HiFi-KlassikerHerstellerSchweiz / Deutschland
Revox: Bandmaschine B77, Tuner B760 und A720, Vollverstärker B750, Receiver B285, CD-Player B225 und Forum B MK III mit Daten und Neupreisen
7 Revox-Geräte mit 45 Fotos: die Bandmaschine B77, die Tuner B760 und A720, der Vollverstärker B750 MK II, der Receiver B285, der CD-Player B225 und die Regalbox Forum B MK III, jeweils mit Steckbrief und Neupreis in DM. Dazu die Geschichte von Willi Studers Firma von der Gründung 1948 bis zur Trennung von Studer und Revox.
- Gegründet
- 1948, Zürich
- Gründer
- Willi Studer
- Werk
- Löffingen, ab 1966
- Auf dieser Seite
- 7 Modelle
Revox-Historie: Willi Studer, Regensdorf und Löffingen

Willi Studer gründete 1948 in Zürich den Betrieb, aus dem Studer und Revox hervorgingen. Zuerst überarbeitete er importierte Tonbandgeräte, 1950 baute er mit dem Dynavox das erste eigene. Am 27. März 1951 ließ er den Namen Revox eintragen; seitdem heißen die Amateurgeräte Revox und die Studiomaschinen Studer. Das T26 war das erste Gerät mit dem neuen Namen, 2.500 Stück zu 1.395 Franken. Groß wurde die Marke mit der 36er-Serie: Die D36 brachte 1960 Stereo, und als 1967 die G36 auslief, hatte Studer über 80.000 Maschinen dieser Reihe gebaut.
1966 gründete Studer die Willi Studer GmbH in Löffingen im Schwarzwald, weil in der Schweiz die Arbeitskräfte fehlten; auf dem Typenschild der B77 auf dieser Seite steht deshalb D-7827 Löffingen. Dort lief 1967 die letzte G36 vom Band, und die transistorisierte A77 übernahm, bis 1977 mehr als 460.000 Stück. 1973/74 folgten der Tuner-Vorverstärker A720 und die Endstufe A722, und auf der Funkausstellung Berlin 1977 stellte Revox die B-Serie vor: die B77, den Tuner B760 und den Vollverstärker B750. 1984 kamen der erste Revox-CD-Player B225 und der Receiver B285, 1991 die Regalbox Forum B MK III.
1990 verkaufte Willi Studer die Studer Revox Gruppe an die Motor-Columbus AG, die sie 1991 in die Sparten Studer (Studiotechnik), Revox (HiFi) und Baugruppen aufteilte. 1994 ging Studer an Harman International, Revox an private Investoren. Willi Studer starb am 1. März 1996. Die Fertigung zog 1998 von Löffingen nach Villingen-Schwenningen. 2024 kündigte Revox eine neue B77 als MK III an.
Vier weitere Revox-Geräte stehen mit Neupreis in unserer Neupreis-Liste: die Endstufe A722 (900 DM, der Partner des A720), die Vollverstärker Modell 40 (760 DM) und A-78 (1.000 DM) sowie der Tuner A 76 (1.098 DM). Die sieben Modelle dieser Seite tragen ihren Preis im Steckbrief.
- 1948Gründung in Zürich durch Willi Studer, Tonbandgeräte
- 1951Name Revox eingetragen (27. März); das T26 ist das erste Revox
- 1966Willi Studer GmbH in Löffingen, Schwarzwald
- 1967Ende der 36er-Serie nach über 80.000 Geräten; die A77 übernimmt
- 1977Funkausstellung Berlin: B77, B760 und B750
- 1984B225, der erste Revox-CD-Player, und der Receiver B285
- 1991Aufteilung in Studer und Revox; Forum B MK III
- 1996Willi Studer stirbt am 1. März
Tuner, Vorverstärker, Receiver 1973–1984 · 3 Modelle
Revox baute seine Tuner als Synthesizer-Empfänger mit Stationstasten: der A720 mit Vorverstärker und Nixie-Anzeige, der B760 als reiner UKW-Tuner der B-Serie, der B285 als Receiver mit LC-Display, Mittel- und Langwelle und Fernbedienung.
