Toshiba und Aurex: Receiver, Quadro-Verstärker, adres und die Mini-Anlagen System 10, 12 und 15 mit technischen Daten
26 Toshiba- und Aurex-Modelle von 1968 bis 1982 mit technischen Daten, Originalfotos und Neupreisen in DM: Quadro-Receiver der Siebziger, die adres-Rauschunterdrückung und die Aurex-Minianlagen System 10, 12 und 15.
- Gegründet
- 1875 (Tanaka), Tokio
- Fusion zu Toshiba
- 1939
- HiFi-Marke
- Aurex
- Auf dieser Seite
- 26 Modelle
Firmengeschichte kompakt
Toshiba ist aus zwei Firmen entstanden. Hisashige Tanaka baute ab 1875 in Tokio Telegrafenausrüstung für die Regierung, seine Tanaka Seisakusho war Japans erster Hersteller dieser Technik. Ichisuke Fujioka gründete 1890 die Hakunetsusha und fertigte Glühlampen mit Bambusfäden, bis dahin importierte Japan jede Lampe; 1905 wurde daraus Tokyo Denki. 1939 fusionierten beide Unternehmen zur Tokyo Shibaura Denki, und aus den Silben To und Shiba entstand das Kürzel, das erst 1978 zum offiziellen Firmennamen wurde. Im Krieg baute das Werk Röhren, Generatoren und Militärtechnik, danach verboten die Besatzungsbehörden zunächst jede Unterhaltungselektronik. Erst ab Mitte der Fünfziger liefen Fernseher und die ersten HiFi-Entwicklungen an, 1969 eröffnete Toshiba Deutschland in Düsseldorf.
Für den HiFi-Sektor nutzte Toshiba den Namen Aurex: In Japan trugen die Geräte das Aurex-Logo, die Exportware hieß Toshiba. Ab Anfang der Siebziger kamen die Receiver SA-300L, SA-400 und SA-500 sowie die Quadro-Receiver SA-304 und SA-504, bei denen die Endziffer 4 für vier Kanäle steht, dazu die Verstärker SB-300 und SB-500 und die Quadro-Verstärker SB-404 S und SB-514. In diesen Geräten stecken Bauteile, die ich heute noch gern öffne: Dual-Gate-FETs im Empfangsteil, Keramikfilter, Toshibas eigene Power-Pack-Endstufen TH9015P. 1978 folgten die adres-Rauschunterdrückung, der Synthesizer-Tuner ST-910, dessen Prototyp schon 1975 stand, und in Japan die Aurex-Minianlagen System 10, 12 und 15 in 257 mm breiten Aluminiumgehäusen, die ab 1980 auch nach Europa kamen. adres hat sich nie durchgesetzt, weil Dolby längst Lizenznehmer bei fast allen Herstellern hatte; die Quadro-Geräte und die Minianlagen sind heute selten und gesucht.
- 1875Tanaka Seisakusho in Tokio, Telegrafenausrüstung für die Regierung
- 1890Hakunetsusha fertigt Glühlampen in Tokio, ab 1905 Tokyo Denki
- 1939Fusion zur Tokyo Shibaura Denki, Kürzel „Toshiba“, offizieller Name ab 1978
- 1969Toshiba Deutschland in Düsseldorf gegründet
- 1973SA-504, der Quadro-Receiver mit SQ, RM und diskretem Decoder, Neupreis 1.498 DM
- 1978adres-Rauschunterdrückung und Synthesizer-Tuner ST-910; Aurex System 15 in Japan
- 1980System 10, 12 und 15 in Europa, Tapedeck PC-X80AD mit adres
- 1982Produktionsende von SB-A70 und ST-S70, den letzten Aurex-Bausteinen in Standardbreite
Aurex Mini-Anlagen und Bausteine 1978–1982 · 5 Modelle
Die drei Aurex-Systeme sind der Grund, warum heute noch Sammler nach Toshiba suchen. 1978 in Japan, ab Anfang 1980 in Europa: Vorverstärker, Endstufe, Tuner und Kassettendeck in 257 mm breiten Gehäusen aus 5 mm dickem Aluminium, mit Ringkerntrafos und Phono-Stufen, deren Fremdspannungsabstand zwischen 75 und 88 dB liegt. Die Endstufe SC-M15 bekam wegen ihrer Front den Spitznamen „Herdplatte“. Der Verkauf lief 1980 schleppend, Mini-Anlagen galten als Spielzeug, und Toshiba stellte die Produktion ein; komplette Anlagen findest du heute fast nie, einzelne Bausteine mit Geduld. Wer Lautsprecher mit gutem Wirkungsgrad hat, bekommt mit diesen Geräten eine ausgewachsene Anlage im Regalformat.
Mini-Anlage, Vor-/Endstufe, Tuner, Kassettendeck · Japan ab 1978, Europa ab 1980
Aurex System 15: SC-M15, SY-C15, ST-F15 und PC-D15
Toshiba System 15, Endstufe auch als SC-M15 B in Schwarz
-
System 15 komplett, hier mit dem Kassettendeck PC-D10 statt des PC-D15: oben die Endstufe SC-M15 mit der „Herdplatte“, darunter Tuner ST-F15, Vorverstärker SY-C15 und das Deck. -
Rückseite der Anlage: oben die Endstufe mit Lautsprecherklemmen, darunter Vorverstärker und Tuner, alles verkabelt. -
Lautsprecherklemmen der SC-M15: zwei Paare, die Tabelle nennt die zulässigen Impedanzen für A, B, A + B und BTL-Betrieb. -
Rückseite der SC-M15: Lautsprecherklemmen, Eingänge, Netzbuchse. -
Vorverstärker SY-C15, Front links: Netzschalter, EQ Direct, Bass, Defeat, Treble. -
Rückseiten: Endstufe oben, darunter die Anschlussfelder von Vorverstärker (2 × Phono, AUX, Tuner, Tape, zwei Vorverstärkerausgänge) und Tuner. -
Tuner ST-F15 und SY-C15 übereinander, beide 54 mm hoch. -
Rückseiten von Tuner und Vorverstärker. -
PC-D15 mit adres-Adapter AD-15: so war die Anlage für 4.298 DM komplett. -
Schwarze Ausführung (Endstufe SC-M15 B): noch seltener als die silberne Anlage. -
System 15 in Schwarz von schräg vorn: die SC-M15 B mit seitlichen Kühlrippen, darunter SY-C15 und ST-F15. -
Anschlussfeld des SY-C15: Erdung, Phono 1 und 2, Tuner, AUX, Tape und Ausgänge. Foto: Audio Classics Germany
| Endstufe SC-M15 | 2 × 50 W IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz |
|---|---|
| Klirrfaktor SC-M15 | 0,02 % |
| Fremdspannungsabstand SC-M15 | 115 dB |
| Frequenzgang SC-M15 | 0–70.000 Hz +0/−1 dB |
| Maße, Gewicht SC-M15 | 257 × 106 × 211 mm, 5,8 kg |
| Vorverstärker SY-C15 | 2 × Phono 2,5 mV/47 kΩ, RIAA ±0,2 dB AUX, Tape, Tuner 150 mV/47 kΩ |
| Fremdspannungsabstand SY-C15 | Phono 88 dB, AUX 106 dB |
| Klirrfaktor SY-C15 | 0,01 % |
| Frequenzgang SY-C15 | 10–100.000 Hz +0/−2 dB |
| Maße, Gewicht SY-C15 | 257 × 54 × 208 mm, 2,7 kg |
| Tuner ST-F15 | UKW, Quarz; Empfindlichkeit 0,9 µV, Trennschärfe 100 dB, Kanaltrennung 45 dB, Klirrfaktor 0,25 %, Fremdspannungsabstand 68 dB Stereo |
| Maße, Gewicht ST-F15 | 257 × 54 × 196 mm, 2,2 kg |
| Kassettendeck PC-D15 | 2 Motoren, 2 Köpfe, Gleichlauf unter 0,11 %, Dolby B 65 dB; Chrom 20–18.000 Hz, Normal 20–17.000 Hz; 258 × 104 × 204 mm, 5,1 kg |
| Neupreis 1980 | 4.298 DM komplett mit PC-D15 |
Das System 15 ist die große Aurex-Anlage, und ich nenne sie bewusst groß: Die Endstufe SC-M15 liefert 2 × 50 Watt mit 0,02 Prozent Klirr und 115 dB Fremdspannungsabstand aus einem Gehäuse, das 257 mm breit ist. Der Vorverstärker SY-C15 hat zwei Phono-Eingänge mit 88 dB Fremdspannungsabstand und einer RIAA-Abweichung von 0,2 dB; das unterbieten viele Vollverstärker in Normalbreite bis heute nicht. Der Tuner ST-F15 ist quarzgeregelt und zieht mit 0,9 µV Empfindlichkeit auch schwache Sender rauschfrei herein.
