H.H. Scott: Röhrenverstärker, Receiver und Tuner mit technischen Daten
41 Scott-Modelle von 1952 bis 1977 mit technischen Daten, Fotos, Varianten und Neupreisen in DM.
- Gegründet
- 1946
- Gründer
- H. H. Scott (1909–1975)
- Bekannt für
- Stereomaster
- Auf dieser Seite
- 41 Modelle
Firmengeschichte kompakt
Hermon Hosmer Scott gründete die Firma 1946. Das Kürzel H.H. trennt sie von E. H. Scott, der Scott Radio Company of Chicago, deren Mittelwellenradios als „Rolls Royce“ unter den Radios galten. Marktführer bei HiFi für Privatleute und Profis war damals Bogen. Scott holte auf: mit unzähligen Patenten, früh mit Feldeffekttransistoren, integrierten Schaltungen, impedanzkontrollierten Lautsprechern und Digitaltechnik.
Bis Ende der Sechziger baute Scott Röhrengeräte. Die Stückzahlen blieben klein und die Neupreise hoch, ein Stereomaster 299 D kostete 1.760 DM plus 115 DM für das Holzgehäuse. Gute Exemplare sind deshalb rar, und wer heute eines sucht, zahlt entsprechend. Eine vollständige Liste aller Geräte von 1946 bis 1970 gibt es nicht, nicht einmal ihre Zahl ist bekannt.
- 1947Dynaural-Vorverstärker und der erste HiFi-Verstärker
- 1949Dynaural-Rauschunterdrückung 110A: Rundfunk von Platte und Band fast ohne Rauschen
- 195299-A, der erste Vollverstärker der „schlanken Linie“
- 1955Erster Breitbandtuner für UKW und Mittelwelle, dazu der Plattenspieler 710-A
- 1958Start der Stereomaster-Familie mit dem Vollverstärker 299
- 1959Erster Stereo-Verstärker und der Stereo-Vorverstärker 130
- 1964Erster volltransistorierter Receiver; 1966 als erster Hersteller FETs im UKW-Tuner
- 1969Erster Receiver mit Quarz-Abstimmung, Bausatz LR-88. Ende der Röhrenfertigung
Stereo ist ähnlich wie 3-D-Fotografie, zwei leicht unterschiedliche Sounds erreichen die Ohren und geben Ihnen eine neue Dimension in Sachen Sound.
Röhren-Vollverstärker 1952–1969 · 9 Modelle
Die Stereomaster-Verstärker sind das, was Sammler heute mit Scott verbinden: Aluminiumfront, kanalgetrennte Klangregelung, 7591-Endröhren und ein Centerausgang für eine dritte Box. Bausatz (LK) oder Werksgerät? Als Sammler hätte ich lieber das Original. Bei Scott-Röhrengeräten ist das Angebot aber so klein, dass sich die Frage kaum stellt.
Röhren-Vollverstärker · Baureihe 1958–1969
Scott 299 D
| Sinusleistung | 2 × 37 W (IHF) |
|---|---|
| Musikleistung | 2 × 40 W |
| Eingangsempfindlichkeit | 2 × Phono MM: 3 und 9 mV AUX, Tape: 500 mV |
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| IM-Verzerrung | 0,5 % |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 1 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 60 dB AUX, Tuner 80 dB |
| Röhrenbestückung | 4 × 7591, 4 × 12AX7, 2 × 6BL8 Gleichrichter GZ34, 4 Dioden |
| Lautsprecher | 4, 8 und 16 Ω |
| Chassis | Aluminium |
| Gewicht | 16,3 kg |
| Neupreis | 1.760 DM + 115 DM Holzgehäuse |
Der 299 lief von 1958 bis 1969 in sechs Ausführungen. Der D ist die stärkste, die wir dokumentiert haben: 2 × 37 Watt Sinus aus vier 7591, Aluminium-Chassis, zwei Phono-Eingänge mit 3 und 9 mV Empfindlichkeit und der Centerausgang, an dem eine Mono-Endstufe das Summensignal für eine dritte Box bekommt.