UKW-Synthesizer-Tuner mit Vorverstärker · ab 1973
Revox A720
Tuner-Vorverstärker, Partner der Endstufe A722
-
Tunerteil: Frequenzanzeige, Abstimmknopf Manual Tuning, fünf Stationstasten mit Memory-Reglern, Aufdruck Digital FM Tuner Preamplifier A720 -
Frequenzanzeige 102,10 MHz in Nixie-Röhren, darüber die Instrumente Signal und Tuning, rechts die Muting-Taste -
Linkes Bedienfeld: Volume-Schieberegler, Input Selector, Mode, Bass, darunter der Balance-Schieberegler -
Eingangswahl Phono 1, Phono 2, AUX, Tape 1, Tape 2, FM; Mode von Reverse bis Mono; Balance-Schieberegler -
Klangregler Bass, Presence, Treble; Tasten Loudness, Low, High, Binaural, Out 1, Out 2; Buchsen Tape Out und Phones
| Tuner: Empfindlichkeit | Mono 1,0 µV, Stereo 10 µV |
|---|---|
| Spiegel-/Nebenwellen | je 100 dB |
| ZF-Unterdrückung | 100 dB |
| AM-Unterdrückung | 54 dB (60 Ω) |
| Pilottonunterdrückung | 50 dB |
| Geräuschspannungsabstand Tuner | 70 dB |
| Stationstasten | 5 |
| Vorverstärker: Klirrfaktor | 0,1 % (20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 1 dB |
| Eingänge | Phono 1 und 2: 3 mV / 50 kΩ Tape 1 und 2, AUX: 100 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ± 0,5 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 65 dB AUX, Tape 85 dB |
| Ausgänge | 2 × Endstufe, 2 × Kopfhörer |
| Abmessungen (B × H × T) | 483 × 151 × 328 mm |
| Gewicht | 12 kg |
| Netzspannung | 120 / 220 / 240 V, umschaltbar |
| Verkauf | ab 1973, 1981 abgelöst vom B739 |
Der Neupreis des A720 fehlt uns. Die Endstufe A722 dazu kostete 900 DM, siehe Neupreis-Liste.
Der A720 ist der Tuner-Vorverstärker zur Endstufe A722 und das Gerät, mit dem Revox 1973/74 den Synthesizer-Tuner in die Anlage holte: fünf Stationstasten, eine ZF-Stufe mit fünf integrierten Differenzverstärkern und eine Frequenzanzeige in Nixie-Röhren, die auf den Fotos orange glüht. Der Vorverstärker dahinter nimmt zwei Plattenspieler, zwei Tonbandgeräte und AUX auf, hat zwei Kopfhörerbuchsen und zwei Endstufenausgänge, mit Out 1 und Out 2 schaltbar. Lautstärke und Balance laufen über Schieberegler, Bass, Presence und Treble über Drehknöpfe; der große Abstimmknopf rechts blieb beim Nachfolger B760 erhalten. Beim Gebrauchtkauf prüfe ich zuerst die Nixie-Anzeige, denn Ersatz ist schwer zu bekommen, dann die Schieberegler auf Kratzen. 1981 löste der B739 den A720 ab.
UKW-Synthesizer-Tuner · 1977–1980
Revox B760
Vorgestellt auf der Funkausstellung Berlin 1977
-
Linkes Bedienfeld: Frequenzanzeige, Instrumente Signal und Tuning, Tasten Store in Memory, Station Blank, Cancel, Add 25 kHz, Manual Tuning; Kopfhörerbuchse mit Volume -
15 Stationstasten, Anzeigen Stereo und Muting, Schieberegler Separation und Muting Mode, Tasten Mono und Muting Off -
Abstimmknopf Manual Tuning, 50 kHz Steps, darüber der Aufdruck B 760 Digital Synthesizer FM Tuner -
Frontansicht ausgeschaltet: das Gehäuse der B-Serie mit Aluminiumleisten oben und unten
| Empfindlichkeit | Mono 1,0 µV (−25 dBf) Stereo 25 µV (36 dBf) |
|---|---|
| Geräuschspannungsabstand | Mono 72 dB, Stereo 68 dB |
| Klirrfaktor | Mono 0,09 %, Stereo 0,17 % |
| Gleichwellenselektion | 0,8 dB |
| Trennschärfe | 80 dB |
| ZF-Dämpfung | 110 dB |
| Spiegelfrequenzunterdrückung | 106 dB (400 kHz) |
| Frequenzgang | 30–15.000 Hz ± 1 dB |
| Ausgangsimpedanz | 100 Ω |
| Antenneneingang | 75 und 300 Ω |
| Stationstasten | 15 |
| Abstimmraster | 50 kHz, mit Cancel/Add 25 kHz |
| Leistungsaufnahme | 40 W |
| Abmessungen (B × H × T) | 452 × 151 × 348 mm |
| Gewicht | 12 kg |
| Baujahre | 1977–1980 |
| Neupreis 1980 | 1.898 DM |
Der B760 ist der reine UKW-Tuner der B-Serie und löste den A720 ab: Der magnetisch rastende Abstimmknopf springt in 50-kHz-Schritten, mit Cancel und Add rückst du im 25-kHz-Raster dazwischen, das rettet schwache Sender neben starken Nachbarn. 15 Stationstasten, ein Kopfhörerausgang mit eigenem Regler und die rote LED-Anzeige unterscheiden ihn auf den ersten Blick vom Vorgänger mit Nixie-Röhren. 106 dB Spiegelfrequenzunterdrückung und 80 dB Trennschärfe sind die Werte, die im dicht belegten Band einer Großstadt zählen; 1,0 µV Mono-Empfindlichkeit holen auch Sender aus dem Rauschen, die ein Receiver-Tuner nur andeutet. An eine B-Serie stelle ich den B760, den A720 nur, wenn die Vorstufe gleich mitkommen soll; wer heute noch UKW hört, bekommt mit dem B760 einen Tuner, der sich vor nichts Aktuellem verstecken muss, solange Antenne und Kabel stimmen.