Komplett mit dem Kassettendeck PC-D15 kostete die Anlage 1980 4.298 DM, das war Preisklasse großer Anlagen. Entsprechend wenige wurden verkauft, und heute tauchen meist einzelne Bausteine auf. Wenn du eine Anlage zusammenstellst, prüfst du, ob die Endstufe die silberne SC-M15 oder die schwarze SC-M15 B ist, und ob das Tapedeck ein PC-D15 mit zwei Motoren oder das einfachere PC-D10 ist, das oft dazugestellt wurde.
Mini-Anlage, Vor-/Endstufe, Tuner, Kassettendeck · Japan ab 1978, Europa ab 1980
Aurex System 12: SC-M12, SY-C12, ST-T10 und PC-D10
Toshiba System 12, mit Timer AT-12
-
Timer AT-12: die Schaltuhr im gleichen Gehäuseformat schaltet die Anlage zeitgesteuert ein. Foto: Audio Classics Germany
| Endstufe SC-M12 | 2 × 30 W IHF |
|---|---|
| Klirrfaktor SC-M12 | 0,05 % |
| Fremdspannungsabstand SC-M12 | 110 dB |
| Frequenzgang SC-M12 | 10–45.000 Hz +0,5/−1 dB |
| Maße, Gewicht SC-M12 | 257 × 106 × 208 mm, 5,1 kg |
| Vorverstärker SY-C12 | 1 × Phono 2,5 mV/47 kΩ AUX, Tape, Tuner 150 mV/47 kΩ |
| Fremdspannungsabstand SY-C12 | Phono 78 dB, AUX 92 dB |
| Klirrfaktor SY-C12 | 0,01 % |
| Frequenzgang SY-C12 | 10–35.000 Hz |
| Maße, Gewicht SY-C12 | 257 × 54 × 208 mm, 2,2 kg |
| Tuner | ST-T10 Daten beim System 10 |
| Kassettendeck | PC-D10 Daten beim System 10 |
Den Neupreis des System 12 haben wir nicht. Du hast eine Aurex-Preisliste von 1980? Schreib uns.
Das System 12 sitzt zwischen den beiden anderen Anlagen: Die Endstufe SC-M12 leistet 2 × 30 Watt bei 0,05 Prozent Klirr, der Vorverstärker SY-C12 hat einen Phono-Eingang statt zwei und kommt dort auf 78 dB Fremdspannungsabstand. Tuner und Kassettendeck teilt sich das System 12 mit dem System 10: ST-T10 und PC-D10. Dazu gab es die Schaltuhr AT-12 im selben Format, mit der die Anlage morgens von selbst anging.
Beim Kauf achtest du auf die Beschriftung der Endstufe: SC-M12 gehört hierher, SC-M15 zum großen System. Die Fronten sehen sich sehr ähnlich, der Unterschied steht klein auf dem Gerät.
Mini-Anlage, Vollverstärker, Tuner, Kassettendeck · Japan ab 1978, Europa ab 1980
Aurex System 10: SB-A10, ST-T10 und PC-D10
Toshiba System 10; in Japan SB-A15 und ST-T15 (110 V), Deck PC-D05
-
System 10 komplett: Vollverstärker SB-A10, Tuner ST-T10 und Kassettendeck PC-D10 übereinander. -
Tuner ST-T10: Skala für UKW und MW, Drehkondensator, PLL-Decoder. -
SB-A10 innen: der Ringkerntrafo mit 100 mm Durchmesser nimmt fast die halbe Gehäusebreite ein. -
Platine des SB-A10 mit Kühlkörper der Endstufe. -
Rückseite SB-A10: Phono, AUX, Tape, Tuner, Lautsprecherklemmen. -
ST-T10 innen: Drehkondensator links, ZF-Platine mit Filtern. -
ST-T10, Platine im Detail. -
ST-T10, Abgleichregler auf der Platine. -
Anschlussfeld des SB-A10: Phono, Tuner, AUX, Tape, Lautsprecherklemmen für 4 bis 16 Ω. -
Kassettendeck PC-D10: Zähler, Dolby NR, Bandsortenwahl Metall, Chrom, Normal. In Japan als PC-D05 verkauft.
