HiFi-KlassikerHerstellerDeutschland
Telefunken: Receiver, Verstärker, Plattenspieler und das Magnetophon mit technischen Daten
7 Telefunken-Geräte von 1935 bis 1980 mit technischen Daten, 55 Fotos und Neupreisen in DM: der Quadro-Receiver TRX 3000, der TR 550, der Vollverstärker TA 750, die Plattenspieler S 500 und S 600 mit Ortofon-Arm, die Acusta-Anlage von 1968 und das Magnetophon K 1. Dazu die Firmengeschichte vom Röhrensender bis zum Verkauf an Thomson.
- Gegründet
- 1903, Berlin
- Gesellschafter
- Siemens und AEG
- Bekannt für
- Magnetophon, PAL
- Auf dieser Seite
- 7 Modelle
Firmengeschichte kompakt: vom Röhrensender zum Verkauf an Thomson
Telefunken entstand am 27. Mai 1903 in Berlin als Gemeinschaftsunternehmen von Siemens & Halske und der AEG, auf Drängen Kaiser Wilhelms II. Der Kern blieb Sende- und Studiotechnik; Ende der Dreißiger arbeiteten 23.500 Menschen für Telefunken, im Krieg 40.000. 1935 zeigte die AEG, Mitgesellschafterin von Telefunken, auf der Berliner Funkausstellung das Magnetophon K 1, das erste in Serie gebaute Tonbandgerät; der Name Magnetophon blieb als Marke bei Telefunken. 1936 lieferte Telefunken die Lautsprecheranlagen für die Olympischen Spiele in Berlin. Über 20.000 Patente meldete die Firma in ihrer Geschichte an, darunter das PAL-Farbfernsehsystem, das Walter Bruch im Grundlagenlabor in Hannover entwickelte und 1962 zum Patent anmeldete; der erste Telefunken-Farbfernseher PAL Color 708 kam 1967.
Nach dem Krieg verdiente Telefunken sein Geld mit Fernsehern, und im HiFi-Geschäft lief die Firma hinterher. Quadrophonie hatte Anfang der Siebziger keinen Stellenwert, obwohl mit Teldec ein eigenes Plattenlabel im Haus war; Prototypen zeigte Telefunken erst auf der Funkausstellung 1973, den Quadro-Receiver TRX 3000 1977. Das Design der HiFi-Geräte blieb bieder, Ausnahmen waren die Plattenspieler S 500 und S 600 mit Ortofon-Arm und der TRX 3000. Statt Cinch verbaute Telefunken fast nur DIN-Stecker, was den Export bremste. Die Bildplatte TED, im Juni 1970 vorgestellt und ab 1975 im Handel, wurde ein Flop, ebenso ein VCR-Videorecorder mit 60 Minuten Aufnahmezeit. Das Rauschunterdrückungssystem High Com kam 1978 in die Kassettendecks, mit bis zu 20 dB Wirkung deutlich mehr als Dolby B, aber zu spät gegen den Marktführer. Dazu kam ein Programm, das vom Uhrenradio bis zum Anrufbeantworter alles abdecken wollte. 1983 ging die Telefunken Fernseh und Rundfunk GmbH an den französischen Thomson-Brandt-Konzern; vom Namen blieb die Telefunken Licenses GmbH, die ihn seit 2008 an Gerätehersteller vergibt.
