Sanyo und Otto HiFi-Klassiker: Receiver, Verstärker und Plattenspieler mit technischen Daten
Sanyo baute von 1958 bis Mitte der 80er HiFi-Geräte, ab 1978 parallel unter der Zweitmarke OTTO. Auf dieser Seite stehen 21 Geräte mit technischen Daten und 67 Fotos: die Plattenspieler TP-1000 und TP-1200, der Receiver DC-66 von 1971, die DCX-Receiver bis zum DCX 8000, vier Quadro-Receiver und die Verstärker DCA 611, DCA 1100 und OTTO DCA-V3, dazu das komplette OTTO-Programm von 1978 bis 1985 und die Firmengeschichte bis zur Übernahme durch Panasonic.
- Gegründet
- 1947 (Toshio Iue)
- Zweitmarke
- OTTO, 1978–1985
- Bekannt für
- TP-1000, DCX-Receiver
- Auf dieser Seite
- 21 Modelle
Von der Fahrraddynamo-Fabrik zur Fisher-Mutter: die Sanyo-Geschichte

Die Firma Sanyo wurde 1947 von Toshio Iue, einem früheren Angestellten der Firma Matsushita (siehe Technics, National), gegründet. Ähnlich wie andere japanische Firmen fing Sanyo nach dem 2. Weltkrieg klein an. Die ersten Produkte waren Dynamos für Fahrräder. Im Jahr 1950 wird die SANYO Electric Co. Ltd. gegründet. Ab 1952 beginnt SANYO mit der Herstellung von Unterhaltungselektronik. Das erste Sanyo-Radio mit einem Kunststoffgehäuse wird Ende 1952 vorgestellt. 1953 folgt Sanyos erste Produktion von Fernsehgeräten. Der Gang an die Börse erfolgte 1954. Ab 1958 begann die Massenproduktion von Transistoren und die ersten HiFi-Geräte kamen auf den Markt. Von diesen gibt es heute keine Spuren mehr. 1964 folgte die Produktion von Farbfernsehgeräten für den Weltmarkt. 1971 war das Jahr des Produktionsbeginns eigener Videorekorder für den Weltmarkt. 1975 übernahm Sanyo die Firma Fisher, die bereits 1937 von Avery Fisher gegründet wurde und die das welterste HiFi-System auf den Markt brachte. Sanyo hatte eigene HiFi-Geräte im Angebot und nun die Firma Fisher mit ebenfalls eigener HiFi-Geräte-Produktion. Sanyos HiFi-Geräte waren Ende der 70er Jahre auch in der sogenannten Spitzenklasse zu finden, Sanyo TP-1000 z. B. Die Übernahme von Fisher (siehe The Fisher) bewirkte, dass Sanyo die Entwicklungen im HiFi-Bereich zu Gunsten von Fisher einschränkte. Da beide Firmen „unter einem Dach“ angesiedelt waren, wurde auch bei Fisher, die eine bis dahin glorreiche Geschichte hatte, aus wirtschaftlichen Gründen nur noch „auf Sparflamme gekocht“. Wie die Geschichte zeigt, tat das beiden Firmen nicht gut. Der Niedergang war vorprogrammiert. Sie verschwanden Mitte der 80er Jahre vom HiFi-Himmel. SANYO, heute wirtschaftlich fast am Ende, hätte seinerzeit konsequent eine klare Linie weiterverfolgen und weiterhin hochklassige HiFi-Geräte produzieren sollen. Ebenso unverständlich ist es, dass Sanyo lange Zeit auch unter dem Namen OTTO parallel zum Firmennamen Sanyo Geräte produzierte, was wohl auch dafür sorgte, dass bei HiFi-Freunden eine gewisse Orientierungslosigkeit eintrat. Heute gibt es HiFi-Klassiker von Sanyo leider nur in überschaubarer Zahl. Das wirkt sich aber leider nicht positiv auf den Preis aus. Die Nachfrage ist nicht sonderlich groß. Leider, da es sich bei den Geräten 1970 ~ 1980 um sehr gute Geräte handelt. 2009 wurde Sanyo durch mehrheitliche Anteilsübernahme von Panasonic übernommen.
Sanyo-Receiver der 70er haben Aux- und Tape-Eingänge, mehr braucht ein Bluetooth-Empfänger (RX) nicht, um Musik vom Handy auf die alte Anlage zu bringen.
Für dich als Käufer heißt das: Ein Sanyo oder OTTO ist heute günstiger als ein Pioneer oder Sansui gleicher Klasse, weil die Marke kaum jemand sammelt. Die Geräte von 1970 bis 1980 sind technisch auf demselben Stand, der DCX 8000 mit 2 × 43 Watt und der DCA 1100 mit 2 × 70 Watt spielen in der Liga der bekannten Namen. Was fehlt, sind Unterlagen: Sanyo selbst hat zu seiner HiFi-Vergangenheit nichts mehr. Wer Prospekte, Fotos oder Daten besitzt, hilft uns, diese Seite zu vervollständigen; wir nennen den Namen am Foto.