| Vollverstärker SB-A10 | 2 × 20 W IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz 2 × 24 W DIN, 4 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Dämpfungsfaktor | 50 8 Ω |
| Klirrfaktor | 0,1 % Volllast 0,08 % 1 W |
| Frequenzgang | 20–50.000 Hz ±1 dB |
| Eingänge | Phono 2,5 mV/47 kΩ, RIAA ±0,5 dB AUX, Tape, Tuner 150 mV/47 kΩ Mikrofon 2 mV/47 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | Phono 75 dB, AUX 90 dB |
| Maße, Gewicht SB-A10 | 257 × 54 × 208 mm, 3,2 kg |
| Tuner ST-T10 | UKW/MW; Empfindlichkeit 0,95 µV 75 Ω Klirrfaktor 0,25 % Stereo, 0,15 % Mono, Kanaltrennung 45 dB, ZF-Dämpfung 80 dB, Fremdspannungsabstand 72 dB Stereo, 75 dB Mono, Trennschärfe 65 dB ±300 kHz |
| Maße, Gewicht ST-T10 | 257 × 54 × 238 mm, 2,1 kg |
| Kassettendeck PC-D10 | 1 Motor, 2 Köpfe, Gleichlauf unter 0,16 %, Dolby B 62 dB; Metall 35–18.000 Hz, Chrom 35–17.500 Hz, Normal 35–17.000 Hz; 257 × 106 × 214 mm, 3,3 kg |
| Neupreis 1980 | 2.348 DM komplett |
Das System 10 ist die kleine Anlage und mein Tipp für den Einstieg, weil der Vollverstärker SB-A10 Vor- und Endstufe in einem 54 mm hohen Gehäuse vereint: 2 × 20 Watt an 8 Ohm, Dämpfungsfaktor 50, Phono mit 75 dB Fremdspannungsabstand. Ich habe den SB-A10 an Klipschhörnern mit Plattenspieler gehört, und die Wiedergabe war detailreich und breit; mit 20 Watt brauchst du allerdings Lautsprecher mit Wirkungsgrad, keine kleinen Zweiwegeboxen mit 84 dB. Der Tuner ST-T10 hält mit 0,95 µV Empfindlichkeit und 72 dB Fremdspannungsabstand das Niveau des Luxman T-88V, der allein 1.200 DM kostete.
Komplett kostete das System 10 im Jahr 1980 2.348 DM. Beim Kauf prüfst du die Netzspannung: Die japanischen Schwestermodelle SB-A15 und ST-T15 sind 110-Volt-Geräte und laufen hier nur mit Vorschalttrafo. Das Kassettendeck PC-D10 hat einen Motor und zwei Köpfe; es ist das einfachste Glied der Kette, und ein Riemenwechsel steht nach 45 Jahren fast immer an.
Synthesizer-Tuner UKW, MW, LW, KW, Mini-Format · um 1980
Aurex ST-S20
Toshiba ST-S20
| Abstimmung | Digital, Quarz-Synthesizer; UKW, MW, LW, KW |
|---|---|
| Empfindlichkeit | 0,9 µV |
| Klirrfaktor | unter 0,25 % |
| Fremdspannungsabstand | 68 dB Stereo |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 83 dB |
| ZF-Dämpfung | 97 dB |
| Kanaltrennung | 45 dB 1 kHz |
| Trennschärfe | 75 dB |
| Maße (B × H × T) | 258 × 54 × 184 mm |
Der ST-S20 ist der Digitaltuner zu den Mini-Anlagen: quarzgeregelter Synthesizer mit vier Wellenbereichen, darunter Lang- und Kurzwelle, in einem Gehäuse von 258 × 54 × 184 mm. Mit 97 dB ZF-Dämpfung und 83 dB Spiegelfrequenzdämpfung ist er dem analogen ST-T10 bei der Störfestigkeit überlegen, beim Fremdspannungsabstand liegen beide bei 68 bis 72 dB. Für die Anlage im Regal ist der ST-S20 die bequemere Wahl, weil er Sender speichert; Puristen nehmen den ST-T10 mit Drehkondensator.
Vollverstärker und Synthesizer-Tuner, Normalbreite · 1980–1982
Aurex SB-A70 und ST-S70
Toshiba SB-A70, Toshiba ST-S70
-
SB-A70: 2 × 50 W IHF, LED-Aussteuerungsanzeige, Drehschalter wie bei den Mini-Anlagen. Foto: Angelo Bozzo -
Front des SB-A70 mit LED-Aussteuerungsanzeige und Lautstärkeregler. Foto: Angelo Bozzo -
Rückseite SB-A70: Phono MM, AUX, Tape, zwei Lautsprecherpaare, Buchse für die Fernbedienung. Foto: Angelo Bozzo -
Front links: Netzschalter, Kopfhörerbuchse, Bass, Treble, Balance. Foto: Angelo Bozzo -
Front Mitte: Eingangswahl Tape, AUX, Tuner, Phono und Lautstärke. Foto: Angelo Bozzo -
Tuner ST-S70: mikrocomputergesteuert, sechs Stationstasten. Foto: Angelo Bozzo -
ST-S70, Frequenzanzeige im Detail. Foto: Angelo Bozzo -
ST-S70, Bedienfeld rechts: Suchlauf, Speicher, AM/FM. Foto: Angelo Bozzo
| Leistung SB-A70 | 2 × 50 W IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz 2 × 70 W DIN, 8 Ω, 1 kHz |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,05 % Volllast |
| Leistungsbandbreite | 5–100.000 Hz ±2 dB |
| Frequenzgang | 10–40.000 Hz ±0,5 dB |
| Dämpfungsfaktor | 20 8 Ω 10 4 Ω |
| Eingänge | Phono MM 2,5 mV/47 kΩ AUX, Tape 150 mV/47 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | 80 dB; Übersprechdämpfung 50 dB |
| Maße, Gewicht SB-A70 | 420 × 60 × 320 mm, 8,5 kg |
| Tuner ST-S70 UKW | Empfindlichkeit 1,9 µV IHF Kanaltrennung über 45 dB, Klirrfaktor 0,15 % Mono, 0,25 % Stereo, Fremdspannungsabstand 74 dB Mono, 69 dB Stereo, Trennschärfe 75 dB, Spiegelfrequenzdämpfung 95 dB, ZF-Dämpfung 100 dB, Pilottondämpfung 65 dB 19 kHz |
| Tuner ST-S70 MW | Empfindlichkeit 200 µV, Trennschärfe 30 dB |
| Maße, Gewicht ST-S70 | 420 × 73 × 287 mm, 3,0 kg |
Preise für SB-A70 und ST-S70 aus 1980 bis 1982 fehlen uns. Du hast einen Prospekt?
SB-A70 und ST-S70 sind die Aurex-Bausteine in Normalbreite von 420 mm, gebaut von 1980 bis 1982. Der Verstärker trägt die Drehschalter und das Anschlussfeld der Mini-Anlagen, ist aber mit 2 × 50 Watt IHF, Ringkerntrafo, LED-Aussteuerungsanzeige und einem Anschluss für die Fernbedienung ein ausgewachsener Vollverstärker der oberen Mittelklasse. Vor- und Endstufe lassen sich auftrennen, du kannst ihn also auch als reine Endstufe hinter einen anderen Vorverstärker hängen. Der ST-S70 ist ein mikrocomputergesteuerter Synthesizer-Tuner mit sechs Stationstasten und 100 dB ZF-Dämpfung.
Die schlichte Front mit nur 60 mm Höhe täuscht über die Verarbeitung hinweg; wer den Deckel öffnet, sieht den Ringkerntrafo und eine saubere Endstufenplatine. Der SB-A70 ist seltener als die Mini-Anlagen, aber günstiger, weil ihn kaum jemand kennt.
