Sony: Vollverstärker, SEPP-OTL-Endstufen, Studio-Plattenspieler und ES-Klassiker mit technischen Daten
25 Sony-Geräte von 1965 bis 1997 mit technischen Daten, 191 Fotos und Neupreisen in DM: die frühen SEPP-OTL-Endstufen und TA-Vollverstärker mit gravierter Front, die ES-Serie der Achtziger und Neunziger, zwei Studio-Plattenspieler und die Lautsprecher SS-G5 und APM-66ES. Dazu die Firmengeschichte vom Transistorradio TR-55 bis zur Esprit-Serie.
- Gegründet
- 1946
- Gründer
- Ibuka & Morita
- Bekannt für
- TR-55, ES-Serie
- Auf dieser Seite
- 25 Modelle
Firmengeschichte kompakt: vom Transistorradio zur ES-Serie
Masaru Ibuka richtete 1945 in einem ausgebombten Gebäude in Tokio eine Radiowerkstatt ein. 1946 kam Akio Morita dazu, gemeinsam gründeten sie die Tokyo Tsushin Kogyo, die Fernmeldetechnik-Gesellschaft von Tokio. Die Firma baute mit dem Typ G das erste Tonbandgerät Japans. Anfang 1950 reiste Ibuka in die USA, hörte von der Transistor-Erfindung der Bell Labs und überzeugte Bell, die Technik an seine Firma zu lizenzieren. Während die amerikanischen Firmen den Transistor für das Militär erforschten und Texas Instruments die ersten Transistorradios baute, machte Ibukas Firma ihn zum ersten Mal gewerblich erfolgreich: Im August 1955 kam das TR-55, Japans erstes in Serie gebautes Transistorradio, im Dezember das TR-72 mit sechs Transistoren und Gegentakt-Endstufe, das auch in Deutschland verkauft wurde. Im Mai 1956 folgte das schlanke TR-6, für das Fuyuhiko Okabe die Figur „Atchan“ zeichnete. Als Sony Boy mit dem TR-6 am Ohr warb sie bis Mitte der Sechziger für die Marke. 1957 brachte das TR-63 mit 112 × 71 × 32 mm das kleinste Transistorradio seiner Zeit und den Durchbruch auf dem US-Markt: Von rund 100.000 Geräten 1955 wuchsen die Verkäufe tragbarer Transistorradios bis Ende 1968 auf fünf Millionen, getragen vom Rock’n’Roll der amerikanischen Teenager.
In die HiFi-Welt kam Sony spät. Röhrengeräte gab es von der Firma nie, die ersten Verstärker und Endstufen Mitte der Sechziger waren von Anfang an Transistorgeräte: die Endstufe TA-3120 von 1965, der Vollverstärker TA-1120 ab 1968, die Endstufe TA-3200F ab 1970. Von 1971 bis 1973 folgten die Quadro-Vorverstärker TA-2244 und TA-2240, der Decoder SQD-2020 und die Vollverstärker TA-1130 und TA-1150 mit fünf Millimeter dicker Aluminiumfront. 1977 kamen der Studio-Plattenspieler PS-X9 und der Vorverstärker TA-E88B, 1978 die Vollverstärker TA-F70 und TA-F80 mit Heat-Pipe-Kühlung und Impulsnetzteil. 1975 übernahm Sony die deutsche Marke WEGA, deren Zubehör und Tonabnehmer fortan bis auf das Logo mit den Sony-Teilen identisch waren. Die Esprit-Serie mit dem Kürzel ES brachte ab Ende der Achtziger die Endstufe TA-N80ES, die Vollverstärker TA-F830ES, TA-F770ES und TA-FA3ES sowie die CD-Spieler CDP-XE700 bis XE900. Sonys Tonabnehmer der XL-Serie, MM wie MC, gehörten zur Spitzenklasse und sind heute fast vergessen.
- 1946Tokyo Tsushin Kogyo gegründet von Masaru Ibuka und Akio Morita; erstes japanisches Tonbandgerät Typ G
- 1955TR-55, Japans erstes in Serie gebautes Transistorradio; im Dezember das Exportmodell TR-72
- 1957TR-63, 112 × 71 × 32 mm, der Welterfolg auf dem US-Markt
- 1965TA-3120, die erste Sony-Endstufe; 1968 der Vollverstärker TA-1120
- 1970TA-3200F, Sonys Spitzenendstufe bis 1976, 1.298 DM
- 1971Quadro: TA-2244, TA-2240, ab 1972 Decoder SQD-2020; Vollverstärker TA-1130
- 1977PS-X9 Studio-Plattenspieler und Vorverstärker TA-E88B
- 1978TA-F70 / TA-F80 mit Heat-Pipe-Kühlung und 20-kHz-Impulsnetzteil
- 1989TA-N80ES und TA-F830ES: die ES-Serie mit G-Chassis aus Mineralharz
- 1995TA-FA3ES, TA-FA5ES, TA-FA7ES und die CD-Spieler CDP-XE700 bis XE900
Sony waren nicht die ersten, aber ihr Transistorradio war am erfolgreichsten.
Sony 1971 bis 1975: Quadro, gravierte Fronten und die Serie, die noch wenige suchen
Die Sony-Serie von 1971 bis 1973 erkennst du am mattsilbernen oberen Rand der Frontplatte mit schwarzem SONY-Schriftzug in der Mitte. Die Fronten sind aus dickem Aluminium, die Beschriftungen bei den frühen Geräten graviert statt gedruckt, und die Technik hält: Unsere TA-3200F von 1971 hat bis heute keine Reparatur gebraucht. Zu dieser Generation gehören die Quadro-Vorverstärker TA-2244 und TA-2240 (1971), der SQ-Decoder SQD-2020 (1972), der Vollverstärker TA-1055 und seine Geschwister TA-1130 und TA-1150, die Tuner ST-5150 und ST-5130, die Receiver STR-6065, STR-7035 und STR-7055 sowie der Tuner-Vorverstärker STC-7000.
Sony hat, anders als Marantz, keine großen Stückzahlen über viele Jahre gebaut und die Serien in kurzen Abständen abgelöst. Deshalb ist diese Generation bei Sammlern bis heute weniger gefragt, was auch am knappen Angebot liegt. Das wird sich ändern, weil die Konkurrenzgeräte aus den USA und von Marantz teurer und seltener werden. Wer eine TA-3200F oder einen der Vollverstärker TA-F70 und TA-F80 von 1978 angeboten bekommt, greift zu. Beide Gruppen halten auch heute mit, und die Preise liegen noch deutlich unter denen vergleichbarer Marantz- oder McIntosh-Geräte.
SEPP OTL: warum die frühen Sony-Endstufen anders klingen
Alle Sony-Endstufen, Verstärker und Receiver bis Anfang der Siebziger arbeiten mit einer quasikomplementären SEPP-OTL-Endstufe, Single Ended Push Pull, Output Transformer Less. Die Endstufe wird mit positiver und negativer Spannung versorgt und ist direkt mit den Lautsprechern verbunden, ohne Koppelkondensator im Signalweg. Das bringt eine verzerrungsfreie Tiefbasswiedergabe, einen hohen Dämpfungsfaktor und keine Phasenverschiebung durch den Ausgang. Die Spannungsverstärkerstufen sind untereinander kondensatorlos gekoppelt, bei der TA-3200F über eine Darlington-Stufe.
Die Schaltung stammt aus der Röhrenzeit, als die ersten Transistorendstufen die bekannten Topologien übernahmen. Ihr Vorteil liegt in der Wiedergabe: räumlich und transparent statt wuchtig. Warum Sony nach dem Produktionsende der TA-3200F 1976 die SEPP-OTL-Schaltung aufgab, lässt sich nicht mehr klären. Wenn der Begriff „röhrenähnlicher Klang“ bei einem Transistorgerät überhaupt passt, dann bei den Sony-Geräten bis Anfang der Siebziger. Bei Verkaufsanzeigen, die diesen Klang für spätere Geräte versprechen, bleibe ich skeptisch: Nur wenige Hersteller haben die Schaltung nach 1968 noch eingesetzt.
Sony-Tuner: Klang vor Trennschärfe
Bis Ende der Siebziger legten die Entwickler bei Tunern mehr Wert auf den Klang als auf die Empfangstechnik. Die Senderdichte war gering, also reichte eine schlanke Empfangsschaltung für störungsfreien Empfang. Ab Mitte der Achtziger kamen Narrow-Wide-Umschaltungen und hohe Trennschärfe gegen die Nachbarsender, und jede dieser Maßnahmen kostete Klang. Für Sony heißt das: Der ST-5130 von Anfang der Siebziger, 1.498 DM Neupreis, der ST-5150 für 798 DM und der ST-70 aus dem kleinen System TA-70 sind die Tuner, die ich für reines UKW-Hören empfehle. Ihre Neupreise stehen in unserer Tuner-Preisliste.
Vollverstärker 1968–1997 · 10 Modelle
Zehn Vollverstärker aus drei Generationen: die TA-1100er mit gravierter Aluminiumfront und SEPP-OTL-Endstufe (1968 bis 1975), die Experimente TA-F6B und TA-F70/F80 mit Schaltnetzteil und Heat-Pipe-Kühlung (1978 bis 1983) und die ES-Serie von 1989 bis 1997. Die beiden Sony-Verstärker, bei denen ich ohne Zögern zugreife, sind TA-F70 und TA-F80; wer Fernbedienung und MC-Eingang in einem zuverlässigen Gerät sucht, nimmt den TA-F770ES.