- 1947Gründung durch Toshio Iue, zuerst Fahrraddynamos
- 1950SANYO Electric Co. Ltd.; 1952 erste Unterhaltungselektronik und das Radio im Kunststoffgehäuse
- 1954Börsengang; 1953 erste Fernsehgeräte
- 1958Massenproduktion von Transistoren, erste HiFi-Geräte
- 1971Receiver DC-66; eigene Videorekorder für den Weltmarkt
- 1975Übernahme von Fisher; Receiver DCX 8000
- 1976Plattenspieler TP-1200, Verstärker DCA 1100 für 1.495 DM
- 1978Zweitmarke OTTO, bis 1985
- 2009Mehrheitsübernahme durch Panasonic
Sanyo Plattenspieler
Die Neupreise der Sanyo-Plattenspieler aus den Preislisten der 70er:
- Sanyo TP-82S: 450 DM
- Sanyo TP-625: 378,- DM
- Sanyo TP-725: 498,- DM
- Sanyo TP-1200: 820,- DM
- Sanyo TP-L1: 899,- DM
Die Sanyo-Plattenspieler laufen mit neuem Riemen und frischer Nadel meist noch tadellos; was fehlt, ist der Phono-Eingang an vielen modernen Verstärkern. Unsere HiFi-Receiver-Kaufberatung nennt Geräte, an denen ein TP-1200 ohne zusätzlichen Vorverstärker spielt.
Der TP-1000, das Spitzenmodell mit 14,2 kg, steht mit Daten und Foto bei den Vintage-Plattenspielern und unten im Abschnitt TP-1000.
Plattenspieler 1975–1985 · 4 Modelle
Sanyos Plattenspieler laufen mit Direktantrieb und kollektorlosem Gleichstrommotor. Der TP-1000 ist das Spitzenmodell, der TP-1200 sein Nachfolger mit demselben Tonarm; der TP 1014 ist der Vollautomat, der TP-L1 das OTTO-Modell. Die TP-82S, TP-625 und TP-725 aus der Preisliste kennt das Archiv nur dem Namen nach.
Plattenspieler mit Direktantrieb · Mitte der 70er
Sanyo TP-1000
| Antrieb | Direktantrieb, kollektorloser Gleichstrommotor |
|---|---|
| Tonarm | S-förmig, kardanisch gelagert, derselbe wie beim TP-1200 |
| Gewicht | 14,2 kg |
| Neupreis | 1.400 DM mit System |
Der TP-1000 ist der Plattenspieler, mit dem Sanyo Ende der 70er in der Spitzenklasse mitspielte: Direktantrieb, 14,2 kg Masse und ein Preis von 1.400 DM mit System. Der TP-1200 übernahm 1976 seinen Tonarm und löste ihn später ab. Alle Daten und das Foto stehen bei den Vintage-Plattenspielern; dort findest du auch die Prüfpunkte für den Gebrauchtkauf eines Direkttrieblers.
Plattenspieler mit Direktantrieb, manuell · ab 1976
Sanyo TP-1200
-
TP-1200: Vorderkante mit Drehzahlwahl (Speed Select) und Speed Control Foto: F. Rieger -
TP-1200: S-förmiger Tonarm mit Headshell Foto: F. Rieger -
TP-1200: Tonarmlager mit Gegengewicht Foto: F. Rieger -
TP-1200: Vorderkante mit Speed-Control-Schieber Foto: F. Rieger -
TP-1200: Plattenteller mit Auflage von vorn Foto: F. Rieger
| Antrieb | Direktantrieb, kollektorloser Gleichstrommotor, elektronisch geregelt |
|---|---|
| Drehzahlen | 33⅓ und 45 U/min, je ± 3 % regelbar |
| Drehzahlabweichung | ± 0,02 % |
| Plattenteller | 306 mm, 1,5 kg |
| Gleichlaufschwankung | unter 0,04 % (DIN) |
| Geräuschspannungsabstand | 60 dB (DIN B, 45544) |
| Anlaufzeit | 1/5 Umdrehung bei 45 U/min |
| Tonarm | S-förmig, kardanisch gelagert, 237 mm effektive Länge |
| Spurfehlwinkel | maximal 1,5° |
| Überhang | 15 mm |
| Spannung | 110 / 220 V, 50–60 Hz |
| Maße (B × H × T) | 480 × 150 × 380 mm (geschlossen) |
| Gewicht | 13 kg |
| Baujahre | ab 1976 |
Der Sanyo TP-1200 ist wie der Sanyo TP-1000 ein Plattenspieler mit Direktantrieb und einem kollektorlosen Gleichstrommotor, welcher elektronisch geregelt wird. Der 1200 kam erstmals 1976 als Ergänzung und später zur Ablösung des 1000 auf den Markt. Beleuchtete Stroboskopanzeige und für jede Geschwindigkeit eine Drehzahl-Feinregulierung. Der Tonarm des TP-1200 ist der gleiche wie beim TP-1000. Er ist S-förmig, kardanisch gelagert und dynamisch ausbalanciert. Der Tonarmlift ist hydraulisch bedämpft, und zur Überprüfung der Tonabnehmernadel gibt es einen Knopfspiegel.