Kompakte Anlage im gleichen Geist, heute neu: Kompaktanlagen-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Receiver 1968–1980 · 9 Modelle
Toshibas Receiver der Siebziger erkennst du an den Power-Pack-Endstufen TH9015P, an Dual-Gate-FETs im Empfangsteil und an Keramikfiltern im ZF-Verstärker. Die Endziffer 4 kennzeichnet Quadro-Geräte mit vier Endstufen. Leistungsangaben nach IHF gelten an 8 Ohm über 20 bis 20.000 Hz, DIN-Werte an 4 Ohm bei 1 kHz; was der Unterschied für dich bedeutet, steht im Ratgeber DIN- und IHF-Norm.
Stereo-Receiver UKW/MW · um 1968/69
Toshiba SA-20Y und SA-15Y
Vormodell SA-20 ohne Y
- SA-20
- SA-20Y
- SA-15Y
-
SA-20Y: 495 mm breit, 14,5 kg, mit FETs im Frontend. Foto: Uli Trüb -
Skala des SA-20Y mit UKW und Mittelwelle. Foto: Uli Trüb -
Front des SA-20Y: Bass, Höhen, Loudness, Tiefen- und Höhenfilter, AFC. Foto: Uli Trüb -
Bedienfeld: Mode-Schalter kombiniert mit Tape Monitor, Select mit Phono, Tape Head und AUX. Foto: Uli Trüb -
SA-20 ohne Y, das Vormodell mit FETs, aber ohne ICs. Foto: audiokarma.org -
Front links: Lautsprecherwahl, Balance, Bass, AFC, Muting und Tiefenfilter. Foto: Uli Trüb -
Rückseite im Holzgehäuse: Kühlkörper der Endstufen, Anschlussfeld und Netzkabel. Foto: Uli Trüb -
SA-15Y: äußerlich bis ins Detail gleich, 2 × 30 W an 8 Ω. Foto: Uli Trüb
| Leistung SA-15Y | 2 × 30 W IHF, 8 Ω, 20–20.000 Hz 2 × 35 W IHF, 4 Ω |
|---|---|
| Dämpfungsfaktor | 100 8 Ω |
| Klirrfaktor | 0,4 % Volllast 0,1 % 1 W |
| Frequenzbereich | 20–60.000 Hz −3 dB |
| Eingänge | Phono MM 3,0 mV/100 kΩ Tape, AUX 1 + 2 200 mV/100 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | Phono 75 dB, AUX 80 dB |
| UKW | 88–108 MHz, Empfindlichkeit 2,2 µV IHF Fremdspannungsabstand 50 dB, Selektivität 30 dB |
| Mittelwelle | 530–1.605 kHz |
| Lautsprecher | 4–16 Ω, zwei Gruppen |
| Leistungsaufnahme | 350 W max. 35 W Leerlauf |
| Maße, Gewicht SA-15Y | 495 × 165 × 345 mm, 13,2 kg |
| Maße, Gewicht SA-20Y | 495 × 165 × 345 mm, 14,5 kg |
Der SA-20Y ist das Rätsel unter den Toshiba-Receivern: Es gibt ihn, aber keine Unterlagen, auch nicht bei Toshiba. Gebaut wurde er um 1968/69, mit Siliziumtransistoren, FETs im Frontend und, wie das Logo links auf der Front nahelegt, mit den Power-Pack-Endstufen TH9015, die Toshiba später oft verbaute. Das Typenschild nennt 35 Watt Leerlauf und 300 Watt Volllast, was auf etwa 2 × 45 Watt an 8 Ohm hinausläuft. Die Ausstattung ist für die Zeit komplett: Kopfhörerausgang, Loudness, Tiefen- und Höhenfilter, AFC, zwei umschaltbare AUX-Eingänge, Tape-Monitor, auftrennbare Vor- und Endstufe, zwei Lautsprechergruppen.
Der SA-15Y ist äußerlich bis in die Schalter gleich, leistet 2 × 30 Watt an 8 Ohm und wiegt 13,2 statt 14,5 kg. Vom Vormodell SA-20 ohne Y, noch ohne ICs, gibt es ein einziges Foto. Weltweit kennen wir weniger als eine Handvoll dieser Receiver; wer einen findet, hat ein Sammlerstück, keinen Alltagsreceiver, denn Ersatzteile für die Power Packs gibt es nicht mehr.
Stereo-Receiver UKW/MW/LW · Anfang der 1970er
Toshiba SA-300L
| Leistung | 2 × 14 W IHF |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| Frequenzbereich | 15–50.000 Hz +1/−3 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 65 dB 3 mV AUX 75 dB |
| UKW | Empfindlichkeit 2,5 µV, Spiegelfrequenzdämpfung 50 dB, ZF-Dämpfung 60 dB |
| Bestückung | FET im Empfangsteil, Keramikfilter im ZF-Verstärker, ICs in der Endstufe |
| Maße (B × H × T) | 400 × 115 × 290 mm |
| Gewicht | 7,1 kg |
| Neupreis | 798 DM |
Der SA-300L ist der kleinste Stereo-Receiver der Reihe und der einzige mit Langwelle, dafür steht das L. 2 × 14 Watt IHF reichen für wirkungsgradstarke Boxen im Wohnzimmer, der Klirrfaktor von 0,8 Prozent zeigt die IC-Endstufe der frühen Siebziger. Mit 798 DM Neupreis war er der Einstieg in die Toshiba-Welt; heute ist er ein hübscher Küchen- oder Werkstattreceiver, kein Sammlerstück.
Stereo-Receiver UKW/MW · Anfang der 1970er
Toshiba SA-400
| Leistung | 2 × 15 W IHF |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| Frequenzbereich | 20–40.000 Hz +0/−3 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 65 dB 3 mV AUX 75 dB |
| UKW | Empfindlichkeit 1,8 µV, FET und 3-fach-Drehkondensator |
| Klangregelung | Eckfrequenzen für Bass und Höhen umschaltbar |
| Maße (B × H × T) | 425 × 115 × 290 mm |
| Gewicht | 6,5 kg |
Der SA-400 teilt sich Leistungsklasse und IC-Endstufe mit dem SA-300L, hat aber das empfindlichere Empfangsteil mit 1,8 µV und einen 3-fach-Drehkondensator. Die umschaltbaren Eckfrequenzen für Bass und Höhen sind ein Komfortmerkmal, das Toshiba sonst nur dem SA-500 gab. Zwischen SA-300L und SA-400 entscheidet die Langwelle; wer sie nicht braucht, nimmt den SA-400 wegen des besseren Tuners.