Wer einen 299 kauft, sollte wissen, welche Ausführung er vor sich hat. Der B leistet 2 × 21 Watt, der C 2 × 30, der D 2 × 37, und auch die Röhrenbestückung wechselt: 7591A und 7199 im C, 7591 und 6BL8 im D.
Röhren-Vollverstärker · 1961–1962
Scott 299 C
| Sinusleistung | 2 × 30 W Archivangabe |
|---|---|
| Röhrenbestückung | 4 × 7591A, 2 × 7199, 4 × 12AX7 Gleichrichter 5AR4 |
Der 299 C ist zugleich das Verstärkerteil des Receivers 340 A, dort kombiniert mit dem Tuner 350 B. Wer einen 340 A restauriert, findet hier die Röhrenbestückung des Verstärkerzuges.
Röhren-Vollverstärker · 1960–1961
Scott 299 B
| Sinusleistung | 2 × 21 W |
|---|
Den Schaltplan des 299 B haben wir im Archiv.
Mit 2 × 21 Watt ist der 299 B die schwächste Ausführung, die wir dokumentiert haben. An Lautsprechern mit hohem Wirkungsgrad reicht das im Wohnzimmer völlig.
Röhren-Stereoverstärker
Scott 200 B
| Sinusleistung | 2 × 12 W (IHF) |
|---|---|
| Musikleistung | 2 × 15 W |
| Eingangsempfindlichkeit | 2 × Phono MM: 9 mV Phono Kristall: 300 mV Tape: 650 mV · Tuner: 0,5 V |
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| IM-Verzerrung | 1 % (Vollast) |
| Frequenzgang | 20–15.000 Hz ± 1 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 57 dB Tape, Tuner 66 dB |
| Röhrenbestückung | 4 × ECL86, 3 × 12AX7 |
| Gewicht | 11,5 kg |
| Neupreis | 1.100 DM + 115 DM Holzgehäuse |
Der Einstieg in die Scott-Röhrenwelt: vier ECL86 statt der großen 7591, 2 × 12 Watt. Für Zimmerlautstärke an Boxen mit hohem Wirkungsgrad genügt das. Moderne Kompaktlautsprecher mit 84 dB Wirkungsgrad würde ich ihm nicht zumuten.
Röhren-Stereoverstärker · 1960
Scott 222
| Sinusleistung | 13 W (IHF) |
|---|---|
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 3 mV |
| Leistungsbandbreite | 19–25.000 Hz ± 1 dB |
| Klirrfaktor | unter 0,8 % |
| Geräuschspannungsabstand | 80 dB |
| Röhrenbestückung | 4 × 6BQ5, 2 × 6U8/6GH8, 4 × 12AX7 Gleichrichter 5AR4 |
Der 222 arbeitet mit vier 6BQ5 in der Endstufe und ist der kleine Bruder des 299 aus demselben Jahr. Das Foto von oben zeigt die Bestückung: Wer eine Röhre tauscht, vergleicht hier die Positionen.
Röhren-Stereoverstärker
Scott 233
| Sinusleistung | 2 × 28 W (IHF) |
|---|---|
| Musikleistung | 2 × 33 W |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 3 und 7 mV Phono Kristall: 220 mV Tape, Tuner: 500 mV |
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| IM-Verzerrung | 0,5 % (Vollast) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 1 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 56 dB Tape, Tuner 70 dB |
| Röhrenbestückung | 4 × 7591A, 4 × 12AX7, 2 × 6BL8 |
| Gewicht | 15,4 kg |
| Neupreis | 1.498 DM + 115 DM Holzgehäuse |
Zwischen 200 B und 299 D: 2 × 28 Watt aus vier 7591A, dazu der Centerausgang für eine Mono-Endstufe. Mit 1.498 DM lag der 233 preislich näher am 299 D als am 200 B.
Röhren-Stereoverstärker
Scott 296
| Musikleistung | 2 × 50 W |
|---|---|
| Lautsprecher | 4, 8 und 16 Ω |
| Ausstattung | Phono MM und Kristall, Tape-Monitor, Centerausgang, Phono-Pegelsteller |
Mitte der Sechziger hatte der 296 bereits einen Ausgang für eine zusätzliche Mono-Endstufe mit dritter Box. Das Matrixsignal aus beiden Stereokanälen füllt die Mitte und macht die Bühne spürbar räumlicher, ein Vorläufer des Centerkanals.