- 1903Gründung in Berlin als „Gesellschaft für drahtlose Telegraphie m.b.H., System Telefunken“ von Siemens & Halske und AEG
- 1935Magnetophon K 1 auf der Berliner Funkausstellung, drei Motoren, 50–6.000 Hz, 1.200 Reichsmark
- 1936Lautsprecheranlagen für die Olympischen Spiele in Berlin
- 1962PAL von Walter Bruch zum Patent angemeldet; 1967 der erste Farbfernseher PAL Color 708
- 1968Acusta HiFi 250: Tuner T 250, Verstärker V 250, Plattenspieler W 250 und Tonband M 250, je 450 bis 550 DM
- 1975S 500 und S 600 mit Ortofon AS-212 und Shure-Systemen, 698 und 798 DM
- 1977TRX 3000, der Quadro-Receiver mit 23,5 kg; 1979 Ende der Quadrophonie bei Telefunken
- 1978High Com in den Kassettendecks; 1979 der Vollverstärker TA 750, 1980 der Receiver TR 550
- 1983Verkauf der Telefunken Fernseh und Rundfunk GmbH an Thomson-Brandt
DIN-Buchsen, Datenblätter und Sammlerwert
Bis zum TA 750 und TR 550 gab es bei Telefunken fast nur DIN-Buchsen, und die oxidieren über Jahrzehnte; Kontaktprobleme beim Umstecken von Lautsprechern und Quellen sind der häufigste Fehler an diesen Geräten. Reinige die Buchsen, bevor du einen Kanal für tot erklärst, und rechne Adapter auf Cinch in den Preis ein. Der TA 750 hat Phono 2 und AUX in Cinch, der TR 550 Phono und Tape.
Telefunken gab die Sinusleistung nach DIN an, meist bei 1 kHz an 4 Ohm, und ließ Toleranzen beim Frequenzgang gern weg. Ein TA 750 mit 2 × 90 Watt DIN ist nach IHF an 8 Ohm ein 2 × 50-Watt-Verstärker; beide Zahlen stehen auf seinem Datenblatt, bei vielen anderen Geräten nur die höhere. Wie du DIN- und IHF-Werte umrechnest, steht im Ratgeber zur DIN- und IHF-Norm. Telefunken-HiFi ist kein Sammelgebiet mit Preisauftrieb; ein kleiner Kreis von Liebhabern schwört auf die Geräte. Gesucht sind der TRX 3000, die Plattenspieler S 500 und S 600 wegen des Ortofon-Arms und komplette Acusta-Anlagen mit Gestell; der Rest ist solide Technik zum kleinen Preis.
Receiver 1977–1980 · 2 Modelle
Zwei Receiver stehen hier mit Daten und Fotos: der Quadro-Receiver TRX 3000 von 1977, mit 23,5 Kilogramm Telefunkens schwerstes HiFi-Gerät, und der TR 550, 1980 der größte Stereo-Receiver im Programm. In der Preisliste des Archivs stehen außerdem die Receiver Concertino 3520 (748 DM), Concertino 4530 (798 DM), Hymnus 6040 (1.098 DM) und Opus 7050 (1.398 DM), zu denen uns Daten und Fotos fehlen; die Preise findest du in der Neupreisliste. Zu TR 300 und TR 500 fehlt uns alles, auch ein Foto.
Quadro-Receiver, UKW/MW · 1977–1979
Telefunken TRX 3000
Quadro-Wiedergabe diskret, SQ und Matrix; CD-4 nur mit externem Demodulator
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TRX 3000, Front schräg von oben Foto: Christoph Peters -
TRX 3000, Front schräg von links Foto: Christoph Peters -
TRX 3000, Anzeigen und Regler von links Foto: Christoph Peters -
TRX 3000, Digitalanzeige und Stationstasten Foto: Christoph Peters -
TRX 3000, vier VU-Meter für Front und Rear Foto: Christoph Peters -
TRX 3000, Gehäuse schräg von rechts Foto: Christoph Peters -
TRX 3000, Digitalanzeige, Abstimmknopf und Stationstasten Foto: Christoph Peters -
TRX 3000 in der alten Telefunken-Übersicht
| Empfang | UKW, MW |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 0,6 µV mono · 2,5 µV stereo 60 Ω |
| Trennschärfe | 80 dB |
| Pilottonunterdrückung | 55 dB |
| Klirrfaktor Tuner | 0,15 % Stereo |
| Frequenzgang Tuner | 10–15.000 Hz |
| Geräuschspannungsabstand Tuner | 62 dB |
| Ausgangsleistung | 2 × 100 W DIN, 8 Ω, Brücke 4 × 50 W DIN, 4 Ω |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,1 % |
| Frequenzgang Verstärker | 5–60.000 Hz |
| Dämpfungsfaktor | 24 4 Ω |
| Fremdspannungsabstand | 80 dB |
| Eingänge | 2 × Phono MM 1,8 mV/47 kΩ AUX, Tape 230 mV/470 kΩ |
| Quadro | diskret, SQ, Matrix CD-4 nur mit Demodulator |
| Maße (B × H × T) | 490 × 160 × 380 mm |
| Gewicht | 23,5 kg |
Den Neupreis des TRX 3000 nennt das Archiv nicht. Du hast eine Telefunken-Preisliste von 1977 bis 1979? Schreib uns.