Stereo-Vollverstärker, SEPP OTL · 1968–1970
Sony TA-1120
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TA-1120 aus anderer Perspektive
| Sinusleistung | 2 × 50 W (8 Ω) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,015 % |
| Frequenzgang | 10–100.000 Hz |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM: 5 mV / 47 oder 100 kΩ Phono 2 MM: 1 mV / 47 oder 100 kΩ Tape, AUX, Tuner: 200 mV / 100 kΩ |
| Dämpfungsfaktor | über 70 |
| Dynamik | über 80 dB |
| Fremdspannungsabstand | 90 dB |
| Lautsprecher | 8–16 Ω |
| Besonderheiten | nur Siliziumtransistoren, keine Ausgangsübertrager, Vor- und Endstufe auftrennbar |
| Maße (B × H × T) | 400 × 145 × 310 mm |
| Gewicht | 11 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
Mit dem TA-1120 begann 1968 die Reihe der großen Sony-Vollverstärker. Sony gab den Frequenzgang mit 10 bis 100.000 Hz bei ±0 dB an, eine Prospektangabe, die zeigt, worauf die Entwickler stolz waren: ein Verstärker ohne Ausgangsübertrager und ohne Koppelkondensator vor dem Lautsprecher, komplett mit Siliziumtransistoren.
Zwei Phono-Eingänge mit 5 und 1 mV Empfindlichkeit decken MM-Systeme aller Pegel ab, die Eingangsimpedanz lässt sich zwischen 47 und 100 kΩ umschalten. Vor- und Endstufe sind auftrennbar, du kannst den TA-1120 also auch als Vorstufe vor einer TA-3200F betreiben. Der Nachfolger TA-1130 von 1971 bringt die gleiche Leistung mit höherem Dämpfungsfaktor und dem Design der frühen Siebziger.
Stereo-Vollverstärker, SEPP OTL · 1971–1974
Sony TA-1130
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Schräg von links: Klinkeneingang AUX und Kopfhörerbuchse auf der Front Foto: Arnold Theisen -
Schräg von rechts Foto: Arnold Theisen -
Links: Eingangswahl, Filter abschaltbar Foto: Arnold Theisen -
Rechts: Klangregler mit elf Rasterstufen Foto: Arnold Theisen -
Von oben: 8 FET, 33 Transistoren, 37 Dioden Foto: Arnold Theisen -
Rückseite: 2 × Phono, Tuner, Tape, zwei Lautsprecherpaare, Vor- und Endstufe auftrennbar Foto: Arnold Theisen -
Rückseite links: die Eingänge Foto: Arnold Theisen -
Rückseite rechts: Lautsprecherklemmen, Netzspannung außen einstellbar (100, 117, 220, 240 V) Foto: Arnold Theisen -
Detail: gravierte Beschriftung Foto: Arnold Theisen -
TA-1130, Archivfoto
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 50 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 65 W (8 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Musikleistung (DIN) | 2 × 100 W (8 Ω, 1 kHz) |
| Klirrfaktor | 0,1 % (max., 20–20.000 Hz) · 0,05 % (1 W) |
| Frequenzgang | 10–200.000 Hz +0/−2 dB (1 W) |
| Bandbreite | 7–30.000 Hz ±1 dB (1 W) |
| Kanaltrennung | 50 dB (1 kHz) |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 und 2 MM: 1,2 mV / 47 kΩ AUX, Tape, Tuner: 130 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB (30–15.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 70 dB (IHF-A) · AUX, Tuner, Tape 90 dB |
| Bestückung | 8 FET, 33 Transistoren, 37 Dioden |
| Netzspannung | 100, 117, 220, 240 V (außen einstellbar) |
| Leistungsaufnahme | 280 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 400 × 150 × 330 mm |
| Gewicht | 13 kg |
| Neupreis 1974 | 1.598 DM Abverkauf bis 1975 |
Der TA-1130 war von 1971 bis 1974 Sonys größter Vollverstärker, auch wenn die Nummer kleiner ist als beim TA-1150. Bis 1975 war die Zählung bei Sony so, da hilft kein Nachdenken. Die Endstufe arbeitet ohne Koppelkondensatoren, deshalb bleibt der Tiefbass verzerrungsfrei und der Dämpfungsfaktor mit 100 hoch.
An Anschlüssen fehlt nichts: zwei Phono-Eingänge, drei AUX, davon einer als Klinke auf der Front, Tape, Tuner, zwei Lautsprecherpaare und auftrennbare Vor- und Endstufe. Die Klangregler rasten in elf Stufen, die Filter lassen sich abschalten. Beim Kauf achte ich auf die Front: Die Gravur ist tief und lässt sich nicht nachdrucken, eine verschrammte Platte bleibt verschrammt. Wer weniger Leistung braucht, nimmt den TA-1150 mit 2 × 30 W und fast gleicher Ausstattung.
Stereo-Vollverstärker
Sony TA-1140
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TA-1140, zweite Ansicht
| Sinusleistung | IHF: 2 × 40 W (8 Ω) · DIN: 2 × 50 W (4 Ω) beide Kanäle gleichzeitig: 2 × 35 W (8 Ω) |
|---|---|
| Dynamische Leistung (IHF) | 120 W (8 Ω) · 190 W (4 Ω) |
| Klirrfaktor | unter 0,1 % (Vollaussteuerung) · unter 0,05 % (1 W) |
| Intermodulation | unter 0,1 % (Vollaussteuerung) |
| Frequenzgang | 10–200.000 Hz +0/−2 dB |
| Störabstand | über 110 dB |
| Dämpfungsfaktor | über 100 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 1,2 mV / 47 kΩ Tuner, Reserve, Band: 130 mV / 100 kΩ |
| Klangregelung | Bass 50/100 Hz ±10 dB · Höhen 10/20 kHz +10 dB |
| Filter | Höhen 6 dB/Okt. über 5 kHz · Tiefen 6 dB/Okt. unter 70 Hz |
| Bestückung | 39 Dioden, 8 FET, 33 Transistoren |
| Netzspannung | 100, 117, 220, 240 V |
| Maße (B × H × T) | 400 × 149 × 316 mm |
| Gewicht | 9,8 kg |
Baujahre und Neupreis fehlen uns noch. Du hast einen Prospekt oder eine Rechnung? Schreib uns.
Der TA-1140 steht zwischen TA-1130 und TA-1150: 2 × 40 W Sinus an 8 Ω, dieselbe Eingangsbestückung mit 1,2 mV am Phono-Eingang und dieselbe Transistorzahl wie der große Bruder. Die Klangregler haben umschaltbare Eckfrequenzen, Bass bei 50 oder 100 Hz, Höhen bei 10 oder 20 kHz, dazu getrennte Hoch- und Tiefpassfilter mit flachen 6 dB pro Oktave.
Die 190 W dynamische Leistung an 4 Ω zeigen, dass das Netzteil für kurze Spitzen Reserven hat; mit beiden Kanälen voll ausgesteuert bleiben 2 × 35 W. Die Baujahre fehlen in unserem Archiv, nach Front und Technik gehört der TA-1140 in die Serie von 1971 bis 1975.
Stereo-Vollverstärker, SEPP OTL · 1972–1975
Sony TA-1150
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Links: Eingangswahl, Klinkeneingang AUX und Kopfhörer auf der Front -
Links im Detail: Loudness, Hoch- und Tiefpassfilter -
Rechts: Bass und Höhen getrennt für links und rechts -
Innen: 2 IC, 26 Transistoren, 3 Dioden, abnehmbare Bodenplatte -
Rückseite: 2 × Phono, 2 × Tape, Tuner, Center-Channel-Ausgang, drei Netzausgänge -
TA-1150, Archivfoto
| Sinusleistung | IHF: 2 × 30 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) DIN: 2 × 35 W (8 Ω, 1 kHz) |
|---|---|
| Musikleistung (DIN) | 2 × 50 W (8 Ω, 1 kHz) |
| Klirrfaktor | 0,1 % (max., 20–20.000 Hz) |
| Frequenzgang | 20–35.000 Hz ±1 dB (1 W) |
| Bandbreite | 15–80.000 Hz ±2 dB (1 W) |
| Kanaltrennung | 50 dB (1 kHz) |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 und 2 MM: 2 mV / 47 kΩ AUX, Tape 1 und 2, Tuner: 140 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB (30–15.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 70 dB (IHF-A) · AUX, Tuner, Tape 90 dB |
| Bestückung | 2 IC, 26 Transistoren, 3 Dioden |
| Netzspannung | 100, 117, 220, 240 V (außen einstellbar) |
| Leistungsaufnahme | 165 W (max.) |
| Zubehör | Holzgehäuse TAC-1N |
| Maße (B × H × T) | 400 × 150 × 315 mm |
| Gewicht | 8,3 kg |
Für den Neupreis nennen unsere Quellen 798 DM (1975) und 748 DM, deshalb steht hier keine Zahl. Du hast eine Rechnung oder Preisliste? Schreib uns.
Der TA-1150 ist der kleine Bruder des TA-1130 im gleichen Gehäuse: 2 × 30 W Sinus, dieselbe Endstufe ohne Koppelkondensatoren, derselbe Dämpfungsfaktor von 100. Ungewöhnlich für die Klasse sind die getrennten Bass- und Höhenregler für den linken und rechten Kanal, dazu Loudness, Hoch- und Tiefpassfilter und ein Wahlschalter für Haupt- und Zweitlautsprecher.
Auf der Rückseite findest du zwei Phono-Eingänge, zwei Tape-Anschlüsse, Tuner, einen Center-Channel-Ausgang für einen dritten Lautsprecher und drei Netzausgänge, einer davon ungeschaltet. Vor- und Endstufe lassen sich trennen. Die abnehmbare Bodenplatte macht den Service einfach, und mit 8,3 kg trägt sich das Gerät noch bequem zur Werkstatt. Das passende Holzgehäuse hieß TAC-1N und ist heute schwerer zu finden als der Verstärker.