Receiver mit UKW, MW und LW · ab 1984
Revox B285
Variante ohne Endstufe: Preceiver B286
-
Mit Fernbedienung B205 und Bedienungsanleitung -
Schräg von vorn mit Fernbedienung, dahinter ein Plattenspieler -
Tastenfeld: Zifferntasten 1 bis 0, Alphanumeric, Cursor, AM-FM, Store, Standby, Frequency Step, Autotuning, Mono, Blend -
Fernbedienung B205: Lautstärke, Eingänge, Tuner und Tape-Steuerung -
Rückseite: Antennen, Cinch-Felder für Phono und Tape, Lautsprecherklemmen, Netzbuchse -
Rückseite im Detail: Phono-Eingang mit Kapazitätsschalter 50, 150 und 450 pF, Tape-Buchsen, Lautsprecherklemmen
| Tuner: Empfindlichkeit | Mono 1,6 µV, Stereo 19 µV |
|---|---|
| Spiegel-/Nebenwellen | je 110 dB |
| ZF-Unterdrückung | 100 dB |
| AM-Unterdrückung | 54 dB (75 Ω) |
| Pilottonunterdrückung | 50 dB |
| Geräuschspannungsabstand Tuner | Stereo 80 dB, Mono 84 dB |
| Wellenbereiche | UKW, MW, LW |
| Vorverstärker: Klirrfaktor | 0,005 % (20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz +0 / −0,3 dB |
| Eingänge | Phono MM 2,7 mV / 50 kΩ Phono MC 100 µV bis 2 mV (optional) Tape 1/2, AUX: 250 mV / 47 kΩ |
| Phono RIAA | ± 0,3 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 80 dB, MC 76 dB AUX, Tape 86 dB |
| Endstufe: Sinusleistung | 2 × 70 W an 8 Ω (20–20.000 Hz) |
| Dämpfungsfaktor | 100 (1 kHz, 8 Ω) |
| Rechteckanstiegszeit | 4 µs (8 Ω) |
| Steuerung | zwei Mikroprozessoren, Fernbedienung B205 |
| Abmessungen (B × H × T) | 450 × 153 × 332 mm |
| Gewicht | 15 kg |
| Neupreis 1984 | 3.498 DM |
Der B285 löste 1984 den B780 ab und bündelt Tuner B261 und Vollverstärker B251 in einem Gehäuse: Das große LC-Display hat Revox eigens für ihn entworfen, Mittel- und Langwelle kamen zum UKW-Teil dazu, zwei im Verbund arbeitende Mikroprozessoren steuern das ganze Gerät, und die Fernbedienung B205 gehört dazu. Wer die Endstufe nicht braucht, nimmt den B286, denselben Receiver ohne Leistungsteil. 2 × 70 W an 8 Ω reichen im Wohnzimmer für die Forum B oder jede Regalbox ab 86 dB Wirkungsgrad; den Phono-Eingang passt du auf der Rückseite mit 50, 150 oder 450 pF an das Kabel deines Tonabnehmers an. 3.498 DM waren 1984 viel Geld, und die Fachpresse bescheinigte dem B285 damals Bestnoten. Beim Gebrauchtkauf prüfe ich zuerst das Display auf Kontrast und ausgefallene Segmente und frage nach der B205, ohne sie fehlt dem Receiver ein Teil seiner Bedienung.