Der TRX 3000 ist das größte Gerät, das Telefunken je für den HiFi-Markt gebaut hat: 23,5 Kilogramm, vier Endstufen in Modulbauweise, die sich für Stereo zu 2 × 100 Watt an 8 Ohm brücken lassen, OCL-Schaltung mit Gleichspannungskopplung, elektronische und thermische Sicherungen für die Transistoren und eine Einschaltverzögerung. Im Tunerteil sitzen FETs und ein Vierkreisfilter, dazu AFC und ein Ausgang, über den du eine Richtantenne direkt vom Receiver aus drehen kannst. Quadro spielt er diskret, über SQ und über Matrix; für CD-4-Platten brauchst du einen zusätzlichen Demodulator. Mit dem Abverkauf 1979 endete bei Telefunken auch die Quadrophonie.
Ich empfehle den TRX 3000 heute vor allem als Stereo-Receiver mit Reserven: Zwei Phono-Eingänge und 2 × 100 Watt reichen für jede Vintage-Box. Wer die Quadro-Seite nutzen will, braucht SQ-Platten oder vierkanalige Bandaufnahmen, und die sind rar. Vor dem Kauf prüfst du die DIN-Buchsen auf Oxidation und ob alle vier Endstufenmodule arbeiten, auch im Vierkanalbetrieb.
Stereo-Receiver, UKW/MW/LW · 1980
Telefunken TR 550
Telefunkens größter Stereo-Receiver des Jahres 1980
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TR 550, Front schräg von rechts Foto: Chris Schulzki -
TR 550, Skala und Regler von rechts Foto: Chris Schulzki -
TR 550, Gehäuse schräg von links Foto: Chris Schulzki -
TR 550, linke Fronthälfte mit Abstimm-LEDs und Reglern Foto: Chris Schulzki -
TR 550, LED-Abstimmanzeige mit Exact Tuning Foto: Chris Schulzki -
TR 550, Skala, Abstimmknopf und Stationstasten Foto: Chris Schulzki -
Sieben Stationstasten für UKW, ihre Einsteller unter der Klappe im Deckel Foto: Chris Schulzki -
TR 550, Rückseite mit Anschlussfeld Foto: Chris Schulzki -
TR 550, Innenansicht von oben Foto: Chris Schulzki -
TR 550 in der alten Telefunken-Übersicht
| Empfang | UKW, MW, LW |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 0,6 µV mono · 2,0 µV stereo 60 Ω |
| Trennschärfe | 80 dB |
| Pilottonunterdrückung | 55 dB |
| Klirrfaktor Tuner | 0,15 % Stereo |
| Frequenzgang Tuner | 15–15.000 Hz |
| Geräuschspannungsabstand Tuner | 64 dB |
| Ausgangsleistung | 2 × 90 W DIN, 4 Ω |
| Klirrfaktor Verstärker | 0,15 % max. |
| Frequenzgang Verstärker | 5–50.000 Hz |
| Dämpfungsfaktor | 20 4 Ω |
| Fremdspannungsabstand | 80 dB |
| Eingänge | Phono MM 2 mV/47 kΩ AUX, Tape 180 mV/470 kΩ Phono und Tape in Cinch |
| Ausstattung | 7 Stationstasten UKW, Loudness, Rausch- und Rumpelfilter, 2 Lautsprechergruppen |
| Maße (B × H × T) | 460 × 145 × 350 mm |
Gewicht und Neupreis des TR 550 fehlen uns. Du hast den Prospekt? Schreib uns.