Stereo-Verstärker und UKW/MW-Tuner, System · 1969–1970
Sony TA-70 und ST-70
| TA-70 Sinusleistung | 2 × 10 W (IHF, 8 Ω) |
|---|---|
| ST-70 | UKW/MW-Stereo-Tuner |
| System | TA-70, ST-70, Lautsprecher SS-70 |
| Maße je Gerät (B × H × T) | 330 × 80 × 220 mm |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
Das kleinste Sony-System der frühen Jahre: Verstärker TA-70 mit 2 × 10 W, Tuner ST-70 und die Lautsprecher SS-70, alles im flachen Gehäuse von 330 mm Breite. Für ein Arbeitszimmer oder eine Küche mit wirkungsgradstarken Boxen reicht das bis heute, Tiefbass darfst du von 10 W nicht erwarten.
Den ST-70 zähle ich zu den Tunern, die noch auf Klang statt auf Trennschärfe gebaut sind, mehr dazu im Abschnitt Sony-Tuner. Technische Daten über die Leistung hinaus kennen wir nicht; ein Prospekt des Systems wäre eine Hilfe.
Vollverstärker mit Schaltnetzteil · 1978–1983
Sony TA-F6B
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TA-F6B, zweite Ansicht
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 100 W |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,01 % |
| Leistungsbandbreite | 5–35.000 Hz |
| Frequenzgang | 0–100.000 Hz +0/−1 dB |
| Signalrauschabstand | 115 dB · Phono MM 85 dB · Phono MC 70 dB · AUX, Tuner, Tape 105 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω, 1 kHz) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM: 2,5 mV / 50 kΩ Phono 2 MC: 0,08 mV / 100 Ω AUX 1 und 2, Tuner, Tape 1 und 2: 150 mV / 100 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB |
| Maße (B × H × T) | 430 × 170 × 390 mm |
| Gewicht | 12 kg |
| Neupreis | rund 1.200 DM |
Der TA-F6B gehört zu Sonys Schaltnetzteil-Generation ab 1978, zusammen mit TA-F70 und TA-F80. 2 × 100 W Sinus bei 0,01 % Klirrfaktor wiegen hier 12 kg; der TA-F830ES mit konventionellem Netzteil und 2 × 80 W bringt 24,5 kg auf die Waage. Der MC-Eingang mit 0,08 mV und 100 Ω nimmt auch leise Systeme ohne Übertrager an.
Mit 150 mV Eingangsempfindlichkeit an den Hochpegeleingängen passt jeder heutige Streamer oder CD-Spieler. Beim Kauf lasse ich mir das Gerät eine Stunde warmlaufen: Ein Schaltnetzteil dieser Generation zeigt Schwächen eher nach längerem Betrieb als beim Einschalten.
Vollverstärker mit Heat-Pipe-Kühlung und Impulsnetzteil · 1978–1981
Sony TA-F70 und TA-F80
- TA-F70
- TA-F80
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Klappe offen: beim TA-F80 sitzen rechts zusätzlich zwei Regler für die Phono-Kapazität Foto: Karin Mayerhoffer -
Schräg von vorn Foto: Karin Mayerhoffer -
Detail Front Foto: Karin Mayerhoffer -
Lautstärke und Eingangswahl Foto: Karin Mayerhoffer -
Innen: Heat-Pipe-Kühlung statt Aluminiumprofilen Foto: Karin Mayerhoffer -
Power Pulse Supply: das kleine 20-kHz-Impulsnetzteil ersetzt den großen Trafo Foto: Karin Mayerhoffer -
Innen, Detail Foto: Karin Mayerhoffer -
Platine Foto: Karin Mayerhoffer -
Rückseite: Phono MM und MC, Tuner, AUX, Tape 1 und 2 Foto: Karin Mayerhoffer -
Typenschild Foto: Karin Mayerhoffer -
Von oben Foto: Karin Mayerhoffer -
TA-F80: äußerlich gleich, 2 × 120 W -
TA-F80, Archivfoto
| Sinusleistung (IHF) | TA-F70: 2 × 90 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) TA-F80: 2 × 120 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,007 % (Vollaussteuerung, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 5–30.000 Hz |
| Bandbreite | 0–100.000 Hz +0/−1 dB |
| Restrauschen | 110 µV |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω, 1 kHz) |
| Eingangsempfindlichkeit TA-F70 | Phono MM: 2,5 mV / 50 kΩ Phono MC: 0,125 mV / 33 oder 100 Ω |
| Eingangsempfindlichkeit TA-F80 | Phono MM: 2,5 mV / 100 kΩ, Kapazität 100 oder 400 pF Phono MC: 0,125 mV / 33 oder 100 Ω |
| Hochpegel | Tuner, AUX, Tape 1 und 2: 150 mV / 50 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MC 78 dB · Phono MM 88 dB · AUX, Tape, Tuner 105 dB |
| Lautsprecher | 8–16 Ω |
| Maße (B × H × T) | 430 × 160 × 410 mm |
| Gewicht | TA-F70: 8,7 kg · TA-F80: 9,9 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
TA-F70 und TA-F80 sind Sonys Experimentalverstärker. Statt Aluminiumprofilen kühlt eine Heat Pipe mit Flüssigkeit die Leistungstransistoren, eine Technik, die erst Jahrzehnte später in Notebooks üblich wurde. Das Netzteil heißt Power Pulse Supply: Ein Hochfrequenzwandler zerhackt die gleichgerichtete Netzspannung in exakte 20-kHz-Impulse, die Ausgangsspannung wird erneut gleichgerichtet und über eine Konstantspannungsregelung mit Impulsbreitensteuerung stabil gehalten. Die kleinen Trafos liefern so die Spannung und Kapazität eines großen Netztrafos, und der Verstärker wiegt mit 8,7 kg weniger als jeder andere 90-Watt-Verstärker dieser Seite.
Hörbar wird das im Tiefbass: Die Rechteckanstiegszeit ist kurz, impulsive Passagen bleiben sauber getrennt, der Klirrfaktor liegt bei 0,007 %. Äußerlich sind beide gleich; erst hinter der Klappe zeigt der TA-F80 rechts zwei zusätzliche Regler für die Kapazität des MM-Eingangs. Beide haben MC-Eingänge mit 33 oder 100 Ω Abschluss. Für mich sind es die interessantesten Sony-Vollverstärker vor der ES-Serie, und ich greife zu, wenn eines der beiden Geräte angeboten wird.
Vollverstärker, ES-Serie · 1989–1993
Sony TA-F830ES
-
Gehäuseecke: Holzseitenteil, darunter der Netzschalter -
Front links -
Front rechts -
Bedienelemente -
Rückseite: Phono MM und MC, Lautsprecherklemmen für zwei Paare, Vorverstärkerausgang -
Rückseite, Detail -
Front: großer Lautstärkeregler, Eingangswahl und Umschalter Cartridge Load -
Deckel: Lüftungsschlitze, vorn der Sony-Schriftzug -
Von oben -
Innen: vergossener Trafo, sechs Elkos mit zusammen 96.000 µF, ein Netzteil -
TA-F830ES, Archivfoto
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 80 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 120 W (4 Ω, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,004 % (Vollaussteuerung, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Bandbreite | 2–200.000 Hz +0/−3 dB |
| Restrauschen | 110 µV |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω, 1 kHz) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MC: 0,17 mV / 40 Ω Phono MM: 2,5 mV / 50 kΩ AUX, Tuner, Tape 1 bis 3, CD: 150 mV / 30 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MC 70 dB · Phono MM 87 dB · AUX, Tape, Tuner, CD 105 dB |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Maße (B × H) | 470 × 170 mm |
| Gewicht | 24,5 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
Der TA-F830ES ist der schwerste Vollverstärker dieser Seite: 24,5 kg, davon ein großer Teil im vergossenen Transformator und im G-Chassis, dem tragenden Geräteboden aus Sonys Mineral-Kunstharz-Mischung (G für Gibraltar). Sechs Elkos mit zusammen 96.000 µF puffern die Endstufe. Ab diesem Modell verwendete Sony nur noch ein Netzteil; die Vorgänger hatten zwei.
Die Drehregler sind aus Vollmaterial und mit einer Madenschraube auf der Achse gesichert, wackelnde Knöpfe gibt es hier nicht. Phono MM und MC, drei Tape-Anschlüsse, CD, Klemmen für zwei Lautsprecherpaare und ein Vorverstärkerausgang decken jede Anlage ab. Mit 2 × 80 W an 8 Ω und 2 × 120 W an 4 Ω treibt er auch große Standboxen. Der Nachfolger TA-F770ES bringt mehr Leistung, Fernbedienung und drei Kilo weniger.
Vollverstärker, ES-Serie · 1992–1995
Sony TA-F770ES
baugleich: Sony TA-F333ESL
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Klappe offen: die selten gebrauchten Regler sitzen unten hinter der Klappe -
Schräg von vorn -
Front links -
Front rechts -
Rückseite: Phono MC mit 1 kΩ oder 100 Ω, MM, AUX, Tape, Tuner, CD -
Rückseite, Detail -
Innen: Doppelmono-Aufbau mit MOS-FET-Endstufen -
Innen, Detail -
Fernbedienung -
Holzseitenteil -
TA-F770ES, Archivfoto
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 100 W (8 Ω) · 2 × 110 W (6 Ω) · 2 × 140 W (4 Ω), je 20–20.000 Hz |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,004 % (Vollaussteuerung, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 10–100.000 Hz |
| Bandbreite | 2–200.000 Hz +0/−3 dB |
| Hochpegel-Frequenzgang | AUX 1 und 2, Tape: 12–100.000 Hz ±3 dB |
| Restrauschen | 110 µV |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω, 1 kHz) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MC: 0,17 mV / 1 kΩ oder 100 Ω Phono MM: 2,5 mV / 50 kΩ AUX, Tape, Tuner, CD: 150 mV / 20 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MC 77 dB · Phono MM 93 dB · AUX, Tape, Tuner, CD 105 dB |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Maße (B × H × T) | 470 × 165 × 435 mm |
| Gewicht | 21,3 kg |
| Neupreis 1992 | 1.598 DM |
Der TA-F770ES ist der Esprit-Vollverstärker, den ich Einsteigern in die ES-Serie empfehle: 2 × 100 W an 8 Ω, Doppelmono-Aufbau, MOS-FET-Endstufen, Phono MM und MC mit umschaltbarer Empfindlichkeit, Fernbedienung, und er ist technisch unanfällig und zuverlässig. In Japan hieß dasselbe Gerät TA-F333ESL. 1995 löste ihn der TA-FA7ES ab.
