Paragon Audio: Röhrenvorverstärker Paragon 12 und 12A aus San Carlos mit Daten, Neupreis und Innenfotos
2 Röhrenvorverstärker mit 19 Fotos: der Paragon 12 und der Paragon 12A von Mark Deneens Paragon Audio in San Carlos, Kalifornien, mit Steckbrief, Innenansichten und dem Neupreis von 3.800 DM. Dazu die kurze Firmengeschichte von der Gründung 1974 bis zum Verkauf an BSR 1978 und Deneens Rückkehr mit Juicy Music.
- Gegründet
- 1974, San Carlos CA
- Gründer
- Mark Deneen
- Bekannt für
- Paragon 12, System E
- Auf dieser Seite
- 2 Modelle
Paragon-Audio-Historie: Mark Deneen, Bruce Moore und der Mut zur Röhre 1974

Mark Deneen gründete Paragon Audio 1974 in San Carlos, Kalifornien. Das erste Produkt war ein Röhrenvorverstärker nach einem Entwurf von Bruce Moore, zuerst als Paragon 10 von Hand verkabelt. Weil Handverdrahtung in der Serie zu teuer wurde, stieg Deneen auf Platinen um, und aus dem Paragon 10 wurde der Paragon 12. Mitte der 70er galt die Röhre als Technik von gestern, Audio Research war der bekannte Gegenbeweis; eine Firma zu gründen, die nur Röhrengeräte baut, brauchte Mut. Paragon verkaufte trotzdem rund 400 Paragon 12 und 250 Vorverstärker System E.
1978 verkaufte Deneen die Firma aus wirtschaftlichen Gründen an Audio Dynamics, einen Geschäftsbereich der BSR USA. Er arbeitete dort noch kurz, bis auch dieser Bereich aufgelöst wurde, und wechselte dann in die Computerindustrie im Silicon Valley. 2004 meldete er sich mit Juicy Music zurück, das erste Gerät ging im April 2004 an einen Kunden.
Der Paragon 12A ist die verbesserte Ausführung des 12 und das Gerät, das die US-Fachpresse damals lobte. Dass Sammler ihn heute suchen, liegt an der Stückzahl: Rund 400 Paragon 12 insgesamt, davon ein Teil als 12A, ein Teil handverdrahtet. Der Model 12 steht mit 3.800 DM in unserer Neupreis-Liste, neben den anderen Vorverstärkern der 70er.
- 1974Gründung in San Carlos, Kalifornien, durch Mark Deneen; Schaltung von Bruce Moore
- 1975Paragon 12 auf Platinen löst den handverdrahteten Paragon 10 ab
- 1977Neupreis in Deutschland: 3.800 DM
- 1978Verkauf an Audio Dynamics (BSR USA)
- 2004Deneen kehrt mit Juicy Music zurück
Röhrenvorverstärker ab 1975 · 2 Modelle
Zwei Ausführungen eines Vorverstärkers: der Paragon 12 mit Schreibschrift-Logo und Holzwangen, der 12A mit Versalien-Front und gelochtem Metallgehäuse. Beide arbeiten mit acht Doppeltrioden 12AX7 beziehungsweise ECC83, das ist dieselbe Röhre in amerikanischer und europäischer Bezeichnung.
Röhren-Vorverstärker · ab 1975
Paragon 12
Model 12 Preamplifier, Nachfolger des handverdrahteten Paragon 10
-
Frontansicht: Kippschalter Mode, Power, Outlets, Monitor und Filter zwischen den Drehknöpfen Foto: M. Sowa -
Eingangswahl: PH 1, PH 2, PH 3, Tuner, AUX 1, AUX 2; darunter Input Level, rechts Mode Stereo/Mono Foto: M. Sowa -
Schalterfeld: Mode Stereo/Mono, Power, Outlets, zwei Leuchtdioden, Monitor Input/Tape, Mode Stereo/Reverse, Filter Out/In Foto: M. Sowa -
Innen von oben: Röhren in Abschirmbechern, Netzteilelkos, links der Netztrafo, hinten die Buchsenleiste Foto: M. Sowa -
Innen: frei verdrahtete Bauteile, gelbe Koppelkondensatoren und Widerstände auf Lötleisten Foto: M. Sowa -
Rückseite: Cinch-Buchsen für Phono 1 bis 3, Tuner, AUX, Tape und Main Output, links die Netzsteckdosen Foto: M. Sowa -
Typenschild: Paragon Audio, San Carlos, California, Model 12 Preamplifier, Serial Foto: M. Sowa
| Röhren | 8 × 12AX7 |
|---|---|
| Eingänge | Phono 1, 2, 3; Tuner; AUX 1, 2; Tape mit Monitor |
| Klangregelung | Bass, Midrange, Treble; Contour; Filter |