Der TR 550 war 1980 der größte Stereo-Receiver im Telefunken-Programm und übernimmt den Tuner des TRX 3000: FETs, Vierkreisfilter, AFC, dazu Langwelle. Die Endstufe liefert 2 × 90 Watt an 4 Ohm, davor sitzen Loudness, Rausch- und Rumpelfilter und eine elektronische Einschaltverzögerung; zwei Lautsprechergruppen lassen sich umschalten. Phono und Tape sind hier in Cinch ausgeführt, eine Seltenheit bei Telefunken, die dir Adapter erspart.
Wenn du keinen Quadro-Betrieb planst, ist der TR 550 für mich die vernünftigere Wahl gegenüber dem TRX 3000: gleicher Empfangsteil, Cinch für Plattenspieler und Deck, weniger Module, die ausfallen können. Prüf beim Kauf, ob jede der sieben Stationstasten den Sender noch hält.
Quadro-Vorgänger: TRX 3000 Verstärker derselben Zeit: TA 750
Receiver mit Phono-Eingang heute: HiFi-Receiver-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Verstärker und Bausteine ab 1979 · 2 Modelle
Der TA 750 ist der größte Vollverstärker, den Telefunken Ende der Siebziger gebaut hat, und der einzige mit Hoch- und Tiefpassfilter mit wählbaren Eckfrequenzen. Von den Bausteinen STM 1, STP 1 und STS 1 hat das Archiv nur Fotos.
Vollverstärker · ab 1979
Telefunken TA 750
Alufront, Metallgehäuse; Phono 2 und AUX in Cinch
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TA 750, Front schräg von links Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Front Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Gehäuse schräg von rechts Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Front leicht von oben Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Gehäuse schräg von links Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Rückseite Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Anschlussfeld mit DIN- und Cinch-Buchsen Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Lautstärke, Klangregler und LED-Anzeige Foto: Chris Schulzki -
TA 750, linke Fronthälfte Foto: Chris Schulzki -
TA 750, rechte Fronthälfte Foto: Chris Schulzki -
TA 750, Innenansicht von oben Foto: Chris Schulzki
| Sinusleistung | 2 × 90 W DIN, 4 Ω, 1 kHz 2 × 50 W IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,2 % Volllast · 0,02 % 1 kHz |
| Leistungsbandbreite | 4–50.000 Hz ±1,5 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ±0,5 dB |
| Phono RIAA | ±1 dB 20–20.000 Hz |
| Eingänge | Phono 1 und 2 MM 1,8 mV/47 kΩ Tape 1, Tape 2, Tuner 190 mV/470 kΩ AUX 230 mV/470 kΩ Mikrofon DIN |
| Kanaltrennung | 50 dB 1 kHz |
| Fremdspannungsabstand | 90 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 62 dB Phono · 63 dB Hochpegel |
| Dämpfungsfaktor | 50 4 Ω, 1 kHz |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, 2 Gruppen A: DIN, B: Klemmen |
| Anschlüsse | DIN; Phono 2 und AUX zusätzlich in Cinch; Kopfhörer |
| Bestückung | 19 ICs, 16 Transistoren, 19 Dioden, 23 LEDs |
| Maße (B × H × T) | 460 × 145 × 350 mm |
| Gewicht | 11 kg |
Der Neupreis von 1979 fehlt im Archiv. Du hast eine Preisliste? Schreib uns.