Alles, was man nicht täglich braucht, sitzt hinter einer Klappe im unteren Frontbereich, dadurch wirkt die Front ruhig; die Holzseitenteile tun das Ihre. Beim Kauf prüfe ich die Klappe auf Spiel und frage nach der Fernbedienung, denn Lautstärke und Eingangswahl sind darauf ausgelegt. Wer weniger Leistung braucht und 10 statt 21 Kilo tragen will, nimmt den TA-FA3ES.
Vollverstärker, ES-Serie · 1995–1997
Sony TA-FA3ES
-
Schriftzug TA-FA3ES unter der Attenuator-Skala in dB -
Front links: Source-Direct-Schalter umgeht die Klangregelung -
Motorpoti: Lautstärke per Fernbedienung RM-S702 -
Front rechts -
Rückseite: sechs Eingänge mit Phono MM und MC, dicke Klemmen, Vorverstärkerausgang -
Rückseite, Detail -
Gerätefüße gegen Vibrationen -
Detail -
Detail -
Von oben -
Innen: FB-Chassis mit zwei Kammern und Verstrebungen, Doppelmono -
Ringkerntrafo, für 2 × 60 W großzügig bemessen
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 60 W (8 Ω, 20–20.000 Hz) 2 × 120 W (4 Ω, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,005 % (Vollaussteuerung, 8 Ω) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Bandbreite | 2–200.000 Hz +0/−3 dB |
| Restrauschen | 110 µV |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω, 1 kHz) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MC: 0,17 mV / 40 Ω Phono MM: 2,5 mV / 40 kΩ AUX, Tuner, Tape 1 bis 3, CD: 150 mV / 30 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MC 77 dB · Phono MM 90 dB · AUX, Tape, Tuner, CD 105 dB |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Fernbedienung | Sony RM-S702 |
| Maße (B × H × T) | 430 × 135 × 375 mm |
| Gewicht | 10,0 kg |
| Neupreis 1995 | 1.098 DM |
Der TA-FA3ES ist das kleinste Modell der 1995er ES-Serie mit TA-FA5ES und TA-FA7ES, klein aber nur bei Leistung und Maßen. Das FB-Chassis mit zwei Kammern und Verstrebungen, die Füße gegen Vibrationen, der Doppelmono-Aufbau und der große Ringkerntrafo sind dieselben Zutaten wie bei den großen Brüdern. 2 × 60 W an 8 Ω und 2 × 120 W an 4 Ω reichen für die meisten Regal- und viele Standboxen.
Sechs Eingänge mit Phono MM und MC, dicke Lautsprecherklemmen, ein Vorverstärkerausgang und der Source-Direct-Schalter, der die Klangregelung umgeht, machen ihn auch für Plattenhörer komplett. Der Lautstärkeregler läuft per Motor über die Fernbedienung RM-S702. Beim Kauf bestehe ich darauf, dass die Fernbedienung dabei ist, Ersatz ist mühsam zu beschaffen.
Vollverstärker mit Garantie und Phono-Eingang heute: Class-D-Verstärker-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Vor- und Endstufen 1965–1994 · 6 Modelle
Sonys Endstufen in der Reihenfolge: TA-3120 (1965), TA-3120A (1967), TA-3060 (1969), TA-3130F (1968 bis etwa 1971), TA-3200F (1970 bis Ende 1976, zuletzt parallel zur neuen TAN-8550), TA-3140F (1972), ab 1978 die TAN-88B als Ablösung der TAN-8550, 1980 die Mono-Endstufe TA-N9, 1981 die TA-N7B, 1983/84 TA-N900 (mono) und TA-N901, 1988 TA-N77ES, 1989 TA-N80ES. In den Neunzigern folgten unter anderem TA-NR1, TA-N55ES, TA-N220, TA-N90ES, TA-N9000ES und TA-N1. Die kleinen Endstufen von 1965 bis 1972 dienten in Quadro-Anlagen als Zusatzendstufen für die hinteren Kanäle.
Stereo-Endstufe, SEPP OTL · 1969
Sony TA-3060
-
TA-3060, zweite Ansicht
| Sinusleistung | 2 × 30 W (8 Ω) |
|---|---|
| Dynamische Leistung | 70 W |
| Frequenzgang | 5–300.000 Hz +0/−2 dB |
| Klirrfaktor | 0,1 % (Vollaussteuerung) · 0,05 % (1 W) |
| Eingangsempfindlichkeit | 0,9 V / 100 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | 110 dB |
| Dämpfungsfaktor (1 kHz) | 90 (4 Ω) · 180 (8 Ω) · 360 (16 Ω) |
| Schaltung | quasikomplementär SEPP OTL, 16 Siliziumtransistoren, 6 Dioden, Koppelkondensatoren mit Filter zum Schutz der Lautsprecher |
| Leistungsaufnahme | 86 W |
| Maße (B × H × T) | 200 × 149 × 320 mm |
| Gewicht | 5,8 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
Die TA-3060 ist die halbe Breite eines Vollverstärkers: 200 mm, 5,8 kg, 2 × 30 W. Sony baute sie 1969; in Quadro-Anlagen lief sie als Zusatzendstufe für die hinteren Kanäle neben einem Vollverstärker. Anders als die späteren Vollverstärker hat die TA-3060 noch Koppelkondensatoren am Ausgang, mit eingebautem Filter zum Schutz der Lautsprecher.
Mit 0,9 V Eingangsempfindlichkeit steuert sie heute jeder Vorverstärker oder jeder DAC mit Lautstärkeregelung aus. Pegelregler gibt es nicht, die hat erst die TA-3140F. Der Vergleich aller kleinen Sony-Endstufen steht in der Tabelle unten.
Stereo-Endstufe · 1972
Sony TA-3140F
| Sinusleistung | IHF: 2 × 35 W · DIN: 2 × 40 W |
|---|---|
| Leistungsbandbreite | 6–35.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,1 % (Vollaussteuerung) · 0,01 % (1 W) |
| Frequenzgang | 10–200.000 Hz +0/−2 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 110 dB |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω) |
| Maße (B × H × T) | 200 × 149 × 320 mm |
| Gewicht | 6,5 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
Die TA-3140F von 1972 ist die kleine Endstufe mit Pegelreglern auf der Front; die TA-3130F sieht genauso aus, leistet 2 × 50 W und wiegt 7,8 kg. Mit 2 × 35 W, 0,01 % Klirrfaktor bei einem Watt und einem Dämpfungsfaktor von 100 ist sie für ihre Größe eine ernsthafte Endstufe.
Zwei TA-3140F nebeneinander sind 400 mm breit, also so breit wie ein TA-1130. Genau so haben Quadro-Hörer sie 1972 eingesetzt. Die Unterschiede zu TA-3130F, TA-3120 und TA-3120A stehen in der Tabelle im nächsten Abschnitt.
Kleine Stereo-Endstufen 1965–1972
Sony TA-3130F, TA-3120, TA-3120A und TA-3060 im Vergleich
| Modell | Jahr | Leistung (IHF) | Klirrfaktor | Frequenzgang |
|---|---|---|---|---|
| TA-3120 | 1965 | 2 × 50 W (8 Ω) · 2 × 35 W (16 Ω), je ±0,5 dB | 0,1 % (Vollast) · 0,07 % (25 W) · 0,05 % (500 mW) | 10–100.000 Hz +0/−1 dB |
| TA-3120A | 1967 | 2 × 60 W (4 Ω) · 2 × 50 W (8 Ω) · 2 × 35 W (16 Ω), je ±0,5 dB | 0,2 % (Vollast) · 0,05 % (25 W) · 0,02 % (10 W) | 7–180.000 Hz +0/−1 dB |
| TA-3060 | 1969 | 2 × 30 W | 0,1 % (Vollast) · 0,05 % (1 W) | 5–300.000 Hz +0/−2 dB |
| TA-3130F | 1968 bis etwa 1971 | 2 × 50 W | 0,05 % | 10–200.000 Hz |
TA-3120 (1965) und TA-3120A (1967) sind Sonys erste Endstufen, die TA-3060 von 1969 die kleinste, die TA-3130F mit 2 × 50 W die stärkste der kleinen Reihe. TA-3120, TA-3120A und TA-3060 haben keine Pegelregler, TA-3130F und TA-3140F schon. Alle fünf wurden auch als Zusatzendstufen in Quadro-Anlagen gefahren.
Suchst du eine kleine Endstufe für einen aktiven Subwoofer-Ersatz oder ein Zweitsystem, nimm eine der F-Versionen mit Pegelreglern. Die Konstruktion und der Klang dieser Endstufen von 1965 bis 1976 halten dem Vergleich mit Röhrengeräten stand, FETs, ICs oder VFETs gab es noch nicht, verbaut sind die damals neuesten klassischen Transistortypen.