| Betriebsarten | Stereo, Mono, Reverse |
| Klirrfaktor | 0,01 % (max.) |
| Leistungsbandbreite | 2–200.000 Hz |
| Fremdspannungsabstand | 90 dB |
| Netzsteckdosen | schaltbar (Outlets) |
| Abmessungen (B × H × T) | 470 × 170 × 280 mm |
| Gewicht | 10 kg |
| Baujahre | ab 1975 |
| Neupreis 1977 | 3.800 DM |
Der Paragon 12 ist der Vorverstärker, mit dem Paragon Audio 1975/76 in Serie ging: acht 12AX7 für Phono- und Linestufe, drei Phono-Eingänge, dazu Tuner, zwei AUX und Tape mit Monitorschalter, Klangregler für Bass, Midrange und Treble plus Contour, und am Kippschalter Stereo, Mono oder Reverse. Der Platinenaufbau folgte auf den handverdrahteten Paragon 10, weil Handverdrahtung in der Stückzahl zu teuer war; die Innenfotos zeigen trotzdem viel freie Verdrahtung um die Röhrenplatine. Auf der Rückseite sitzen schaltbare Netzsteckdosen für die Endstufe, der Output Level ist je Kanal regelbar, und mit drei Phono-Eingängen ist der 12 ein Vorverstärker für Leute mit mehr als einem Plattenspieler. 3.800 DM kostete er 1977 in Deutschland. Beim Gebrauchtkauf zählt der Zustand der Koppelkondensatoren und Netzteilelkos mehr als der Röhrensatz, denn ECC83 gibt es neu in jeder Qualität.
Röhren-Vorverstärker
Paragon 12A
Verbesserte Ausführung des 12, auch handverdrahtet gebaut
-
Linke Fronthälfte: Eingangswahl, Input Level, Schriftzug PARAGON, Power mit Leuchtdiode, Mode, Monitor, Filter Out/7 Hz -
Eingangswahl PH 1, PH 2, PH 3, Tuner, AUX 1, AUX 2; rechts der Power-Schalter -
Klangregler Bass und Midrange mit Mittelstellung Flat, darunter Output Level Left und Contour; links Mode und Filter 7 Hz -
Midrange und Treble mit Mittelstellung Flat, darunter Contour und Output Level Right -
Gehäuse mit gelochtem Deckel von schräg oben -
Gehäuse mit gelochtem Deckel von schräg hinten, rechts die Frontplatte -
Innen von oben: Röhren in Abschirmbechern, Netzteilelkos, gelbe Koppelkondensatoren, links der Netztrafo -
Innen: grauer Kabelbaum zu den Eingangsbuchsen, Elkos und Koppelkondensatoren -
Röhrenfassungen mit der Verdrahtung von unten
| Röhren | 8 × ECC83 (entspricht 12AX7) |
|---|---|
| Eingänge | Phono 1, 2, 3; Tuner; AUX 1, 2; Tape mit Monitor |
| Klangregelung | Bass, Midrange, Treble mit Mittelstellung Flat; Contour; Subsonic-Filter 7 Hz |
| Betriebsarten | Stereo, Mono, Reverse |
| Klirrfaktor | 0,01 % (max.) |
| Leistungsbandbreite | 2–200.000 Hz |
| Fremdspannungsabstand | 90 dB |
| Gehäuse | Metall mit gelochtem Deckel, gebürstete Front |
| Abmessungen (B × H × T) | 470 × 170 × 280 mm |
| Gewicht | 10 kg |
Ein eigener Neupreis des 12A fehlt uns; der Model 12 kostete 1977 3.800 DM, siehe Neupreis-Liste.
Der 12A ist die verbesserte Ausführung des 12 und auf den ersten Blick an der Front zu erkennen: Versalien PARAGON statt Schreibschrift, gebürstetes Metall statt schwarzer Platte, und ein Metallgehäuse mit gelochtem Deckel statt der Holzwangen. Die Bestückung bleibt bei acht ECC83, der europäischen Bezeichnung der 12AX7; das Subsonic-Filter setzt bei 7 Hz an und hält Rumpeln und Plattenwellen von der Endstufe fern, ohne den hörbaren Bass anzutasten. Den 12A gab es auch handverdrahtet, und die Innenfotos zeigen, was das heißt: Röhren in Abschirmbechern, Koppelkondensatoren und Widerstände frei auf Lötleisten, ein grauer Kabelbaum zu den Eingangsbuchsen. Wer zwischen 12 und 12A wählen kann, nimmt den 12A; wer einen 12 findet, bekommt denselben Schaltungskern. Bei beiden gilt: Erst die Elkos im Netzteil ersetzen, dann über Röhren reden.




















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