Mit 13 kg, 0,04 % Gleichlaufschwankung und 237 mm Tonarmlänge liegt der TP-1200 auf dem Niveau der bekannten japanischen Direkttriebler seiner Zeit, kostet gebraucht aber weniger, weil ihn kaum jemand sucht. Prüfe vor dem Kauf die Drehzahlregelung am Stroboskop und den hydraulischen Lift; Riemen gibt es hier keinen, der ausleiern könnte. Die Tonarmgeometrie mit 15 mm Überhang findest du zum Nachrechnen im Tonarm-Ratgeber.
Plattenspieler, Vollautomat
Sanyo TP 1014
Der TP 1014 ist der Vollautomat im Programm: Arm aufsetzen und zurückführen übernimmt die Mechanik. Daten liegen uns nicht vor; beim Gebrauchtkauf lässt du dir den Automatikablauf zweimal vorführen, denn verharzte Mechanik ist bei Vollautomaten dieser Jahre der häufigste Fehler.
Plattenspieler mit Direktantrieb · 1978–1985
OTTO TP-L1
| Antrieb | Direktantrieb |
|---|---|
| Gleichlaufschwankung | 0,025 % |
| Fremdspannungsabstand | 70 dB |
| Tonarm | 222 mm |
| Überhang | 17 mm |
| Auflagekraft | 0 bis 3 g |
| Leistungsaufnahme | 7 W |
| Maße (B × H × T) | 450 × 158 × 364 mm |
| Gewicht | 8,9 kg |
| Neupreis | 899 DM |
Der TP-L1 ist der Direkttriebler der OTTO-Marke und steht in der Sanyo-Preisliste mit 899 DM, mehr als der TP-1200. Dafür bekommst du 0,025 % Gleichlaufschwankung und 70 dB Fremdspannungsabstand, bei nur 7 Watt Leistungsaufnahme. Der Tonarm ist mit 222 mm kürzer als der des TP-1200, der Überhang mit 17 mm entsprechend größer; beides passt zu den üblichen Headshell-Systemen.
Stereo-Receiver 1968–1977 · 8 Modelle
Vom DC-60A von 1968 über den Einzelgänger DC-66 mit Echtholzgehäuse bis zur DCX-Serie ab 1972: Die Receiver sind Sanyos größte Gerätegruppe. Der DCX 8000 von 1975 ist das Spitzenmodell mit 2 × 43 Watt.
Stereo-Receiver · 1968
Sanyo DC-60A
Receiver 1968, absolut unbekannt. Der DC-60A ist der älteste Sanyo-Receiver, den das Archiv kennt, und hat mit dem drei Jahre jüngeren DC-66 außer dem Namensschema nichts gemein. Daten fehlen; ein Foto der Rückseite und das Typenschild würden den Abschnitt vervollständigen.
Stereo-Receiver im Echtholzgehäuse · 1971–1972
Sanyo DC-66
-
DC-66, Frontansicht im Holzgehäuse Foto: Reinhard Roth -
DC-66, Schrägansicht von links Foto: Reinhard Roth -
DC-66 von schräg oben mit Lüftungsgitter Foto: Reinhard Roth -
DC-66: das aufwendige Echtholzgehäuse, bei Sanyo sonst nicht üblich Foto: Reinhard Roth -
DC-66, Schrägansicht von rechts Foto: Reinhard Roth -
DC-66: Skala mit UKW- und MW-Bereich, darunter Lautstärkeregler und Schalter Foto: Reinhard Roth -
DC-66, Rückseite Foto: Reinhard Roth -
DC-66, Rückseite: Antennenklemmen, Eingänge Phono 1, Phono 2, AUX und DIN-Buchse Foto: Reinhard Roth -
DC-66: Antennenanschlüsse und Cinch-Eingänge im Detail, mit Hinweisschild zur AM-Antenne Foto: Reinhard Roth -
DC-66, Rückseite rechts: Lautsprecherklemmen, Netzsteckdosen und Sicherungshalter Foto: Reinhard Roth -
DC-66 von innen, Blick von oben Foto: Reinhard Roth -
DC-66 von innen: Trafo, Siebelkos und Platinen Foto: Reinhard Roth -
DC-66: Endstufen mit vier Sanken-Transistoren 2SD201 Foto: Reinhard Roth -
DC-66 von innen: Netzspannungsumschaltung 100 bis 240 Volt neben dem Trafo, bei der DCX-Serie eingespart Foto: Reinhard Roth -
Zum Vergleich: DCX-6000 von innen, gleiche Anordnung von Trafo, Elkos und Endstufe Foto: Reinhard Roth
| Eingangsempfindlichkeit | 3 µV an 300 Ω (IHF) · 1,8 µV (DIN) |
|---|---|
| AM-Unterdrückung | 55 dB |
| Kanaltrennung | 32 dB (1 kHz) |
| Klirrfaktor | unter 1 % |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz ± 3 dB |
| Selektivität | 60 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 55 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | 320 µV |
|---|---|
| Selektivität | 30 dB |
| Klirrfaktor | unter 3 % |
| Sinusleistung | 2 × 40 W an 8 Ω (IHF, 20–20.000 Hz) |
|---|---|
| Musikleistung | 2 × 55 W an 8 Ω (IHF) |
| Restrauschen | 2 µV |
| Klirrfaktor | 0,8 % (Volllast) · 0,2 % (1 W) |
| Frequenzgang | 10–40.000 Hz ± 3 dB |
| Kanaltrennung | 50 dB (1 kHz) |
| Eingänge Phono 1 + 2 MM | 2,5 mV / 50 kΩ · RIAA ± 1 dB |
| Eingänge AUX, Tape | 150 mV / 60 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono MM 70 dB (IHF-A) · AUX, Tape 80 dB |
| Lautsprecherimpedanz | 4–16 Ω |
| Leistungsaufnahme | 175 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 470 × 160 × 410 mm |
| Gewicht | 10,3 kg ohne Holzgehäuse |
| Baujahre | 1971–1972 |
Absolute Rarität. Der Receiver Sanyo DC-66 ist ein echtes Unikum und im wahrsten Sinn ein Unikat. Über ihn ist nichts bekannt, zumindest was das Baujahr anbelangt. Was feststehen dürfte, ist, dass er nicht vor 1970 hergestellt wurde. Wahrscheinliches Baujahr 1971, spätestens 1972. Er ist kein Bestandteil einer Serie wie die ab 1972 erschienene DCX-Serie. Die Ausstattung und der technische Aufbau lassen darauf schließen, dass es sich beim DC-66 um einen Einzelgänger und hochwertigen Receiver handelt, der weder größere noch kleinere Brüder hatte. 1968 gab es schon einmal einen Receiver mit der Bezeichnung Sanyo DC-60A. Dieser hat aber nichts gemein mit dem DC-66.