Stereo-Endstufe, SEPP OTL · 1970–1976
Sony TA-3200F
-
Glatte Knöpfe: diese Ausführung war für den asiatischen Markt gedacht -
NORMAL / TEST: in NORMAL werden Frequenzen unter 30 Hz mit 6 dB pro Oktave gedämpft, in TEST reicht der Frequenzgang bis 5 Hz -
Testschalter, Beschriftung -
Innen: Endstufenplatine -
Schräg von vorn -
Detail -
Holzgehäuse TAC-1, Zubehör -
TAC-1, Ansicht -
TAC-1, zweite Ansicht -
Drehknopf im Detail -
Front -
TA-3200F, Archivfoto -
Rückseite: zwei Vorverstärker-Eingänge (einer fest, einer regelbar), zwei Lautsprecherpaare -
TA-2000F: der passende Vorverstärker, 1.698 DM Neupreis
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 130 W (4 Ω) · 2 × 110 W (8 Ω), 20–20.000 Hz, 0,03 % Klirr |
|---|---|
| Dynamische Leistung | 500 W (4 Ω) · 320 W (8 Ω) |
| Dynamic Headroom | 2,8 dB (4 Ω) · 1,8 dB (8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 5–200.000 Hz +0/−2 dB (4 und 8 Ω, 0,02 % Klirr) |
| Klirrfaktor | 0,002 % (0,5 W) · 0,03 % (1 W) · 0,1 % (Vollast) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz |
| Dämpfungsfaktor (1 kHz) | 85 (4 Ω) · 170 (8 Ω) · 340 (16 Ω) |
| Dynamikbereich | 100 dB |
| Anstiegsgeschwindigkeit | 150 V/µs |
| Restrauschen | unter 0,003 µW (8 Ω) |
| Geräuschspannungsabstand | über 110 dB |
| Eingänge | 1 × 0–1,4 V / 75 kΩ (regelbar) · 1 × 1,4 V / 75 kΩ (fest) |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, zwei Paare |
| Bestückung | 31 Siliziumtransistoren, 41 Dioden; Netzteil mit 2 × 8.000 µF / 80 V |
| Netzspannung | Export: 100, 117, 220, 240 V (innen) · USA/Kanada: 120 V |
| Leistungsaufnahme | 340 W (max.) · 37 W (min.) |
| Zubehör | Holzgehäuse TAC-1 (N) |
| Maße (B × H × T) | 400 × 149 × 323 mm |
| Gewicht | 14 kg (europäische Ausführung) |
| Neupreis | 1970: 1.298 DM · 1976: 1.398 DM |
Die TA-3200F lief von 1970 bis Ende 1976, länger als jede andere Sony-Endstufe, zuletzt parallel zur neuen TAN-8550, deren Daten mit ihren identisch sind. Unscheinbar von außen, innen ein gekapseltes Netzteil mit zwei Elkos von 8.000 µF bei 80 V, direkt gekoppelte Lautsprecher mit Schutzschaltung und die quasikomplementäre SEPP-OTL-Endstufe. Zwei Vorverstärker lassen sich anschließen und umschalten, ein CD-Spieler oder DAC passt an den zweiten Eingang mit fester Empfindlichkeit, und die Leistung ist in zwei Stufen auf ein Viertel oder die Hälfte begrenzbar.
Der Schalter NORMAL / TEST auf der Rückseite entscheidet über den Tiefbass: In NORMAL werden Frequenzen unter 30 Hz mit 6 dB pro Oktave gedämpft, damit Subsonic-Anteile die Membranen nicht sinnlos bewegen; in TEST reicht der Frequenzgang bis 5 Hz. Für den Alltag bleibt der Schalter auf NORMAL. Unsere Endstufe wurde 1971 gekauft, bis heute ohne Reparatur, Schalter und Regler knistern nicht, nur die grüne Betriebslampe gab nach 44 Jahren auf. Gebraucht kostet eine TA-3200F mit Metallgehäuse je nach Zustand ab 350 Euro, das Holzgehäuse TAC-1N war Zubehör. Findest du eine, kaufst du sie.
Die SEPP-OTL-Schaltung erklärt IHF und DIN: Wattangaben richtig lesen
Stereo-Vorverstärker, Doppelmono · 1977–1984
Sony TA-E86B und TA-E88B
- TA-E86B
- TA-E88B
-
Schräg von vorn -
Front, Detail -
Rückseite: Phono 1 MM mit 25, 50 oder 100 kΩ, Phono 2 MC mit 25 oder 100 Ω -
Von oben: zwei getrennte Netzteile, 22 FET, 90 Transistoren -
Unterseite -
Linke Seite -
Rechte Seite -
Katalog: TA-E86B mit der passenden Endstufe TA-N86B -
TA-E88B: der größere Bruder, 174 Transistoren, zweiter MM-Eingang mit 10 bis 100 kΩ -
TA-E88B, zweite Ansicht -
TA-E88B, Detail -
TA-E88B, Front -
TA-E86B und TA-E88B, Archivfoto
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM: 2,5 mV / 25, 50 oder 100 kΩ Phono 2 MC: 0,125 mV / 25 oder 100 Ω AUX, Tuner, Tape: 150 mV / 50 kΩ |
|---|---|
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 87 dB · Phono MC 78 dB · AUX, Tuner, Tape 105 dB |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Klirrfaktor | 0,003 % |
| Intermodulation | unter 0,003 % (4 : 1) |
| Leistungsbandbreite | 5–500.000 Hz |
| Frequenzgang | 0–500.000 Hz +0/−1 dB |
| Kanaltrennung | 42 dB |
| Ausgang | 2 × 1,5 V / 100 Ω |
| Bestückung | 22 FET, 20 Dioden, 90 Transistoren |
| Leistungsaufnahme | 15 W |
| Passende Endstufe | TA-N86B |
| Maße (B × H × T) | 480 × 80 × 366 mm |
| Gewicht | 8,2 kg |
| Bauzeit | 1978–1984 |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
| Eingangsempfindlichkeit | Phono 1 MM: 2,5 mV / 25, 50 oder 100 kΩ, 100 pF Phono 2 MM: 2,5 mV / 10–100 kΩ Phono 2 MC: 0,125 mV / 25 oder 100 Ω AUX, Tuner, Tape: 150 mV / 50 kΩ |
|---|---|
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 88 dB · Phono MC 80 dB · AUX, Tuner, Tape 105 dB |
| Phono RIAA | ±0,2 dB (20–20.000 Hz) |
| Klirrfaktor | 0,002 % |
| Intermodulation | unter 0,002 % (4 : 1) |
| Leistungsbandbreite | 5–500.000 Hz |
| Frequenzgang | 0–500.000 Hz +0/−1 dB |
| Kanaltrennung | über 45 dB |
| Ausgang | 2 × 1,5 V / 100 Ω |
| Bestückung | 30 FET, 29 Dioden, 174 Transistoren |
| Leistungsaufnahme | 22 W |
| Passende Endstufe | TA-N88B (digitale Endstufe) |
| Maße (B × H × T) | 480 × 80 × 370 mm |
| Gewicht | 9,4 kg |
| Bauzeit | 1977–1984 |
Der TA-E88B kam 1977 zuerst nach Japan, der TA-E86B folgte 1978 als kleinerer Bruder, beide liefen bis 1984. Beide sind Doppelmono-Vorverstärker mit zwei Netzteilen und eingebautem Kopfhörerverstärker, beide haben einen MC-Eingang mit 0,125 mV und wählbarem Abschluss von 25 oder 100 Ω. Der TA-E88B legt beim MM-Eingang nach: ein zweiter MM-Eingang mit 10 bis 100 kΩ Impedanz, dazu 100 pF Zusatzkapazität am ersten, und mit 174 Transistoren fast die doppelte Bestückung.
Wer einen Vorverstärker für zwei Plattenspieler sucht, einen mit MM- und einen mit MC-System, bekommt hier das Werkzeug dafür, und der TA-E88B nimmt sogar zwei MM-Systeme zusätzlich zum MC auf. Die passende Endstufe zum TA-E86B war die TA-N86B, zum TA-E88B die TA-N88B mit digitaler Endstufe. Für mich ist der TA-E86B erste Wahl, der TA-E88B mit 174 Transistoren und 30 FETs die aufwendigere Ausführung. Hast du die Wahl, nimm den, der gerade angeboten wird.
Stereo-Endstufe, ES-Serie, brückbar · 1989–1994
Sony TA-N80ES (MK I bis MK III)
-
Schräg von vorn -
Front, Detail -
Front mit Holzwangen, Netzschalter, Lautsprecherwahl und Statusanzeigen -
Rückseite: XLR symmetrisch, Cinch fest und regelbar, Mono-Schalter, Klemmen für zwei Paare -
Klemmen für große Kabelquerschnitte -
Detail -
Detail -
Detail -
G-Chassis: Geräteboden aus Mineral-Kunstharz -
Von oben -
Seite -
MK III, Lüftungsgitter: darunter zwei gekapselte Ringkerntrafos mit je 450 VA, 4 × 22.000 µF Foto: Hans-J. Kuras -
Ringkerntrafo der MK III Foto: Hans-J. Kuras -
MK I innen: die erste Ausführung mit einem nicht vergossenen Trafo -
TA-N80ES MK III, Archivfoto
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 270 W (4 Ω, 0,006 %) · 2 × 230 W (6 Ω, 0,005 %) · 2 × 200 W (8 Ω, 0,004 %), je 20–20.000 Hz |
|---|---|
| Dynamische Leistung | 660 W (1 Ω) · 800 W (2 Ω) · 520 W (4 Ω) · 370 W (6 Ω) · 300 W (8 Ω) |
| Leistungsbandbreite | 10–100.000 Hz (4 und 8 Ω, 0,02 % Klirr) |
| Frequenzgang | 1–200.000 Hz +0/−3 dB |
| Dämpfungsfaktor | 100 (8 Ω, 1 kHz) |
| Restrauschen | unter 35 µV |
| Geräuschspannungsabstand | 120 dB |
| Eingänge | Cinch: 1 V / 30 kΩ · XLR: 0,5 V / 600 Ω |
| Netzteil MK III | 2 Ringkerntrafos je 450 VA, parallel; 4 × 22.000 µF; ±80 V |
| Leistungsaufnahme | 510 W |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, zwei Paare |
| Maße (B × H × T) | 470 × 185 × 440 mm |
| Gewicht | 25 kg (europäische Ausführung) |
| Neupreis | 2.000 DM Endstufen-Preisliste, ohne Jahr |
Die TA-N80ES löste 1989 die TA-N77ES ab und wich Ende 1994 der TA-N90ES. Drei Ausführungen unterscheiden sich nur innen: MK I mit einem offenen Trafo, MK II mit vergossenem Trafo, MK III mit zwei gekapselten und vergossenen Ringkerntrafos von je 450 VA. Die beiden Trafos der MK III laufen parallel und liefern symmetrische ±80 V; einer trägt eine Zusatzwicklung mit 30 V für die Schutzschaltung. Vor- und Endstufe haben eigene Gleichrichter und Siebung, die Kanäle teilen sich das Netzteil, bei 4 × 22.000 µF Pufferkapazität ist das aus Sonys Sicht die sinnvollere Trennung.