Röhren-Stereoverstärker, Bausatz · ab 1960
Scott Stereomaster LK-72
Bausatz (KIT) zum Selbstaufbau
| Sinusleistung | 2 × 34 W an 4, 8 oder 16 Ω |
|---|---|
| Röhrenbestückung | 4 × 12AX7, 2 × 6U8/6GH8, 4 × 7591 Gleichrichter 5AR4/GZ34 |
| Ausstattung | Zwei Phono-Eingänge mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, kanalgetrennte Klangregelung, Loudness, Rumpel- und Rauschfilter, Tape-Monitor, Centerausgang |
Der LK-72 ist der Stereomaster zum Selberlöten: 2 × 34 Watt aus vier 7591, zwei Phono-Eingänge, kanalgetrennte Klangregelung. Bei einem Bausatz hängt alles vom Erbauer ab. Ich schaue zuerst unter das Chassis: Lötstellen glänzend und satt, Verdrahtung kurz und geordnet, dann kann man kaufen.
Mono-Röhrenverstärker · Baureihe 99: 1952–1964
Scott 99 D
| Ausgangsleistung | 22 W (Mono) |
|---|---|
| Eingänge | Tuner, TV, Tape (Tape-Monitor) |
| Ausstattung | Bass- und Höhenregler, stufenlose Loudness, Scratch- und Rumpelfilter schaltbar |
| Lautsprecher | SPKR 1 und 2, 4, 8 und 16 Ω |
Der erste 99 erschien 1952, der letzte 1964, und die 99er waren Scotts meistverkaufte Verstärkerserie. Eigentlich ist der 99 D ein integrierter Mono-Vollverstärker mit 22 Watt. Heute setze ich ihn am liebsten als reine Mono-Endstufe ein, zum Beispiel am Centerausgang eines 299 oder 296.
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Vor- und Endstufen 1950er · 2 Modelle
Stereo-Röhrenvorverstärker · 1959
Scott 130
Mono-Röhrenendstufe
Scott 250, 240 und 250 Laboratory
Tuner 1955–1977 · 8 Modelle
1955 brachte Scott den ersten Breitbandtuner für UKW und Mittelwelle; bis dahin gab es nur Mittelwellen-Tuner. 1961 folgte der erste Stereo-Multiplex-Tuner, 1966 setzte Scott als erster Hersteller Feldeffekttransistoren im UKW-Teil ein.
Röhren-Tuner UKW/MW, Mono · Baureihe 330: 1955–1962
Scott 330 B
- 330 A
- 330 B
- 330 C
- 330 D
Röhren-Tuner UKW/MW, Stereo
Scott 330 D
- 330 A
- 330 B
- 330 C
- 330 D
Röhren-Stereotuner UKW
Scott 350
Werksgerät zum Bausatz LT-110
| Stereodecoder | integriert (Multiplex) |
|---|---|
| Röhrenbestückung | 6BS8/6BQ7A, 6U8, 2 × 6AU6, 6BN6, 6BL8, 2 × 12AU7, 12AT7 |
Der 350 steckt als 350 B auch im Receiver 340 A. Sein Multiplex-Decoder für Stereo ist eingebaut.
Röhren-Stereotuner UKW, Bausatz · 1962
Scott LT-110
Bausatz (KIT) des Scott 350
Technisch identisch mit dem 350. Wer einen LT-110 findet, nimmt Röhrenbestückung und Abgleich des 350.