Äußerst interessant ist die Ähnlichkeit im Inneren mit dem später produzierten Modell Sanyo DCX-6000. Beim DC-66 gibt es für die Empfängersektion noch mehrere Platinen, beim DCX-6000 nur noch eine. Das ist allerdings nicht verwunderlich, da die technischen Entwicklungen im ersten Drittel der 70er Jahre natürlich weitergingen und der Materialaufwand auch aus Kostengründen reduziert wurde. Der technische innere Aufbau des DC-66 entspricht der 1971 üblichen Bauweise. Vergleicht man die Anordnung des Trafos, der Elkos und den Aufbau der Endstufe des DC-66 und des DCX-6000, werden die Gemeinsamkeiten sehr deutlich. Es ist davon auszugehen, dass der Sanyo DC-66 konstruktiv quasi das Urmodell des DCX-6000 ist. Äußerlich kann man dagegen keine optische Ähnlichkeit feststellen, da das Design der DCX-Serie völlig verändert wurde. Was beim DC-66 sehr interessant ist: Er hat eine kanalgetrennte Klangregelung (Höhen / Bass), ebenso ein Ganzholzgehäuse, Features, die in der DCX-Serie nicht mehr auftauchen. Warum der Sanyo DC-66 sich seinerzeit nicht durchsetzen konnte, kann nicht mehr nachvollzogen werden. Evtl. war der geforderte Kaufpreis zu hoch oder das Marketing von Sanyo zu schlecht. Jedenfalls handelt es sich beim Sanyo DC-66 um einen exzellenten Receiver, der mehr ist als nur eine Rarität. Besitzer, technische Daten und Bilder: Reinhard Roth.
Stereo-Receiver · ab 1972
Sanyo DCX 2000L
| Empfindlichkeit UKW | 2,5 µV |
|---|---|
| Spiegelfrequenz | über 45 dB |
| Klirrfaktor Stereo (Tuner) | 0,8 % |
| Sinusleistung | 2 × 15 W (IHF) |
| Klirrfaktor (Verstärker) | über 0,2 % (1 kHz) |
| Leistungsbandbreite | 15–30.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–25.000 Hz +0,5/−3 dB |
| Eingänge | Phono 2,5 mV · AUX, Tape 1+2 180 mV |
| Maße (B × H × T) | 455 × 148 × 340 mm |
| Gewicht | 8,8 kg |
Der DCX 2000L ist der kleinste Receiver der DCX-Serie: 2 × 15 Watt, UKW mit Langwelle (das L im Namen), dasselbe Gehäuse wie die größeren Brüder. Für ein Paar wirkungsgradstarke Regalboxen in einem kleinen Zimmer reicht das; wer größere Standboxen fährt, nimmt den DCX-4000L oder DCX-6000.
Stereo-Receiver · 1970er
Sanyo DCX-2300
Stereo-Receiver · 1970er
Sanyo DCX-2500
Stereo-Receiver, UKW/MW/LW · ab 1972
Sanyo DCX-4000L
| Wellenbereiche | UKW / MW / LW |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 2,3 µV |
| Spiegelfrequenz | über 45 dB |
| Klirrfaktor Stereo (Tuner) | 0,7 % |
| Sinusleistung | 2 × 20 W (IHF) |
| Klirrfaktor (Verstärker) | unter 0,1 % (1 kHz) |
| Leistungsbandbreite | 10–30.000 Hz |
| Frequenzgang | 20–50.000 Hz +0,5/−3 dB |
| Eingänge | Phono 2,5 mV · AUX, Tape 1+2 180 mV |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 60 dB · AUX, Tape 75 dB |
| Maße (B × H × T) | 455 × 148 × 340 mm |
| Gewicht | 9,3 kg |
Verkaufspreis heute, guter Zustand: 40 ~ 70,- €. Der DCX-4000L ist mit 2 × 20 Watt und drei Wellenbereichen der vernünftige Einstieg in die Sanyo-Receiver: genug Leistung für Regalboxen, Langwelle für Sammler, und mit dem Preis einer Pizza für zwei die günstigste Art, einen kompletten 70er-Jahre-Receiver mit Phono-Eingang ins Haus zu holen.