Die Endstufe ist laststabil und bleibt auch an schwierigen Lautsprechern ruhig; die 800 W dynamische Leistung an 2 Ω sagen, was das Netzteil hergibt. Symmetrische XLR-Eingänge findest du sonst bei Studioendstufen, dazu gibt es Cinch mit fester und mit regelbarer Empfindlichkeit, einen Schalter für Mono-Betrieb auf der Rückseite und Klemmen für zwei Lautsprecherpaare mit dicken Kabeln. Der Boden ist das G-Chassis aus Mineral-Kunstharz. Bei einer MK III mit den beiden Ringkerntrafos greife ich ohne Zögern zu.
Receiver um 1970 bis Mitte der 1970er · 2 Modelle
Sony-Receiver der Siebziger: STR-6065, STR-7025 (798 DM), STR-7035 (848 DM), STR-4800 (997 DM), STR-7045, STR-7055A (1.198 DM) und STR-7065A (1.598 DM) mit dem mattsilbernen Frontrand der Serie. Mit Daten im Archiv liegen uns der kleine STR-110 vom Ende der Sechziger und der STR-7025 vor; zu STR-7045, STR-7055 und STR-7065 haben wir nur Fotos ohne Daten und bitten um Prospekte.
Stereo-Receiver UKW/MW · Ende der 1960er
Sony STR-110 (HST-110)
-
Zweite Ausführung: Bedienfläche silberfarben statt komplett schwarz -
Schräg von vorn -
Front, Detail -
Rückseite: der Umschalter für die Netzspannung fehlt beim HST-110 -
Innen: die Leistungstransistoren sitzen auf einer dicken Aluplatte, das Chassis ist der Kühlkörper -
Innen, Detail -
Von oben -
STR-110, Archivfoto -
STR-110, Innenansicht
| Empfang | UKW, MW |
|---|---|
| Sinusleistung (IHF) | 2 × 8 W |
| Musikleistung | 2 × 15 W |
| Netzspannung | 100, 120, 220, 240 V (STR-110 umschaltbar) |
| Maße (B × H × T) | 420 × 125 × 300 mm |
| Neupreis | 170 US$ (459 DM) |
Der STR-110 ist eine Rarität, von der nur noch wenige Geräte existieren, und die Quellenlage ist dünn: In keinem Prospekt taucht er auf, das Baujahr lässt sich nur am Design der Sony-Geräte um 1970 festmachen, also Ende der Sechziger. Für den US-Markt gab es den technisch und optisch gleichen HST-110, dem auf der Rückseite der Netzspannungs-Umschalter fehlt; dieser Schalter macht den STR-110 zum Exportgerät.
Zwei Ausführungen gab es, eine mit komplett schwarzer Front und eine mit silberfarbener Bedienfläche. Innen fehlt der klassische Kühlkörper: Die Leistungstransistoren sitzen auf einer dicken Aluminiumplatte, die fest mit dem Chassis verschraubt ist, das ganze Metallchassis kühlt. Ein Wert lässt sich für dieses Gerät nicht beziffern, es fehlen die Vergleichsverkäufe. Wer ein Service-Manual besitzt, hilft uns mit den fehlenden Daten.
Stereo-Receiver UKW/MW · Mitte der 1970er
Sony STR-7025
| Tuner UKW | Eingangsempfindlichkeit 1,7 µV · Trennschärfe 60 dB · Klirrfaktor 0,2 % |
|---|---|
| Sinusleistung | 2 × 18 W (8 Ω, 40–20.000 Hz) 2 × 20 W (8 Ω, 1 kHz) · 2 × 24 W (4 Ω, 1 kHz) |
| Musikleistung (IHF) | 70 W (4 Ω) · 55 W (8 Ω) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,5 mV / 47 kΩ AUX, Tape: 250 mV / 100 kΩ |
| Gewicht | 8,5 kg |
| Neupreis | 798 DM Receiver-Preisliste, ohne Jahr |
Der STR-7025 ist der kleinste der 70er-Receiver mit dem mattsilbernen Frontrand. 2 × 18 W an 8 Ω über 40 bis 20.000 Hz reichen für Regalboxen mit gutem Wirkungsgrad, bei 1 kHz stehen 2 × 20 W an 8 Ω und 2 × 24 W an 4 Ω. Der Tuner mit 1,7 µV Eingangsempfindlichkeit und 60 dB Trennschärfe gehört zur Generation, die Klang vor Empfangstechnik stellt.
Mit 798 DM lag der STR-7025 am Anfang der Reihe, der STR-7035 kostete 848 DM, der STR-7055A 1.198 DM und der STR-7065A 1.598 DM. Alle vier teilen Gehäuse und Bedienkonzept, wer mehr Leistung will, geht die Reihe nach oben. Zu den größeren Modellen fehlen uns die Daten, Prospekte sind willkommen.
Receiver mit UKW, DAB+ und Streaming heute: HiFi-Receiver-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Plattenspieler und Tonabnehmer 1971–1983 · 3 Modelle
Zwei Studio-Plattenspieler aus dem Archiv, der PSE-4000 von 1971 mit Laufwerk TTS-4000 und der PS-X9 von 1977, dazu der MC-Tonabnehmer XL-MC1. Sony baute mit der XL-Serie auch Tonabnehmer, MM wie MC; nach der Übernahme von WEGA 1975 gab es dasselbe Zubehör mit WEGA-Logo und gleichen Modellnummern. Die Heimplattenspieler PS-X70, PS-8750, PS-2250 und PS-5011 stehen mit Daten im Ratgeber Vintage-Plattenspieler.
Studio-Plattenspieler, Direktantrieb · Ende 1971–1973
Sony PSE-4000 mit Laufwerk TTS-4000 und Tonarm PUA-1600
-
Haube geschlossen: 563 × 201 × 420 mm -
TTS-4000: Direktantrieb mit servogeregeltem Wechselstrommotor, 1.798 DM allein -
PUA-1600: Edelstein-Spitzenlager vertikal, Mini-Kugellager horizontal; PUA-1600L ist die lange Ausführung -
Rückseite -
TTS-4000, zweite Ansicht -
PSE-4000, Archivfoto
| Antrieb | Direktantrieb, Wechselstrommotor, servogeregelt |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min, regelbar ±3 % |
| Plattenteller | 32 cm, 1,75 kg |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,03 % |
| Geräuschspannungsabstand | 65 dB (DIN 45544) |
| Hochlaufzeit | 1,8 s |
| Tonarm | PUA-1600 oder PUA-1600L (lang) |
| Komponenten | Laufwerk TTS-4000, Zarge TAC, Haube DU-6 |
| Maße (B × H × T) | 563 × 201 × 420 mm (geschlossen) |
| Gewicht | 18 kg |
| Neupreis 1973 | 1.798 DM Laufwerk TTS-4000 |
Der PSE-4000 ist ein Baukasten: Laufwerk TTS-4000, Zarge TAC, Staubschutzhaube DU-6 und der Tonarm PUA-1600, als PUA-1600L auch in langer Ausführung. Jedes Teil gab es einzeln, das Laufwerk allein kostete 1973 1.798 DM. Der Direktantrieb arbeitet mit einem servogeregelten Wechselstrommotor, der 1,75-kg-Teller läuft in 1,8 Sekunden hoch, die Drehzahl ist um ±3 % regelbar.
Der PUA-1600 führt die vertikale Bewegung in einem Edelstein-Spitzenlager und die horizontale in einem kleinen Kugellager, er folgte dem PUA-286N. Der PSE-4000 selbst löste den PSE-3000 mit Laufwerk TTS-3000, Zarge TAC-1 oder TAC-2 und Tonarm PUA-1500L ab. Laufwerk und Arm zähle ich bis heute zur Spitzenklasse; beim Kauf prüfe ich die Drehzahlregelung an beiden Enden des Bereichs und die Lager des Arms auf Spiel.