UKW heute? DAB+-Radios in der Kaufberatung ›
Vollverstärker ab 1979 · 1 Modell
Der B750 ist der Vollverstärker der B-Serie, auf der Funkausstellung 1977 zusammen mit B77 und B760 gezeigt und ab 1979 verkauft. Die MK-II-Ausführung bringt mehr Leistung und weniger Klirr; beide Datensätze stehen im Steckbrief.
Vollverstärker · ab 1979
Revox B750 und B750 MK II
MK II ab Anfang der 80er Jahre
-
Linkes Bedienfeld: Power, Tape 1, Tape 2, Tape Copy, Filter Low und High, Loudness, Level −20 dB, Tone Defeat, zwei Kopfhörerbuchsen -
Mitte: Volume, Bass, Balance, Mode Selector; darüber der Aufdruck B 750 MK II Integrated Stereo Amplifier -
Rechtes Bedienfeld: Presence, Treble, Input Selector (Tuner, Phono 1, Phono 2/AUX 2, AUX 1), Speakers A, B, A+B
| Sinusleistung DIN (1 kHz) | 2 × 85 W an 8 Ω 2 × 110 W an 4 Ω |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,1 % bei Volllast (20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 0,5 dB |
| Dämpfungsfaktor | 75 (8 Ω, 1 kHz) |
| Eingänge | Phono 1: 1,5–7 mV / 50 kΩ Phono 2: 5 mV / 25, 50 oder 100 kΩ Tape, AUX: 200 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ± 0,5 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 70 dB AUX, Tape 90 dB |
| Lautsprecher | 4, 8, 16 Ω; Gruppen A und B |
| Leistungsaufnahme | 50–550 W |
| Abmessungen (B × H × T) | 453 × 151 × 348 mm |
| Gewicht | 13 kg |
| Netzspannung | 120 / 220 / 240 V, umschaltbar |
Der Neupreis des B750 fehlt uns. Die Vollverstärker A-78 (1.000 DM) und Modell 40 (760 DM) stehen in der Neupreis-Liste.
| Sinusleistung DIN (1 kHz) | 2 × 50 W an 8 Ω 2 × 75 W an 4 Ω |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,2 % (20–20.000 Hz) |
| Leistungsaufnahme | 50–350 W |
Der B750 kam 1979 als Revox-Vollverstärker der mittleren Leistungsklasse, Anfang der 80er folgte der MK II mit mehr Reserven: 2 × 85 statt 2 × 50 W an 8 Ω, 0,1 statt 0,2 % Klirr. Vor- und Endstufe lassen sich auftrennen, für einen Equalizer oder eine größere Endstufe, Tape Copy kopiert zwischen zwei Decks, und die Endstufen sind vollkomplementär und symmetrisch aufgebaut. Am Phono-2-Eingang wählst du die Abschlussimpedanz 25, 50 oder 100 kΩ, an Phono 1 die Empfindlichkeit zwischen 1,5 und 7 mV; damit passt jedes MM-System vom leisen bis zum lauten. Loudness, die Filter Low und High und Tone Defeat sitzen als Kippschalter links, Presence ist der vierte Klangregler neben Bass und Treble. Ich nehme den MK II: An 4-Ω-Boxen wie der Forum B liefert er 2 × 110 W, und die 550 W Leistungsaufnahme zeigen, dass das Netzteil dafür ausgelegt ist.
Receiver mit derselben Leistungsklasse: B285 Tuner dazu: B760
Vollverstärker neu? Class-D-Verstärker in der Kaufberatung ›
CD-Player ab 1984 · 1 Modell
Mit dem B225 stieg Revox 1984 in die CD ein, im Gehäuse der B-Serie und mit Zifferntasten zur Titelwahl. Das Archiv hat sieben Fotos und ein Werkfoto des Innenaufbaus.