Der TA 750 ist der Telefunken-Verstärker, den du ohne DIN-Adapter an moderne Quellen hängst: Phono 2 und AUX gibt es zusätzlich in Cinch, die zweite Lautsprechergruppe hat Klemmen. Alles andere bleibt Telefunken-Art mit DIN-Buchsen für Tuner, Tape, Mikrofon und die erste Lautsprechergruppe. Die Endstufe arbeitet als OCL-Schaltung mit drei getrennten Sicherungen, thermischem Schutz der Transistoren und einer Überlastanzeige, davor sitzt eine Einschaltverzögerung. Die Eingangssektion stammt aus dem TA 350, die Endstufe aus den Receivern HR 3000 und HR 4000.
Mit 2 × 90 Watt an 4 Ohm und einem Dämpfungsfaktor von 50 ist der TA 750 der kräftigste Vollverstärker, den Telefunken in dieser Zeit baute; die Endstufe STM 1 kommt nicht an diese Leistung heran. Was ihn für mich interessant macht, ist das Filterpaar: Hoch- und Tiefpass mit wählbaren Eckfrequenzen hatte kein anderes Telefunken-Gerät. Im Alltag heißt das: Rumpeln einer alten Platte oder Bandrauschen schneidest du gezielt weg, ohne den ganzen Klangregler zu verbiegen. Beim Kauf prüfst du, ob alle 23 LEDs der Front leuchten; sie gehören zur Anzeige.
Endstufe derselben Zeit: STM 1 Receiver mit gleicher Leistung: TR 550
Bausteine: Endstufe STM 1, Vorverstärker STP 1, Plattenspieler STS 1
Telefunken STM 1, STP 1 und STS 1
Nur Fotos im Archiv, Daten gesucht
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STM 1, die Endstufe der Serie: Pegelschalter und LED-Anzeige -
STP 1, der Vorverstärker -
STS 1, ein Plattenspieler: Teller und Tonarm
| Endstufe | STM 1 |
|---|---|
| Weitere Bausteine | STP 1 · STS 1 |
Zu STM 1, STP 1 und STS 1 fehlen uns Daten, Baujahre und Neupreise; die Fotos stammen aus der alten Telefunken-Übersicht. Du besitzt eines der Geräte oder den Prospekt? Schreib uns.
Zu den drei Bausteinen mit dem Kürzel ST gehören die Endstufe STM 1, der Vorverstärker STP 1 und der Plattenspieler STS 1. Der TA 750 liefert mehr Leistung als der STM 1; Daten, Baujahre und Preise der drei Geräte fehlen uns. Wer eine der Komponenten besitzt, hilft mit Typenschild und Rückseite weiter, dann bekommt die Serie hier einen vollständigen Steckbrief.
Vollverstärker mit Phono-Eingang heute: Class-D-Verstärker-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Plattenspieler 1975–1979 · 1 Modell
S 500 und S 600 sind die beiden Plattenspieler, mit denen Telefunken Mitte der Siebziger aus dem eigenen Einerlei ausbrach: ein Ortofon-Tonarm AS-212, Shure-Systeme ab Werk und eine elektronische Laufwerksteuerung.