Stereo-Receiver, UKW/MW · ab 1972
Sanyo DCX-6000
| Wellenbereiche | UKW / MW |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 2 µV |
| Spiegelfrequenz | 90 dB |
| Klirrfaktor Stereo (Tuner) | 0,5 % |
| Sinusleistung | 2 × 30 W (IHF) |
| Klirrfaktor (Verstärker) | unter 0,1 % (1 kHz) |
| Leistungsbandbreite | 10–50.000 Hz |
| Frequenzgang | 15–50.000 Hz +0,5/−3 dB |
| Eingänge | Phono 1 und 2 je 2,5 mV · AUX, Tape 1+2 180 mV |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 1+2 70 dB · AUX, Tape 80 dB |
| Maße (B × H × T) | 455 × 148 × 340 mm |
| Gewicht | 11,5 kg |
Der DCX-6000 ist der Receiver, der den Aufbau des DC-66 in die DCX-Serie überführt: gleiche Anordnung von Trafo, Elkos und Endstufe, die Empfängersektion jetzt auf einer Platine. Mit 2 × 30 Watt, zwei Phono-Eingängen und 90 dB Spiegelfrequenzdämpfung ist er für die meisten Wohnzimmer die passende Mitte der Serie; den Vergleich von innen zeigt die DC-66-Galerie.
Stereo-Receiver, UKW/MW · 1975–1977
Sanyo DCX 8000
-
DCX 8000 von innen: Netztrafo, Siebelkos und Endstufe -
DCX 8000, Rückseite mit den Anschlussfeldern
| Wellenbereiche | UKW / MW |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,5 µV |
| Spiegelfrequenz | 90 dB |
| Klirrfaktor Stereo (Tuner) | 0,5 % |
| Sinusleistung | 2 × 43 W (IHF) |
| Klirrfaktor (Verstärker) | unter 0,1 % (1 kHz) |
| Leistungsbandbreite | 5–60.000 Hz |
| Frequenzgang | 10–50.000 Hz +0,5/−3 dB |
| Eingänge | Phono 1 und 2 je 2,5 mV · AUX, Tape 1+2 180 mV |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 1+2 70 dB · AUX, Tape 80 dB |
| Maße (B × H × T) | 455 × 148 × 340 mm |
| Gewicht | 12 kg |
| Baujahre | 1975–1977 |
Der DCX 8000 ist das Spitzenmodell der DCX-Receiver: 2 × 43 Watt, 1,5 µV Empfindlichkeit und 12 kg im selben Gehäuse wie der DCX 2000L. Die Fotos von innen und von der Rückseite zeigen, was du beim Kauf prüfst: Siebelkos ohne Ausbeulung, saubere Lautsprecherklemmen für zwei Boxenpaare und ein Netzschalter, der nicht knistert. Für Standboxen bis 90 dB Wirkungsgrad ist er der richtige Sanyo.
Receiver mit Phono-Eingang und Tuner gibt es wieder neu: aktuelle HiFi-Receiver in der Kaufberatung ›
Quadro-Receiver 1974–1976 · 4 Modelle
Vier Quadro-Receiver kennt das Archiv: DCX 3000, DCX 3300 K und DCX 3500 K mit vier Endstufen sowie den DLX 5486 mit eingebautem 8-Spur-Laufwerk. Im Stereo-Betrieb werden je zwei Endstufen gebrückt, deshalb stehen in den Steckbriefen zwei Leistungsangaben.
Quadro-Receiver · 1974
Sanyo DCX 3000
-
DCX 3000, Bedienfeld: Spatial Control, Master Volume, Umschaltung 2 und 4 Kanäle
| Empfindlichkeit UKW | 2 µV (DIN) |
|---|---|
| Spiegelfrequenz | über 40 dB |
| Trennschärfe | über 40 dB |
| Pilotton-Unterdrückung | 56 dB |
| Sinusleistung | 4 × 20 W (IHF) · 2 × 30 W (IHF) |
| Klirrfaktor | 1 % (Vollaussteuerung) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 3 dB |
| Maße (B × H × T) | 540 × 160 × 360 mm |
| Gewicht | 11 kg |
| Baujahr | 1974 |
Der DCX 3000 ist der Einstieg in Sanyos Quadro-Receiver: 4 × 20 Watt für vier Boxen oder 2 × 30 Watt gebrückt für Stereo. Die Spatial-Control-Regler auf dem Bedienfeld verteilen das Signal auf die hinteren Kanäle. Ohne Quadro-Platten oder -Decoder ist er heute ein Stereo-Receiver mit 30 Watt, der wegen der vier Endstufen und der breiten Front mehr Platz braucht als ein DCX-4000L.