Röhren-Stereotuner, Bausatz · 1964
Scott LT-111
Bausatz (KIT) des Scott 370
Röhren-Tuner UKW
Scott 310 A
Digitaler Synthesizer-Tuner UKW · gebaut 1975–1977
Scott T-33 S
| Empfangsbereich | UKW 87,5–107,9 MHz Kanalraster 100 kHz, PLL/Quarz |
|---|---|
| Empfindlichkeit | 0,8 µV (DIN), 1,8 µV (IHF) |
| Übertragungsbereich | 20–15.000 Hz ± 1 dB |
| Signalrauschabstand | Mono 70 dB, Stereo 65 dB |
| Störspannungsabstand | 60 dB |
| Kanaltrennung | 42 dB |
| Trennschärfe | 75 dB |
| Gleichwellenselektion | 1,2 dB |
| Spiegelfrequenzdämpfung | 85 dB |
| Klirrfaktor | Stereo 0,3 %, Mono 0,25 % |
| Pilottonunterdrückung | 60 / 80 dB (19 / 38 kHz) |
| Frequenzdrift | 0,0001 % |
| NF-Ausgang | 1 V an 0,6 kΩ |
| Abmessungen (B × H × T) | 445 × 150 × 315 mm |
| Gewicht | 8,3 kg |
| Neupreis 1975 | 2.198 DM |
Gebaut wurde der T-33 S von 1975 bis 1977. Er gehört zu den frühen Tunern mit digitalem Frequenz-Synthesizer, sein Vorgänger Stereomaster 433 kam um 1972. Der T-33 S war der Konkurrenz um Jahre voraus: automatischer Suchlauf, vierstellige Frequenzanzeige mit Nixie-Röhren, digitale Logik, De-Emphasis in zwei Stufen, Multipath-Ausgang für ein Oszilloskop, sechspolige LC-Filter, ICs auf Stecksockeln und Steckmodule aus Epoxyd-Glasfaser.
Für Deutschland passte Scott die Empfangstechnik an die hiesigen Normen an und setzte Siemens-ICs ein. Mit 2.198 DM kostete er 1975 so viel wie der große Receiver R 77 S. Heute ist der T-33 S eine absolute Rarität; wer einen anbietet, weiß meist, was er hat.
Tuner UKW/MW
Scott T-526
| Empfindlichkeit UKW | 1,3 µV |
|---|---|
| Kanaltrennung | 40 dB (1 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | 65 dB |
| Trennschärfe | 35 dB |
| Ausgang | Ausgangsspannung regelbar |
| Abmessungen (B × H × T) | 400 × 142 × 325 mm |
| Gewicht | 6,2 kg |
| Neupreis | 748 DM |
Der T-526 ist der Tuner zu den Vollverstärkern A-426 und A-436, gleiche Breite, gleiche Höhe. Mit regelbarem Ausgang passt du ihn im Pegel an jede Quelle am Verstärker an.
Stereomaster-Receiver 1960–1975 · 6 Modelle
1964 kam der erste volltransistorierte Scott-Receiver, 1969 der erste mit Quarz-Abstimmung. Davor vereinten die Röhren-Receiver einen Stereomaster-Verstärker und einen Scott-Tuner auf einem Chassis. Woran du frühe Geräte erkennst: Stereomaster-Receiver der ersten Baujahre tragen auf der Aluminiumfront noch kein Scott-Logo, es sitzt auf der Glasscheibe.
Röhren-Receiver UKW/MW, Stereo · 1960–1962
Scott 399
| Sinusleistung | 2 × 18 W (IHF) |
|---|---|
| Empfang | UKW, Mittelwelle |
| Röhren | 23 |
| Abmessungen (B × H × T) | 445 × 152 × 349 mm |
| Neupreis | 1.600 DM + 115 DM Holzgehäuse |
Der 399 ist der Stereomaster-Receiver der ersten Stunde, 23 Röhren für Tuner und Verstärker in einem Gehäuse. 1962 löste ihn der 340 A ab.
Röhren-Receiver UKW, Stereo · 1962–1963
Scott 340 A
Nachfolger des Scott 399
| Aufbau | Verstärker 299 C und Tuner 350 B auf einem Chassis |
|---|---|
| Röhren | 20 |
| Ausstattung | Zwei Phono-Eingänge mit unterschiedlicher Empfindlichkeit, kanalgetrennte Klangregelung, Loudness, Rumpel- und Rauschfilter, Tape-Monitor, Centerausgang |
Den Schaltplan des 340 haben wir im Archiv.