Plattenspieler, Riemenantrieb, manuell mit Endabschaltung · 1975–1979
Telefunken S 500 und S 600
Tonarm Ortofon AS-212, Systeme Shure M91ED (S 500) und Shure V15 III (S 600)
- S 500
- S 600
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S 500, mit geschlossener Haube Foto: Jürgen Falkenberg -
S 500, Tonarm und Bedientasten Foto: Jürgen Falkenberg -
S 500, Plattenteller von links Foto: Jürgen Falkenberg -
S 600, mit Stummschalter und optischer Aufsetzhilfe Foto: Jürgen Falkenberg -
S 600, mit aufgelegter Platte Foto: Jürgen Falkenberg -
S 600, ohne Plattenteller: Riemenantrieb und Motor Foto: Jürgen Falkenberg -
Tonarm Ortofon AS-212 am S 600 Foto: Jürgen Falkenberg -
S 600 von unten: Mechanik und Elektronik Foto: Jürgen Falkenberg
| Antrieb | Riemen, Gleichstrommotor, tachogeregelt |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min · Feinregulierung ±5 % |
| Hochlaufzeit | 2,2 s auf 33⅓ |
| Plattenteller | 305 mm, Aluminium-Spritzguss, 2,5 kg |
| Gleichlaufschwankung | 0,08 % |
| Geräuschspannungsabstand | über 65 dB DIN 45544 |
| Tonarm | Ortofon AS-212, Aluminium, 228 mm effektiv, mittelschwer |
| Spurfehlwinkel | 1,3° |
| Auflagekraft | 0–3 g |
| Tonabnehmer ab Werk | S 500: Shure M91ED S 600: Shure V15 III |
| Ausstattung | Stroboskop, fotoelektrische Endabschaltung S 600 zusätzlich Stummschalter und optische Aufsetzhilfe |
| Maße (B × H × T) | 430 × 140 × 350 mm Haube geschlossen |
| Neupreis mit Tonabnehmer | S 500: 698 DM · S 600: 798 DM |
S 500 und S 600 sind bis auf zwei Details dasselbe Gerät: Der S 600 hat einen Stummschalter und eine optische Aufsetzhilfe, und er kommt mit dem Shure V15 III statt dem M91ED. Beide tragen den Ortofon AS-212, einen mittelschweren S-Arm mit 228 Millimetern effektiver Länge, dazu eine tachogeregelte Riemenlaufwerkssteuerung mit Stroboskop und eine fotoelektrische Endabschaltung, die den Arm am Plattenende anhebt. Wie der AS-212 im Vergleich zu SME, Micro Seiki und Co. liegt, steht in unserer Tonarm-Tabelle.
Für mich ist der S 600 der Telefunken-Plattenspieler, den man sucht, wenn man überhaupt einen sucht; der Aufpreis von 100 DM damals war für das V15 III gut angelegt. Beim Gebrauchtkauf zählt der Arm mehr als das Laufwerk: Prüf das Lagerspiel des AS-212 und ob das Originalsystem noch dabei ist; das V15 III ist für sich schon gesucht. Riemen und Endabschaltung sind die üblichen Verschleißpunkte.
Alten Plattenspieler richtig prüfen: Prüfpunkte für den Gebrauchtkauf im Vintage-Ratgeber ›
Anlagen 1968–1973 · 1 Modell
Die Acusta HiFi 250 war Telefunkens Baustein-Anlage der späten Sechziger: vier flache Geräte, die nebeneinander auf ein Chromgestell oder aufeinander gestellt wurden.
Anlage: Tuner T 250, Verstärker V 250, Plattenspieler W 250, Tonbandgerät M 250 · 1968–1973
Telefunken Acusta HiFi 250
Vorgestellt auf der Funkausstellung 1965, verkauft ab Oktober 1968
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Acusta 250, mit zwei Lautsprecherboxen -
Verstärker V 250 von oben -
Tuner T 250 von oben -
Plattenspieler W 250 von oben -
Tuner T 250 -
T 250, Skala -
Verstärker V 250, 2 × 35 Watt -
Plattenspieler W 250 auf Basis des PE 2020