Stereo-Receiver UKW/MW · Anfang der 1970er
Toshiba SA-500
| Leistung | 2 × 50 W DIN, 4 Ω |
|---|---|
| Frequenzbereich | 10–55.000 Hz ±1 dB |
| Eingänge | Phono 2,5 mV AUX, Tape 150 mV |
| Fremdspannungsabstand | Phono 65 dB, AUX 75 dB |
| UKW | Empfindlichkeit 1,2 µV, ZF-Dämpfung 80 dB |
| Bestückung | OCL-Endstufen, Keramikfilter, 2 FETs im Empfangsteil, 4-fach-Drehkondensator |
| Klangregelung | MFR-Schaltung, Eckfrequenzen umschaltbar |
| Maße (B × H × T) | 450 × 125 × 356 mm |
| Gewicht | 9,5 kg |
| Neupreis | 1.295 DM |
Der SA-500 ist der große Stereo-Receiver der frühen Siebziger: 2 × 50 Watt DIN aus kondensatorlosen OCL-Endstufen, ein Empfangsteil mit zwei FETs, 4-fach-Drehkondensator und 1,2 µV Empfindlichkeit, dazu die MFR-Klangregelung mit umschaltbaren Eckfrequenzen. Mit 9,5 kg und 450 mm Breite ist er handlicher als die Quadro-Receiver und für eine normale Stereoanlage die vernünftigere Wahl. Die Phono-Stufe mit 65 dB Fremdspannungsabstand ist der schwächste Wert; an einem leisen MM-System hörst du in Pausen ein leichtes Rauschen, das die 1978er-Modelle nicht mehr haben.
Quadro-Receiver UKW/MW, 4 Kanäle · 1973
Toshiba SA-304
| Leistung | 4 × 20 W 4 Ω 2 × 30 W Stereo, 8 Ω, BTL |
|---|---|
| Klirrfaktor | unter 0,8 % |
| Frequenzbereich | 20–40.000 Hz ±3 dB |
| Eingänge | Phono MM 3 mV Tape, Line, Tuner 150 mV |
| Fremdspannungsabstand | Phono 65 dB, Line 75 dB |
| UKW | Empfindlichkeit 1,8 µV, Selektivität 45 dB, Kanaltrennung über 35 dB; 3-fach-Drehkondensator, FET im Eingang, IC im ZF-Verstärker |
| Quadro-Decoder | SQ, RM, diskret wie SA-504 |
| Bestückung | 2 FETs, 66 Transistoren, 37 Dioden |
| Maße (B × H × T) | 400 × 115 × 290 mm |
| Gewicht | 5,2 kg |
| Neupreis | 1.348 DM |
Der SA-304 ist der kleine Quadro-Receiver von 1973 mit vier Endstufen zu je 20 Watt an 4 Ohm; im Stereobetrieb werden je zwei gebrückt (BTL) und liefern 2 × 30 Watt an 8 Ohm. Der Decoder deckt SQ, RM und diskrete Quadrophonie ab, derselbe Satz wie im großen SA-504. Mit 5,2 kg in einem 400 mm breiten Gehäuse ist er erstaunlich leicht, dafür musst du mit 0,8 Prozent Klirr leben. Für vier Lautsprecher im Arbeitszimmer ist er die bezahlbare Quadro-Lösung, der SA-504 die mit Reserven.
Quadro-Receiver UKW/MW, 4 Kanäle · Ende 1973 bis 1975
Toshiba SA-504
Toshibas Spitzenmodell der Quadro-Jahre
-
SA-504: vier Pegelregler für die Kanäle, 4-fach-Drehkondensator, 75-Ω-Antenneneingang. -
Rückseite: Lautsprecherklemmen für 2 × 4 Boxen, geschaltete Netzsteckdosen. -
Anschlussfeld: Phono MM und CC, AUX, Tape für vier Kanäle, Mikrofon. -
Skala und Anzeigeinstrumente. -
Front links: zwei Instrumente, Lautsprecherwahl, Klangregler, Kopfhörerbuchse. -
Front rechts: Abstimmknopf, Quadro-Mode, Eingangswahl. -
Power Pack: Toshibas IC-Endstufenmodul, ohne Ersatz, wenn es stirbt.
| Leistung | 4 × 50 W IHF, 4 Ω 4 × 35 W IHF, 8 Ω 2 × 70 W Stereo, 8 Ω, BTL |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,4 % Volllast 0,003 % 50 mW |
| Leistungsbandbreite | 10–55.000 Hz ±2 dB |
| Dämpfungsfaktor | 20 8 Ω 10 4 Ω |
| Eingänge | Phono MM 2,5 mV/47 kΩ, Phono CC 30 mV/47 kΩ AUX, Tape 150 mV/47 kΩ |
| Fremdspannungsabstand | 80 dB; Übersprechdämpfung 50 dB |
| UKW | Empfindlichkeit 1,4 µV DIN 1,6 µV IHF ZF-Dämpfung 80 dB, Kanaltrennung über 35 dB, Trennschärfe 54 dB, Klirrfaktor 0,5 % |
| Mittelwelle | Empfindlichkeit 15 µV, Selektivität 25 dB |
| Quadro-Decoder | RM, SQ, diskret |
| Maße (B × H × T) | 500 × 115 × 380 mm |
| Gewicht | 13 kg |
| Neupreis 1973 | 1.498 DM 1975: 1.998 DM |
Der SA-504 war 1973 Toshibas Spitzenmodell: ein Quadro-Receiver mit vier Endstufen zu je 50 Watt an 4 Ohm, Decodern für RM, SQ und diskrete Quadrophonie, und einem Matrixmodus, der auch Stereoplatten auf vier Lautsprecher verteilt. Zwei Phono-Vorverstärker sind eingebaut, einer für MM-Systeme in IC-Bauweise mit FET-Eingang und einer für Kondensator-Tonabnehmer (CC). Vier Pegelregler setzen jeden Kanal einzeln, die Telefontaste senkt die Gesamtlautstärke ab, ohne die Einstellung zu verlieren. Im Stereobetrieb liefern die gebrückten Endstufen 2 × 70 Watt an 8 Ohm.
Der Klirrfaktor von 0,003 Prozent bei 50 Milliwatt zeigt, wie sauber die Power Packs im Kleinsignalbereich arbeiten; bei Volllast sind es 0,4 Prozent. Der Neupreis stieg von 1.498 DM 1973 auf 1.998 DM 1975. Beim Kauf schaltest du alle vier Kanäle einzeln durch, denn ein defektes Power Pack ist heute nicht mehr zu ersetzen.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1978
Toshiba SA-420 und SA-320
- SA-320
- SA-420
- SA-520
| Leistung | 2 × 25 W IHF, 4 Ω SA-320: 2 × 18 W |
|---|---|
| Frequenzbereich | 20–30.000 Hz |
| UKW | Empfindlichkeit 0,7 µV, Fremdspannungsabstand 70 dB, Trennschärfe 60 dB, Spiegelfrequenzdämpfung 60 dB, ZF-Dämpfung 90 dB |
| Maße (B × H × T) | 500 × 145 × 370 mm |
| Gewicht | 11,5 kg |
| Neupreis SA-420 | 948 DM |
SA-420 und SA-320 sind die Receiver der 1978er-Generation im neuen, 500 mm breiten Gehäuse mit 11,5 kg. Der Tuner ist der gleiche: 0,7 µV Empfindlichkeit, 90 dB ZF-Dämpfung, 70 dB Fremdspannungsabstand. Der Unterschied liegt in der Endstufe, 2 × 25 Watt IHF an 4 Ohm beim SA-420 gegen 2 × 18 Watt beim SA-320. Der SA-420 kostete 948 DM; wer heute zwischen beiden wählt, nimmt den SA-420, weil der Aufpreis gebraucht kaum noch existiert.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1978
Toshiba SA-520 und SA-620
- SA-420
- SA-520
- SA-620
| Leistung | 2 × 40 W IHF, 4 Ω |
|---|---|
| Frequenzbereich | 10–50.000 Hz |
| UKW | Empfindlichkeit 0,6 µV, Fremdspannungsabstand 70 dB, Trennschärfe 65 dB, Spiegelfrequenzdämpfung 60 dB, ZF-Dämpfung 100 dB |
| Maße (B × H × T) | 530 × 158 × 435 mm |
| Gewicht | 18,5 kg |
Daten und Preise zu SA-520 und SA-620 fehlen uns teilweise. Du hast einen Prospekt von 1978?