CD-Player · ab 1984
Revox B225
Der erste CD-Player von Revox
-
Geöffnete CD-Lade mit eingelegter CD -
Die CD-Lade im Detail: Die CD liegt in der ausgefahrenen Schublade -
Zifferntasten mit Aufdruck B 225 Compact Disc Player, darunter Program, Cursor, Track/Time -
Tastenfeld: Zifferntasten 0 bis 9, Program, Cursor, Track/Time, Mark, Store, Loop, Programstep; links unten der IR-Sensor -
Laufwerkstasten Repeat, Play/Next, Stop, Load, Power; darunter Display, Autostop, Cal Tone, Volume und die Kopfhörerbuchse; Aufdruck Infrared Remote Controlled System -
Display und Compact-Disc-Logo unter dem Revox-Schriftzug -
Innenaufbau: Laufwerk in der Mitte, Platinen links und rechts Foto: Werkfoto Revox
| Wandler | Dual-DAC, 18 Bit, 8-fach Oversampling |
|---|---|
| Oversampling-Frequenz | 352,8 kHz |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz |
| Dynamikbereich | 92 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 100 dB |
| Fremdspannungsabstand | 96 dB (1 kHz) |
| Kanaltrennung | 90 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | 0,006 % |
| Ausstattung | LC-Display, Kalibrierton, 19 programmierbare Funktionen, regelbarer Kopfhörerausgang, zwei Audioausgänge, Infrarot-Fernbedienung |
| Abmessungen (B × H × T) | 450 × 109 × 332 mm |
| Baujahr | ab 1984 |
Der Neupreis des B225 fehlt uns. Wer eine Preisliste von 1984 oder 1985 hat, schreibt uns.
Der B225 ist der erste CD-Player von Revox, 1984, und er sieht aus wie der Rest der B-Serie: Zifferntasten links, Lade in der Mitte, Laufwerkstasten rechts, alles per Infrarot fernbedienbar. Das Programmierfeld mit Program, Cursor, Mark, Store und Loop deckt 19 Funktionen ab, der Kalibrierton pegelt die ganze Anlage auf einen definierten Wert ein, der Kopfhörerausgang hat seinen eigenen Regler, und zwei Audioausgänge versorgen Verstärker und Aufnahmegerät getrennt. Der Dual-DAC arbeitet mit 18 Bit und 8-fachem Oversampling bei 352,8 kHz; 0,006 % Klirr und 100 dB Geräuschspannungsabstand sind Werte, die heute noch gelten. Beim Gebrauchtkauf lasse ich die Lade mehrmals fahren und eine gebrannte CD-R laufen: Ein Laufwerk, das beides ohne Zögern schafft, hat noch Reserven.
CD-Sammlung heute streamen? Netzwerkplayer in der Kaufberatung ›
Tonbandmaschinen ab 1977 · 1 Modell
Die B77 ist die Bandmaschine der B-Serie: Nachfolgerin der A77, auf der Funkausstellung 1977 vorgestellt, als 2-Spur und 4-Spur in sieben Ausführungen gebaut und bis in die 90er verkauft. Das Archiv hat acht Fotos, darunter Typenschild, Kopfträger und das Katalogbild des Tonmotors.
Stereo-Tonbandmaschine, 3 Motoren, 3 Köpfe · ab 1977
Revox B77
2-Spur und 4-Spur, sieben Ausführungen, später MK II
-
Gesamtansicht einer B77 im schwarzen Gehäuse -
Linkes Bedienfeld: Speed 3¾ und 7½ ips, Monitor Tape/Input, Volume, Rec L, Input Level mit Mic-Buchsen, Phones -
Rechtes Bedienfeld: VU-Meter Left und Right Channel, Rec R, Laufwerkstasten Pause, Rücklauf, Vorlauf, Play, Stop, Rec -
Kopfträger von schräg oben: zwei abgeschirmte Tonköpfe und die Bandführung -
Typenschild auf der Rückseite: 2 Spur, Nr. 014047, Willi Studer GmbH, D-7827 Löffingen, 50 bis 60 Hz, 80 W; daneben Netzspannungswähler und Sicherung -
Tonmotor: direkt angetrieben, mit Tachogenerator und Servosteuerung Foto: Katalogbild Revox -
Bedienungsanleitung der B77 MK II vor der Rückseite mit dem Anschlussfeld
| Spuren | 2-Spur Stereo/Mono (auch als 4-Spur) |
|---|---|
| Bandgeschwindigkeiten | 9,5 und 19 cm/s |
| Spulen | bis 26,5 cm |
| Antrieb | 3 Motoren; Tonmotor direkt angetrieben, Tachogenerator, Servosteuerung |
| Köpfe | 3 (Lösch-, Aufnahme-, Wiedergabekopf) |