| Sinusleistung | 2 × 35 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,3 % 1 kHz, Vollaussteuerung, beide Kanäle |
| Frequenzgang | 20–18.000 Hz ±1,5 dB, 1 W |
| Bandbreite | 10–20.000 Hz ±3 dB, 1 W |
| Dämpfungsfaktor | 30 Ausgangswiderstand 0,13 Ω |
| Eingänge | Phono MM 4,5 mV/47 kΩ Tape, Tuner 300 mV/470 kΩ |
| Phono RIAA | ±0,5 dB |
| Übersprechdämpfung | 60 dB 1 kHz |
| Klangregler | Höhen ±12 dB 10 kHz · Tiefen ±16 dB 50 Hz |
| Rumpelfilter | −4 dB bei 60 Hz, −15 dB bei 20 Hz, −25 dB bei 15 Hz |
| Rauschfilter | −3 dB bei 5,5 kHz, darüber ca. 20 dB je Oktave |
| Netz | 110, 125, 220, 240 V · 180 W max. |
| Maße (B × H × T) | 470 × 130 × 330 mm |
| Bauzeit | 1968–1973 |
| Neupreis 1968 | 450 bis 550 DM je Baustein komplett mit M 250 rund 2.000 DM |
Die Acusta HiFi 250 bestand aus dem Tuner T 250, dem Verstärker V 250 mit 2 × 35 Watt an 4 Ohm und dem Plattenspieler W 250, der auf dem PE 2020 von Perpetuum Ebner aufbaut; als viertes Gerät kam das Tonbandgerät M 250 dazu. Telefunken zeigte die Anlage auf der Funkausstellung 1965 und verkaufte sie von Oktober 1968 bis Anfang der Siebziger. Jeder Baustein kostete 1968 zwischen 450 und 550 DM, komplett mit Tonband waren rund 2.000 DM fällig. Ein Chromgestell stellte die Geräte waagerecht nebeneinander; wer wollte, stapelte sie, nur der Plattenspieler musste unten bleiben.
Mich interessiert an der 250 vor allem der V 250: Ein Rumpelfilter, das bei 15 Hz schon 25 dB wegnimmt, und ein Rauschfilter ab 5,5 kHz sind für einen Verstärker von 1968 ungewöhnlich sorgfältig ausgelegt und machen alte Platten hörbar. Die Anlage lebt vom Zusammenspiel der flachen Gehäuse: Kauf sie möglichst komplett mit Gestell, einzelne Bausteine lassen sich später kaum ergänzen. Beim Kauf prüfst du den W 250 auf Laufgeräusche des Antriebs und den Verstärker an allen DIN-Buchsen.
Komplettanlage heute: Kompaktanlagen-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Tonbandgeräte ab 1935 · 1 Modell
Mit dem Magnetophon begann 1935 die Tonbandtechnik; den Namen trug Telefunken als Marke bis in die HiFi-Zeit. Das Archiv hat nur das erste Gerät, zu den späteren Magnetophon-Modellen fehlen uns Daten und Fotos.
Tonbandgerät, 3 Motoren · 1935
Telefunken Magnetophon K 1
AEG Magnetophon K 1; Funkausstellung Berlin 1935
| Laufwerk | 3 Motoren |
|---|---|
| Frequenzbereich | 50–6.000 Hz |
| Geräuschspannungsabstand | 35 dB |
| Vorgestellt | 1935, Funkausstellung Berlin |
| Preis 1935 | 1.200 Reichsmark |
Das Magnetophon K 1 war das erste in Serie gebaute Tonbandgerät. Entwickelt hat es die AEG, neben Siemens Mitgesellschafterin von Telefunken, zusammen mit dem Band der IG Farben; gezeigt wurde es 1935 auf der Funkausstellung in Berlin, wo ein Brand die Vorführgeräte zerstörte. Der Name Magnetophon blieb danach als Marke bei Telefunken. Mit 50 bis 6.000 Hertz und 35 dB Geräuschspannungsabstand war der K 1 ein Sprach- und Rundfunkgerät, kein HiFi-Gerät.
Einen K 1 wirst du nicht kaufen; wer Telefunken-Tonband sucht, landet bei den Magnetophon-Modellen der Sechziger und Siebziger, und die fehlen hier noch. Du hast eines und den Prospekt dazu? Schreib uns, dann ergänzen wir die Gruppe.
























































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