Quadro-Receiver mit SQ- und RM-Decoder · um 1975
Sanyo DCX 3300 K
| Empfindlichkeit UKW | 1,4 µV (DIN) |
|---|---|
| Pilotton-Unterdrückung | über 60 dB |
| Trennschärfe | über 78 dB |
| Sinusleistung | 4 × 30 W (IHF) · 2 × 60 W (IHF) |
| Eingänge | Phono 2,5 mV / 50 kΩ · AUX, Tape 200 mV / 100 kΩ |
| Klirrfaktor | unter 0,1 % |
| Frequenzgang | 20–40.000 Hz +1/−1,5 dB |
| Geräuschspannungsabstand | über 86 dB |
| Maße (B × H × T) | 540 × 200 × 440 mm |
| Gewicht | 16 kg |
SQ-Logik und RM-Decoder eingebaut, CD-4 mit zusätzlichem Demodulator, Mikrofon-Mischeinrichtung, BTL-Endstufenschaltung, VU-Meter und Pegelsteller für jeden Kanal. Mit 4 × 30 Watt und 16 kg ist der DCX 3300 K der ernsthafte Quadro-Receiver der Serie: Die BTL-Schaltung brückt zwei Endstufen zu 2 × 60 Watt, wenn du ihn in Stereo betreibst, und damit hat er mehr Leistung als jeder Stereo-Receiver von Sanyo.
Quadro-Receiver · um 1975
Sanyo DCX 3500 K
Der DCX 3500 K ist das Schwestermodell des DCX 3300 K mit derselben Instrumentenfront. Daten dazu nennt das Archiv nicht; wer ein Typenschild oder einen Prospekt hat, hilft uns, die Unterschiede zum 3300 K zu klären.
Quadro-Receiver mit 8-Spur-Laufwerk · 1970er
Sanyo DLX 5486
| Tuner | UKW / MW |
|---|---|
| Quadro | Matrix, SQ, Discrete |
| Laufwerk | 8-Spur-Tape |
Der DLX 5486 ist der Receiver für Quadro-8-Spur-Kassetten, ein Format, in dem es in den USA viele echte Vierkanal-Aufnahmen gab. Matrix-, SQ- und Discrete-Betrieb sind eingebaut. Heute ist er ein Sammlerstück für Leute mit 8-Spur-Bestand; Leistung und Gewicht nennt das Archiv nicht.
Verstärker 1975–1985 · 5 Modelle
Der DCA 1100 war ab 1975/76 Sanyos bester und teuerster Verstärker, der DCA 611 der solide Mittelklasse-Vollverstärker, der auch für Saba und Expert gebaut wurde. DCA 20 und DCA-V3 liefen unter dem OTTO-Namen, den DCA401 kennt das Archiv nur vom Foto.
Vollverstärker (Pre Main Amplifier)
Sanyo DCA401
Der DCA401 ist ein Vollverstärker in schwarzer Front, auf dem Typenschild als Pre Main Amplifier bezeichnet. Mehr als das Foto hat das Archiv nicht; Leistung, Gewicht und Baujahr nehmen wir auf, sobald ein Besitzer sie uns schickt.
Stereo-Vollverstärker · um 1978
Sanyo DCA 20
OTTO DCA 301
| Sinusleistung | 2 × 22 W (IHF) |
|---|---|
| Eingang Phono MM | 2,5 mV / 50 kΩ · RIAA ± 0,5 dB |
| Eingänge AUX, Tuner, Tape | 150 mV / 60 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 74 dB · AUX, Tuner, Tape 93 dB |
| Klirrfaktor | 0,8 % (Vollaussteuerung) |
| Frequenzgang | 10–35.000 Hz ± 3 dB |
| Fremdspannungsabstand | 70 dB |
| Leistungsaufnahme | 45 W, max. 120 W |
| Maße (B × H × T) | 400 × 135 × 255 mm |
| Gewicht | 4,9 kg |
Der DCA 20 ist der kleine Vollverstärker, 2 × 22 Watt in einem 40 cm breiten Gehäuse von 4,9 kg, und identisch mit dem OTTO DCA 301. Die 0,8 % Klirr bei Vollaussteuerung zeigen, wo er hingehört: an Regalboxen in einem kleinen Raum, nicht an große Standboxen. Dafür ist er leicht, sparsam und wegen des OTTO-Zwillings häufiger zu finden als die größeren DCA.