Der SA-520 ist der schwere Receiver der 1978er-Reihe: 18,5 kg, 530 mm breit, 2 × 40 Watt IHF an 4 Ohm und ein Tuner mit 0,6 µV Empfindlichkeit und 100 dB ZF-Dämpfung, der dem ST-420 aus demselben Jahr entspricht. Darüber stand der SA-620, von dem wir nur ein Foto haben. Wer einen Toshiba-Receiver als Hauptgerät für Standlautsprecher sucht, landet bei diesen beiden; die kleineren SA-320 und SA-420 sind Zweitgeräte.
Stereo-Receiver UKW/MW · 1980
Toshiba SA-3500 und SA-2500
- SA-2500
- SA-3500
| Leistung | 2 × 35 W IHF, 8 Ω |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,1 % |
| Frequenzbereich | 10–50.000 Hz |
| Eingänge | Phono 2,5 mV, Line 150 mV |
| Fremdspannungsabstand | Phono 78 dB, Line 90 dB |
| UKW | Empfindlichkeit 0,9 µV, Klirrfaktor 0,25 %, ZF-Dämpfung 90 dB |
| Maße (B × H × T) | 450 × 116 × 370 mm |
| Gewicht | 9 kg |
Der SA-3500 von 1980 ist der letzte Toshiba-Receiver im Archiv, flacher und leichter als die 1978er-Modelle: 116 mm hoch, 9 kg, 2 × 35 Watt IHF an 8 Ohm mit 0,1 Prozent Klirr. Die Phono-Stufe erreicht 78 dB Fremdspannungsabstand, das ist das Niveau der Aurex-Minianlagen aus demselben Jahr. Vom kleineren SA-2500 kennen wir nur das Foto. Für den Alltag ist der SA-3500 der unkomplizierteste Toshiba-Receiver: moderne Schaltung, normale Bauteile, keine Power Packs.
Receiver mit Phono-Eingang und Garantie, heute neu: HiFi-Receiver-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Verstärker Anfang der 1970er bis 1978 · 4 Modelle
Toshibas Vollverstärker gab es in Stereo (SB-300, SB-500, SB-220, SB-620, SB-820) und als Quadro-Geräte mit vier Endstufen (SB-404 S, SB-514). Alle Stereo-Modelle haben Phono-Vorstufen mit MOS-Eingang; die 1978er-Reihe erreicht Klirrfaktoren bis hinunter zu 0,02 Prozent.
Stereo-Vollverstärker · Anfang der 1970er
Toshiba SB-500
Kleineres Schwestermodell: SB-300
| Leistung | 2 × 35 W IHF, 8 Ω |
|---|---|
| Klirrfaktor | unter 0,2 % |
| Frequenzbereich | 10–70.000 Hz |
| Leistungsbandbreite | 10–40.000 Hz |
| Eingänge | Phono MM 2,5 mV, Phono CC 30 mV Tape, Line, Tuner 150 mV |
| Fremdspannungsabstand | Phono MM 65 dB, Line 80 dB |
| Ausstattung | OCL-Endstufen, Phono MM mit MOS-Eingang, MFR-Klangregelung, 2 × Tape Monitor, Mikrofoneingang mischbar |
Der SB-500 ist der Stereo-Vollverstärker zur ersten Receiver-Generation: 2 × 35 Watt IHF aus kondensatorlosen OCL-Endstufen, Phono MM mit MOS-Eingang und ein zweiter Phono-Eingang für Kondensator-Tonabnehmer (CC). Zwei Tape-Monitor-Schalter und ein mischbarer Mikrofoneingang machen ihn zur kleinen Schaltzentrale fürs Überspielen. Vom kleineren SB-300 haben wir außer dem Namen in der Preisliste nichts; der SB-500 ist das Gerät, das man findet. Die Verstärker-Preisliste des Archivs nennt für den SB-500 zwei verschiedene Beträge, deshalb lassen wir den Neupreis hier weg.
Quadro-Vollverstärker, 4 Kanäle · 1973–1975
Toshiba SB-404 S und SB-514
- SB-404 S
- SB-514
-
SB-404 S: 4 × 15 W IHF, im Stereobetrieb 2 × 25 W, zwei Phono-Eingänge (MM und CC). -
SB-404 S im Holzgehäuse, Front mit vier Instrumenten für die Kanäle. -
Innen: vier Endstufen mit den kondensatorlosen IC-Power-Packs TH9015P. -
SB-514: der große Quadro-Verstärker, Neupreis 1.998 DM. -
Power Pack TH9015P: Toshibas Hybrid-Endstufenmodul, verbaut in SB-404 S, SA-400 und anderen.
| Leistung | 4 × 15 W IHF 2 × 25 W IHF, Stereo |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,4 % |
| Frequenzbereich | 10–55.000 Hz |
| Eingänge | 2 × Phono: 1 × MM, 1 × CC |
| Quadro | SQ, RM und diskret |
| Endstufen | 4 × IC-Power-Pack TH9015P, kondensatorlos |
| Phono | MM in IC-Technik mit MOS-Eingang |
| Neupreis SB-404 | 1.075 DM SB-514: 1.998 DM |
Der SB-404 S ist der Quadro-Vollverstärker mit vier Power-Pack-Endstufen TH9015P zu je 15 Watt, die im Stereobetrieb 2 × 25 Watt liefern. Wie der Receiver SA-504 decodiert er SQ, RM und diskrete Quadrophonie und hat zwei Phono-Eingänge, einen für MM-Systeme mit MOS-Eingang und einen für Kondensator-Tonabnehmer. Der SB-514 ist das größere Gerät derselben Bauart; außer dem Foto und dem Neupreis von 1.998 DM liegt uns dazu nichts vor. Beide Verstärker sind heute wegen der nicht mehr lieferbaren Power Packs Geräte für Sammler, die vier funktionierende Kanäle prüfen, bevor sie zahlen.