Im 340 A stecken der Verstärker 299 C und der Tuner 350 B. Der Empfangsteil ist hervorragend, und am Centerausgang liegt das Summensignal aus links und rechts für eine dritte Box an.
Röhren-Receiver, Stereo
Scott 340 B und 380
Der 380 ist baugleich mit dem 340 B und empfängt zusätzlich Mittelwelle.
| Empfang | 340 B: UKW 380: UKW und Mittelwelle |
|---|---|
| Neupreis | 340 B: 2.690 DM + 120 DM Holzgehäuse 380: 3.050 DM |
Der 380 ist der 340 B mit Mittelwelle, und der Aufpreis von 360 DM zeigt, was ein AM-Teil damals kostete. Beide gehören zu den teuersten Receivern, die Scott in Deutschland anbot.
Receiver UKW-Multiplex · 1965–1969
Scott Stereomaster 344
| Empfindlichkeit UKW | 2,2 µV |
|---|---|
| Kanaltrennung | über 30 dB |
| Fremdspannungsabstand | 80 dB |
| Sinusleistung | 2 × 18 W (IHF) |
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 3, 5 und 9 mV (schaltbar) AUX, Tape: 0,5 V |
| Bestückung | 26 Transistoren, 4 Dioden, 4 Nuvistoren |
| Lautsprecher | 4–16 Ω |
| Gewicht | 13,6 kg |
| Neupreis | 3.075 DM + 115 DM Holzgehäuse, laut Archiv-Preisliste |
Ein Übergangsgerät: Transistoren im Verstärker, Nuvistoren im Empfangsteil. Damit gehört der 344 zu den ersten Scott-Receivern ohne klassische Röhren, und mit 3.075 DM laut Archiv-Preisliste war er teurer als der Röhren-Receiver 380.
Receiver
Scott Stereomaster 387
Stereo-Receiver UKW/MW · 1970–1975
Scott Stereomaster 637 S
-
Front: je Quelle eine eigene Anzeige, Feldstärke-Instrument und Stereo-Anzeige -
Alufront in Feinsilber, anodisiert
| Sinusleistung | 2 × 45 W an 4 Ω 2 × 35 W an 8 Ω |
|---|---|
| Musikleistung gesamt | 150 W an 4 Ω, 120 W an 8 Ω |
| Klirrgrad | 0,5 % bei Nennleistung |
| Übertragungsbereich | 20–20.000 Hz ± 1 dB (IHF) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,5 mV / 47 kΩ AUX, Tape: 500 mV / 50 kΩ |
| UKW-Empfindlichkeit | 1,9 µV (IHF) |
| Übersprechdämpfung | über 35 dB |
| Kreuzmodulationsfestigkeit | 80 dB |
| Mittelwelle | 535–1605 kHz, 180 µV (Ferritantenne) |
| Netzspannung | 100, 117, 220 und 240 V, 50/60 Hz umschaltbar |
| Abmessungen (B × H × T) | 435 × 117 × 265 mm |
Für jede Quelle leuchtet eine eigene Anzeige, dazu Feldstärke-Instrument und automatische Stereo-Anzeige in der Front, die Klangregelung ist kanalgetrennt und als FET-Stufe nach Baxandall ausgeführt. Lötfreie Tension-Wrap-Verbindungen schließen kalte Lötstellen aus, Scott versprach damit Betriebssicherheit und lange Lebensdauer. Das Gehäuse gab es in zweischichtigem Plexiglas (grau/weiß), in Nussbaum natur oder in Schleiflack weiß.
Einen Receiver mit Tuner und Phono-Eingang gibt es auch neu. HiFi-Receiver-Kaufberatung ›
Receiver der R-Serie 1970er · 8 Modelle
Mit den R-Receivern ging Scott Mitte der Siebziger ganz auf Transistoren und ICs: FETs in der Eingangsstufe, IC-Multiplexdecoder, beim R 36-S ein Kristallfilter in der ZF. R 31, R 34 und R 36 halte ich zusammen mit dem Vollverstärker A-236 für das schönste Scott-Design der späten Jahre.