Stereo-Vollverstärker · 1977–1981
Sanyo DCA 611
OTTO DCA 611, Saba VS-2160, Expert 1631
-
DCA 611, Frontansicht -
DCA 611 von schräg oben mit Lüftungsgitter -
DCA 611, Rückseite -
DCA 611, Rückseite links: Eingänge, Tape-Anschlüsse und DIN-Buchse -
DCA 611, Rückseite rechts: Lautsprecherklemmen, Typenschild und AC Selector -
DCA 611, Front rechts: Pegelanzeigen, Lautstärke und Funktionswahl -
DCA 611: Bass, Middle, Treble, Lautsprecherwahl und Filterschalter -
DCA 611: Lautstärke- und Balanceregler, daneben die Funktionswahl -
DCA 611, Front links: Klangregler, Netzschalter und Kippschalter -
DCA 611: Leistungsanzeigen, darunter Loudness, Mode und Tape -
DCA 611 von innen: Netztrafo, Darlington-Modul und Kühlkörper -
DCA 611 von innen, Blick von oben auf die Platinen -
DCA 611: Darlington STK-0059 Powerpack Amplifier, 60 W -
STK-0059: das Darlington Power Pack als Bauteil -
Schaltbild des STK-0059
| Sinusleistung | 2 × 60 W an 8 Ω (IHF) |
|---|---|
| Geräuschspannungsabstand bei Nennleistung | 4 Ω 68 dB · 8 Ω 70 dB |
| Geräuschspannungsabstand bei 50 mW | 4 Ω 93 dB · 8 Ω 96 dB |
| Klirrfaktor | 0,05 % (Volllast) |
| Intermodulationsverzerrung | 0,05 % |
| Frequenzgang | 10–60.000 Hz (8 Ω) |
| Eingänge Phono MM 1 + 2 | 2,5 mV / 50 kΩ |
| Eingänge AUX, Tuner, Tape 1 + 2 | 150 mV / 50 kΩ · Tape DIN (Front) 150 mV / 50 kΩ |
| Klangregler | Bass ± 10 dB (50 Hz) · Mitten ± 10 dB (3 kHz) · Höhen ± 10 dB (10 kHz) |
| Ausgänge | Tape 1 + 2 150 mV · DIN Line 150 mV |
| Lautsprecher | 2 Paar, 4–16 Ω |
| Endstufe | Darlington-Modul STK-0059 |
| Gehäuse | Metall, schwarz · Front Aluminium, schwarz eloxiert oder silber |
| Maße (B × H × T) | 420 × 150 × 360 mm |
| Baujahre | 1977–1981 |
Der Sanyo DCA-611 ist ein sehr guter Verstärker mittlerer Leistung mit einer wertigen Verarbeitung. Er wurde auch für Fremdfirmen mit deren Bezeichnung produziert, z. B. Saba VS-2160 oder für die Handelskette EXPERT mit der Bezeichnung 1631. Die Ausstattung lässt nichts zu wünschen übrig: Eingänge AUX, Tuner, zwei Tape-Ein-/Ausgänge, Tape 2 zusätzlich auf der Frontplatte, zwei Phono-Eingänge, Kopfhörer (Front), VU-Meter, zwei Lautsprechergruppen anschließbar, Lautsprecher 4 und 8 Ω, Klangregelung auch für den Mitteltonbereich. Als „echter“ Sanyo DCA-611 ist er eher selten anzutreffen. Auch mit einer anderen Bezeichnung bleibt es bei besagter Qualität. Wer sich daran nicht stört, kann günstig einen DCA-611 erwerben.
Mein Rat: Suche nach Saba VS-2160 und Expert 1631 gleich mit, dann findest du den DCA 611 doppelt so oft und meist billiger. Die Endstufe ist ein Darlington-Hybridmodul STK-0059; es hält lange, ist aber bei einem Defekt Ersatzteilware vom Gebrauchtmarkt, deshalb vor dem Kauf beide Kanäle bei Pegel hören. Der Mittenregler bei 3 kHz ist in dieser Klasse selten und gleicht nasale Boxen aus, ohne Bass oder Höhen anzufassen.
Stereo-Vollverstärker, auftrennbar · ab 1975/76
Sanyo DCA 1100
OTTO DCA 1100
-
DCA 1100, Frontansicht -
DCA 1100, Schrägansicht von links -
DCA 1100, Front links: Speaker Selector, Bass, Treble und Volume -
DCA 1100: Mode- und Function-Wahl, Modellschild „Solid State Amplifier“ und Mikrofonbuchsen -
DCA 1100, Rückseite -
DCA 1100, Rückseite: Eingänge, DIN-Buchsen für Tape und Lautsprecherklemmen -
DCA 1100: Typenschild auf der Rückseite
| Sinusleistung | 2 × 70 W an 8 Ω (IHF) |
|---|---|
| Dynamikbereich | 85 dB |
| Eingang Phono 1 MM | 2,5 mV / 50 kΩ |
| Eingang Phono 2 MM | 2,5 mV / 30, 50 oder 100 kΩ wählbar |
| Eingänge AUX, Tape, Tuner | 100 mV / 100 kΩ · AUX 1 mit Pegelregler |
| Klirrfaktor | 0,6 % (Volllast, max.) · 0,02 % (1 W) |
| Leistungsbandbreite | 10–100.000 Hz ± 1 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 0,3 dB |
| Kanaltrennung | 45 dB (8 Ω) |
| Fremdspannungsabstand | Phono 60 dB · Tape, Tuner, AUX 75 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 100 dB |
| Dämpfungsfaktor | 70 (8 Ω) |
| Lautsprecher | 3 Gruppen, 4, 8, 16 Ω |
| Leistungsaufnahme | 310 W (max.) |
| Maße (B × H × T) | 420 × 130 × 330 mm |
| Gewicht | 10,0 kg |
| Neupreis 1976 | 1.495 DM |
Ab 1975/76 war der Sanyo DCA-1100 neben dem Sanyo QCA-1010 (Quadro) Sanyos bester und teuerster Verstärker. Die Ausstattung lässt nichts zu wünschen übrig: zwei AUX-Eingänge (AUX 1 mit Pegelregler), zwei Tape-Ein-/Ausgänge, zwei Phono-Eingänge (Phono 2 Impedanz wählbar), drei Lautsprechergruppen anschließbar, Lautsprecher 4, 8, 16 Ω, Einsatzfrequenzen Bass und Höhen umschaltbar, Vor- und Endstufe auftrennbar.