Tonarmgeometrie prüfen: Tonarm-Ratgeber Der Nachfolger im Studio: PS-X9
Studio-Plattenspieler, Quarz-Direktantrieb, Halbautomat · 1977–1983
Sony PS-X9
-
Schräg von vorn -
PUA-9: Armrohr aus kohlefaserbeschichteter Aluminiumlegierung, achtfache Biegefestigkeit -
Bedienfeld: Halbautomat mit Tonarmrückführung und Reject -
Detail -
Rückseite: Phono- und Line-Ausgang, Eingangsimpedanz und Kapazität schaltbar -
Detail -
Detail -
XL-55 Pro: handselektierter MC-Tonabnehmer, ab 1980 serienmäßig -
PS-X9, Archivfoto
| Antrieb | Direktantrieb, Quarz, DC-Servomotor bürsten- und nutenlos (Linear BNL) |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min, regelbar ±6 % |
| Drehzahlabweichung | 0,002 % (Quarz an) · Anfangsdrift 0,0001 % |
| Plattenteller | 38 cm, 1,75 kg |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,03 % (DIN) |
| Geräuschspannungsabstand | 75 dB (DIN B) |
| Anlaufzeit | ⅛ Umdrehung (33⅓) · ⅕ Umdrehung (45) |
| Lastcharakteristik | 0 % bis 1.100 g Auflagekraft |
| Tonarm | PUA-9, J-Form, statisch ausbalanciert, eigener Motor, Balkenwaage |
| Effektive Länge | 264 mm (Lagerachse bis Nadel) · Gesamtlänge 356 mm |
| Überhang | 14 mm |
| Spurfehlwinkel | +1°45′ / −1°18′ |
| Auflagekraft | 0–3 g |
| Tonabnehmergewicht | 10,5–18,5 g (kleines Gegengewicht) · 18–33 g (großes Gegengewicht), mit Headshell |
| Tonabnehmer | XL-55 Pro, handselektiert; ab 1980 serienmäßig |
| Bestückung | 14 IC, 92 Transistoren, 63 Dioden, 2 Hall-Elemente |
| Netzspannung | 110 / 220 V, 50–60 Hz |
| Maße (B × H × T) | 540 × 220 × 450 mm (geschlossen) |
| Gewicht | 35 kg |
| Neupreis 1977 | 3.798 DM ohne Tonabnehmer |
| Tonabnehmer-Vorverstärker | 14 FET, 86 Transistoren, 4 Dioden |
|---|---|
| Eingang | 0,2 mV |
| Ausgänge | Phono · Line Out 150 mV (max. 1,4 V) |
| Signalrauschabstand | 80 dB (0,2 mV) |
| Spannungsverstärkung | 63 dB (DIN, 1 kHz) |
| Entzerrer-Vorverstärker | Signalrauschabstand 87 dB · Klirrfaktor unter 0,0005 % · RIAA 20–20.000 Hz ±0,2 dB |
| Eingangsimpedanz | 25, 50 oder 100 kΩ · 100, 200 oder 400 pF (schaltbar) |
Der PS-X9 ist Sonys Studio-Plattenspieler: Laufwerk mit Quarz-Direktantrieb, Tonarm PUA-9 in J-Form mit Balkenwaage und eigenem Motor, handselektierter MC-Tonabnehmer XL-55 Pro, Tonabnehmer-Vorverstärker, Entzerrer und Audioteil in einem Gehäuse von 35 kg. Das Armrohr besteht aus einer kohlefaserbeschichteten Aluminiumlegierung mit achtfacher Biegefestigkeit, das hält die Resonanzen klein. Der Halbautomat führt den Arm zurück und hat eine Reject-Taste.
Die Drehzahl hält mit Quarz 0,002 %, und die Lastcharakteristik von 0 % bis 1.100 g Auflagekraft heißt: Der Motor gibt auch unter Bremslast nicht nach. Über den Line-Ausgang spielt der PS-X9 direkt in jeden Hochpegeleingang, Eingangsimpedanz und Kapazität des Entzerrers sind schaltbar. 1977 kostete er 3.798 DM ohne Tonabnehmer, der XL-55 Pro kam gegen Aufpreis und ab 1980 serienmäßig dazu. Unser Vintage-Ratgeber nennt einen Verkauf für 4.750 Euro; wer einen findet, prüft Armmotor, Rückführung und das Quarz-Lock.
PS-X9 und weitere Sony im Vintage-Ratgeber Sony-Tonabnehmer: XL-MC1
MC-Tonabnehmer
Sony XL-MC1
| Typ | Moving Coil |
|---|---|
| Ausgangsspannung | 0,2 mV (1 kHz, 5 cm/s) |
| Frequenzgang | 10–45.000 Hz |
| Impedanz | 40 Ω |
| Kanaltrennung | über 26 dB (1 kHz) |
| Kanalbalance | unter 1,5 dB (1 kHz) |
| Nadel | NDMC-1E, elliptisch 4 × 0,7 mil, Nadelträger Aluminium |
| Nadelnachgiebigkeit | 20 × 10⁻⁶ cm/dyn |
| Gewicht | 3 g |
| Auflagekraft | 1,2–1,8 g |
| Ersatznadel | Sony NDMC-1E (original) |
| Neupreis | 230 US$ |
Der XL-MC1 ist ein leichtes MC-System mit 3 g Gewicht, 0,2 mV Ausgangsspannung und 40 Ω Innenwiderstand, also ein Fall für den MC-Eingang eines TA-E86B oder TA-F70. Die elliptische Nadel NDMC-1E sitzt auf einem Aluminiumträger; ob die Nachgiebigkeit von 20 × 10⁻⁶ cm/dyn zur effektiven Masse deines Arms passt, prüfst du mit dem Rechner im Tonarm-Ratgeber.
Klanglich steht er für das, was Sonys XL-Serie ausmachte: räumliche Abbildung, kräftige Bässe, klare Höhen. Die Nadel ist tauschbar, Originalersatz heißt NDMC-1E. Ein Foto des Systems fehlt uns noch.
CD-Spieler ab 1995 · 1 Modell
Drei CD-Spieler mit Fixed-Pick-up-Laufwerk: Beim CDP-XE700, XE800 und XE900 bewegt sich die CD, der Laser bleibt ortsfest. Die Technik stammt aus der ES-Serie, die drei Modelle sehen gleich aus und unterscheiden sich in den Wandlerdaten.
CD-Spieler mit Fixed-Pick-up-Laufwerk · ab 1995
Sony CDP-XE700, CDP-XE800 und CDP-XE900
- CDP-XE700
- CDP-XE800
- CDP-XE900
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CDP-XE900: äußerlich gleich mit XE700 und XE800, 5,2 kg -
Schräg von vorn -
Detail -
Rückseite: analoger Ausgang 2 V fest, optischer Digitalausgang -
Detail -
Detail -
Detail -
Fernbedienung RMD-820 bzw. RMD-420 -
CDP-XE700, Archivfoto
| Frequenzgang | 2–20.000 Hz ±0,5 dB |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,0035 % (max.) |
| Dynamikbereich | über 98 dB |
| Kanaltrennung | über 100 dB |
| Geräuschspannungsabstand | über 102 dB (A) |
| Gleichlaufschwankung | nicht messbar |
| Abtastrate | 44,1 kHz |
| Ausgang | 2 V (fest) · Digital optisch |
| Fernbedienung | RMD-820 / RMD-420 |
| Leistungsaufnahme | 12 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 430 × 107 × 295 mm |
| Gewicht | 3,6 kg |
| Klirrfaktor | 0,0027 % (max.) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 99 dB |
| Kanaltrennung | 103 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 108 dB (A) |
| Leistungsaufnahme | 14 W (max.) |
| Gewicht | 3,6 kg |
| Sonst | wie CDP-XE700 |
| Klirrfaktor | 0,0025 % (max.) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 99 dB |
| Kanaltrennung | 105 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 113 dB (A) |
| Leistungsaufnahme | 14 W (max.) |
| Gewicht | 5,2 kg |
| Sonst | wie CDP-XE700 |
Die drei XE-Spitzenmodelle von 1995 erkennst du beim ersten Öffnen: Die CD liegt auf einem kleinen Ring in der Schublade, die Schublade trägt den Laser. Beim Fixed-Pick-up-System wird die Disc zum Auslesen bewegt, der Laser bleibt ortsfest; eine digitale Servosteuerung übernimmt den Transport. Diese Konstruktion kam zuerst in Sonys ES-Spielern und nimmt dem Laser die Vibrationen. Die Fehlerkorrektur liest auch Discs, an denen andere Spieler scheitern.
Alle drei haben einen Hybridimpuls-D/A-Wandler, einen optischen Digitalausgang und 2 V am Analogausgang; der eingebaute Wandler ist gut genug, dass ein externer nichts bringt. Die Unterschiede liegen in den Daten: Der XE900 erreicht 113 dB Geräuschspannungsabstand und 105 dB Kanaltrennung und wiegt mit 5,2 kg fast anderthalb Kilo mehr als XE700 und XE800. Angeboten werden die drei selten; beim Kauf lasse ich eine zerkratzte CD lesen, das zeigt, ob das Laufwerk noch sauber zentriert.
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Lautsprecher 1977–1985 · 2 Modelle
Zwei Konstruktionen, die Sony eigenständig machten: die SS-G5 von 1977 mit CARBOCON-Tieftöner, Titan-Kalotte und waffelförmiger Schallwand und die APM-66ES von 1985 mit quadratischen Aluminium-Wabenmembranen.
3-Wege-Standlautsprecher, Bassreflex · 1977–1979
Sony SS-G5
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PLUMB IN LINE: Mittel- und Hochtöner bilden eine Einheit für die vertikale Abstrahlung -
Tieftöner: durch einen Ring nach vorn gesetzt, das gleicht die Gruppenlaufzeit an -
Hochtöner: 25-mm-Kalotte mit 20 µm Titanfolie -
Pegelregler für Mittel- und Hochton, stufenlos -
Ständer WS-G5: hochverdichtete laminierte Spanplatte wie das Gehäuse -
Rückseite -
SS-G5, Archivfoto
| Prinzip | 3 Wege, Bassreflex, 8 Ω |
|---|---|
| Tieftöner | 300 mm Konus, CARBOCON-Membran |
| Mitteltöner | 80 mm Konus |
| Hochtöner | 25 mm Kalotte, Titanfolie 20 µm |
| Trennfrequenzen | 600 / 5.500 Hz |
| Frequenzbereich | 35–20.000 Hz |
| Schalldruck | 93 dB 1 W / 1 m |
| Belastbarkeit | 80 W Sinus |
| Pegelregler | Hochton +2 bis −4 dB · Mittelton stufenlos |
| Zubehör | Ständer WS-G5, 415 × 185 × 350 mm, 13,5 kg |
| Maße (B × H × T) | 415 × 720 × 350 mm |
| Gewicht | 26 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
Die SS-G5 war 1977 eine Neuentwicklung von Grund auf. Mittel- und Hochtöner sitzen als Einheit übereinander (PLUMB IN LINE), damit die vertikale Abstrahlung stimmt; der 300-mm-Tieftöner mit CARBOCON-Membran ist durch einen Ring nach vorn gesetzt, damit die Laufzeiten der drei Wege zusammenpassen. Die waffelförmige Schallwand unterdrückt Sekundärwellen an den Kanten, der 25-mm-Hochtöner trägt eine 20 µm dünne Titanfolie.