Receiver UKW/MW
Scott R 31-S
| Sinusleistung | 2 × 20 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,6 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 35 dB (1 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB AUX, Tape 75 dB |
| Frequenzgang | 15–35.000 Hz |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,5 mV AUX, Tape: 150 mV |
| Abmessungen (B × H × T) | 454 × 134 × 294 mm |
| Gewicht | 7,5 kg |
Der kleinste der drei Schönen. 2 × 20 Watt nach DIN reichen für ein Wohnzimmer mit normalen Boxen, und er steckt im selben 454 mm breiten Gehäuse wie der R 34-S.
Receiver UKW/MW · 1975
Scott R 34-S
FETs in der Eingangsstufe, IC-Multiplexschaltung
| Sinusleistung | 2 × 24 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,5 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 35 dB (1 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB AUX, Tape 75 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,5 mV AUX, Tape: 150 mV |
| Klirrfaktor | 0,5 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 454 × 134 × 294 mm |
| Gewicht | 8 kg |
Receiver UKW/MW
Scott R 36-S
FETs in der Eingangsstufe, Kristallfilter in der ZF-Stufe
| Sinusleistung | 2 × 30 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,2 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 35 dB (1 kHz) |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 60 dB AUX, Tape 75 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,5 mV AUX, Tape: 500 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 460 × 140 × 330 mm |
| Gewicht | 11,5 kg |
Das Kristallfilter in der ZF hat nur der R 36-S, und mit 1,2 µV ist er der empfindlichste der drei. Wer in einer Gegend mit dicht belegtem UKW-Band wohnt, nimmt ihn statt des R 34-S.
Receiver UKW/MW
Scott R 316
Elektronische Endstufensicherung
| Sinusleistung | 2 × 28 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,3 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 40 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,0 mV AUX, Tape: 150 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 466 × 142 × 390 mm |
| Gewicht | 11,6 kg |
| Neupreis | 898 DM |
Die elektronische Endstufensicherung schützt die Transistoren bei Kurzschluss an den Lautsprecherklemmen. Ohne diesen Schutz kostet ein Kurzschluss an der Klemme schnell die Endtransistoren.
Receiver UKW/MW
Scott R 326
| Sinusleistung | 2 × 28 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,3 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 40 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB AUX 80 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,5 mV AUX, Tape: 200 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 466 × 142 × 390 mm |
| Gewicht | 12 kg |
| Neupreis | 1.198 DM |
Gleiche Leistung und gleiches Gehäuse wie der R 316, 300 DM teurer. Den Unterschied machen der bessere Geräuschspannungsabstand am AUX-Eingang und die Phono-Empfindlichkeit von 2,5 mV, die zu mehr Tonabnehmern passt.
Receiver UKW/MW
Scott R 74 S
ZF-Stufe und Multiplexdecoder wie im Tuner T-33
| Sinusleistung | 2 × 50 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,0 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 40 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 70 dB AUX 80 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,2–6,5 mV AUX: 300 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 465 × 145 × 385 mm |
| Gewicht | 12,5 kg |
| Neupreis | 1.600 DM |
Die drei großen R-Receiver teilen sich das Gehäuse mit 465 mm Breite und den Empfangsteil, dessen ZF-Stufe und Multiplexdecoder aus dem Synthesizer-Tuner T-33 stammen. Sie unterscheiden sich in der Endstufe: 50, 60 und 80 Watt je Kanal.
Receiver UKW/MW
Scott R 75 S
ZF-Stufe und Multiplexdecoder wie im Tuner T-33
| Sinusleistung | 2 × 60 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,0 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 40 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 70 dB AUX 80 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,2–6,5 mV AUX: 300 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 465 × 145 × 385 mm |
| Gewicht | 13,5 kg |
| Neupreis | 1.880 DM |
Receiver UKW/MW
Scott R 77 S
Phono-Vorverstärker mit Darlington-Transistoren
| Sinusleistung | 2 × 80 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Empfindlichkeit UKW | 1,0 µV |
| Kanaltrennung (Tuner) | 40 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 70 dB AUX 80 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono: 2,2–6,5 mV AUX: 300 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % bei Vollaussteuerung |
| Abmessungen (B × H × T) | 465 × 145 × 385 mm |
| Gewicht | 14,5 kg |
| Neupreis | 2.200 DM |
Das Spitzenmodell der R-Serie mit 2 × 80 Watt nach DIN und einem Phono-Vorverstärker in Darlington-Technik. Mit 2.200 DM kostete er fast genauso viel wie der Tuner T-33 S allein (2.198 DM).