Stereo-Vollverstärker · 1978
Toshiba SB-220
| Leistung | 2 × 22 W IHF, 8 Ω |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,08 % |
| Frequenzbereich | 15–50.000 Hz |
| Eingänge | Phono 2,5 mV, AUX 150 mV |
| Maße (B × H × T) | 400 × 126 × 312 mm |
| Gewicht | 7,1 kg |
| Neupreis | 448 DM |
Der SB-220 ist der Einstiegsverstärker der 1978er-Reihe: 2 × 22 Watt an 8 Ohm mit 0,08 Prozent Klirr in einem 400 mm breiten Gehäuse, 448 DM neu. Zusammen mit dem Tuner ST-220 im gleichen Format ergibt er die kleine Toshiba-Anlage dieser Jahre. Für Regallautsprecher im Arbeitszimmer reicht er, für Standboxen nimmst du den SB-620 oder SB-820.
Stereo-Vollverstärker · 1978
Toshiba SB-820 und SB-620
- SB-620
- SB-820
| Leistung | 2 × 82 W IHF, 8 Ω SB-620: 2 × 62 W |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,02 % (SB-620: 0,05 %) |
| Frequenzbereich | 10–80.000 Hz |
| Eingänge | Phono 1 + 2 je 2,0 mV, AUX 150 mV |
| Maße (B × H × T) | 450 × 148 × 375 mm |
| Gewicht | 16 kg (SB-620: 14 kg) |
SB-820 und SB-620 sind die großen Vollverstärker von 1978 im gleichen 450 mm breiten Gehäuse: 2 × 82 Watt mit 0,02 Prozent Klirr beim SB-820, 2 × 62 Watt mit 0,05 Prozent beim SB-620, beide mit zwei Phono-Eingängen und 10 bis 80.000 Hz Frequenzbereich. Das sind Verstärker, die Standlautsprecher mit 86 dB Wirkungsgrad souverän treiben. Die 2 kg Gewichtsunterschied stecken im Netzteil. Wer die Wahl hat, nimmt den SB-820; der Aufpreis gebraucht ist klein, die Reserve groß.
Kompakter Vollverstärker heute: Class-D-Verstärker-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›
Tuner 1970er bis 1978 · 4 Modelle
Digital-Synthesizer-Tuner UKW · 1978, Prototyp 1975
Aurex ST-910 und Toshiba ST-910
- Aurex ST-910
- Toshiba ST-910
- ST-910 schwarz
-
Aurex ST-910: die japanische Ausführung mit Aurex-Logo. -
Toshiba ST-910: technisch identisch, die Anzeige hat vier Elemente. -
Schwarze Ausführung, sehr selten.
| Abstimmung | Digitaler Synthesizer, UKW |
|---|---|
| Vorstellung | Prototyp 1975, Serie 1978 |
| Ausführungen | Aurex ST-910 (Japan), Toshiba ST-910 (Export, 4-stellige Anzeige), Schwarz |
| Neupreis | 2.998 DM |
Die Messwerte des ST-910 fehlen uns. Du hast das Datenblatt?
Der ST-910 ist Toshibas Tuner mit digitaler Synthesizer-Abstimmung, 1978 in Serie, der Prototyp stand schon 1975. In Japan hieß er Aurex ST-910, die Exportversion Toshiba ST-910 unterscheidet sich nur in der Anzeige mit vier Elementen; dazu gab es eine schwarze Ausführung, die kaum je auftaucht. Mit 2.998 DM Neupreis kostete er mehr als jeder Toshiba-Receiver und gehört heute mit dem SA-20Y zu den seltensten Geräten auf dieser Seite. In unserer Verkaufsliste stand ein schwarzer ST-910 in gutem Zustand zuletzt mit 315 Euro.
Stereo-Tuner UKW/MW · Anfang der 1970er
Toshiba ST-500
-
Front links: Instrumente für Signalstärke und Abstimmung, darunter Netzschalter und Ausgangspegel. Foto: Ralf Frare
| UKW-Empfindlichkeit | 1,4 µV |
|---|---|
| Selektivität | 80 dB |
| Gleichwellenselektion | 1,5 dB |
| Kanaltrennung | über 35 dB |
| Bestückung | 3 FETs, 2 ICs, 23 Transistoren, 23 Dioden; Dual-Gate-FETs, Keramikfilter, 2 ICs im ZF-Verstärker, 4-fach-Drehkondensator |
| Ausgänge | 2 × Line, 1 × fest, 1 × regelbar |
| Maße (B × H × T) | 400 × 115 × 337 mm |
| Gewicht | 5,5 kg |
| Neupreis | 898 DM |
Der ST-500 ist der Tuner zum SA-500-Zeitalter: Dual-Gate-FETs im Eingang, 4-fach-Drehkondensator, Keramikfilter und zwei ICs im ZF-Verstärker, 80 dB Selektivität. Zwei Line-Ausgänge, einer fest und einer regelbar, erleichtern den Anschluss an Verstärker ohne Pegelanpassung. 898 DM kostete er neu, und er ist einer der Toshiba-Tuner, die noch regelmäßig auftauchen.
Stereo-Tuner UKW/MW · 1978
Toshiba ST-420
| UKW-Empfindlichkeit | 0,6 µV |
|---|---|
| Fremdspannungsabstand | 72 dB |
| Trennschärfe | 70 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 85 dB |
| ZF-Dämpfung | 90 dB |
| Maße (B × H × T) | 450 × 135 × 340 mm |
| Gewicht | 8 kg |
Der ST-420 von 1978 ist der Tuner zu den Verstärkern SB-620 und SB-820 und der beste analoge Tuner im Archiv: 0,6 µV Empfindlichkeit, 72 dB Fremdspannungsabstand, 85 dB Spiegelfrequenzdämpfung, 8 kg schwer. Mit diesen Werten hörst du auch entfernte Sender ohne Rauschteppich. Er ist dem kleinen ST-220 in allen Werten um 10 bis 30 dB voraus.
Stereo-Tuner UKW/MW · 1978
Toshiba ST-220
| UKW-Empfindlichkeit | 0,8 µV |
|---|---|
| Fremdspannungsabstand | 70 dB |
| Trennschärfe | 55 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 55 dB |
| ZF-Dämpfung | 75 dB |
| Maße (B × H × T) | 400 × 126 × 318 mm |
| Gewicht | 4,5 kg |
Der ST-220 passt im Format zum SB-220: 400 mm breit, 126 mm hoch, 4,5 kg. Mit 0,8 µV Empfindlichkeit und 70 dB Fremdspannungsabstand ist er ein ordentlicher Stadttuner; bei Trennschärfe und Spiegelfrequenzdämpfung mit je 55 dB stößt er in dicht belegten Bändern an seine Grenzen. Dann hilft der ST-420.
Kassettendecks und adres 1978–1980 · 3 Modelle
adres ist Toshibas eigene Rauschunterdrückung von 1978: ein Kompander, der den Dynamikumfang einer Kassette auf 100 dB erweitert, gegenüber rund 60 dB mit Dolby B. Es gab adres eingebaut im PC-X80AD und als Zusatzgerät AD-2, AD-4 und AD-15 für vorhandene Decks und Tonbandgeräte. Durchgesetzt hat sich das System nicht, Dolby war längst Standard. adres-Aufnahmen spielst du nur mit adres-Decoder richtig ab.
