonarm kommt an GND der Kontaktplatte, und von dort führst du ein zusätzliches Kabel zur Erdklemme des Verstärkers. Das Metallchassis brauchst du nicht extra zu erden, die Befestigungsschraube der Kontaktplatte stellt die Verbindung schon her. Die Belegung des DIN-Steckers für Phono zeigt das letzte Bild, falls du den Stecker behalten und nur das Kabel am Verstärker anpassen willst.
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Bild 1: Original mit DIN, die Massen GL, GR und GND liegen zusammen. Foto: vinylengine.com -
Bild 2: Massen getrennt, jede Ader einzeln an die Steckleiste. -
Bild 3: ausgangsseitig mit Kabelschuhen aufgesteckt oder verlötet. -
Erdung: vom GND der Kontaktplatte geht ein Kabel zur Erdklemme des Verstärkers. -
DIN-Stecker, fünfpolig: Belegung aus der Dual-Anleitung. -
Dual-Anschlussschema: Kontaktplatte, Adernfarben und Cinch-Stecker.
Praxis: TKS-Tonabnehmer mit abgebrochener Haltenase befestigen
Die ULM-Tonarme waren eine gute Idee mit einem Haken: Sie nehmen nur Tonabnehmer mit der Dual-eigenen TKS-Halterung. Ein ½-Zoll-Adapter machte beliebige Systeme passend, doch den gibt es nicht mehr, und die Haltenasen der TKS-Systeme brechen im Alter ab. Im Netz kursieren dafür viele Tipps; dauerhaft hält nur eine Lösung, und die ist brachial: Du bohrst das Headshell an und schraubst das System fest.
Du brauchst einen 2-mm-HSS-Bohrer und eine Schraube mit Mutter von einem Standard-Tonabnehmer oder eine Schraube mit selbstschneidendem Gewinde. Nimm vorher die Nadel ab. Die Bohrung kann außermittig oder mittig sitzen; in der Mitte des Headshells verläuft von unten gesehen eine schmale Messingschiene, die den Haltegriff erdet, und die Bohrung lässt genug Material stehen, damit die Erdung erhalten bleibt. Von unten legst du bei Bedarf eine passende Unterlegscheibe unter. Danach sitzt das System dauerhaft, und die Kontaktprobleme einer lockeren Haltenase sind erledigt.






































































































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