Transistor-Vollverstärker 1960er–1977 · 7 Modelle
Transistor-Stereoverstärker
Scott 260
Einer der ersten Transistorverstärker von H.H. Scott, mit Centerausgang für eine Mono-Endstufe
| Sinusleistung | 2 × 30 W (IHF) |
|---|---|
| Musikleistung | 2 × 40 W |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 3, 5 und 9 mV (schaltbar) Phono Kristall: 220 mV Tape, Tuner: 500 mV |
| Klirrfaktor | 0,8 % |
| IM-Verzerrung | 0,5 % (Vollast) |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 1 dB |
| Fremdspannungsabstand | Phono 55 dB Tape, Tuner 75 dB |
| Bestückung | 22 Transistoren, 3 Dioden |
| Gewicht | 11,8 kg |
| Neupreis | 1.925 DM + 115 DM Holzgehäuse |
Mit 1.925 DM war der 260 teurer als der Röhren-Vollverstärker 299 D. Die neue Transistortechnik hatte bei Scott ihren Preis.
Vollverstärker · ab Anfang der 1970er
Scott A-416
| Sinusleistung | 2 × 20 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Frequenzgang | 16–32.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,5 % |
| Geräuschspannungsabstand | AUX, Tuner, Tape 80 dB |
| Abmessungen (B × H × T) | 350 × 120 × 280 mm |
| Gewicht | 7,2 kg |
| Neupreis | 500 DM |
Der Kleinste der Siebziger-Serie und klanglich trotzdem ein echter Scott. Für den Einstieg in die Marke rate ich zu diesem Gerät: Er wird seltener gesucht als die Receiver R 31 bis R 36, und 2 × 20 Watt genügen an normalen Regalboxen.
Vollverstärker · 1976
Scott A-426
| Sinusleistung | 2 × 37 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 2,5 mV AUX, Tuner: 200 mV |
| Klirrfaktor | 0,5 % |
| IM-Verzerrung | 0,3 % |
| Frequenzgang | 15–35.000 Hz |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB AUX, Tuner, Tape 80 dB |
| Abmessungen (B × H × T) | 400 × 142 × 325 mm |
| Gewicht | 9,2 kg |
| Neupreis | 698 DM |
Vor- und Endstufe auftrennbar, 2 × AUX, 1 × Mikrofon.
Die Schieberegler sind das kleine Handicap von A-426 und A-436: Werden sie selten bewegt, oxidieren die Bahnen. Das ist nicht tragisch. Ein wenig Kontaktspray und einige Male durchfahren, dann kratzt nichts mehr.
Vollverstärker
Scott A-436
| Sinusleistung | 2 × 49 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Übersprechdämpfung | 45 dB (1 kHz) |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 2,5 mV AUX, Tuner: 200 mV |
| Klirrfaktor | 0,3 % (Vollast) |
| IM-Verzerrung | 0,3 % |
| Frequenzgang | 15–35.000 Hz ± 1 dB |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 65 dB AUX, Tuner, Tape 80 dB |
| Abmessungen (B × H × T) | 400 × 142 × 325 mm |
| Gewicht | 10,5 kg |
| Neupreis | 950 DM |
2 × Phono, zwei Lautsprechergruppen, Bass und Höhen je Kanal getrennt einstellbar.
Der große Bruder des A-426 im gleichen Gehäuse, mit 2 × 49 Watt, zwei Phono-Eingängen und kanalgetrennter Klangregelung. Ende 1977 löste ihn der A-457 ab, der die Ausstattung übernahm und mehr Leistung bekam.