Kassettendeck mit adres, 2 Motoren, 2 Köpfe · 1980
Aurex PC-X80AD
Toshiba PC-X 80 AD
| Laufwerk | 2 Motoren, 2 Köpfe, digitale Steuerung |
|---|---|
| Gleichlaufschwankung | unter 0,12 % |
| Frequenzgang | Metall 20–20.000 Hz, Chrom 20–18.000 Hz, Normal 20–17.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,25 % |
| Geräuschspannungsabstand | 84 dB mit adres 63 dB mit Dolby |
| Anzeige | Plasma-Anzeigeinstrumente |
| Maße (B × H × T) | 430 × 148 × 384 mm |
| Gewicht | 12 kg |
Das PC-X80AD ist das Deck, für das Toshiba adres entwickelt hat: zwei Motoren, zwei Köpfe, digitale Laufwerksteuerung, Plasma-Anzeigen und 12 kg Gewicht. Mit adres erreicht es 84 dB Geräuschspannungsabstand, mit Dolby 63 dB; der Unterschied von 21 dB ist bei leisen Klavierpassagen deutlich hörbar. Der Frequenzgang reicht mit Metallband bis 20.000 Hz. Wer heute adres-Kassetten aus den Achtzigern hat, braucht dieses Deck oder einen der AD-Adapter, sonst klingen die Aufnahmen gepresst und zu hell.
adres-Rauschunterdrückung und Dynamikexpander, Zusatzgerät · ab 1978
Toshiba AD-4 und Aurex AD-2
Mini-Format für die Aurex-Anlagen: AD-15
- AD-2
- AD-4
- AD-15
| Funktion | adres-Kompander, Dynamikerweiterung auf 100 dB |
|---|---|
| Verbesserung | Geräuschspannungsabstand um 30 dB |
| Ausstattung | eingebauter Eichoszillator |
| Maße (B × H × T) | 420 × 75 × 284 mm |
| Gewicht | 4,3 kg |
AD-4 und AD-2 sind adres zum Nachrüsten: Das Gerät hängt in der Tape-Schleife des Verstärkers, komprimiert bei der Aufnahme und expandiert bei der Wiedergabe. Toshiba gibt 30 dB Gewinn beim Geräuschspannungsabstand und 100 dB Dynamikumfang an, der eingebaute Eichoszillator setzt den Pegel. AD-2 und AD-4 sind technisch gleich; der AD-15 ist dasselbe im 257-mm-Format der Aurex-Anlagen und passt unter das PC-D15. Für Sammler alter adres-Aufnahmen ist ein AD-Gerät die günstigste Lösung, weil es sich mit jedem Deck kombinieren lässt.
Kassettendeck, Doppelcapstan · 1978
Toshiba PC-6030
| Laufwerk | Doppelcapstan, 2 Gleichstrommotoren |
|---|---|
| Gleichlaufschwankung | 0,15 % |
| Frequenzbereich | Chrom 20–17.500 Hz, Normal 20–15.000 Hz |
| Klirrfaktor | 1 % |
| Rauschunterdrückung | Dolby mit Kalibrierung |
| Maße (B × H × T) | 403 × 252 × 199 mm |
| Gewicht | 10 kg |
Das PC-6030 von 1978 ist ein Doppelcapstan-Deck mit zwei Gleichstrommotoren und Dolby-Kalibrierung, 403 mm breit und 252 mm hoch, also ein Gerät im Hochformat. 0,15 Prozent Gleichlaufschwankung und 17.500 Hz mit Chromband sind solide Werte dieser Jahre, kein Spitzenstand. Es ist das Deck zu SB-220 und ST-220, das PC-X80AD die Klasse darüber.
Lautsprecher 1977–1981 · 1 Modell
Anfang der Achtziger hatte Toshiba 22 Lautsprechermodelle im Programm, die meisten unter dem Aurex-Logo. Das größte davon war bis 1981 der Monitor SS-930.
Monitor-Standlautsprecher, 2 Wege, Bassreflex · 1977–1981
Aurex SS-930
Aurex SS 930 S
-
SS-930 ohne Bespannung: unten der 38-cm-Tieftöner, oben das Horn mit Linse. Foto: Michael Bock -
Horn mit Linse: die breite akustische Linse verteilt den Schall oberhalb 900 Hz. Foto: Michael Bock -
Horn mit Linse von oben, darunter der Tieftöner. Foto: Michael Bock -
SS-930 im Wohnzimmer: 950 mm hoch, 560 mm breit. Foto: Michael Bock -
Paar SS-930 in der Anlage, links mit, rechts ohne Bespannung. Foto: Michael Bock -
Typenschild des SS-930. Foto: Michael Bock -
Modellplakette „ss930“ über dem Horn. Foto: Michael Bock
| Prinzip | 2 Wege, Bassreflex, Standbox |
|---|---|
| Tieftöner | 38 cm, Alnico-Magnet, 105-mm-Schwingspule |
| Mittel-Hochton | Druckkammerhorn mit akustischer Linse |
| Übergangsfrequenz | 900 Hz |
| Frequenzgang | 30–22.000 Hz −1 dB |
| Belastbarkeit | 150 W 8 Ω, nominal |
| Schalldruck | 92 dB 1 W / 1 m maximal 104 dB |
| Hochtonregler | stufenlos, aus bis +3 dB |
| Gehäuse | Sandwich aus Koniferenholz, Seitenwände 20 mm, Schallwand 28 mm |
| Maße (B × H × T) | 560 × 950 × 515 mm |
| Gewicht | 59 kg |
Der SS-930 ist ein Studiomonitor im Wohnzimmerformat: 38-cm-Tieftöner mit Alnico-Magnet und 105-mm-Schwingspule, darüber ein Druckkammerhorn mit breiter akustischer Linse, Trennung bei 900 Hz. Mit 92 dB Wirkungsgrad und 150 Watt Belastbarkeit spielt er an einem 2 × 30-Watt-Verstärker lauter als die meisten modernen Standboxen an 100 Watt. Das Gehäuse ist ein Sandwich aus Koniferenholz mit 28 mm dicker Schallwand, deshalb wiegt jede Box 59 kg.
Toshiba exportierte den SS-930 nur in kleinen Stückzahlen, hierzulande findest du ihn fast nie. Wer ein Paar sieht, prüft die Sicken des Tieftöners und die Membran des Horntreibers; Ersatz gibt es nur aus einem zweiten Paar.
Große Standbox mit Horn oder Bassreflex, heute neu: Standlautsprecher-Kaufberatung mit aktuellen Modellen ›




























































































Kommentarbereich geschlossen.