Für dich zählt beim DCA 1100 vor allem die Auftrennung: Vor- und Endstufe lassen sich getrennt nutzen, also hängst du eine moderne Phonostufe oder einen Streamer direkt an die Endstufe, oder du treibst mit der Vorstufe eine Aktivbox. Die wählbare Abschlussimpedanz an Phono 2 passt das Gerät an MM-Systeme an, die mit 50 kΩ zu hell klingen. 2 × 70 Watt und ein Dämpfungsfaktor von 70 reichen für jede Standbox der 70er; 1.495 DM waren 1976 der Preis eines ordentlichen Gebrauchtwagens.
Stereo-Vollverstärker mit MC-Eingang · 1978–1985
OTTO DCA-V3
| Sinusleistung | 2 × 60 W (IHF) |
|---|---|
| Klirrfaktor | 0,02 % (Vollaussteuerung) |
| Intermodulationsverzerrung | 0,02 % |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 0 dB |
| Leistungsbandbreite | 0–50.000 Hz +0/−3 dB |
| Geräuschspannungsabstand | 100 dB |
| Dämpfungsfaktor | 50 (8 Ω) |
| Eingang Phono 1 MM | 2,5 mV / 47 kΩ · RIAA ± 0,3 dB |
| Eingang Phono 2 MC | 0,06 mV / 22 kΩ |
| Eingänge Tape, Tuner, AUX | 150 mV / 47 kΩ |
| Geräuschspannungsabstand Eingänge | Phono 1 90 dB · Phono 2 80 dB · Tape, Tuner, AUX 95 dB |
| Maße (B × H × T) | 440 × 90 × 304 mm |
| Gewicht | 6,2 kg |
Verstärker der Spitzenklasse, Tipp für Vinyl-Liebhaber. „H-R IC Power Pulse“ Hochspannungs-High-Speed-Schaltung: Eine erheblich verbesserte Zuverlässigkeit und die Verringerung der Anzahl von Bauteilen werden mit dieser Schaltung erreicht.
Der DCA-V3 ist der Verstärker, den ich Plattenhörern aus dem OTTO-Programm zuerst nenne: 2 × 60 Watt mit 0,02 % Klirr, ein MC-Eingang mit 0,06 mV Empfindlichkeit und 90 dB Geräuschspannungsabstand an Phono 1, das alles in einem flachen Gehäuse von 9 cm Höhe und 6,2 kg. Gegenüber dem DCA 611 ist er leiser und verzerrungsärmer, hat aber keine VU-Meter und keinen Mittenregler.
Streaming an einem DCA-Verstärker: ein Netzwerkplayer am AUX-Eingang ›
HiFi-Geräte von Sanyo unter dem Namen OTTO, 1978 ~ 1985
Von 1978 bis 1985 verkaufte Sanyo einen Teil seines Programms unter der Zweitmarke OTTO, zum Teil baugleich mit Sanyo-Modellen: Der DCA 20 hieß als OTTO DCA 301, der DCA 611 und der DCA 1100 liefen unter beiden Namen. Das OTTO-Programm im Überblick:
| Verstärker | DCA-301, DCA-A30, DCA-1001MK2, DCA-A300, DCA-55, DCA-V3, DCA-3500, DCA-1201, QCA-1010 |
|---|---|
| Vorverstärker | DCC-77, DCC-5500, DCC-3001 |
| Endstufen | DCP-77, DCP-5500, DCP-3001 |
| Tuner | FMT-301, FMT-77, FMT-T30, FMT-T1001, FMT-T500, FMT-V3, FMT-1201, FMT-3500, FMT-5500 |
| Receiver | DCX-3535D |
| Plattenspieler | TP-S 20, TP-801, TP-820, TP-L50, TP-L100 S, TP-L1, TP-L100 D, TP-L3 |
| Tonabnehmer | MG-A1 S |
| Kassettendecks | RD-200, RD-5030, RD-77, RD-220, RD-5250, RD-300, RD-4150, RD-5350, RD-500, RD-5500 F, RD-700, RD-5600, RD-V3, RD-V3 M |
| Mixer | DCM-02 |
| Lautsprecher | SX-111 D, SX-222, SX-F30, SX-331, SX-441 MK2, SX-F300, SX-551, SX-F55, SX-F500, SX-P3, SX-811, SX-P2, SX-P1 |
| Kopfhörer | E-10, E-310, E-1000, WE-01 |
| Tonbandgeräte | RD-9900 |
So liest du die Steckbriefe auf dieser Seite: IHF ist die Sinusleistung an 8 Ohm über 20 bis 20.000 Hz, DIN die Sinusleistung an 4 Ohm bei 1 kHz. Der Geräuschspannungsabstand ist A-bewertet. Phono RIAA nennt die Abweichung von der Entzerrungskurve zwischen 20 und 20.000 Hz in ± dB. Das Zeichen < heißt kleiner als, > größer als; drei Sterne hinter dem Klirrfaktor stehen für Vollaussteuerung beider Kanäle.




































































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