Vollverstärker
Scott A-236
| Sinusleistung | 2 × 20 W (DIN) an 8 Ω |
|---|---|
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 2,5 mV AUX, Tuner: 150 mV |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz |
| Klirrfaktor | 0,3 % |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 60 dB |
| Abmessungen (B × H × T) | 390 × 134 × 245 mm |
| Gewicht | 5,4 kg |
Zusammen mit den Receivern R 31, R 34 und R 36 für mich das schönste Scott-Design der späten Jahre. Mit 5,4 kg ist er der leichteste Verstärker auf dieser Seite, die Innenansicht zeigt, wie viel Luft im Gehäuse bleibt.
Stereo-Vollverstärker
Scott A-410
| Sinusleistung | 2 × 30 W (IHF) an 8 Ω |
|---|---|
| Dämpfungsfaktor | 40 an 8 Ω |
| Eingangsempfindlichkeit | Phono MM: 2,5 mV AUX, Tuner: 150 mV |
| RIAA-Entzerrung | ± 0,7 dB |
| Frequenzgang | 20–20.000 Hz ± 1 dB |
| Klirrfaktor | 0,1 % |
| Geräuschspannungsabstand | Phono 85 dB AUX, Tape 90 dB |
| Abmessungen (B × H × T) | 430 × 134 × 217 mm |
| Gewicht | 7,0 kg |
Auf dem Papier der sauberste Scott-Verstärker dieser Seite: 0,1 % Klirr, 85 dB Geräuschspannungsabstand am Phono-Eingang und eine RIAA-Entzerrung innerhalb von ± 0,7 dB. Mit 217 mm Tiefe passt er auch ins flache Regal.
Vollverstärker · ab Ende 1977
Scott A-407, A-417, A-437 und A-457
Die 7er-Reihe ersetzte A-406, A-416 und A-436 (1975–1977)
| A-407 | 2 × 15 W Sinus (DIN) an 8 Ω 20–30.000 Hz, 4/16 Ω |
|---|---|
| A-417 | 2 × 30 W Sinus (DIN) an 8 Ω 16–32.000 Hz, 4/16 Ω |
| A-437 | 2 × 42 W Sinus (DIN) an 8 Ω 15–35.000 Hz, 4/16 Ω |
| A-457 | 2 × 60 W Sinus (DIN) an 8 Ω 15–35.000 Hz, 4/16 Ω 420 × 150 × 340 mm, 11 kg |
Ab Ende 1977 ersetzte Scott die Modelle A-406, A-416 und A-436 durch die 7er-Reihe, optisch den Vorgängern ähnlich. Der A-417 sieht exakt aus wie der A-416. Der A-437 bekam eine einfache Klangregelung statt der aufwendigen des A-436, der A-457 übernahm dessen Ausstattung mit mehr Leistung, breiteren Haltegriffen und einem etwas größeren Gehäuse.
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Lautsprecher 1970er · 1 Modell
3-Wege-Lautsprecher
Scott PRO 100
| Bestückung | Tieftöner 38 cm 2 × Mitteltöner 11,5 cm 2 × Hochtöner 25 mm |
|---|---|
| Übergangsfrequenzen | 700 und 3.500 Hz |
| Impedanz | 4 Ω, impedanzkontrolliert |
| Frequenzgang | 20–22.000 Hz |
| Belastbarkeit | 125 W an 4 Ω |
| Abmessungen (H × B × T) | 743 × 448 × 368 mm |
| Gewicht | 30 kg |
Ein 38-cm-Tieftöner, zwei Mitteltöner und zwei Hochtöner in einem 30 kg schweren Gehäuse. Die Weiche hält die Impedanz kontrolliert bei 4 Ω, impedanzkontrollierte Lautsprecher zählt Scott selbst zu seinen Neuerungen. Mit 125 Watt Belastbarkeit verträgt der PRO 100 auch den R 77 S.
Ein 3-Wege-Standlautsprecher mit 38er-Bass ist heute selten. Aktuelle Standlautsprecher in der Kaufberatung ›



























































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