Mit 93 dB bei einem Watt spielt die SS-G5 schon an einem TA-1150 laut genug, 80 W Sinus verträgt sie. Gehäuse und der passende Ständer WS-G5 bestehen aus hochverdichteter laminierter Spanplatte mit Verstrebungen. Beim Kauf prüfe ich die Pegelregler auf Kratzen und die Titanfolie auf Dellen; ein Paar mit den Original-Ständern ist selten.
3-Wege-Lautsprecher mit quadratischen Wabenmembranen, Bassreflex · ab 1985
Sony APM-66ES
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Rückseite Foto: Wolfgang Weiner -
Hochtöner: 9 cm², Oberflächenfolie mit amorphen Diamanten beschichtet, Schwingspule in Ferrofluid Foto: Wolfgang Weiner -
Mitteltöner: 48 cm², drei Schichten Aluminium mit Oberflächenfolie Foto: Wolfgang Weiner -
Tieftöner: 424 cm², Druckgusskorb Foto: Wolfgang Weiner -
Paar Foto: Wolfgang Weiner -
APM-66ES, Archivfoto
| Prinzip | 3 Wege, Bassreflex, 6 Ω |
|---|---|
| Tieftöner | 424 cm², quadratische Wabenmembran |
| Mitteltöner | 48 cm² |
| Hochtöner | 9 cm² |
| Übergangsfrequenzen | 600 / 4.500 Hz, 12 dB/Okt. |
| Frequenzgang | 28–45.000 Hz |
| Resonanzfrequenz | 30 Hz |
| Belastbarkeit | 100 W Sinus · 200 W Spitze |
| Schalldruck | 90 dB 1 W / 1 m |
| Pegelsteller | Mittelton |
| Gehäuse | 25 mm Spanplatte mit eingepressten Drähten, innen verstrebt |
| Maße (B × H × T) | 380 × 660 × 365 mm |
| Gewicht | 27 kg |
Den Neupreis kennen wir noch nicht. Du hast eine Sony-Preisliste oder einen Prospekt? Schreib uns.
APM steht für Accurate Pistonic Motion: Alle drei Wege arbeiten mit quadratischen Aluminium-Wabenmembranen, die sich im Arbeitsbereich wie ein steifer Kolben bewegen. Die Schwingspulen sind hochkant aus sauerstofffreiem Kupfer gewickelt, die Körbe aus Druckguss. Der Mitteltöner mit 48 cm² besteht aus drei Aluminiumschichten mit Oberflächenfolie, der 9-cm²-Hochtöner trägt eine Folie mit amorphen Diamanten aus Kohlenstoff, deren Steifigkeit und Schallgeschwindigkeit an echten Diamant heranreichen; seine Schwingspule läuft in magnetischer Flüssigkeit, die kühlt und dämpft. Das Gehäuse aus 25 mm Spanplatte hat eingepresste Drähte gegen Resonanzen und Verstrebungen, die Weiche selektierte Bauteile mit 1,5-mm-Kupferluftspulen auf Siliziumstahlkern für den Tieftöner.
Technics bot ab 1979 ebenfalls Wabenmembranen an, allerdings runde. Sonys quadratische Systeme waren umstritten, weil die Abstrahlung physikalische Probleme bringt, die nur mit hohem Aufwand zu lösen sind, und der Aufwand machte die Boxen teuer. Deshalb kehrte Sony bei den Nachfolgern wie der APM-66ESG im Mittel- und Hochton zu Konus und Kalotte zurück. Wer die APM-66ES kauft, bekommt die konsequente Version der Idee; die 6 Ω und 90 dB verlangen einen kräftigen Verstärker, etwa den TA-F830ES.
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Wega: Modul 42P um 1981 · 1 Modell
Wega aus Fellbach bei Stuttgart, 1923 als Württembergische Radio-Gesellschaft gegründet, gehörte ab 1975 zu Sony; danach steckte Sony-Technik in den Geräten, und Zubehör wie Tonabnehmer trug bis auf das Logo dieselben Bezeichnungen wie bei Sony. Das Design kam ab 1969 von Hartmut Esslinger, später frog design. Aus dem Archiv steht hier der Plattenspieler Modul 42P mit allen Daten. Die Preisliste nennt außerdem die Receiver hifi 3130 (990 DM), hifi 3106 (1.090 DM), hifi 3131 (1.600 DM), studio 3231 (1.750 DM) und hifi 3135 (1.800 DM), die Verstärker V-3841 (698 DM) und V-4810 (1.248 DM) und den Tuner 4710 (930 DM); zu ihnen fehlen uns Daten und Fotos.
Plattenspieler, Direktantrieb, Vollautomat · um 1981
Wega Modul 42P
Design Hartmut Esslinger; Teil der Modul-42-Serie mit Verstärker, Tuner und Kassettendeck
-
Modul 42P mit senkrecht geöffneter Haube -
Die Haube rastet auch bei 45 Grad ein -
Tonarm und Haubenscharnier -
Modul 42P mit geschlossener Haube -
Front links: Netzschalter und Pitch-Anzeige -
Audio Pitch Display im Detail -
Modul 42P von schräg vorn -
Bedientasten rechts: Start-Stop und Lift -
Tonabnehmer Sony XL-15 im Tonkopf -
Katalogseite der Modul-42-Serie -
Hartmut Esslinger, Gründer von Esslinger Design, später frog design
| Betriebsart | Vollautomat mit Dauerspieleinrichtung |
|---|---|
| Antrieb | Direktantrieb, BSL-Motor, Servoregelung, Hallgenerator |
| Plattenteller | 310 mm, Aluminium, 1,7 kg |
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min · Feinregulierung ±6 %, getrennt je Drehzahl |
| Stroboskop | elektronisch, LED |
| Gleichlaufschwankung | ±0,04 % |
| Fremdspannungsabstand | 50 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 70 dB |
| Tonarm | S-Form, Aluminium, 216,5 mm effektiv, Antiskating |
| Kröpfungswinkel | 23,5° |
| Überhang | 16,5 mm |
| Auflagekraft | Feinregulierung über das Gegengewicht |
| Tonabnehmer ab Werk | Sony XL-15 (MM) und AT 42C (MC), mit Headshell |
| Aufhängung | zweifach gedämpft |
| Haube | öffnet senkrecht (90°), Arretierung bei 45° |
| Maße (B × H × T) | 450 × 150 × 395 mm |
| Gewicht | 10 kg |
| Neupreis 1981 | 998 DM |
| Frequenzgang | 10–30.000 Hz |
|---|---|
| Kanaltrennung | 25 dB 1 kHz |
| Ausgangsspannung | 4 mV 1 kHz |
| Abschlussimpedanz | 50 kΩ |
| Auflagekraft | 1,2–2,5 g 1,7 g nominal |
| Nadel | 0,6 mil Diamant · Ersatznadel Sony ND-15G |
| Gewicht | 5,2 g |
Hartmut Esslinger gründete 1969 mit Andreas Haug und Georg Spreng sein Designbüro, und Wega war der erste große Kunde. Aus dieser Zusammenarbeit stammt die Modul-42-Serie aus Verstärker, Tuner, Kassettendeck und dem Plattenspieler Modul 42P. Der 42P ist ein Direkttriebler mit BSL-Motor, Hallgenerator und Servoregelung, Vollautomat mit Dauerspieleinrichtung, getrennter Drehzahlfeinregulierung und LED-Stroboskop, auf einer zweifach gedämpften Aufhängung. Die Haube öffnet senkrecht nach oben und rastet auch bei 45 Grad ein; der Spieler braucht nach hinten keinen Platz und steht direkt an der Wand. Ab Werk lagen zwei Systeme bei, ein MM-System Sony XL-15 und ein MC-System AT 42C, beide mit Headshell.
Mit 450 × 395 Millimetern ist der 42P größer als die übrigen Modul-42-Geräte, die nur 360 × 260 Millimeter messen. Er hat genau die Grundfläche der drei LAB-Zero-Geräte, deren Vorverstärker, Endstufe und Tuner zusammen 12.000 DM kosteten; der für 1979 angekündigte Zero-Plattenspieler blieb ein Prototyp. Ich lese den 42P deshalb als den Plattenspieler, den Wega den Zero-Käufern anbot, ohne noch einmal einen Zero-Preis zu verlangen. Mit 998 DM im Jahr 1981 war er trotzdem kein Schnäppchen.
Heute findest du den 42P selten in gutem Zustand. Beim Kauf prüfst du die Haubenscharniere und die 45-Grad-Rastung, die Automatik über einen ganzen Durchlauf mit Dauerspielfunktion, das LED-Stroboskop bei beiden Drehzahlen und ob wenigstens eines der beiden Originalsysteme dabei ist; die Ersatznadel für das XL-15 heißt ND-15G. Optisch passt der schwarze 42P auch neben eine Braun-Anlage derselben Jahre.
Deutsches Design derselben Zeit: Braun Atelier Wega-Receiver in der Neupreisliste
Alten Plattenspieler richtig prüfen: Prüfpunkte für den Gebrauchtkauf im Vintage-Ratgeber ›

































































































































































































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