| Löschdämpfung | über 70 dB |
| Eingänge | Mikrofon 0,25 mV / 5 kΩ Line 70 mV / 150 kΩ |
| Ausgänge | Line 0,775 V, DIN 0,5 V Kopfhörer 30 mV / 8 Ω |
| Aussteuerung | 2 VU-Meter |
| Frequenzgang | 9,5 cm/s: 30–16.000 Hz 19 cm/s: 30–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,08 % (19 cm/s) |
| Geräuschspannungsabstand | über 64 dB (Vollaussteuerung, 9,5 cm/s) |
| Gleichlauf | Abweichung der mittleren Geschwindigkeit ± 0,2 % (19 cm/s) |
| Vormagnetisierung, Löschfrequenz | 100 kHz |
| Hersteller | Willi Studer GmbH, D-7827 Löffingen |
| Abmessungen (B × H × T) | 452 × 448 × 207 mm |
| Gewicht | 17 kg |
| Neupreis | 4.700 bis 5.100 DM je Ausführung (1995: 4.700 DM) |
Die B77 kam 1977 auf der Funkausstellung Berlin zusammen mit B760 und B750 und blieb bis in die 90er im Programm, zuletzt als MK II; es gab sie als 2-Spur und 4-Spur in insgesamt sieben Ausführungen. Chassis, Seitenteile, Rückwand, Andruckarm und Kopfträger sind aus einer Druckgusslegierung, deshalb bleibt die Bandführung über Jahrzehnte in der Spur, wo Blechchassis nachgeben. Der Tonmotor ist direkt angetrieben und über einen Tachogenerator servogeregelt, zwei weitere Motoren wickeln; die 2-Spur bei 19 cm/s ist die Wahl für Aufnahmen, die 4-Spur die für Spielzeit. Die Maschine auf den Fotos ist eine 2-Spur mit der Nummer 014047 aus Löffingen; der Materialeinsatz erklärt den Preis von 4.700 bis 5.100 DM je nach Ausführung. Beim Kauf prüfe ich Köpfe und Andruckrolle auf Einschliff und Verhärtung und lasse die Maschine mit vollen Spulen umspulen; Bremsen und Wickelmotoren zeigen dann, was sie noch können.
Lautsprecher ab 1991 · 1 Modell
Die Forum B MK III ist die Revox-Regalbox von 1991. Sie steht im Archiv mit sechs Fotos: als Paar, einzeln und mit den drei Chassis im Detail.
3-Wege-Regallautsprecher, Bassreflex · ab 1991
Revox Forum B MK III
-
Paar mit Abdeckung auf Ständern -
Einzelbox ohne Abdeckung: Hochtöner, Mitteltöner, Tieftöner und Reflexöffnung -
Einzelbox mit Abdeckung -
Hochtöner mit Titankalotte und 100-mm-Mitteltöner, rechts die Reflexöffnung -
Tieftöner 200 mm mit Revox-Schriftzug auf der Staubkappe
| Prinzip | 3 Wege, Bassreflex |
|---|---|
| Tieftöner | 200 mm Konus |
| Mitteltöner | 100 mm Konus |
| Hochtöner | 25 mm Titankalotte |
| Belastbarkeit | 100 W Sinus |
| Schalldruck | 87 dB (1 m, 2,5 W) |
| Frequenzgang | 30–25.000 Hz |
| Trennfrequenzen | 380 und 3.500 Hz |
| Impedanz | 4 Ω |
| Abmessungen (B × H × T) | 290 × 475 × 325 mm |
| Gewicht | 14 kg |
| Baujahr | ab 1991 |
| Neupreis 1991 | 900 DM (Paar) |
Die Forum B MK III ist die Revox-Regalbox von 1991, 47,5 cm hoch und 14 kg schwer, auf einem Ständer auch als kleine Standbox brauchbar. Drei Wege mit 200-mm-Tieftöner, 100-mm-Mitteltöner und 25-mm-Titankalotte, getrennt bei 380 und 3.500 Hz: Der breit abstrahlende Mitteltöner hält das Klangbild auch außerhalb der Achse zusammen, die Titankalotte liefert die leichten Höhen, und die Reflexöffnung auf der Front erlaubt die Aufstellung nah an der Wand, weil nichts nach hinten atmet. Mit 4 Ω und 87 dB braucht sie einen Verstärker, der an 4 Ω stabil bleibt; der B750 MK II mit 2 × 110 W oder der B285 passen, ein kleiner Receiver mit 8-Ω-Angabe kommt ins Schwitzen. 900 DM das Paar machten sie zur günstigsten Revox-Komponente dieser Seite. Gebraucht taucht sie regelmäßig auf: Sicken und Staubkappen prüfen, dann zugreifen.
In der Lautsprecher-Klassiker-Galerie Verstärker dazu: B750 MK II
Regalbox neu? Regallautsprecher in der Kaufberatung ›














































Kommentarbereich geschlossen.